Beiträge von Piksieben

    Hast du auch Fächer, Jooge?

    Die Schüler müssen sich zur Nachprüfung in einem Fach anmelden, weißt du denn schon, dass sich wirklich drei für dein Fach angemeldet haben?

    Bei uns stehen die Nachprüfungen noch vor den Ferien fest und auch, wer die macht. Da kann man sich doch auch ohne gesetzliche Regelung mal eben verständigen, worüber da geprüft wird. Wäre ich "Ersatzprüfer", würde ich nachfragen. Wäre ich derjenige, der geht, würde ich von mir aus nachfragen, ob ich noch einen Input liefern soll, egal ob ich das muss oder nicht. Vermutlich prüft ja derjenige, der dein Fach in der betreffenden Klasse übernehmen wird. Aber ich würde das wirklich an der Schule klären. Oder gehst du im Zorn und willst mit niemandem mehr reden?

    Deine "Risikobetrachtungen" verstehe ich nicht, auch aus deiner Beschreibung nicht (wer ist der zuerst erwähnte Fachleiter im 4. Absatz?).

    Du hast einen Fachleiter, mit dem es offenbar klappt - was gibt's denn da noch zu überlegen? Wer sonst noch kommt, weißt du eh nicht, das sollte also erst gar nicht Gegenstand der Überlegung sein.

    Ich habe den Fachleiter mitgenommen, mit dem ich besser klar kam. Daran habe ich weder vorher gezweifelt noch es nachher bereut.

    Viel Erfolg!

    Die Eltern sind wütend und besorgt und von mir aus auch unverschämt. Dann ist es aber doch zwingend erforderlich, mit ihnen zu sprechen und ihnen das klar zu machen - und dann natürlich schnellstens eine Lösung für das Problem der Schülerin zu finden. Und da sollten alle Beteiligten mit am Tisch sitzen. Erst den Schulleiter ins Boot holen und dann auf stur schalten - was soll denn das bringen außer noch mehr Verdruss?

    Ja, stimmt das denn? Was meinst du, und das meine ich jetzt übrigens ganz unironisch, was meinst du, wie viel Mühe, Übung und Disziplin es kostet, ein Computerspiel so gründlich zu beherrschen, wie es Kinder und Jugendliche zum Teil tun. Diese Sekundärtugenden sind offenbar in jedem angelegt und prinzipiell abrufbar, wie es eigentlich auch nicht anders zu erwarten ist. Die Frage ist halt, wie man sie für die Schule anwenden kann.

    Spaßschule?

    Das meine ich auch ernst. Ich mühe mich wirklich redlich, beim Programmieren den Spaßfaktor rüberzubringen, den ich dabei habe. Ich programmiere in meiner Freizeit selbst Spiele, wende also Mühe auf, so wie für viele andere Dinge auch.

    Aber das ist ja nicht der Punkt. Mühe tut ja erst da weh, wo man etwas machen muss, was gerade nicht so im Fokus des Interesses ist.

    Das Ergebnis von Mühe ist irgendwann Freude, sei es, dass das Essen wunderbar schmeckt, weil man sich mal ein bisschen mehr angestrengt hat wie sonst, oder aber, dass etwas anfängt, leicht zu fallen. Am krassesten ist das beim Musizieren: Es macht unglaublich viel Mühe, Noten, Griffe, Fingerfertigkeiten, Theorie etc. zu erwerben, und Tonleitern üben ist echt öde, aber irgendwann funzt es, und die große Belohnung ist, dass es Spaß macht und man auch mit anderen mühelos musizieren kann. Beim Sport ebenso.

    Und so ist es auch beim Programmieren. Daran lässt sich nun mal nichts ändern.

    Dass es irgendwann Spaß macht, ist vermutlich eine dieser leeren Versprechungen, an die der Nachwuchs irgendwann nicht mehr glaubt ...

    Bei kleineren Kindern ist das alles gar kein Thema. Die wollen lernen. Welch schmerzliche Mühsal ist allein das Laufenlernen. Und auch die Zahlen zu lernen ist nicht einfach. Aber die machen einfach. Das geht irgendwann verloren.

    Vermutlich ist daran niemand schuld.

    Was die Faulheit der Erwachsenen angeht, so ist die sicher weit verbreitet, aber es gibt auch unter erwachsenen Leuten genügend, die fleißig, bemüht und diszipliniert sind. Ich versuche meinen Schülern jedenfalls zu vermitteln, dass Mühe sich lohnt, dass Disziplin Freizeit schafft und dass man möglichst früh beginnen sollte, sich zu Sachen aufzuraffen, die man doch erledigen muss. Denn das hört ja nie auf. Jedenfalls akzeptiere ich die Begründung, dass andere Leute auch faul sind, nicht.

    Meines Wissens braucht es dazu Geld.

    Das finde ich niedlich. Die Welt ist mit Geld zu retten?

    Geld ist nun wirklich genug da. Man kann davon bloß keine neue Welt kaufen.

    Ich erschrecke oft darüber, mit wie wenig Wissen und Interesse Schüler zu uns ans BK kommen. Wenn ich das hier so lese, reichen die Probleme bis in den Kindergarten zurück. Was passiert da, wenn der natürliche Lernwille in ein angeödetes Desinteresse umschlägt? Auf welchem Weg wird Mathe zum "Hassfach"? Es ist bekannt, dass es grässliche Lehrer gibt. Aber ich denke auch, dass es eine Frage von Kultur ist, von dem, was halt gerade angesagt ist. Und das sind zwar Quizduell&Co, aber Mühe und Disziplin eben nicht.

    Wieso müssen "die" Eltern "wieder" in die Pflicht genommen werden? Sie hatten diese immer. Zusätzlich sollen sie aber heute möglichst beide arbeiten, und Frauen sollen auf keinen Fall jahrelang zu Hause bleiben und ihre Kinder hätscheln. An anderer Stelle wird hier über Helikopter-Eltern geklagt, das ist so neu, dass das Wort erst erfunden werden musste. Es gibt alles: Vernachlässigung und Überbehütung und alles Gesunde und Ungesunde dazwischen. So wie es auch inflationär viele Einser-Abis zu geben scheint. Die Schere geht immer weiter auf, scheint mir.

    Brauchen unsere Kinder nicht andere Fähigkeiten (s.o.) mindestens so dringend wie eine normgerechte Rechtschreibung und ein im Schlaf herzubetendes Einmaleins?

    Tja, welche Fähigkeiten genau meinst du da? Einfach "guten Willen, die Welt besser zu machen"? Womit genau bekämpft man denn die Gier? Und wie kann man das lernen?
    Kann man ein politisches Problembewusstsein entwickeln, wenn man nicht sinnentnehmend lesen kann? Kann man seine guten Absicht zum Ausdruck bringen, ohne die Orthographie zu beherrschen? Kann man neue Technologien entwickeln, ohne mathematische und naturwissenschaftliche Grundlagen zu beherrschen?

    Nein, es geht nicht um Kopfrechnen. Es geht um Kernkompetenzen, und wenn die fehlen, kann die nachwachsende Generation eben nichts zur Verbesserung der Welt tun. Dafür braucht man nämlich gute Ideen, Wissen, Problemlösungsfähigkeit. Träumerei und Schimpfen über das, was die Elterngeneration getan hat, hilft da leider nicht weiter, und Nichtwissen macht durchaus nicht kreativ, sondern verleitet nur zu unüberlegtem Handeln.

    Natürlich ist es wichtig, dass die Lehrer miteinander reden und sich auf bestimmte Regeln einigen. Und Schwierigkeiten gemeinsam anpacken.

    Trotzdem ist jeder erst mal nur für den eigenen Unterricht zuständig und verantwortlich. Jeder hat auch so seine eigenen roten Linien. Ich bin oft erstaunt darüber, was die Kollegen zulassen oder umgekehrt, wie empfindlich sie manchmal reagieren. Selbst wenn man eine Regel hat "Wer stört, kriegt einen Strich" - dann wird doch das, was "Störung" ist, ganz unterschiedlich wahrgenommen. Das jetzt völlig zu vereinheitlichen ist wohl unrealistisch und würde uns zu stark einschränken.

    Die Kinder merken das natürlich. Und sie nehmen die Klassenlehrerin nun mal am wichtigsten. Meine eigene Klasse benimmt sich bei mir auch besser als die anderen Klassen. Und das, obwohl ich sie nur wenige Stunden habe. Wenn ich Klagen von Kollegen höre, dann halte ich schon mal eine Standpauke, aber so richtig viel nutzen tut es auch nicht.

    Im Grunde macht man das doch sein Leben lang: Sich auf den Partner (oder "Gegner") einstellen, entsprechend reagieren, ausloten, taktieren.

    Gibt es bei euch sonst keine AG's? Das muss doch irgendwie geregelt und organisiert werden. Warum meinst du, dass die Schulleitung interessiert wäre? Dein Thema klingt schon recht speziell.

    Es kommt wirklich sehr darauf an, was du vorhast. Willst du ein Schulaquarium mit Zwerggarnelen einrichten? Dann ist das ja eher langfristig verpflichtend. Da wäre ich wohl eher erst mal zurückhaltend.

    Oder eher Exkursionen machen oder mal ein paar Fischchen zeigen (ich kann es mir nicht recht vorstellen, aber warum nicht)? Dann könnte man das ja auch mal für 6 Wochen machen, um zu testen, wie das Interesse ist. Wer sagt denn, dass man das nicht nach einem halben Jahr (oder eben nach 6 Wochen) wieder lassen kann, wenn es nicht so funzt?

    Allgemein wäre ich nicht zu ängstlich, was die Belastung angeht. Du schreibst, das ist dein Hobby. Natürlich macht das dann Spaß! Du bist ja von Notendruck etc. frei und bekommst nur die Teilnehmer, die auch interessiert sind. Und nicht so viele, vermutlich.

    So aufgeregt, wie einige meiner Kollegen immer sind, sollte man eher mal eine Tüte im Lehrerzimmer kreisen lassen (und ich könnte das auch gelegentlich mal gebrauchen) ... aber das würde natürlich gegen das Rauchverbot an Schulen verstoßen ;)

    Hach, zum Totlachen, Trantor.

    Besoffen sein ist auch irrsinnig witzig. Gerade kursiert die Geschichte von einem Besoffski, der unter die S-Bahn gefallen ist und das wie durch ein Wunder überlebt hat. Sicher hat die Feuerwehr sich auch kaputtgelacht, als sie ihn mit großem Aufwand rausgekratzt hat. Aber das ist wohl auch eine priesterliche Bemerkung.

    Meike hat doch alles Wichtige gesagt.

    Und dem TE ist das eh wurscht, der ist doch längst über alle Berge.

    Ach du jemine. So Leute, die sich nur mit dem Anliegen hier anmelden, zu erfahren, ob man kiffen darf, bevor man zum Amtsarzt geht - brauchen wir die? Sind die überhaupt echt? Ich bezweifle es.

    Wer nicht gerade völlig zugedröhnt ist, wird sich denken, dass man zu einer Untersuchung, die über die künftige Karriere entscheidet, in vorzeigbarem Zustand erscheint. Vorher in einem Lehrerforum nachzufragen, was man alles einwerfen darf, ist absurd.

    Aber ruft natürlich gleich all die Oberlehrer auf den Plan ... weil klar ... man kann ja mal eine Grundsatzdiskussion draus machen ...

    Finchen, ich habe bei einigen älteren Kollegen den Eindruck, dass nach der Kinderphase eine Zeit kommt, in der man beliebig viel Zeit in geselliger Runde verbringt, weil einen offenbar nichts nach Hause zieht. Das führt dann zur Organisation ausufernder Ausflüge ohne Rücksicht auf diejenigen, auf die ein 4-Personen-Haushalt mit kleinen Kindern und allem drum und dran wartet und die auch noch eine Mutter zu versorgen haben.

    Deshalb würde ich es auch niemandem krumm nehmen, wenn er nicht mitfährt oder keine Klassenfahrten macht. Das finde ich ganz normal! Beklagt wirklich jemand über dein mangelndes Engagement?

    Auf der anderen Seite ist es auch legitim zu sagen, dass man auf derlei Veranstaltungen nicht so viel Lust hat. Die Argumentation, dass einem sonst werweißwas entgeht, erinnert mich an die Raucher, die immer behaupten, dass in den Raucherpausen alle relevanten Informationen ausgetauscht werden ... also ich kann auch außerhalb von Festen, Ausflügen und Raucherpausen Gespräche führen. Auch private.

    Das Schöne an unserem Job ist doch, dass wir von den Kollegen X oderY existenziell nicht abhängig sind, die uns vielleicht schief ansehen könnten, wenn wir wirklich keinen Bock haben, an dem ein oder anderen Ausflug teilzunehmen.

    So ist es. Ich schaue jedenfalls niemanden komisch an, wenn er nicht mitfährt. Manchmal finde ich es ein bisschen schade, meist ist es mir einfach egal. Und die Leute haben alle so ihre Schrullen. Wenn man was auf jeden schiefen Blick geben würde, du meine Güte!

    Ich behalte es mir vor, auch mal irgendwo nicht mitzumachen. So wie es für mich auch in Ordnung ist, wenn sich mal jemand ausschließt. Unsere Ausflüge sind meist lustig, aber eben auch ziemlich anstrengend und oft einfach zu lang.

    Du kannst nicht wegen jedem solchen Ereignis einen Riesenaufriss machen. Da gehst du kaputt.

    Sprich mit den Kollegen und vor allem mit dem Klassenlehrer. Der weiß am ehesten Bescheid und bei dem sollten die Fäden zusammenlaufen. Ich würde schon gar nicht hinter seinem Rücken bei den Eltern anrufen. So wie du es schilderst, ist eine versiebte Mathearbeit noch das geringste Problem dieser Schülerin. Sie hat gefehlt, dann gemerkt, dass sie es nicht schafft, und dann etwas impulsiv gehandelt. Habe ich auch schon erlebt. Das passiert. Wenn sich das Mädchen wieder fängt, wird das nicht mehr vorkommen. Also eher mal abwarten, vielleicht mal freundlich ansprechen, und nicht allzu sehr dramatisieren.

    Excel ist nicht so kompliziert. Wenn du dich mal ein bisschen reingearbeitet hast, wirst du dich fragen, warum du das nicht früher gemacht hast. Guck doch deinem Kollegen mal über die Schulter oder schau dir ein paar Videos über Excel an. Es ist einfach unschlagbar zum Führen von Listen, zum Layouten von Tabellen, zum Rechnen und und und.

    Fertige Spezialsoftware ist häufig so - hm - bevormundend.

    Liste in Excel, Urkunden als Word-Serienbrief

    Genau. Das ist wirklich am einfachsten.

    Habt ihr jemanden, der Excel kann? Mit der WENN-Funktion kann man Bedingungen einfügen und alles ausrechnen.

    Dann macht ihr hübsche Urkunden in WORD und lest die Ergebnisse via Serienbrief ein. Mit "einzelne Dokumente bearbeiten" kann man nachher noch einzeln ändern.

    und der Begriff "stärkeorientierte Methode" erscheint mir doch sehr inhaltsleer.

    Vielleicht missverstehen wir das mit unserem pädagogischen Blick, und es handelt sich in Wirklichkeit um den neuesten Hit aus dem Backhandwerk. Besonders standfeste Kuchen vielleicht? Oder Brot, dass auch als Keule verwendet werden kann?

    :lach:


    Was würdet ihr tun? Alle 30 Tage Urlaub jetzt in Anspruch nehmen?!?

    Meine Antwort ohne Gewähr:

    Ja, natürlich. Der ist sonst futsch. Und du brauchst ihn. Das wird nämlich stressig am Anfang in der Schule.

    Du hast ja eine Probezeit, in der du theoretisch keinen Urlaub nehmen kannst, auch nicht in den Ferien. In dieser Zeit widmest du dich Unterrichtsvorbereitungen und deiner Fortbildung (du wirst das wirklich tun). Die ganze Prozedur mit Urlaub einreichen usw. gibt es an der Schule ja nicht.

    Da rennt bestimmt keiner hinter dir her und trägt dir Arbeit nach oder passt auf, ob du nicht im Liegestuhl liegst.

    Gähn. Elternschreck, der "Witz" ist sowas von alt.

    Im Übrigen heißt es "Gleichstellungsbeauftragte".

    Privilegien merkt man oft gar nicht. Zum Beispiel das, dass man, wie geschildert, als Mann durchaus nicht in Erklärungsnot gerät, wenn man Kinder bekommt und trotzdem Vollzeit arbeitet. Oder zum Beispiel, dass man(n) einfach in der Mehrheit ist. So wie bei uns (technisches BK).

    Oder eben in der Berufungskommission.

    Wenn du nicht an eine Grundschule willst, Sören, dann besteht wenig Grund, dich als Mann willkommener zu heißen als eine Frau. Worauf willst du eigentlich hinaus?

    Theoretisch geht eine Menge, aber ich würde nicht den dritten Schritt vor dem ersten machen. Während du promovierst und Referendariat machst, tut sich wieder eine Menge. Auch in deinem Kopf.

    Wenn du an der Uni bleiben möchtest, würde ich das versuchen, konsequent dranbleiben mit allen Problemen (Umziehen, halbe Stellen, befristete Stellen...). Schon jetzt "Umwege" zu planen halte ich für wenig zielführend, da sind einfach zu viele Unwägbarkeiten drin und vor allem ist die Konkurrenz zu groß. Es gibt immer irgendwelche Leute, die irgendwas irgendwie hinkriegen, aber ob sich das bei dir dann auch alles so findet, ist überaus fraglich, denn da muss ja vieles zusammenpassen.

    Ich habe auch eine Zeitlang Uni und Schule parallel gefahren, aber inzwischen finde ich das nicht mehr so spannend. Lehraufträge sind völlig unattraktiv, dafür auf Teilzeit zu gehen ist ein Verlustgeschäft. Und zwei halbe Stellen - naja. Natürlich kann man auch als Lehrer nebenher ein bisschen wissenschaftlich arbeiten, Artikel schreiben o.ä., Lehraufträge machen ja auch so einige.

    Aber ich finde inzwischen so viele andere Sachen interessant, die außerhalb meiner Fächer liegen, dass ich gar nicht mehr so viel Lust habe, in der Enge meiner Disziplinen zu forschen. Wie gesagt. Man entwickelt sich.

    Als ich schwanger war, gab es noch keinen NSA-Skandal, aber das Gefühl, überwacht zu werden, sehr wohl. Du meine Güte, welch ein Theater wurde da um mein Gewicht gemacht! Ich hatte das Gefühl, jetzt darf ich gar nichts mehr selbst entscheiden.

    Mit den U's setzte sich das fort. Kind zu groß/zu klein? Fontanelle zu schnell zu/zu lange auf? Was? Kind wird noch gestillt mit 1,5 Jahren? Schläft nicht durch? Zu leicht? Zu groß? Zu schlau (Riesenproblem!)?

    Das hat alles seinen Sinn, aber eben auch Nebenwirkungen. Und wenn Erzieherinnen medizinische Ratschläge geben, überschreiten sie ihre Kompetenzen. Ich habe das auch erlebt und es hat mich wirklich aufgeregt. Da wird man schnell für alles mögliche verantwortlich gemacht, und wenn man sich kümmert, ist man rasch überbehütend, irgendwie ist es nie recht, man braucht schon ein sehr dickes Fell.

    Deshalb ärgere ich mich auch sehr über plattes Eltern-Bashing. Selbst unter Eltern gibt es Hauen und Stechen. Meine Güte, bin ich froh, dass ich auf keine Spielplätze mehr muss. Kam ich mal ins Gespräch, erfuhr ich spätestens nach 5 Minuten, dass alle Kinder (außer meinen) um 19 h im Bett liegen und dort durchschlafen. Haben sie von Geburt an gemacht, man muss es nur richtig anfangen. Ach so.

    Diese Beratschlagung durchzieht übrigens alle unsere Lebensbereiche immer mehr (nennt sich auch "Service") - auch zum Altwerden stehen genügend Experten bereit, die einem sagen, wie man das macht.

    Ich weiß, das ist keine Entschuldigung für nervige Eltern, die ständig auf der Matte stehen und einem erzählen, wie unglaublich talentiert ihr Kind ist. Aber man muss halt auch den Zeitgeist sehen, der so etwas hervorbringt.

Werbung