Jetzt ist der betreffende Kollege aber akut erkrankt und es ist fraglich, ob er wiederkommen wird. Sprich: Ich bin jetzt gefragt worden, ob ich sofort einsteigen kann. Es gibt fünf Ermässigungsstunden, die allerdings in diesem Schuljahr (da schon laufend) nicht als Stundenausgleich "gezahlt" werden können, sondern ich würde mein volles Deputat behalten und die Überstunden bezahlt bekommen. Soweit so gut.
Finde ich kein bisschen gut. Der Kollege fällt aus und Arbeit in erheblichem Umfang wird ohne Entlastung umverteilt - ich finde, das geht nicht. Von der Bezahlung hast du nichts, wenn deine Genesung durch Überlastung gefährdet ist, und Zeit, die erst in einem Jahr frei wird, nutzt einem auch nichts, wenn man gerade völlig am Rad dreht.
Wer würde dir denn diesen Job "wegschnappen"? Es ist immer schlecht, wenn eine Sache nur von einer einzigen Person erledigt werden kann. An deiner Stelle würde ich mich weigern. Man könnte schließlich fünf deiner Stunden auf mehrere andere Schultern verteilen, damit du nicht mehrbelastet wirst und dich in Ruhe mit dem neuen Job anfreunden kannst. Das sind ja nicht einfach nur ein paar Unterrichtsstunden, die man mit etwas Routine gut einschieben kann, sondern offenbar anspruchsvolle Aufgaben, für die man Zeit und Konzentration braucht.
