Klar, wenn man den Urheber direkt vor sich hat, ist ein Hinweis nicht verkehrt.
Beiträge von fossi74
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Ok, ich muss mal die Anekdotenhaftigkeit etwas rausnehmen - obwohl die Anekdote als solche klasse ist! - und einen Schuss Sachlichkeit reinbringen und stelle deshalb fest:
1. Herr B war kein besonders doller Seminarlehrer im Sinne von "bei dem lernt man die Kochrezepte für erfolgreiche Stunden". Das mag mit Punkt 2 zusammenhängen...
2. Ein sehr, sehr guter Deutsch- und Geschichtslehrer war er aber schon (bzw. ist es noch für zwei, drei Jahre): Hochgebildet auf vielen Gebieten, ein spannender Erzähler und jemand, der die Schüler immer mitnehmen konnte; nebenbei auch ein exzellenter Musiker.
3. Auch wenn er hinsichtlich der handwerklichen Wissensvermittlung im Seminar nicht allzu sehr geglänzt hat, war es bei ihm nie langweilig (auch was wert), vor allem aber war er fair und menschlich. Letzteres hat er nicht mit allen seinen KollegInnen geteilt.
Insofern: Urteilt nicht zu hart über den kleinen Terrier, der da auf dem OHP gegrillt wurde und über den auch Herr B hinterher natürlich gesagt hat, dass er als Einstieg etwas hanebüchen war.
Die Schüler sind damals übrigens schon ansatzweise draufgekommen. Die waren auch entsprechend "drin" im Thema. Die wohlfeile Bemerkung, dass man mit Gymnasiasten anno 2003 so etwas noch machen konnte, dass das heute aber natürlich unmöglich wäre, schenke ich mir und Euch.
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Man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen. Den Unterschied zwischen "ich entschuldige mich" und "ich bitte um Entschuldigung" bekommen doch nicht mal ebenso hoch gebildete wie bezahlte Politiker hin.
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Kein Irrglaube, sondern Tatsache. Es gibt dort Gerichtsurteile zu.
Hic Rhodos, hic salta. Aktenzeichen?
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Transfer in dem Sinne, dass die SuS erkennen können sollen, was der Einstieg mit dem aktuellen Thema zu tun hat.
Oh, Zeit für mein Lieblingsbeispiel (sicher schon mal erzählt, die älteren Kollegen mögens mir verzeihen). Selbst erlebt im Edelseminar am bayerischen Gymnasium:
Thema der Reihe war Süskinds "Parfüm". Seminarlehrer kommt rein und legt wortlos das Bild eines kleinen Hundes auf den OHP.
Wer mag, darf jetzt mal das Stundenthema so voll transfermäßig erschließen. Die Auflösung postete ich morgen.
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Was hätte dieser Fachleiter gesagt, wenn man ihn mit seinem Spruch in einer Sitzung über Fehlerkultur und pädagogische Elemente der Mathematikdidaktik konfrontiert hätte?
Kein Problem, such es Dir aus:
"Das kann man so nicht vergleichen."
"Das gehört jetzt nicht hierher."
"Wollen Sie mir etwa unterstellen, dass..."
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Echt jetzt?
Du bist tatsächlich nur deshalb Lehrerin geworden, weil man Beamter wird...?
Nein. Wenn Du Firelillys Beiträge verfolgst, wirst Du schnell feststellen, dass sie Beamtin geworden ist, obwohl sie dafür Lehrerin sein muss.
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So ein Pen ist nicht allzu kompliziert.
Glaub ich Dir gern, und danke für die Erklärung (die ich nie brauchen werde, weil es bei uns für solche Fälle medizinisches Personal gibt *frohdrumsei*). Dennoch würde im Ernstfall auch Deine Anleitung hier nicht die entsprechende Dienstanweisung ersetzen.
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Dazu müsste ich wissen
- was ein Glucosepen ist, wie er wirkt und wann ich ihn einsetzen muss
- ob der Schüler einen hat
- wo der ist
- wie ich ihn benutzen muss
Wie gesagt, ich habe überhaupt kein Problem damit, notwendige Hilfe zu leisten. Wer aber von mir verlangt, bei bestimmten Krankheiten Fachwissen einzusetzen, der möge zunächst dafür sorgen, dass ich das auch habe.
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Nochmal (obwohl es, so fürchte ich, gar nicht zu Dir durchdringt): Das war keine Therapie, Du musst das nicht angeben. Aber mach Dich ruhig weiter verrückt.
CDL: Ob es eine gute Idee war, dem TE zu sagen, er würde mit einer Lüge ins Berufsleben starten, wenn er diese Erstberatung verschweigt? Ich zweifle.
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Nein, keiner in meiner Familie ist studiert. Mein Vater ist selbstständig und erfolgreich im Finanzwesen.
Ok. Dann hat Dein Vater nochmal welche Qualifikation, um über die Auswirkungen therapeutischer Behandlungen auf die Verbeamtung zu spekulieren?
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insbesondere mein Vater liegt mir alleine nur schon aufgrund etwaiger zu häufiger Arztbesuche in den Ohren, dass sich das negativ auf die künftige Verbeamtung etc PP auswirken könne und überhaupt seien psychische Geschichten ja eh schon das Aus, ebenfalls bezüglich Berufsunfähigkeitsversicherung, die mein Vater aber auch schon eine für mich in frühen Jahren abgeschlossen hat.
Lass mich raten: Dein Vater ist/war auch Lehrer, stimmt's?
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Du wirst lachen: Ein hochwertiger Anzug (also nicht son 120%-Polyester-Teil vom Kik) aus Schurwolle trägt sich bis über 30° Außentemperatur sehr angenehm.
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also ich würde einen bankberater in jeans oder noch besser in kurzen hosen mit sicheheit gezielt wählen
Kurze Hosen bei Männern sind ein No-Go. Kommen gleich nach Sandalen mit weißen Socken.
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den Mentor mit drin zu haben ist doch per se keine Belastung
... wenn nicht der Mentor selbst eine Belastung ist. Solls geben.
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Übrigens mal ganz grundsätzlich: Infos über Erkrankungen der Schüler und wie damit umzugehen ist sind keine Holschuld der Schule!
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Uns wurde ausdrücklich gesagt, dass wir unsere UBs nicht nur in den starken sondern möglichst auch mal in schwächeren Klassen machen sollen.
Auch hier wieder (never-ending story): Interessant, die Unterschiede zwischen den Ländern. Ich habe einen bevorstehenden Unterrichtsbesuch (in Bayern offiziell nicht bewertet, sondern nur zur Beobachtung und Unterstützung, aber wir wissen ja alle um den Wert solcher Aussagen) immer daran erkannt, dass bei Unterrichtsbeginn der Seminarlehrer vor der Klassenzimmertür stand. Nix mit "Klasse aussuchen".
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Nur noch zwei Punkte, weil ansonsten alles gesagt ist:
1. Deine völlig irrationale Angst davor, das selbst gezahlte, nirgends aktenkundige Vorgespräch könnte Dir später einmal auf die Füße fallen, ist für mich der beste Indikator dafür, dass es ein großer Fehler wäre, mit der Therapie zu warten. Mir erscheint es so, dass Du momentan für gar keine Tätigkeit geeignet bist, die qualifikationsmäßig und von der Verantwortung her über die eines Lagerhelfers o. ä. hinausgeht. Dies wohlgemerkt aufgrund Deiner psychischen Verfassung, nicht aufgrund Deiner Qualifikation! Nur der Vollständigkeit halber angemerkt.
2. Selbst wenn - aufgrund irgendeines saublöden Zufalls - irgendwann mal herauskommen sollte, dass Du mal bei diesem Gespräch gewesen bist, hat das überhaupt keine Auswirkungen. Im äußersten Fall könntest Du immer noch sagen, dass Du wegen Prüfungsangst dort vorgesprochen hast, dass sich dann aber herausgestellt hat, dass keine Therapie notwendig war.
- davon abgesehen bin ich der gleichen Meinung wie die meisten in diesem Thread: Wenn Du Deine momentane Verfassung halbwegs realistisch wiedergegeben hast, sehe auch ich Dich keine drei Monate im Ref.
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