Beiträge von Piksieben

    Wieso macht ihr überhaupt einen Gegencheck? Laut APO-BK muss nur für die nicht-ausreichenden Arbeiten ein Zweitkorrektor begutachten.

    Beurteilung der schriftlichen Arbeiten
    (1) Die Fachlehrerin oder der Fachlehrer der Klasse korrigiert und begutachtet
    die schriftliche Prüfungsarbeit und bewertet sie mit einer
    Note.
    (2) Bei einer nicht ausreichenden Note zieht die oder der Vorsitzende
    des allgemeinen Prüfungsausschusses eine zweite Fachlehrerin
    oder einen zweiten Fachlehrer zur Begutachtung der Prüfungsarbeit
    hinzu. Bei abweichender Bewertung entscheidet der allgemeine Prüfungsausschuss
    über die Note.

    Wozu sollen die Kommentare gut sein? Die Schüler kriegen die Arbeiten doch nicht wieder.

    Ich schreibe im Wesentlichen auch nur die Punkte auf und rechne sie zusammen. Stichworte sollten doch genügen.

    Thorsten, wie darf man deine Formulierung "breit aufgestellt" verstehen? Bist du das nun oder bist du es nicht? Wenn du noch mehr Interessen hast als Unterrichten, warum stehst du dir dann selbst im Weg, indem du jede andere Möglichkeit als irgendwie zu hart und unmöglich auszuschließt?

    Deine Einschätzung, dass ein erneutes Studieren plus Referendariat teuer und riskant wären, teile ich. Kann klappen, muss aber nicht. Wenn du unbedingt willst, tu es, aber da stolpere ich halt über deine Formulierung, siehe oben: Interessieren dich die anderen Wege oder nicht?

    Ich bin selbst auf diversen Umwegen im Lehramt gelandet. Einige Jahre lang habe ich als Vertretung unterrichtet, nebenher aber andere Dinge gemacht. Dann habe ich den Seiteneinstieg gemacht - nicht, weil ich unbedingt wollte, sondern, weil ich dazu mehr oder weniger gedrängt wurde. Aber gerade die Zeiten, in denen ich Teilzeit gearbeitet habe, habe ich genutzt, um meinen anderen Neigungen nachzugehen. Die ließen sich nur leider nicht so gut zu Geld machen. Aber das hätte auch anders laufen können.

    Was ich sagen will: Eine Vertretungsstelle zu behalten, um die Brötchen zu verdienen und zu hoffen, dass sich später ein Weg auftut, ist doch nicht verkehrt. Bist du nach wie vor auf Teilzeit? Das ist doch eine gute Basis, um sich nebenher Kontakte aufzubauen, den ein oder anderen Nebenjob an Land zu ziehen und ein zweites berufliches Standbein aufzubauen. Oder eben einfach einen anderen Job zu suchen, ohne Zeitdruck. Was spricht dagegen?

    Was genau du da machen kannst, weiß ich nicht, ich kenne mich mit deinen Fächern nicht aus, aber du hast ja selbst schon die Bereiche aufgezählt, die in Frage kommen. Mit welcher Absicht hast du denn dein erstes Studium angefangen? Da musst du doch auch eine Idee gehabt haben. Und dein zweites Studium? Wieso hast du nicht gleich bis zum Master geplant, denn das wäre ja für das Berufsziel Lehrer der naheliegende Weg gewesen?

    Ich habe nach dem, was ich hier im Forum so lese, oft den Eindruck, dass das mit dem Seiteneinstieg falsch kommuniziert wurde. Das ist eigentlich ein Angebot für *Berufswechsler* (die dann mit einer hohen Erfahrungsstufe einsteigen) und nicht für Leute, die ohne Lehramtsausbildung Lehrer werden wollen. Den Beruf zu wechseln heißt halt, dass man vorher schon einen anderen Beruf ausgeübt hat. Wie oft Leute schon während des Studiums einen Quereinstieg ins Lehramt planen, finde ich schon eigenartig. Nun gut, die Zeiten sind ja allmählich eh vorbei. Es ist schon sinnvoll, wenn du dir Alternativen überlegst. Viel Erfolg dabei!

    Und wenn dann das Eine oder Andere nicht stattfinden würde? Ketzerische Frage, ich ahne es... :flieh:

    Ganz ehrlich, ich hätte - als Mutter - in der Grundschule auch gern auf das eine oder das andere verzichtet. Nach dem letzten St. Martins-Umzug an der Grundschule machte ich drei Kreuzlein der Dankbarkeit, dass ich damit durch bin ... und die Eltern haben ja in der Regel schon die Kindergartenzeit mit allem Basteln und Kuchenbacken hinter sich, womöglich mehrfach mit Geschwisterkindern.

    Speziell Veranstaltungen am Wochenende sind ja lieb gemeint, aber stören einfach den geregelten Ablauf. Wenn die Kinder nun immer begeistert gewesen wären --- waren sie aber nicht. Die wahre Freiwilligkeit ist nicht gegeben.

    Ich wäre als Grundschullehrerin wohl nicht geneigt, meine Freizeit zu opfern, und ich würde keine Dankbarkeit dafür erwarten, dass ich meinen Job mache.

    Fossi, weißt du, ich fürchte, dass du mit deinen Einlassungen das Alpenmädel in seiner "Opferhaltung" nur bestätigst.

    Wenn man denkt, man bekommt nirgends Unterstützung und alle sind böse und rücksichtslos, dann empfinden einen andere (auch Ausbilder) als jemanden, der ohnehin auf Krawall gebürstet ist. Und das macht die Sache nur noch schwieriger. Denn natürlich hast du Recht: Leute, die Sonderbehandlungen wollen oder anderen Zeit rauben (durch Unzuverlässigkeit etc), kommen nicht gut an.

    Ich habe in der Ausbildung auch schwierige Phasen gehabt. Aber ich würde nie und nimmer anderen Referendaren sagen, wie furchtbar das alles ist und wie ungerecht die Ausbilder sind. Erstens entspräche das durchaus nicht der Wahrheit. Und zweitens finde ich es falsch, mit dieser Haltung in die Ausbildung zu gehen. Mir rollen sich die Fußnägel hoch, wenn ich im Lehrerzimmer höre, wie andere vor den neuen Referendaren über ihre eigenen furchtbaren Erfahrungen jammern und die Ausbilder in Bausch und Bogen verdammen. Hallo? Würden wir unseren Schülern das auch zumuten - diese Angstmache, diese Feindbilderzeugung? Hat *das* was mit Pädagogik zu tun? Kann man nicht einfach sagen: Das ist nicht immer einfach, aber nimms nicht persönlich, schau, die anderen hier haben es auch alle geschafft.

    Ich bin übrigens eine "sie" :zoepfe:

    Hallo Alpenmädel,

    ja, das ist alles doof.

    Trotzdem, meine Erkältungen dauern in der Regel keine 14 Tage, sondern meistens weniger. Von daher finde ich nicht, dass die Ärztin falsch gehandelt hat. Sie kann ja den Verlauf auch nicht voraussehen, im Zweifel muss man halt noch mal wiederkommen und das machst du ja auch. Mit so einem Husten ist ja auch nicht zu spaßen.

    Aber ich finde es ein bisschen bedenklich, wieviel Feindseligkeit du rund um dich siehst. Warum sollten sie dich an der Schule nicht menschlich behandeln, ist das tatsächlich eine bayerische Spezialität?

    Dann bin ich ja froh, dass ich im doch sonst so bedauernswerten NRW lebe...

    Gute Besserung und viel Erfolg bei deiner Prüfung, jetzt oder später!

    Hallo Alpenmädel, hast du etwas erreicht? Ich habe das Gefühl, du machst dir selbst solch einen Stress, dass du davon noch kränker wirst. Natürlich wirst du krankgeschrieben, wenn du wirklich krank bist, wo denkst du denn hin? Wieso denkst du jetzt schon, man würde dich gemein und unfair behandeln, weil du krank bist?

    Aber du hast doch noch ein ganzes Wochenende vor dir, meinst du nicht, du könntest noch gesund werden? Paracetamol, viel Kräutertee, Hühnersuppe, frische Luft, viel schlafen - es wäre ja schon einfacher, wenn du bis Montag wieder fit bist. Gute Besserung!

    Das war halt ungeschickt, Marie, sich als neue Kollegin so einzuführen.

    Klar darfst du streiken. Aber so ganz ohne Absprache und Unterstützung der Kollegen - naja.

    Bei uns hing auch so eine Liste. Ich fand es selbstverständlich, mich da einzutragen, damit geplant werden kann. Bei mir fiel übrigens eine Klassenarbeit aus. Wir haben uns mit mehreren Kollegen verabredet, um zur Demo zu fahren, das haben wir dann auch gemacht. Klar, wir waren auch zu wenige. Ist auch doof. Aber es gab weder ein Problem mit der Schulleitung noch mit den nichtstreikenden Kollegen.

    Es wäre besser gewesen, du hättest dich mit den Kollegen auseinandergesetzt, und zwar rechtzeitig, und nicht die Schulleitung einen Tag vorher in dieser Weise angegriffen. Für mich kommt dieser Dialog schon recht - hm - unkooperativ rüber. Bist du sonst auch so?

    Was willst du denn machen mit dem Ding - außer angucken? Darauf kommt es doch an.

    Ich hatte schon mehrere Küchenmaschinen, ich will außer mixen, kneten und rühren vor allem auch zerkleinern, pürieren, Möhren raspeln, entsaften, Gurken in Scheiben schneiden. Das habe ich weit preiswerter mit einer anderen Küchenmaschine, bei der dieses Zubehör standardmäßig dabei ist.

    Ich kann nur aus privater Sicht berichten. Es ist schon eine besondere Aufgabe, kranke Kinder zu unterrichten, die haben ja nicht alle nur ein Bein gebrochen, und da finde ich deine Motivation, nun ja, nicht sehr überzeugend.

    Für Kinder, die lange im Krankenhaus sind, heißt der Unterricht weniger, dass sie etwas lernen, sondern vor allem, dass da Leute sind, die an ihre Gesundung glauben. Ich weiß nicht, ob du schon mal auf einer kinderonkologischen Station warst. Sich zwischen Chemo und Bluttransfusion auf Bruchrechnen zu konzentrieren ist nicht so einfach, da ist "wenig motiviert" oft noch geschmeichelt. Zuversicht ausstrahlen, wenn wirklich alles zum Erbrechen ist, das muss man auch erst mal können. Ja, du hast viel persönlichen Kontakt - auch z. B. zu Eltern in Ausnahmesituationen - aber ob dich das weniger belastet als eine unruhige Hauptschulklasse, das wage ich zu bezweifeln. Die Kinder wechseln natürlich auch sehr rasch, du musst also sehr flexibel sein. Das ist nicht dasselbe wie Freiheit.

    Es gibt auch Hausunterricht; heißt natürlich: Fahrerei. Wobei ich auch das ein merkwürdiges Argument finde. Nun denke ich aber auch, dass es in dem Bereich nicht so furchtbar viele Stellen gibt und da sehr genau geschaut wird, wen man nimmt. Und ohne Unterrichtserfahrung oder Zusatzausbildung? Ich kenne mich, wie gesagt, nicht aus, aber da kann ich mir nicht vorstellen, dass du gute Chancen hast.

    Schau auch mal hier.

    Ich wäre das optimistischer. Man wächst mit seinen Aufgaben. Du musst als Lehrer kein Partylöwe sein, sondern mit den Kindern, Eltern und Kollegen klar kommen. Das Problem mit dem Small Talk stellt sich weniger, weil man ja meist ohnehin ein Thema hat.

    Sich nicht überall vordrängen ist doch eine gute Eigenschaft. Und die Professionalität, die lernst du ja erst.

    Aber es kann dir niemand definitiv sagen, ob das der richtige Beruf für dich ist, das zeigt sich erst noch. Hör auf dein Gefühl.

    Melosine, das kann ich bestens nachvollziehen.

    Leute wie Martenstein schreiben viel, gern und lustig von Dingen, von denen sie nichts verstehen. "Ich habe aber früher ... ", "... hat bei mir geklappt.." und "... hat mir nicht geschadet..." sind in der Tat Phrasen für den Stammtisch und haben mit einer pädagogischen Diskussion nichts zu tun.

    Ich bin froh, dass meine Kinder in der Grundschule nicht so lernen mussten wie ich damals. Dass es auch anders geht, bunter, fröhlicher, offener, kindgerechter, das finde ich schön - ein echter Fortschritt. Aber auch das hat ja mit dieser Diskussion nichts zu tun - bin schon weg :)

    Ich wiederhole mich nur ungern, aber es ging doch nicht darum, ein Aufheben drum zu machen und wer weiß was für ein Fass aufzumachen.

    Auch nicht darum, dass man es sich als Lehrkraft erarbeiten muss, gegrüßt zu werden. Welch absurder Gedanke. Ich grüße auch unsere Reinigungskräfte, ohne dass die irgendeine Autorität ausstrahlen müssen.

    Wenn einem Schüler ein Meter Unterhose aus der Jeans kommen, sage ich auch was, nicht als Standpauke, eher nebenbei. Weil ich denke, irgendjemand muss das ja wohl mal sagen. Manchmal nutzt es sogar was.

    Wenn ich Aufsicht führe und Schüler kommen in Gruppen oder Grüppchen an mir vorbei, dann grüßen sie meistens nicht, und ich sie auch nicht.

    Wenn sie zu zweit (oder zu dritt) sind, grüßen sie mich meist, oder ich sie zuerst (Reihenfolge ist mir egal), denn da entsteht ja vorher auch schon ein Blickkontakt.

    Wenn ich einem einzelnen Schüler begegne, grüßt er mich normalerweise immer, spätestens dann, wenn ich ihm ein deutliches (aber nicht übertriebenes) Guten Morgen entgegen bringe.

    Ja nun. Und wenn sich Schüler demonstrativ abwenden, um dich nicht grüßen zu müssen? Das war ja das Problem.

    Und was heißt keinen Druck, keine Gedanken machen ... hm ... auf grobe Unhöflichkeit sollten Lehrer schon hinweisen, oder?

    Danke euch erst mal.

    Nun sind die beiden Schüler sechs Tage vor der Quartalsnotenkonferenz erstmalig nach vielen Wochen wieder erschienen.Da konnte ich sie ja schlecht sofort nachschreiben lassen, und mit einer Woche Vorankündigung geht es nicht mehr. Aber jetzt stehe ich halt mit leeren Händen da und kann eine Feststellungsprüfung/Nachklausur nur in Aussicht stellen, aber keine Note geben. Ich sehe aber den Stress in der Konferenz schon vor mir. Da muss ja eine Note stehen. Aber die wäre halt gelogen.Irgendwie finde ich das Murks.

    Hallo ihr da draußen und hier drinnen,

    bei uns gibt es immer wieder Diskussionen über Noten von Schülern, die (fast) nicht da waren.

    Ich habe jetzt zwei Schüler, die in diesem Quartal nur 2 Mal in meinem Unterricht waren, nun soll ich ihnen eine Quartalsnote geben. Sie haben entschuldigt gefehlt (mit Attest). Ich will denen eigentlich keine Note geben, aber muss ich? Gibt es da eigentlich eine Vorschrift (NRW)?

    Es ist schön, wenn man selbst immer überall freundlich grüßt und das mit den Hierarchien nicht ganz so genau nimmt. Ich muss gestehen, ich vergesse manchmal selbst, zu grüßen, und nehme es auch nicht krumm, wenn jemand mal schweigend reinkommt oder grußlos weggeht. Es kommt ja auf das große Ganze an, nicht auf ein einzelnes "Guten Morgen".

    Aber hier ging es ja eher um das Schülerverhalten, und das ist nicht ok. Es ist unhöflich, einen Lehrer, der vorbeikommt, nicht zu grüßen, und es wäre angebracht, die Schüler darauf aufmerksam zu machen. Zumal es ja, wie vom TE geschildert, Methode zu haben scheint und eben nicht eine einfache Unachtsamkeit ist.

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