Beiträge von fossi74

    Ich würde beim VBE bleiben (und erwäge momentan selbst, dort Mitglied zu werden). Die GEW ist mir zu breit aufgestellt (man hat bei denen oft das Gefühl, dass andere Berufsgruppen in der Mehrheit sind und die Lehrer mit genau dem gewissen Neid beäugt werden, der uns auch vom Rest der Gesellschaft entgegengebracht wird. Das steht einer effektiven Vertretung natürlich im Weg) und außerdem zu teuer. Der VBE bietet auch (zumindest in BW) die interessantesten Fortbildungen an.

    Ach ja, den Pfilologenverband gibts ja auch noch. Ist halt eine Spartengewerkschaft wie die GDL. Nur nicht so sympathisch.

    Es kann nicht jeder alles und es ist nicht jeder gleich schlau

    Und vor allem: Gleichermaßen interessiert an "intellektuellem Zeug".

    Ich kenne übrigens einen Schreiner, mit dem kannst Du wunderbar über Theorie und Geschichte des Möbelbaus diskutieren. Auf Französisch, wenn es sein muss.

    Ich kenne aber auch Akademiker, mit denen du über gar nichts zu diskutieren brauchst, weil da außer krachdummen Allgemeinplätzen ganz wenig zu erwarten ist.

    Beides sicher Ausnahmen, das gebe ich gern zu.

    Aber intellektuelle Fähigkeiten dürfen nicht speziell gefördert werden weil sich sonst irgendjemand zurückgesetzt fühlen könnte? Das ist ja absurd

    Lektüretipp: Kurt Vonnegut, "Harrison Bergeron". Kurzgeschichte, gibts im Netz.

    dann könnte man doch auch gleich das Grundschullehramt auf eine duale Ausbildung umstellen

    Bedenklich daran fände ich nur, dass der größere Teil der GS-Kandidatinnen damit wahrscheinlich ganz ganz glücklich wäre. Dann könnten sie nämlich gleich in ihrem Dorf bleiben und sich sogar noch die 50 km zur nächstmöglichen Uni sparen. Das ist natürlich wie immer anekdotisch basiert, entspricht aber meiner immer wieder gemachten Beobachtung.

    Das meiste sinnvolle wurde ja schon gesagt. Was ich noch empfehlen möchte: Fordere von allen Beteiligten Rücksichtnahme auf Dein Handicap ein - und ziehe die entsprechenden Konsequenzen, wenn das nicht klappt. Die Sus schaffen es nicht, einen angemessenen Kommunikationsstil und die entsprechende Lautstärke zu pflegen? Dann gibt es halt Unterricht, der darauf Rücksicht nimmt. Also viel Lehrervortrag, gern auch mal etwas abschreiben, Partnerarbeit mit anschließendem Vortrag etc. Alles selbstverständlich benotet.

    Mit Eintritt in den Vorbereitungsdienst fehlten mir 2000€ Netto im Monat. Das war schon unschön mit vierköpfiger Familie.

    Dass letzteres nun nicht Plattys Problem war, ist ja hierzuforum bekannt. Und ja, zugegeben, Referendare mit Berufserfahrung hatte ich nicht auf dem Schirm.

    Ich hatte im Ref (2003-05) schon 1100 € netto (ohne die in Bayern übliche Mehrvergütung für zusätzliche Unterrichtsverpflichtung). Hätte nicht gedacht, dass es da so krasse Unterschiede zwischen den Ländern gibt.

    Als Fan des dreigliedrigen Systems

    Bist Du das aus echter, reflektierter, durchdachter Überzeugung oder weil Du es schön fändest, wenn

    alles bleibt wie es ist

    ?

    Ich glaube nämlich eher, Deine Verteidigung des dreigliedrigen Schulsystems ist Ausfluss Deiner

    beschränkten Weltsicht

    aus deinem Dorfkosmos

    .

    Danke @samu für die passenden Stichworte.

    Ach stimmt, Du warst ja der mit der Immobilie und den drei passenden Schulen in ganz NRW. Sorry, aber "Referendariat leisten können" klingt immer so nach "Luxuslaura braucht schon ihre 2.000 € im Monat, sonst geht sie jämmerlich zugrunde".

    Ohne das Geld aus der Tätigkeit hätte ich das Referendariat anschließend auch nicht finanzieren können.

    Heißt im Klartext wohl: "Ohne das Geld aus der Tätigkeit hätte ich meine Luusflausen während des Referendariats ruhen lassen und ein bisschen kleinere Brötchen backen müssen", oder?

    Du kannst auch - sofern die Stellensituation in Bayern dann immer noch so gut ist - in BaWü die Entlassung aus dem Beamtenverhältnis beantragen und Dich dann in Bayern auf eine Planstelle bewerben. Einzige mögliche Einschränkung ist dann die Altersgrenze. Es scheint daher auf jeden Fall sinnvoll, wenn Du Dich zunächst in Baden-Württemberg verbeamten lässt. Wenn dann der Wechsel nach Bayern ansteht, hast Du die Wahl, ob Du den von mir beschriebenen Weg gehen willst oder das (unter Umständen langwierige) Tauschverfahren anstrebst.

    Notabene: Eine Stelle am Wunschort zu finden kann in beiden Konstellationen schwierig werden.

    meine spontane Idee war, dass man vielleicht kurzfristig von Seiten der Schule/ des Schulträgers transparente Masken anschaffen könnte?

    Hm. Die Preise scheinen bei ca. 10 Euro loszugehen. Das wäre also die Zahl der von Ruhe unterrichteten Schüler mal 10 mal die Anzahl der benötigten Masken... ich will bestimmt nicht pessimistisch erscheinen, aber den Schulträger möchte ich sehen, der da mitspielt.

    München ist extra, hatte andere Bedingungen als Restbayern.

    Das gilt nur für die städtischen Schulen (die in M aber zahlreich vertreten sind). Die Stadt kann als Schulträger fast so flexibel agieren wie der Träger einer Privatschule.

    Die mobile Reserve, also das relativ unflexibel wirkende Modell, wo man arbeitet

    Wie meinst Du das? Die mobile Reserve gibt es nur im Bereich der Grund- und Mittelschulen. Ansonsten ist man als Lehrer in Bayern genauso (wenig) örtlich flexibel wie in allen anderen Ländern auch.

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