Beiträge von fossi74

    und meine Mentoren hatten zum Glück genug cochones und haben verhindert das der Umstand in die Note einfließt.

    Immer wieder interessant, wie sich die Systeme doch unterscheiden - in Bayern gibt es (zumindest am Gym) niemanden, der da irgendetwas verhindern kann. Bewerten tun die Seminarlehrer und fertig. Allerdings: Solche Auswüchse wie hier teilweise beschrieben habe ich bei uns nie erlebt. Es wurde auch nie Verpflegung oder Thaimassage oder die Bereitstellung von Lustknaben erwartet. Mag daran liegen, dass es in Bayern auch nicht diese Mammut-Prüfungstage gibt.

    In der Auswertung musste ich mich dann zu dem Umstand äußern, dass ich weder Essen noch Saft oder Kaffee bereitgestellt hatte (außer für mich, das hab ich nach der Prüfung dann gegessen). Meine Seminarleiter und die Schulleitung (die Mentoren hatten ihr eigenes Essen dabei weil sie es genauso doof fanden) fanden meine Argumentation nicht lustig, da ich klar gestellt habe, dass meine Buffetqualität nicht zur Prüfung steht und ich mich an keinerlei Form von Korruption beteilige. Was Anderes ist das Füttern nämlich nicht.

    Einige Mitreferendare haben da richtig stark aufgelegt und an die 60/70€ für ausgegeben.

    Full ACK. Man kann es nicht klar genug sagen: Das ist Vorteilsnahme im Amt. Du hättest diesen Prüfern "danach" übelst ans Bein pinkeln können.

    Bouletten

    Solltest Du wieder mal in der Situation sein: Wenn sie recht pikant gewürzt sind, schmeckt man das Rattengift fast gar nicht.

    Ich würde mir wünschen, dass der Unsinn mit den unteilbaren Aufgaben endlich mal höchstrichterlich entschieden wird. Ich habe weder das Arbeits- noch das Beamtenrecht erfunden, aber dass "50%" ernsthaft bedeuten soll "50% +x Arbeitsaufwand, aber 50% Gehalt", ist so sicher nicht vorgesehen.
    Und eine exakte Quantifizierung des Arbeitsaufwands pro Unterrichtsstunde und des Zeitaufwands für die unteilbaren Aufgaben wäre auch keine Hexerei.

    Wenn ich mir all diese Threads zum Thema Referendariat anschaue, dann beschleicht mich gelegentlich das Gefühl, dass im Referendariat strukturell etwas nicht stimmt, und zwar völlig unabhängig vom Bundesland.

    Aber das ist sicher nur mein persönliches Empfinden, sonst hätte sich doch schon längst etwas verändert.

    Ich würde mal gezielt untersuchen, ob es eine irgendwie geartete Struktur gibt, die hier wahrnehmbar ist. Wenn die Beschwerden in einem offensichtlich recht genau abgrenzbaren Zeitraum so zugenommen haben, gibt es vielleicht auch eine ebenso genau abgrenzbare Ursache dafür. Ist hier vielleicht ein besonders "engagierter" Elternvertreter am Werk, der die Eltern zu Beschwerden ermutigt (kann natürlich auch ein beliebiger anderer Elter sein)? Gibt es einen Kollegen, über den sich plötzlich vermehrt beschwert wurde, was dann weitere Beschwerden nach sich gezogen hat?

    Ansonsten - siehe MarPhys Tips; ergänzend würde ich noch versuchen, innerhalb der Schule eine einheitliche Linie im Umgang mit Beschwerden durchzusetzen. Oft gibt es einzelne KollegInnen, die sich aus Nettigkeit die Beschwerden von Eltern über andere Kollegen anhören - so etwas muss sofort unterbunden werden. Kontaktaufnahme nur übers Sekretariat, etc. pp.

    Und was die Beschwerden "weiter oben" angeht: Wenn Ihr grundsätzlich korrekt arbeitet, wird man "oben" der ständigen grundlosen Beschwerden bald müde sein.

    Bitte bezeichnet mich nie wieder als Hobby-Teilzeit-Lehrerin.

    Die einzige, die das bis jetzt getan hat, warst Du aber selbst.

    Liebe Anna Lisa: NIEMAND hat DICH und DEINEN Lebensentwurf kritisiert. Anekdotisches Erleben taugt ohnehin nicht für die Bewertung von Phänomenen, die viele betreffen. Es geht auch gar nicht um Teilzeit-Lehrerinnen an sich, egal ob der Mann Arbeiter, Arzt, Ingenieur, Lottomillionär oder Bundestagsabgeordneter ist.

    Die "Teilzeit-Hobby-Lehrerin" zeichnet sich dadurch aus, dass sie freiwillig (weil sie es nicht nötig hat) radikal Stunden reduziert und die gesparte Zeit dafür nutzt, ihren restlichen Job 120-prozentig zu machen und diese Tatsache allen work-life-balancierenden Vollzeitkollegen eifrig unter die Nase zu reiben. Und das ist dann ein echtes Problem, weil sie so, landläufig gesprochen, "die Preise kaputtmacht", indem sie Standards setzt, die die normal schuftende VZ-Lehrerin nicht erreichen kann.

    Ich finde es absolut bescheuert, dass es trotz aller gesetzlichen Änderungen und Versprechungen im Bereich häuslicher Pflege nicht möglich ist, das zu machen ohne sich seine Karriere zu ruinieren. Er hätte es gemacht, er wäre zuhause geblieben, aber das wäre das Ende gewesen und er hätte sein Studium und jede Führungsposition in die Tonne kloppen können.

    Das ist äußerst bedauerlich (um es mal vorsichtig zu formulieren), ist aber kein juristisches Problem, sondern ein gesellschaftliches. Noch habe ich Hoffnung, dass sich das in absehbarer Zukunft ändern wird - wenn nämlich die massive Zunahme von Pflegefällen in Kombination mit dem Fachkräftemangel die Arbeitgeber zum Umdenken zwingt.

    Ich kann ja auch mal ein Klischee bedienen: Männl. Lehrer schaffen leichter Vollzeit, weil sie sich 1. zu Hause um weniger Dinge kümmern und 2., weil sie in der Schule weniger Geschiss machen. Schneller vorbereiten und korrigieren, weniger Schnickschnack um einzelne Schüler betreiben und überhaupt sich eine bessere work-life- balance leisten.

    Zu 2.: Und was genau wäre daran kritikwürdig?

    An 1. ist sicher auch was dran. Meine TZ-Kollegin bezieht einen großen Teil ihres Selbstwertgefühls aus der von ihr so empfundenen Anforderung, sich um ihre drei Jungs (15, 19, 56) kümmern zu müssen.

    Dass ohne sie zu Hause nicht das Chaos ausgebrochen ist, als sie mal drei Wochen zur Kur war, hat ihr durchaus zu schaffen gemacht.

    Und nochmal zu dem von mir aufgebrachten Klischee der TZ-Hobby-Lehrerin: Frei nach dem Motto "Wenn man nur einen Hammer hat, sieht alles wie ein Nagel aus" sind natürlich alle Teilnehmenden herzlich eingeladen, darin eine Aussage über und eine Diffamierung aller TZ-Kräfte zu sehen, be my guest.

    Edit: noch ein Nachtrag zum oben Zitierten.
    Wenn ich einen Vollzeitjob als Lehrer nur schaffe, indem ich "weniger Geschiss" mache, dann ist ganz offensichtlich dieses Geschiss kein Teil meiner Jobbeschreibung.

    Edit II (sorry, das Thema scheint mich zu beschäftigen), nochmal @lamaison: Deine Formulierung "sich eine bessere work-life-balance leisten" (Hervorhebung von mir) gefällt mir gar nicht, impliziert sie doch, dass work-life-balance nur mit einem eher nonchalanten Umgang mit dienstlichen Pflichten (oder, sagen wir es deutlich: mit einem gehörigen Maß an Schlendrian und mir-doch-egal-Haltung) zu erreichen sei.

    Eine halbe Seele mit Salami und ein Schafsmilchjoghurt.


    Wie überwindest du deinen Schweinehund, wenn es um Haushaltskram geht?

    Für Nichtschwaben solltest du vielleicht dazusagen, dass es sich bei Seelen um längliche Brötchen mit Kümmel handelt...

    Zu Deiner Frage: "Finger ausm Arsch und los."

    Und du?

    Was steckt in WAHRHEIT hinter dem Thread? Moderatoren klären ein schreckliches Geheimnis auf.

    Musst Du noch üben. Wahrscheinlicher wäre

    "Er klickte einfach nur auf einen Thread im Lehrerforum. Was er entdeckte, erstaunt deutsche Väter"

    oder

    "Klicke nie auf diesen Thread. Wenn Du darauf klickst, weißt Du, warum"

    oder

    "Moderatoren vermuten Clickbait. Was sie entdecken, ist eine Sensation"

Werbung