Beiträge von fossi74

    Lass doch diesen (unter Lehrern...) altbekannten Test schreiben, wo die Schüler am Anfang aufgefordert werden, alle Fragen gründlich zu lesen, bevor sie anfangen, und wo die letzte Aufgabe dann lautet, nach dem Lesen den Stift wegzulegen und die Mitschüler zu beobachten.
    Fies, aber lehrreich und mit Gelinggarantie bis Klasse 13!

    Bis heute: Das Sams. Alle beiden Bände, die es damals gab. Highlight meiner Referendarszeit: Als einer meiner Schulleiter zu seinem Abschied eine Lesung mit Paul Maar organisiert hat. Damals hab ich mir extra den ersten Band nochmal gekauft, um ihn signieren zu lassen.


    Nach der Pensionierung (oder schon vorher): Wohnmobil - ja oder nein?

    Dann aber ab jetzt auch schön die Linken wählen, gell

    Mal ganz davon abgesehen, dass solche Ideen hierzulande generell mit noch mehr Hohn und Spott bedacht werden als beispielsweise der Vorschlag eines Tempolimits auf der Autobahn: Recht hat sie, die Frau Kipping. Und ich habe immer stärker das Gefühl, dass uns unser schönes, gemütliches und von '49 bis '89 bestens bewährtes, mittlerweile etwas in die Jahre gekommenes, aber munter weiter am Leben gehaltenes BRD-System eines Tages gewaltig um die Ohren fliegen wird, wenn wir es nicht bald mal zulassen, dass viele Dinge in diesem Land zumindest in der Theorie einmal grundlegen überdacht werden. Die Frage, wie wir in Zukunft unsere Erwerbsbiografien gestalten (müssen), um a) länger arbeiten zu können und b) die ganzen Alten, die bis x-zig arbeiten müssen, auch sinnvoll beschäftigen zu können, ist nur ein Teil davon.

    Ist das nicht etwas hart geurteilt? Schließlich fragt Symmetra hier im Forum um Rat, eben weil sie/er nicht direkt mit dem Schulgesetz wedeln will, sondern abwägt, hin- und hergerissen ist, Kollegen mit evtl.mehr Erfahrung mit derartigen Fällen um ihre Einschätzung bittet bzw.darum deren Umgang mit vergleichbaren Fällen zuschildern. Für mich klingt dass nicht danach, als würde er/sie es sich leicht machen und direkt eine Entscheidung treffen wollen, die eine Abschulung nach sich ziehen könnte.

    Hm, ich weiß nicht:

    Eigentlich ist der Fall für mich daher klar. In Hamburg gilt: mit einer 5 im Hauptfach müssen SuS nach Klasse 6 vom Gymnasium

    Dazu muss ich sagen, dass ich von dieser Art von Notengebung [pädagogische Noten] gar nichts halte

    Ich vertrete die Haltung, dass das Schulgesetz in Hamburg nun einmal so ist wie es ist

    Ich fand das schon recht eindeutig. Umso besser, wenn ich mich getäuscht habe. Das hier klingt ja auch schon wieder ganz anders:

    Sie hat aufgrund ihrer persönlichen Vorgeschichte Probleme Inhalte schnell aufzunehmen. Von den Problemen in Englisch einmal abgesehen kann ich es generell nicht ganz verstehen, warum sie mit dieser Einschränkung an einem Gymnasium angemeldet wurde; einer Schulform, bei der es genau darum geht. Sie wäre damit eigentlich auf einer Stadtteilschule (Gesamtschule, die alle Abschlüsse in 13 statt 12 Jahren anbietet), besser aufgehoben. Da die Inhalte immer komplexer werden, kann sich das Problem durch ihre Defizite auch noch auf andere Fächer ausdehnen - Klassenstufe wiederholen geht dann aber in HH nicht, sie wird einfach weiter versetzt.

    Es bleibt die Frage, warum ein Schulwechsel so ein großes Problem wäre. Sicher könnte man auch hier ansetzen.

    Interessant, wie viele das bekloppt finden, wo doch sonst bereits wegen einer 3(!) in Mathe/ Deutsch bei Zehnjährigen in der Grundschule auf das Verweigern der Gymnasialempfehlung gepocht wird. Ungeachtet irgendwelcher sozialen Hintergründe. Im Gegenteil, da ist dann "Unordnung" noch zusätzlich ein Merkmal, dass es nur für Mittelschule reicht.

    Ä-hem, wer hat das hier bitte wann wo vertreten? Ich habe eigentlich nicht den Eindruck, dass hier übermäßig viele Verfechter eines knallharten Übertritts-NC vertreten sind. Und schon gar nicht unter denen, die sich in diesem Thread für die Schülerin ausgesprochen haben.

    In Hamburg gilt: mit einer 5 im Hauptfach müssen SuS nach Klasse 6 vom Gymnasium, die Tragweite der Note ist also nicht unerheblich.

    Und ich dachte immer, die Bayern spinnen ... aber eine (1) 5 im Hauptfach war hier noch nie ein Problem.

    Zu Deinem Fall: Ich möchte Dir und meinen Vorrednern aufs heftigste widersprechen. Du hast es nach eigener Aussage mit einer ansonsten guten Schülerin zu tun, die - warum auch immer - in EINEM Fach Probleme hat. Ich bin aus Bayern einiges gewohnt (und hier hat sich bereits vieles zum Besseren gewendet, kein Vergleich zu meiner eigenen Schulzeit!), aber das hier schockiert mich ein bisschen.

    Ihre private Situation ist gleichzeitig auch so, dass der Schulwechsel für sie eine große persönliche Belastung darstellen würde

    Hier mit dem Schulgesetz zu wedeln, ist ein bisschen sehr "soll sich eine inferiore Schulart mit dem Kind rumschlagen, aber doch bitte nicht wir am Gymnasium", oder? Naja, was gehen Dich auch die privaten Probleme Deines Beschulungsmaterials an. Da hättest Du ja viel zu tun.

    edit: Vielleicht tue ich Dir gerade Unrecht; immerhin schreibst Du, das Thema beschäftige Dich sehr.

    Ihre private Situation ist gleichzeitig auch so, dass der Schulwechsel für sie eine große persönliche Belastung darstellen würde, darauf möchte ich hier aus mehreren Gründen nicht weiter eingehen.

    Genau das wäre aber hier interessant, denn darauf würde ich an Deiner Stelle meine Entscheidung ganz wesentlich stützen. Vielleicht solltest Du Dir die ganz schlichte Frage stellen, ob Dein Fach (hier Englisch) es wert ist, Deiner Schülerin eine "große persönliche [aber vermeidbare] Belastung" zu bereiten ...

    Ist registriert und aus deiner Perspektive eine legitime Einschätzung. Mit fast 40 Lebensjährchen und insgesamt fast 15 Jahren Berufserfahrung in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit vor dem Ref erlaube ich mir anders zu klingen, als mit Mitte-Ende 20 und Bewertungen vorzunehmen, die meiner langjährigen Berufserfahrung entspringen. :)

    Hm, vielleicht hat mich auch mehr die Formulierung "durchgehen lassen" gestört. Das kommt einem Vorgesetzten zu, aber keinesfalls einem Kollegen.

    Ich verstehe, dass das Ref hart ist, aber schon im Ref derart mutlos und halbherzig seinen beruflichen Verpflichtungen nachzukommen ist ganz schön traurig und grenzt an eine Bankrott-Erklärung als Lehrer. So einen Text würde ich einem Kollegen kurz vor der Pensionierung durchgehen lassen (auch wenn ich mir anderes wünschen würde), aber nicht jemandem zu Beginn seines Berufslebens.

    Und ich würde sagen, dass das Worte und Wertungen sind, die einem (Mit-)Referendar schlicht und ergreifend nicht zustehen.

    "bei Frau X durften wir immer..."

    *erstaunt umdreh* "Ja, wo ist denn die Frau X? Seht Ihr die hier irgendwo?" Bei entsprechend hirnstößiger Klasse dann auch gern mal laut rufen: "Frau I-hicks! Frau I-hicks! ... Seht Ihr, keine Frau X weit und breit! Dann müssen wir es wohl nach meiner Methode machen." - Dann sollte Ruhe im Karton sein. Außer Frau X läuft gerade im Flur am Klassenraum vorbei und hört Dich. Aber dann kann sie Dir gleich bestätigen, dass die Klasse Blödsinn erzählt. Und das wird sie, denn Schüler erzählen in solchen Zusammenhängen IMMER Blödsinn.

    Ich kann dir keine harten Fakten liefern, kenne aber zwei Fälle die einen Antrag auf Entlassung gestellt haben. Beide haben versucht die Ferien mitzunehmen. Einer Ostern, der andere die Sommerferien. Bei würden am letzten Schultag vor den Ferien entlassen...

    Wowereit.

    Ich bin nicht fossi74, aber vermute mal, dass er/sie darauf hinaus wollte, dass ja gerade in "sozialen/medizinischen Berufen" viele der (Einkommens-) "Schwächsten" sind.

    Z.B. von Altenpflegern zu fordern, dass sie keinen Arbeitskampf auf dem Rücken der Schwächsten austragen sollen, ist so gesehen dann schon etwas anrüchig (oder "schräg").

    Besser könnte ich es nicht ausdrücken (würde aber den Verzicht auf die Anführungszeichen bei "Schwächsten" vorschlagen).

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