- Wie ist das Verhältnis unter den Lehramtsstudierenden und -kollegen?
- Gibt es mehr Konkurrenz als Zusammenarbeit?
- Habt ihr Klischees erlebt, die sich als wahr herausgestellt haben?
- Gibt es regionale Unterschiede im Verhalten der Lehramtskollegen? (Eventuell für manche die in zwei Bundesländer waren)
- Werden Lehrer oft als Besserwisser und anstrengende Zeitgenossen wahrgenommen?
- Wird im Lehrerberuf und während des Studiums oft geschleimt und geschmeichelt (nach oben)?
- Gibt es viele Lehrer die den Beruf verfehlt haben, weil sie die soziale Komponente absolut vernachlässigen und nur ihr Fach können? (ob jmd. das so erlebt hat)
Ich versuche trotz aller berechtigten Kritik an ihrer Formulierung die Fragen mal ernsthaft zu beantworten - soweit das möglich ist.
1. Eigentlich eine unsinnige Frage. Kommt stark auf die jeweiligen Studierenden und Kollegen an. Im Referendariat ist allerdings durchaus zu bemerken, dass die Anspannung - auch im Hinblick auf Konkurrenz und Zusammenarbeit - umgekehrt zu den Einstellungschancen steigt bzw. sinkt.
2. siehe 1.
3. Jedes Klischee hat seinen Ursprung in realen Beobachtungen. Insofern: Ja, klar. Aber wesentlich seltener, als man denken würde.
4. Sowohl regionale als auch schulartbedingte. Geh mal als bayerischer Hauptschullehrer "nach Dillingen" (sprich: Zu einer Fortbildung an der Lehrkräfteakademie) und beobachte, wie gleichzeitg anwesende (einige!!! nicht alle!!! und tendenziell eher ältere!!! aber auch von denen nur einige!!!) Gymnasiallehrer auf dich reagieren.
5. Wenn sie so auftreten, ganz klar ja. Bei Handwerkern und anderen Dienstleistern sind Lehrer generell eher verschrieen. Wobei das auch wieder ein Klischee ist, das in der Realität seltener vorkommt, als man denkt.
6. Im Studium eher weniger, im Beruf: Kommt drauf an, was jemand erreichen will und wie diejenigen gepolt sind, die über Beförderungen entscheiden. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich schon, die Meinung des Vorgesetzten eher zu teilen. Gilt aber in jedem Beruf, für Lehrer wahrscheinlich eher noch weniger als für andere.
7. Klar gibt es solche Kollegen, wie in jedem Beruf. Wenn der Lehrerberuf am Ende nur der finanziell attraktive Notnagel war und man sich eigentlich auf einem universitären Lehrstuhl gesehen hätte, passiert das ganz schnell.
Soviel dazu. Der Erkenntnisgewinn aus diesen Antworten dürfte überschaubar sein.