Beiträge von fossi74

    Mich nervt auch am meisten das Verhalten meines SL. Absprachen gelten plötzlich nicht mehr und er kann sich nicht an sie erinnern. Wenn dann Beweise auftauchen, hat er es von Anfang an so gemeint. Ich könnte da jedes Mal die Wände hoch gehen! Wie kann man so wenig Ar.. in der Hose haben.

    Heißt Dein Schulleiter zufällig Seehofer? Würde mich nicht wundern.

    Gibt es wirklich Menschen, die sich Vorschriften zur Korrekturfarbe einfallen lassen?

    Sowohl in Bayern als auch (AFAIK) in Ba-Wü (und ich vermute: in allen anderen Duodezstaaten auch) gibt es selbstverständlich Vorschriften zur Korrekturfarbe im Abi. Alles andere fände ich auch sehr verwunderlich - man muss doch unterscheiden können, was Erst-, Zweit- und im Extremfall sogar Drittkorrektor angemerkt haben. Das nicht im Vorfeld festzulegen würde ich für fahrlässig halten.

    ob ihr der Meinung seid, dass die die intrinsische Motivation am Lernen durch eine extrinsische Motivation verdrängt wird

    Hm - da sich die Noten der Schüler laut Deiner Aussage nicht verbessert haben: Wohl eher nicht. Offensichtlich kann man Motivation eben auch nicht kaufen.

    Ach so, und was wohl passiert, wenn man die Leistung von Lehrern an den von ihnen vergebenen Noten festmacht und (finanziell) honoriert, müssen wir wohl nicht weiter diskutieren.

    Die Deutschlehrerin meines Sohnes korrigiert Probe-Aufsätze (die NICHT benotet werden) von allen 28 Schülern und schreibt ganze Romane drunter. DAS nenne ich mal Engagement….. Hammer!

    Ich nenne das Blödheit. Aber es ist wohl eine Definitionssache. Und lass mich raten: Die Deutschlehrerin Deines Sohnes arbeitet Teilzeit hat ein Teilzeit-Deputat.

    Ich glaube mit Blick auf die Kinderbetreuung ist es ideal, wenn beide Lehrer sind. Sehe das mehrfach im Bekanntenkreis.

    Das stimmt meiner Meinung nach genau. Allerdings nur für die ca. 25% eines Jahres, das auf die Ferien fällt. Ich arbeite ja nun in der "freien Wirtschaft" und bin, was spontane Arbeitszeitänderungen angeht (mal später kommen, weil der Frühdienst im Kiga verschlafen hat oder man auf die krank-kind-betreuende Oma wartet; mal früher gehen, weil die Kleine irgendeine Schierschandudelaufführung im Kiga hat und todtraurig ist, weil sie als einzige allein da rumsingen muss etc. pp.) zehnmal flexibler als meine Frau (die zudem auf ihre Verbeamtung hofft und daher das zeigen muss, was ein durchschnittlich intelligenter Schulleiter unter "Angaschemang" versteht).

    Natürlich bin ich nicht repräsentativ. Aber für so wahnsinnig familienfreundlich, wie man immer denkt, halte ich unseren Beruf nicht.

    Och ... ich hab selber jahrelang freiberuflich Umbruchkorrekturen für Wiley VCH und Springer gemacht ... ;)

    Ja, aber

    1. Bist Du vom Fach (ja, auch als Student so halbwegs)
    2. Rede ich nicht von Umbruchkorrekturen.

    - kurz: Ich weiß nicht, ob es bei Büchern auch schon so schlimm ist, aber die Beispiele, wo angesehene Fachzeitschriften auf irgendwelche Kokolores-Artikel reinfallen und die brav abdrucken, sind ja mittlerweile Legion. Nachzulesen z.B. HIER.

    Ich bin immer wieder entnervt, wenn bei der Klausurrückgabe ein 'Den einen Punkt/Die zwei/drei Punkte hätten Sie mir aber noch geben können! Dann hätte ich jetzt eine bessere Note.' kommt.

    Oh ja - sehr gern bei Kurztests/Stegreifaufgaben, wo es ohnehin nur 25 Rohpunkte gibt und zwischen den Notenpunkten halt zwangsläufig nur zwei oder drei Rohpunkte liegen.

    und wenn es dumm läuft, musst du deinen Gewinn sogar abliefern

    Muss er nicht. Siehe § 13 NtV-NRW:


    "§ 13
    Höchstgrenzen; Abführungspflicht
    (1) Werden von einer der in § 1 Abs. 1 genannten juristischen PersonenVergütungen für eine oder mehrere Nebentätigkeiten im öffentlichen Dienstgewährt, so dürfen sie für die in einem Kalenderjahr ausgeübten Tätigkeiteninsgesamt die Höchstgrenze von 6.000 Euro nicht übersteigen.
    (2) Erhält ein Beamter Vergütungen für eine oder mehrere Nebentätigkeiten im
    öffentlichen Dienst (§ 3) oder für andere Nebentätigkeiten, die er auf
    Vorschlag oder Veranlassung seines Dienstvorgesetzten ausübt, so hat er sie
    insoweit an seinen Dienstherrn im Hauptamt abzuführen, als sie für die in einem
    Kalenderjahr ausgeübten Tätigkeiten zusammengerechnet die Höchstgrenze nach
    Absatz 1 übersteigen."

    - dies nur beispielhaft, weil es für den TE zutrifft. Analoge Regelungen existieren in allen deutschen Ländern.

    Letztlich handelt man als Erwachsener ja auch immer gleich.
    Vielleicht sollte man mal was Überraschendes ausprobieren? Also z.B. wenn Schüler meckern, ganz ernst sagen: "okay, wenn du heute keine Kurvendiskussion machen magst, darfst du ein Bild vom Weihnachtsmann ausmalen" oder wenn obiges Kind wieder sagt, dass ja immer nur er... sage ich das nächste Mal: "Stimmt, das ist echt voll ungerecht. Mach einfach weiter damit, andere benehmen sich schließlich auch daneben." Vielleicht würde die Absurdität auch den Schülern auffallen :sterne:

    Gar nicht so abwegig. Nennt sich übrigens "paradoxe Intervention". Probiers mal aus...

    Dieser Person ist klar, dass es in NRW Maximalgrenzen für Nebentätigkeiten gibt

    ... bei denen allerdings in der Regel auf den Zeitaufwand abzustellen ist, nicht auf den Ertrag. So fällt schriftstellerische und künstlerische Tätigkeit grundsätzlich nicht unter die Bestimmungen für Nebentätigkeit, auch wenn dabei der nächste Harry Potter rauskommt, der seinem Autor ein paar (hundert) Millionen Euro einbringt. Davon dürfte auch die von Deiner Person (um Deine etwas verschwurbelte Darstellung mal zu übernehmen) geschilderte Veröffentlichung von YouTube-Videos betroffen sein.

    Um einen in diesem Zusammenhang oft (und meist falsch) zitierten Begriff noch zu nennen: Es gibt für Nebentätigkeiten von Beamten tatsächlich eine Ablieferungspflicht für Erträge, die bestimmte Grenzen überschreiten. Dies gilt aber nur, wenn die Nebentätigkeit ebenfalls im öffentlichen Dienst erfolgt.

    Ich habe mal im Geiste in alles, was Böhmermann gesagt hat, statt Erdogan "der Papst" eingesetzt. Mit "Obama" und "Merkel" hab ich's auch mal probiert.

    Mit letzteren hab ich das auch gemacht. Aber der Papst... oh nein, das hab ich ja nicht mal zu DENKEN gewagt. Böse Meike!

    Ich sehe das nicht ganz so unkritisch wie wohl die Mehrheit. Dass dieser Erdogan ein ausgemachter Blödmann ist - geschenkt. Ihm aber sodomitische Praktiken zu unterstellen geht - nebst so einigem anderen, das Böhmermann hier abgesondert hat - ein gutes Stück zu weit. Das ist übrigens nicht nur eine Beleidigung von Erdogan, sondern auch ein übles rassistisches Klischee. Ich bin auch durchaus der Meinung, dass es Äußerungen gibt, die nicht erlaubt sind und die auch nicht dadurch entschärft werden, dass man vorher oder hinterher laut "Satire!" ruft. Man stelle sich vor, Böhmermann hätte z.B. einen israelischen Ministerpräsidenten in ähnlicher Weise angegangen... au weia, dann bräuchte er wohl wirklich Polizeischutz.

    Notabene: Ich halte Erdogan - wie oben auch schon gesagt - für einen Übelmann, der so bald wie möglich weg muss, wie auch immer. Das hat er aber mit vielen bayerischen deutschen Politikern gemeinsam.

    Schade, dass meine Spanischkenntnisse so täuschen, dass das erste Video für mich nicht mehr lustig ist

    Ach, Spanisch war das. Ich hätte auf Usbekisch oder Georgisch getippt, schon wegen der Outfits der Protagonisten und der Studiodeko.


    ...pssst: Magst Du uns verraten, worum es bei den beiden eigentlich geht? Mein dos-cervezas-por-favor-Spanisch reicht da leider nicht ganz.

    Latein soll die Hölle sein :D. Ich habe zwei Arbeitskollegen ... bei einer ist es gut gegangen, bei der anderen nicht. Das zieht ein Studium auf jeden Fall in die Länge. Bei der, bei der es nicht gut gegangen ist, ist es so, dass sie von S2 auf S1 gewechselt hat.

    Tja, ist wohl eine Definitionssache... für den einen ist Latein die Hölle, für den anderen der Himmel :) Machbar ist es aber auf jeden Fall. Eine gewisse Sprachbegabung hilft ungemein.

    "Hallo Kollegen,

    ich bin seit zehn Jahren Triebwagenführer bei der Deutschen Bahn AG. Nun hat mein Arbeitgeber mit der Lufthansa fusioniert und ich soll ab nächster Woche einen Airbus A310 im innerdeutschen Linienverkehr fliegen. Hat jemand von Euch Infos, wie das geht und was ich dabei beachten muss? So wie es aussieht, bleibt es für mich dabei, weil kein anderes Personal für den Airbus aufzutreiben war. Vielen Dank für Eure Tipps!"

    - sorry, aber so in etwa liest sich für mich das Ausgangsposting. Wäre ich der betreffende Kollege, ich würde mich glattweg WEIGERN, dieses Kind zu unterrichten.

    MSWörd: Du KANNST aufgrund Deiner Ausbildung dieses Kind NICHT adäquat betreuen (geschweige denn beschulen oder fördern). Das Einzige, was Du tun kannst, ist diesen Schüler möglichst still zu beschäftigen. Und kein schlechtes Gewissen deswegen! Es ist nicht Deine Schuld, wenn er auf der Strecke bleibt.

    Selbst der hirnverbrannteste Knecht der Arbeitsagentur käme nicht auf die Idee, einen Müllwerker als Konditor oder einen Verwaltungsfachangestellten als Feinmechaniker vermitteln zu wollen. Aber in der Schule soll genau das gehen. Da kann man echt nur den Kopf schütteln.

    Unsere einzige "Personalrätin" meinte darauf hin, dass ich ja schließlich den Vertrag so unterschrieben hätte und damit leben müsste.

    Dann weise sie freundlich darauf hin, dass Dein Arbeitgeber den Vertrag so unterschrieben hat und nun damit leben muss, dass ihm Deine Arbeitskraft nur anteilig zur Verfügung steht.

    Schließlich sind wir eine kleine Schule und da muss jeder mehr arbeiten!

    Interessante Argumentation. Von der Stringenz her ähnlich überzeugend wie "Nachts ist es dunkel, darum muss man sich warm anziehen."


    PS. Bin ich froh, dass ich nicht im Hyänenrudel "Grundschule" arbeiten muss! Als (natürlich männlicher) Schulrat würde ich mich sehr genüsslich zurücklehnen und die Situation an Eurer Schule beobachten. Wäre dann fast so etwas wie ein soziales Experiment: Was kann ich den Damen alles zumuten, bevor sie sich zusammenschließen und gegen ihre Arbeitsbedingungen vorgehen?

    PPS. und OT: Es scheint mir zuweilen wirklich so zu sein, dass Frauen eher geneigt sind, "von oben" "Verordnetes" als gegeben hinzunehmen und gegebenenfalls sogar zu verteidigen. Ich streite derzeit mit meiner Frau darüber, ob wir das U-Heft unseres Kindes im Kindergarten vorzeigen müssen, nur weil da ein Zettel hängt "bitte U-Heft mitbringen". Meine Frau hätte es schon längst mitgenommen und bereitwillig vorgezeigt, ich alter Querulant möchte dafür erst die rechtliche Grundlage sehen und würde wohl selbst dann noch zögern, medizinische Akten einfach aus der Hand zu geben.

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