Beiträge von fossi74

    "Ein Blick ins Gesetz erspart viel Geschwätz" ist ja nun auch mein Wahlspruch. Dass es juristisch möglich sei, einen Erstklässler dauerhaft von allein Schulen des Landes zu verweisen, bezweifle ich aber stark. Insofern wird man hier mit Rechtskenntnis eher nicht weiterkommen.

    1. Wie ist das Verhältnis unter den Lehramtsstudierenden und -kollegen?
    2. Gibt es mehr Konkurrenz als Zusammenarbeit?
    3. Habt ihr Klischees erlebt, die sich als wahr herausgestellt haben?
    4. Gibt es regionale Unterschiede im Verhalten der Lehramtskollegen? (Eventuell für manche die in zwei Bundesländer waren)
    5. Werden Lehrer oft als Besserwisser und anstrengende Zeitgenossen wahrgenommen?
    6. Wird im Lehrerberuf und während des Studiums oft geschleimt und geschmeichelt (nach oben)?
    7. Gibt es viele Lehrer die den Beruf verfehlt haben, weil sie die soziale Komponente absolut vernachlässigen und nur ihr Fach können? (ob jmd. das so erlebt hat)

    Ich versuche trotz aller berechtigten Kritik an ihrer Formulierung die Fragen mal ernsthaft zu beantworten - soweit das möglich ist.

    1. Eigentlich eine unsinnige Frage. Kommt stark auf die jeweiligen Studierenden und Kollegen an. Im Referendariat ist allerdings durchaus zu bemerken, dass die Anspannung - auch im Hinblick auf Konkurrenz und Zusammenarbeit - umgekehrt zu den Einstellungschancen steigt bzw. sinkt.

    2. siehe 1.

    3. Jedes Klischee hat seinen Ursprung in realen Beobachtungen. Insofern: Ja, klar. Aber wesentlich seltener, als man denken würde.

    4. Sowohl regionale als auch schulartbedingte. Geh mal als bayerischer Hauptschullehrer "nach Dillingen" (sprich: Zu einer Fortbildung an der Lehrkräfteakademie) und beobachte, wie gleichzeitg anwesende (einige!!! nicht alle!!! und tendenziell eher ältere!!! aber auch von denen nur einige!!!) Gymnasiallehrer auf dich reagieren.

    5. Wenn sie so auftreten, ganz klar ja. Bei Handwerkern und anderen Dienstleistern sind Lehrer generell eher verschrieen. Wobei das auch wieder ein Klischee ist, das in der Realität seltener vorkommt, als man denkt.

    6. Im Studium eher weniger, im Beruf: Kommt drauf an, was jemand erreichen will und wie diejenigen gepolt sind, die über Beförderungen entscheiden. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich schon, die Meinung des Vorgesetzten eher zu teilen. Gilt aber in jedem Beruf, für Lehrer wahrscheinlich eher noch weniger als für andere.

    7. Klar gibt es solche Kollegen, wie in jedem Beruf. Wenn der Lehrerberuf am Ende nur der finanziell attraktive Notnagel war und man sich eigentlich auf einem universitären Lehrstuhl gesehen hätte, passiert das ganz schnell.

    Soviel dazu. Der Erkenntnisgewinn aus diesen Antworten dürfte überschaubar sein.

    In der Spitze liegt der Steuersatz bei ca. 35%

    Ist man mit A 12 wirklich so arm? Also ich war schon mit E 13 deutlich im Bereich des Steuersatzes von 42%. Und logischerweise fällt alles, was man von der Steuer absetzt, unter den höchsten individuellen Satz. Das wären dann also 42 Cent pro Euro. Lohnt sich schon, wie ich finde. Deshalb hebe ich auch jeden Kassenbon auf, auch wenn nur 1,35 draufsteht.

    Was hat sich in der Gesellschaft getan, dass wir heute »sie backte« statt »sie buk« sagen?

    Hm. Vielleicht, dass Backen heute viel eher eine Freizeitbeschäftigung ist als eine ständig wiederkehrende und oft wöchentlich an bestimmten Tagen ausgeführte Notwendigkeit, mithin viel weniger in der Alltagsroutine verankert als früher? Nur so ne Idee.

    Ich hab mich damals durchgesetzt und weitere fünf wunderbare Jahre mit ihm bei seinen geliebten Schwarz-Gelben verbringen dürfen

    Jetzt frage ich mich, ob dein Vater Imker, Borussia-Fan oder begeisterter Baden-Württemberger war.

    OnT: Nur indirekt. Mein Vater vertraut darauf, dass wir Kinder das für ihn regeln, wenn es soweit ist ("Ihr wisst ja, was ich will und sagt das den Ärzten dann"). Maschinenmedizin will er nicht, über eine Patientenverfügung sprechen will er noch weniger. Schwierig.

    Spekulieren kann man da schlecht - es gibt da kein Gemauschel - da die sogenannte "Empfehlung" (wird in Bayern Übertrittszeugnis und nicht Empfehlung genannt) nur den bis Mai erreichten Notenschnitt in D, M, und HSU enthält. Dafür gibt es klare Regeln, die im Übertrittszeugnis Anfang Mai automatisch angekreuzt werden - die Lehrkraft hat darauf keinen Einfluss

    Auf die Noten hat die einzelne Lehrkraft aber sehr wohl Einfluss. Wenn eine ehrgeizige Schulleitung sich da eine gute Quote wünscht, "stimmen" die Zahlen sehr schnell nicht mehr.

    Wenn du verbeamtet bist, zahlt dein Gehalt doch eh das Land. Insofern ist mir nicht klar, aufgrund welchen Vertrages du eine bestimmte Gehaltshöhe bekommst und mit welcher Berechtigung der Schulträger deine Versorgungszuschläge - die er nun wohl selbst zahlen muss - offensichtlich deinem Gehalt entnimmt.

    Ich würde rasch zum Anwalt gehen und eine Erstberatung in Anspruch nehmen. Alternative - um @CDLs erwartbaren Einwand vorwegzunehmen - ist natürlich die Gewerkschaft, ich fürchte aber, dass dein Fall so speziell ist, dass die notwendige Expertise dort nicht gegeben ist. Einen Versuch ist es natürlich wert, falls du Gewerkschaftsmitglied bist.

    Off-topic:

    Ein inzwischen pensionierter Kollege wurde mal von der Schulleitung aufgefordert, den Kühlschrank im Lehrerzimmer nicht mit seinen Bieren voll zu stellen.

    Er hat sein Auto darauf hin stets sehr nah am Schulgebäude geparkt, um so in den großen Pausen schnell zum Bierkasten im Kofferraum zu kommen.

    Ich stehe ja dazu, gern alkoholische Getränke zu mir zu nehmen. Das von dir geschilderte läuft aber mindestens unter "bedenkliches Trinkverhalten", das weder bagatellisiert noch gar heroisiert oder belächelt werden sollte. Bei dem Thema habe ich ungefähr so viel Humor wie Karl Lauterbach.

    Bei mir schafft es der gelegentlich gekaufte Kasten Pils schon mal bis kurz vor Ablauf des MHD. Ich stelle dann meist schon eine deutliche Geschmacksveränderung fest - die ist weder positiv noch negativ; Pils bekommt dann eine Sherry-artige Note. Bier mit einem MHD zu versehen (ist ja auch erst seit 1981 so) hat also durchaus seine Berechtigung.

    Das Internet nennt übrigens neben dem Alkoholgehalt auch den PH-Wert als Grund dafür, dass Bier auch Jahre über das MHD hinaus eigentlich nicht schlecht wird (im Sinne von "verdirbt").

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