Beiträge von Piksieben

    Geht es um die Noten für die "sonstige Mitarbeit"? Die schriftlichen Arbeiten werden ja vollumfänglich durch die Lehrkraft bewertet.

    Das Kompetenzraster muss sich an dem orientieren, was man an Leistungsanforderungen zu Beginn des Schuljahres formuliert hat. Alles andere wäre unfair.

    Bei uns gibt es dafür ein fächerübergreifendes Konzept. In dem finden sich Dinge wie "Beiträge im Unterricht leisten", "Hausaufgaben erledigen", "Unterlagen vollständig halten" und so weiter. Wenn man "Konzept Leistungsbewertung" googelt, sieht man, dass viele Schulen diese Kriterien bereits online zur Verfügung stellen. So sollte es sein.

    Daraus mache ich entsprechende Sätze, ggf. ein wenig fachangepasst:

    "Meine Unterlagen sind geordnet und verfügbar"
    "Ich beteilige mich am Unterrichtsgeschehen"
    "Ich erledige Aufgaben selbstständig"/"bringe eigene Ideen ein"
    "Meine Ergebnisse sind meistens richtig"/"Meine Programme laufen"

    Wenn die Schüler das ausfüllen, haben wir eine Gesprächsgrundlage. Die Gespräche fallen nach dieser "Gewissenserforschung" meist kurz und wenig kontrovers aus. Gerechnet wird dabei auch eher wenig.

    So "so what??" finde ich das nicht, um nur bspw. teilweise erhebliche Einkommenseinbußen zu nennen.

    Das ist ungerecht. Trotzdem kann man auch als angestellte Lehrkraft arbeiten und Geld verdienen, von dem man leben kann. Ich tue das auch, aufgrund der unheilbaren Krankheit "zu hohes Alter bei der Einstellung".

    Was die TE angeht, so kann sie sich ärgern. Jede Krankheit ist doof! Aber *Angst"? Warum? Angst wäre angebracht, wenn die Existenzgrundlage gefährdet ist. Das ist sie nicht, wenn man nicht oder nicht sofort verbeamtet wird.

    Hier wird wohl niemand einen Geheimtipp haben, wie man trotz Arthrose verbeamtet werden kann, das wäre ja fahrlässig. Vielleicht klappt es, vielleicht nicht. Die Diagnose ist ganz frisch. Vielleicht ändert sich da noch etwas. Also erst mal genau schauen, was ist und was man machen kann.

    Also, Nina, bitte möglichst angstfrei zum Amtsarzt gehen. Sonst erweckst du womöglich noch den Anschein, psychisch instabil zu sein. Und der Blutdruck erhöht sich. Kein Scherz.

    So aus dem Bauch raus: Ich würde das nicht einen "Weg ins Burnout" nennen, sondern ein ausgewachsene Burnout. Das kann man nicht wegkriegen, indem man "bloß nicht fehlt".

    Ich finde eine Dreiviertelstelle mit zwei Kindern eigentlich zu viel. Auch wenn die Kinder betreut sind und man eine Putzfrau beschäftigt, die Kinder brauchen dich doch und beanspruchen dich körperlich und seelisch. Auch ohne eine Veranlagung zu Depressionen: Bei der Situation mit den fachlichen Herausforderungen und schwierigen Schülern ist das eine enorme Belastung, und Antidepressiva sind da nur eine Krücke, die das Problem nicht lösen.

    Wieso hast du eine ständige Vertretung? Das hättest du doch ablehnen können? Kannst du versuchen, das erst mal wegzukriegen? Du wirst aber früher oder später zusammenklappen, wenn das so weitergeht. Und dann fehlst du länger. Suche dir Unterstützung, um die Situation zu verändern und dich zu entlasten - am besten eine Stundenreduzierung, so rasch wie das irgend möglich ist.

    Wie Meike schreibt: Gesundheit geht vor. Auch mit Blick auf deine Kinder.

    Deine Empfehlung finde ich jedenfalls gut. Ein Wechsel ans Berufskolleg kann dem Schüler eine neue Perspektive bieten. Er kann sich auf die Fächer konzentrieren, die ihn interessieren, wenn er sich für ein Berufskolleg entscheidet, das Bildungsgänge anbietet, die seinen Interessen entgegen kommen.

    Da gibt es halt viele ... Also Beratung wäre da sehr angebracht. Er muss ja auch nicht das Vollabi machen, vielleicht reicht ihm die FHR.

    Wir haben Schüler, denen der Wechsel ans BK sehr, sehr gut getan hat - auch vom Gymnasium - und solche, die anfangs schwierig waren, dann aber einen guten Abschluss gemacht haben.

    hier : http://www.michaelbertling.de/beamtenrecht/r…hillessehne.htm wird eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Braunschweig sehr ausführlich kommentiert, da geht es auch um eine gerissene Achillessehne, hier beim Polizeisport.

    Da wird so akribisch argumentiert, dass ich vermute, der Fall "Overheadprojektor zerquetscht Zeh" oder "Bananenschale verursacht Oberschenkelhalsbruch" würde anders beurteilt. Von daher würde ich nicht glauben, dass man gleich auf alle Weihnachtsfeiern und Zoobesuche verzichten sollte.

    Der Vergleich der beiden Urteile zu dem Duschausrutscher zeigt eher, dass verschiedene Gerichte unterschiedlich urteilen können. Da kann man nicht generell schließen, dass es auf den Beamten-/Angestelltenstatus ankam.

    Klimsamgim, gute Genesung, aber nächstes Mal ein erfolgreicheres Team suchen! Bei uns gewinnen immer die Lehrer :)

    Ach du Arme !

    *Ironie aus"

    Was soll dieses Statement nun bedeuten???

    Ein freier Tag ist schon was Tolles. Auch wenn man ihn zum Arbeiten nutzt. Sonst würde man diese Arbeit ja auch noch irgendwann anders zwischenschieben.
    Besser ein unterrichtsfreier Tag, auch wenn ich ihn am Schreibtisch verbringe, als dieselbe Arbeit nach dem Unterricht am Schreibtisch zu erledigen.

    Aus obiger Bemerkung lese ich lediglich Unzufriedenheit. Gewollte Unzufriedenheit., Und Jammern auf sehr hohem Niveau. :explodier:

    Was für ein Quatsch. Mit was für einer Haltung liest du hier? Dass hier gejammert wird auf Teufel komm raus? Nichts läge mir ferner, als über meine Arbeitszeiten zu jammern. Ich finde es aber sehr sonderbar, von einem freien Tag zu schreiben - was für ein Anspruch ist denn das? Ich habe nicht "frei", wenn ich zu Hause am Schreibtisch sitze: Ich arbeite dann. Ich tue es gern und genieße es, zu Hause zu sein. Aber ich habe nicht frei. Ich arbeite. Einzig darum ging es mir.

    Weißt du, hier sollen zuweilen auch Leute herumlesen, die gar keine Lehrer sind. Ich möchte nicht den Eindruck befeuern, dass Lehrer frei haben, bloß weil sie daheim sind. Aber gut, wenn du dich aufregen möchtest, bitteschön :hammer:

    Zitat

    Diese Erfahrung habe ich auch schon gemacht: Zwei Nebenfächer und freitags frei bei voller Stelle, um nur ein Beispiel zu nennen. Ich dagegen mit 2/3? Kein freier Tag. Die Kollegen, die kaum oder keine Korrekturen haben, haben auch alle gegen das Arbeitskontenmodell gestimmt. Ist ja auch logisch, wer das Arbeiten nicht gewohnt ist :_o_P

    Was ist denn ein freier Tag? Kein Unterricht? An solchen Tagen arbeite ich am meisten. Da sitze ich oft für Stunden wie festgefroren am Schreibtisch/PC, weil sich soviel aufgehäuft hat.

    *Lach* Das kenne ich! So Ausdrücke vermehren sich wie Viren. Irgendjemand fängt damit an und plötzlich sagt es jeder.

    Mich nervt es auch schrecklich, aber noch mehr als bei Pädagogen geht mir das bei Journalisten auf den Wecker. Ist euch mal aufgefallen, dass sie schon lange nicht mehr einfach sagen können:

    "Frau Merkel steht auf und geht"

    Nein, es muss heißen:

    "Frau Merkel, sie steht auf und geht."

    Vermutlich soll das auch Spannung aufbauen.

    Ich kenne "spannend" auch im Sinn von "jetzt wird's eng", okay. Aber im pädagogisch-glorifizierenden Pädagogensprech: fürchterlich. Wenn mir in der Schule etwas gefällt, dann ist das "interessant" oder auch "schön" (was wiederum die Schüler heftig irritiert: Wie kann man Mathe schön finden?) - oder, in der Informatik "praktisch", manchmal sogar genial.

    Spannend ist der Tatort. So muss Schule nicht sein. Das wäre mega-anstrengend.

    Obwohl ... wenn ich denke, wie oft ich beim Krimi einschlafe ...


    Nur am Rande: Genau diesen Satz hat der Leiter des Ausbildungsinstituts für Lehrkräfte in Schleswig-Holstein, Dr. Riecke-Baulecke, einmal geäußert. Was ich davon halte, darf ich hier nicht schreiben, ohne juristische Schwierigkeiten zu bekommen. Ebenso wenig, was ich vom IQSH halte. Und, nein, ich habe im 2. Staatsexamen nicht schlecht abgeschnitten.

    Dass die Klassengröße viel weniger Einfluss auf den Lernerfolg hat, als man bisher dachte, ist eins der auffälligen Ergebnisse der Hattie-Studie.

    Dass man verklagt oder entlassen wird, wenn man darüber diskutiert, wäre mir völlig neu.

    Bei uns hängen in den Klausurräumen Wanduhren. An der Tafel steht die Abgabezeit. Das muss doch eigentlich genügen?! Ich erinnere eine Viertelstunde vor Schluss noch mal dran, dass gleich Abgabe ist. Ich glaube auch nicht, dass die Schüler wirklich schneller werden, wenn man ihnen so eine Uhr hinhängt. Einige macht das sicher nur nervös.

    Und wenn mit einem Male alle Klassen als "sehr langsam" empfunden werden ... ist das vielleicht auch eine von Ungeduld geprägte Wahrnehmung? Vielleicht mal ein bisschen entschleunigen?

    Der Gedanke, dass die nachwachsende Generation automatisch mit mehr technischem Interesse heranwächst und dann auch einfache Geräte beherrscht, entpuppt sich nun als Trugschluss. Eltern sind teilweise sehr bemüht ihre Kinder vom Computer fernzuhalten. Auf der anderen Seite erwarten sie aber, dass dieser selbstverständlich zum Unterricht gehört. Ich bin im Moment einfach nur erschüttert und etwas ratlos. Aber wenn ihr das teilweise sogar in der Oberstufe so erlebt, bin ich sprachlos.

    Ich sehe das nicht dramatisch. Es ist doch klar, dass das Verhältnis zwischen Computertechnik und Kindern ambivalent ist. Auf der einen Seite sollen die Kinder natürlich mit dem neuesten Stand der Technik aufwachsen. Auf der anderen Seite soll man sie genau davon abhalten, weil sie auf diesem Weg zu moppeligen, spielsüchtigen Handy-Junkies werden, die Dinge sehen, die ihnen nicht guttun, und die gemobbt werden und zu wenig Zeit für die anderen wichtigen Dinge des Lebens haben. Die Gefahr ist umso größer, je kleiner die Kinder sind. Die Eltern haben schon recht, auf ihre Kinder aufzupassen. Eigentlich ist das genau das, was wir wünschen. Und nun soll es auch wieder nicht richtig sein, weil sie eine Bedientaste nicht so schnell finden, wie wir uns das vorstellen?

    Wir haben da noch keinen Königsweg gefunden! Wie Neleabels schreibt, sind die Handys ja überaus nützlich. Aber meine Schüler staunen sehr, wenn ich sie auffordere, sich einen Funktionsplotter aufs Handy zu laden. Wir haben keinen Beamer im Klassenraum. Ich bin einfach froh, wenn man sich rasch mal einen Funktionsgraphen auf dem Handy anschauen kann, um sich zu überzeugen, dass man richtig gerechnet hat. Ich finde es auch in Ordnung, wenn die Schüler das Tafelbild fotografieren; sie machen mir überzeugend klar, dass sie auf dem Handy noch eher mal draufschauen als in ihr Heft. Wir können natürlich nicht gleichzeitig erwarten, dass die Handys in der Schule aus sind und dass die Schüler lernen, sich zeitgemäß zu informieren.

    Dass die Schüler mit dem PC nicht richtig umgehen können, liegt wohl tatsächlich daran, dass oftmals nur noch Tablets/Handys benutzt werden. Das ist keine Technikverdrossenheit, sondern der technische Fortschritt, der uns da ins Handwerk pfuscht. Nun muss man für viele "richtige" Anwendungen eben doch eine Menge lernen und wissen. WORD kann sicher jedes Kind auf einer ganz einfachen Ebene benutzen, so wie man eine Schreibmaschine benutzt. Sobald es etwas anspruchsvoller wird, sind andere Fähigkeiten gefragt, solche, die man eben nicht übt, wenn man spielt oder Spiegel online liest: Logisches Denken, Lesefähigkeit, Konzentration, Geduld ... Deshalb plädiere ich ja dafür, sich bei jüngeren Kinder darauf zu konzentrieren.

    Das Verständnis für Datenschutz und wie das Internet überhaupt funktioniert, lernt man natürlich auch nicht, wenn man irgendwo herumdaddelt. Das gehört dann halt in den Unterricht und nicht in einer Erwartungshaltung, die die Schüler dann nur enttäuschen können.

    Warum bist du erschüttert, Talida? Weil in einigen Haushalten keine Computermäuse mehr zu finden sind? Was ist daran schlimm? Vermutlich sterben Mäuse aus, bevor die Kinder Abitur gemacht haben. Warum bringst du ihnen nicht einfach das bei, was sie gerade brauchen, und machst dich nicht verrückt mit den Elternansprüchen? Erzähl doch den Eltern genau das, was du hier geschrieben hast: Dass man erst einmal lernen muss, ein Fenster zu schließen, und dass du deinen Zöglingen das beibringst und dass das so lange dauert, wie es dauert ...

    Es gibt auch Apps fürs Smartphone, die den Lärmpegel messen (Dezibelmeter oder so ähnlich). Sind vermutlich nicht so genau, aber dafür umsonst und bieten auch schon mal einen Anhaltspunkt.

    Gehörschutz kann man auch recht individuell im Internet bestellen, da kostet es deutlich weniger als 100 Euro. Aber eigentlich ist nicht einzusehen, dass du das privat bezahlen sollst. Ich würde mich da auch mal arbeitsrechtlich schlau machen. Auf jeden Fall nicht so lassen, wenn du jetzt schon 2-3 Stunden nach dem Unterricht Rauschen im Ohr hast! Warst du schon mal beim HNO deshalb? Würde ich wirklich machen.

    Da steht nicht, dass es schlimm und unmöglich ist, eine Anstellung als Lehrer/in zu bekommen. Das steht, dass man nicht gerade einen Job hinterhergeworfen bekommt, wenn man Geschichte und Deutsch studiert hat. Dass eine Absolventin noch jammert, dass sie zum Referendariat nach Solingen muss - also sorry, geht's noch?

    Ich kann mich noch gut erinnern, dass das Lehramtsstudium mal eine ganz schlechte Wahl war und viele nach dem Studium alles Mögliche machten, nur eben nicht als Bio- und Geschichtelehrer unterwegs waren.

    Zurzeit ist es offenbar wieder so, dass es schwierig wird - weil aus unerfindlichen Gründen mal wieder alle Lehrer werden wollen. Ich weiß nicht, woher dieser Anspruch kommt, dass man unbedingt einen Job kriegt, nur weil man etwas studiert hat. Frag mal einen Juristen oder Wirtschaftswissenschaftler, wie viele Bewerbungen der schreibt.

    Hätte man den Leuten nicht früher sagen können ... ? Man hat. Und Planwirtschaft haben wir nun mal nicht. Also müssen wir mit der Situation, wie sie ist, leben.

    Panikausbrüche sind da auch nicht die richtige Reaktion ... besser sind Flexibilität, Mobilität, Kreativität ...

    Wir können wieder bei null mit dem Üben anfangen. Interessanterweise übernimmt mein Kind genau die Fehler aus dem Fehlertext, das es zu Beginn der Dikatübung gemacht, aber inzwischen abgelegt hat, und schreibt nun wieder genau diese Wörter falsch.

    Versuchte als Kollegin zu argumentieren und bat solche Aufgaben zur Differenzierung nur rechtschreibstarken Kindern anzubieten doch bisher ohne Erfolg.
    Es heißt das Lehrwerk fordere solche Aufgaben schon ab Klasse 2 und in der VERA Arbeit müssten Schüler in einem halben Jahr nun auch solche Aufgaben lösen können.

    Ich finde dein Verhalten bedenklich. Wieso müssen denn "wir" mit dem Üben "bei null" anfangen? Soll das heißen, dass du die Lernfortschritte deines Kindes ständig überwachst und ständig daneben sitzt, wenn es lernt?

    Noch schlimmer finde ich, "als Kollegin" der Lehrerin deines Kindes ins Handwerk zu pfuschen. Würdest du das umgekehrt dulden, wenn dir jemand sagt, wie du bitte deinen Unterricht zu machen hast und es dann als "Erfolg" angesehen würde, wenn du diesen Vorschlägen folgst? Du untergräbst mit diesen Aktionen auch das Vertrauen deines Kindes zur Lehrerin (ich vermute jedenfalls, dass dein Kind mitbekommt, was du tust, mehr oder weniger direkt). Dürfen Lehrerinnen ihre Erfahrungen nicht selbst machen? Können sie übrigens nicht, wenn die Eltern daheim alle Fehler korrigieren, indem sie mit ihren Kindern "bei null anfangen".

    Unterrichtest du wirklich an einer Grundschule - dann müsstest du das Lehrwerk (Was meinst du genau? Das Unterrichtsbuch? Das liegt dir doch vor, schau doch rein. Oder meinst du vielleicht den Lehrplan?) und VERA doch kennen?! Wieso fragst du dann hier?

    Ich wäre an deiner Stelle einfach mal etwas gelassener. Dein Kind kann tatsächlich auch von anderen Leuten als seiner Mutter etwas lernen, da musst du auch nicht ständig drauf aufpassen. Und Methoden werden sowieso überbewertet.

    Ähum ... wir reden hier aber schon von Grundschule, oder? Erwarten die Lehrer, dass Erstklässler Word beherrschen und den PC bedienen, bevor sie lesen und schreiben können? Oder sollen sie das nach der 4. Klasse können?! Das ist doch kein Unterrichtsstoff der ersten Klassen?? Und seit wann wird erwartet, dass die Kinder zu Hause am PC ihrer Eltern hocken?

    Ich unterrichte in der Sek II und stelle oft fest, dass die Schüler z. B. die Tastatur nicht gut beherrschen und z. B. nicht wissen, wo die Tabulator-Taste ist. Und dass sie auch die Bedienelemente von Word kaum kennen. Offenbar hat ihnen das niemand vorher gezeigt. Und was mir meine Kinder aus der Sek I erzählen, da lernen die das auch nicht. Jedenfalls nicht von den Lehrern. Es sei denn, sie haben tatsächlich Informatik, was ja durchaus nicht immer der Fall ist.

    Wenn für den Alltag kein PC mehr erforderlich ist, weil man das meiste inzwischen auf Tablet und Handy erledigen kann, dann ist das halt so. Wir haben an der Schule "nur" PCs und die Schüler lernen, was sie bisher noch nicht konnten, dann, wenn sie es brauchen. In der Regel ist das kein Problem. Viel gravierender sind Mängel in Rechtschreibung, Lesefähigkeit, Englisch und Mathe. Die lassen sich nicht so einfach nachholen.

    Ich kenne es so, dass die Verwaltungsrechner mit den persönlichen Daten streng getrennt vom pädagogischen Netz zu halten sind, in dem auch die Schüler arbeiten. So viele Verwaltungsrechner gäbe es bei uns nicht, dass jeder Lehrer zu jeder Zeit Zugriff hätte. Und wenn man das Klassenbuch nicht während des Unterrichts ausfüllen kann, bedeutet das Mehrarbeit.

    Es hört sich schön an, und man könnte auch Klassenarbeitstermine verwalten.

    Aber es gibt bestimmt eine Reihe von Problemen, in erster Linie die Akzeptanz unter den Kollegen, was den Umgang mit Computern angeht, das ist zum Teil haarsträubend. Und dann so Dinge wie: Was ist bei Feueralarm, wenn man kein Klassenbuch mit rausnehmen kann?


    Und glaubt ihr, dass alle Eltern dann sämtliche Betten, Kissen, Bezüge, Stofftiere, Polstermöbel etc... behandeln???

    Das ist auch nicht nötig, siehe z. B. hier. http://www.kindergesundheit-info.de/themen/krankes…e/uebertragung/

    Die Läuse trocknen aus, wenn sie nicht rechtzeitig frisches Blut bekommen. Sie fliegen oder springen auch nicht, sondern laufen nur. Sie übertragen sich von Kopf zu Kopf.

    Die Sitzordnung ändern reicht zweifelsfrei nicht. Die Kinder müssen kontrollieren oder kontrolliert werden, durch Gucken und vor allem durch Auskämmen. Anders wird man der Sache nicht Herr.

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