Beiträge von fossi74

    Wenn Ihr wüsstet, was ich in der Lage bin zu vergessen, würde Euch das nicht wundern. Manchmal warte ich direkt drauf, mal heimzukommen und festzustellen, dass ich das Auto an der Schule stehen gelassen habe.

    Was wäre denn jetzt eine gute nächste Frage?

    Wow, 116 Beiträge nach nur 24 Stunden - muss ein brisantes Thema sein.

    My two cents:

    1. Offensichtlich freue ich mich immer noch in angemessenem Maß über meinen korrekturfreien Klinikschuljob. Es wäre auch unangemessen, über die paar hundert Euro weniger Gehalt zu jammern, die ich einstreiche - ich weiß, dass ich mit D/E am Gymnasium nicht nur kurzsichtig war bei der Fächerwahl, sondern auch in immer weiter zunehmendem Maß die Arschkarte gezogen hätte.
    2. Wenn ich aber lese, dass die Klausuren des TE - und das in einem PullerNebenfach wie Geo!! - angeblich 25 Seiten lang sind, beschleichen mich Zweifel. 25 Seiten?? So viel hat kein mir bekannter Kommilitone in den "großen" 5-stündigen Klausuren fürs erste Staatsexamen gefüllt (22 Seiten waren da der Rekord). Erst recht habe ich das im Abi nie erlebt. Meint der TE vielleicht (die wohl nur in NRW bekannten) "Spalten"? Selbst dann wäre das exorbitant viel. Rechnen wir doch mal: 25 Seiten bei 5 Stunden AZ sind 12 Minuten pro Seite. Und da ist noch keine Aufgabenstellung gelesen und noch keine Sekunde über die Antwort oder die druckreife Formulierung derselben oder ihre Gliederung nachgedacht. Und noch kein Schluck getrunken oder gegessen oder wieder entsorgt. Notabene: Ich bin kein Geo-Lehrer - aber ich würde sehr gern mal so eine Aufgabenstellung sehen, über die man sich überhaupt 25 Seiten lang auslassen kann. Da ist ja manche Uni-Hauptseminararbeit kürzer.
    3. Was ist nun dem TE konkret zu raten - vorausgesetzt, er will sich raten lassen und sich nicht nur ausheulen (sorry, aber den Eindruck hat man hier nun mal oft)?
      • Erfasse Deine für die Korrekturen aufgewendete Arbeitszeit sehr genau. Achte darauf, die von Deinem Dienstherrn vorgegebene Wochenarbeitszeit von 41 Stunden im Durchschnitt nicht wesentlich zu überschreiten.
      • Halte Deine Kollegen an, es Dir gleichzutun.
      • Überstunden aka Mehrarbeit ist im beamtischen System grundsätzlich nicht erwünscht und muss eigentlich explizit angeordnet werden. Versuche, die 41 Stunden zumindest grob einzuhalten. Wenn Du am Samstagabend merkst, dass Du schon 55 Stunden gearbeitet hast, aber immer noch Arbeit ansteht, rufe Deinen Schulleiter an und lass Dir die Mehrarbeit explizit anweisen. Kündige dieses Vorgehen vorher an. Weigert er sich, ist die Arbeit für diese Woche beendet. Du fängst dann am Montag wieder an, die Arbeitszeit zu erfassen. Achte darauf, diese belegen zu können! Du solltest wirklich notfalls sagen können: "16.40 bis 22.30: Korrektur der Geo-LK-Klausur vom 23.11.19, Arbeiten von Mustermann, Doofheinz und Gummibär; 22.30 bis 23.30 Vorbereitung von Stunden x und y in Klasse a und b"
      • Scheue Dich nicht, Überlastungsanzeige zu stellen. Auch hier gilt allerdings das in 3. gesagte.
      • Was Dir hier über effiziente Arbeitsorganisation gesagt wurde, scheint mir nicht ganz abwegig. Aber das musst Du selbst wissen.

    PS. Gerade auf der Firefox-Startseite angezeigt bekommen: "Viele Unternehmen unterschätzen die Risiken" [der bald ja flächendeckend vorgeschriebenen AZ-Erfassung]

    Kurzfristig schon einige, langfristig noch keine. Liegt aber auch an meinem Lebensmotto "Der Mensch dachte, und Gott lachte".

    Ok, ein paar kleinere Sachen gibts da schon. So bereue ich es, mich nicht schon vor dreißig Jahren für Geldanlage interessiert und entsprechend gehandelt zu haben. Aber das ist jetzt nichts, was mich großartig belastet.

    Bei uns kann man sich die Mentoren nicht aussuchen. Das entscheidet die Schulleitung vorher, manchmal fragt sie die Mentoren. Die Refs haben aber gar kein Mitspracherecht. So kenne ich das auch aus Niedersachsen.

    Für einen gelernten Bayern wie mich ist die Kombination aus "Referendariat" und "Mitspracherecht" ohnehin von ähnlicher Qualität wie "heißes Eis", "dunkles Licht" oder "kaltes Feuer".

    Äh, wenn ich da mal korrigierend eingreifen darf: "Over-the-top-Unterricht" hat mit der guten Schwellendidaktik wohl nichts zu tun, sondern meint eher den in den Seminaren so gern geforderten 120%-Unterricht (Jede Stunde ein Knaller).

    In der türkischen Küche gibt es ein Gericht, das "Imam bayildi" (?) heißt, zu deutsch "der Imam fällt in Ohnmacht". Unterricht der oben genannten Art könnte man dann wohl als "Fachleiter bayildi" bezeichnen.

    Aber dann hast du es doch auch mit in der Hand zu ändern.

    Entweder durch ein anderes (besseres) Lehrwerk

    Ach weißt Du - sowohl bei meiner großen Tochter (8. Gym) als auch bei meinen SuS (5.-13., alle Schularten) sehe ich so oft Bücher, die älter sind als die SuS selbst... da ist halt oft nichts dran zu ändern. Sei es, weil die Eingeborenen im Kollegium so gern mit dem Buch arbeiten (sonst müsste man sich ja zehn Jahre vor der Pension noch mit einem neuen Buch auseinandersetzen!), sei es, weil der Bürgermeister (in seiner Eigenschaft als Sachaufwandsträger) zu Hause ganz prima mit dem Telefonbuch als einzigem Druckwerk zurechtkommt und Bücher grundsätzlich für Teufelszeug hält...

    Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass ich es nicht in Ordnung finde, wenn ein eingeführtes Lehrwerk, was die Schüler ja in der Regel auch mitschleppen, gar nicht verwendet wird.

    Naja, das kommt schon ein bisschen auf das Lehrwerk an, oder? Es gibt schon grottige Bücher. Und wenn ich ein eingeführtes Buch nicht nutze, schleppen die Schüler es in der Regel auch nicht mit.

    Ich würde formal gar nichts abgeben, sondern der mikromanagenden Trulla zukünftig irgendeinen Rotz vorlegen, den sie nicht ohne massive Korrekturen an die Presse weitergeben kann. Hat den Vorteil, dass Du Deine Funktion behalten kannst - Unfähigkeit ist bekanntlich kein Dienstvergehen. Eine gewisse LmaA-Haltung wäre dabei vorteilhaft.

    @TE: Ich hab jetzt nur mal oberflächlich recherchiert, habe dabei aber hier folgendes gelesen:

    Zitat

    2. Es gibt jedoch bestimmte Funktionen, die kraft Gesetzes ausschließlich deutschen Staatsangehörigen vorbehalten sind. So bestimmen § 7 Abs. 2 BeamtStG und § 7 Abs. 2 BBG übereinstimmend: „Wenn die Aufgaben es erfordern, darf nur eine Deutsche oder ein Deutscher im Sinne des Artikels 116 GG in ein Beamtenverhältnis berufen werden.“

    a) Unter den Stellenvorbehalt für deutsche Staatsangehörige fallen die klassischen Laufbahnen der Hoheitsverwaltung wie der Polizeivollzugsdienst, die Steuerverwaltung oder die Tätigkeiten als Rechtspfleger. In den Laufbahnen der Allgemeinen Verwaltung (Gemeinden, Landkreise etc.) und der Sozialverwaltung wird man danach unterscheiden müssen, ob die konkrete Funktion (überwiegend) eingreifender Natur ist (dann gilt der Stellenvorbehalt) oder (wieder) überwiegend rein verwaltende Tätigkeiten anfallen. Siehe dazu: Zängl in Weiß/Niedermaier/Summer/Zängl, Beamtenrecht in Bayern, § 7 BeamtStG, Rn. 72.

    b) Dagegen fallen die Lehrerlaufbahnen, der überwiegende Teil der technischen Laufbahnen und der Gesundheitsdienst nicht unter den Stellenvorbehalt.

    Vielleicht solltest Du Dich doch erstmal genau erkundigen, ob Du nicht doch ganz normal das Referendariat absolvieren kannst.

    Noch etwas, das mir seit der Umstellung auf die neue Version auf die Nerven geht (von dem ich aber nicht weiß, ob es an der Forensoftware oder an Firefox liegt): Seitdem vergisst mein Android-Firefox immer wieder mal die gespeicherten Zugangsdaten. Wenn das passiert, lassen sich die Zugangsdaten auch nicht händisch eingeben (Fehlermeldung beim Einlog-Versuch: "Deine Sitzung ist abgelaufen. Bitte logge Dich neu ein."), und ich werde ständig gefragt, ob ich Cookies akzeptieren will. Irgendwann gehts dann wieder. Das betrifft nur das Lehrerforum.

    Ich habe das Problem jetzt professionell gelöst und bin fürs Lehrerforum auf Chrome umgestiegen.

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