Beiträge von fossi74

    "Flex und Flora" ist für Deutsch. Da wirst du eher weniger Rechenaufgaben drin finden

    Nachdem ich nun endlich wieder in der Schule bin, zweifle ich nicht länger an meinem Verstand, sondern weiß jetzt endlich, dass "Flora" nicht dasselbe ist wie "Flo".

    Zu meiner Verteidigung sei allerdings gesagt, dass Schulbücher in meiner Sozialisationsblase eher "Kratz/Wörle" oder "Lambacher/Schweizer" hießen.

    Ich kenne viele Schulen mit einem festen Konferenztag, der dann zwar natürlich nicht wöchentlich dafür genutzt wird, aber auf den beispielsweise möglichst kein Nachmittagsunterricht gelegt wird, damit weniger Unterricht ausfällt (so der Fall an meiner Refschule). Klar ist das persönlich doof, wenn das dann der eigene unterrichtsfreie Tag ist

    Ich finde es eher vom Stundenplaner doof, dass gerade dieser Tag dann als "freier" Tag geplant wird - im vermutlich vollen Bewusstsein, dass er das eben nicht sein wird.

    für jeden KuK, der das ernsthaft möchte, gibt es in der Schule außerhalb der Unterrichtszeit reichlich platz

    Das ist Augenwischerei und wie so oft anekdotisch:

    Bei der letzten Renovierung wurden bei uns im Lehrerzimmer 10 PC-Arbeitsplätze mit eingeplant

    Ich gehe davon aus, dass diese "Arbeitsplätze" nicht im Ansatz den Bestimmungen des ArbSchG entsprechen - alles andere würde mich sehr wundern. Allein der Schallschutz ist schon sehr aufwendig, wenn da 10 Leute gleichzeitig arbeiten sollen.

    [Stealth-mode #Oberstudienschrat Dr. Müllerschön] Wie meinen Sie das, Frau Kollegin Grundschullehrerin? Ich kenne nur faule und fleißige Kinder. [Stealth-mode off]

    Ernsthaft: Meiner Erfahrung nach hängt das von etlichen Faktoren ab: Konkretes Verhalten des Kindes im Unterricht, Bereitschaft der Kollegen zum Sich-Einlassen auf das Thema, generelle Haltung der Schule zum Thema Inklusion und einiges mehr. Da hat sich mittlerweile auch am Gymnasium viel getan.

    Die "Dr. Müllerschön"s gibt's aber durchaus noch.

    Und um die Ausgangsfrage zu beantworten: Ja, warum werden Schulgebäude nicht einfach so gebaut, dass auch genügend Büroflächen vorhanden sind? Könnten eventuell die Kosten eine Rolle spielen? Möchten die Lehrer es nicht? Oder stecken die Illuminaten dahinter? Galileo Mystery bleibt dran!

    Nein, das ist (juristisch) eigentlich gar keine Frage, zumindest keine, die unlösbare Schwierigkeiten aufwirft. Aber: Selbst wenn man das einmal juristisch klären lassen wollte - niemand kann das Rad neu erfinden. Vergleiche doch mal die Arbeitshefte verschiedener Verlage zum gleichen Thema. Wenn der Verlag von "Flex und Flora" jetzt ernsthaft hingehen würde und den Verlag von "Welt der Zahl" verklagen wollte, weil da die gleichen Rechenaufgaben drin sind...

    Eigentlich war das ironisch gemeint - ich ging davon aus, dass der Schaden aus der Nichtbearbeitung der Akten resultiert ist. Aber bei Licht betrachtet könnte es schon auch der Fahrstuhl sein.

    Es geht allerdings noch rigoroser. Als ich im Zivildienst war, gab es auf der Dienststelle eine (wie sich dann herausstellte) psychisch kranke Mitarbeiterin, die die "zuvielen" Akten zu Hause im Kamin verfeuerte.

    Einem Freund von mir hat das Land 12 Monate die Differenz von E13 zu A13 nicht bezahlt, weil vergessen. Es ging drum das er die Verbeamtungszusage schon hatte, das Schulamt aber nicht hinterhergekommen ist mit dem Akten. Im Nachhinein hat er das zu zahlende Geld nicht erhalten (und auch nicht eingeklagt).

    Oh, das wäre ein schöner Fall fürs Jurastudium. Am Ende hat dein Kollege zwar aus seiner Sicht zu wenig Geld bekommen (netto), aus Sicht des Dienstherrn aber viel zu viel (man vergleiche mal die Bruttobeträge von TV-L-Angestellten und Beamten). Der Schaden für den Kollegen liegt also darin, dass zuviel Sozialbeiträge abgeführt wurden, von denen er aber indirekt auch wieder profitiert.

    Da zudem ja die Vergütung im TV-L offiziell derjenigen der Beamten entspricht, würde ich hier tatsächlich vermuten, dass auf dem Klageweg wenig zu erreichen gewesen wäre.

    Akten, die er nicht geschafft hat zu bearbeiten, einfach in den Fahrstuhlschacht geschmissen hat. Kam bei einer Wartung heraus, Schaden beträgt wohl mehrere hunderttausend.

    Ja, so ein beschädigter Fahrstuhl kann verdammt teuer werden. Besitzer von Eigentumswohnungen können ein Lied davon singen.

    Ja klar, aber das ist doch ähnlich Komplex wie eine Bezügemitteilung (wobei ich die noch einfacher finde).

    Gut, es wurde ja bereits erwähnt, dass NRW-Abrechnungen etwas einfacher aufgebaut zu sein scheinen als anderswo.

    Im Ausreden Suchen, um ein wenig Aufwand zu vermeiden, sind Menschen eben gut

    Das ist doch hier gar nicht der Punkt. Die Frage ist doch: Warum erlegt mir mein AG diesen völlig unnötigen Aufwand auf, wenn es doch viel einfacher ginge? Ich hatte ja erwähnt, wie meine Abrechnungen mittlerweile aussehen - und ich unterliege nach wie vor dem TV-L. Es fallen also genau die gleichen unterjährigen Veränderungen an wie beim Staat.

    Ich unterstelle nach wie vor Verschleierungstaktik. Bei jedem Lehrer unbemerkt zwei Euro gekürzt macht auch eine halbe Million im Monat.

    Und jedes Jahr beschweren sich tausende Studienanfänger, dass der BAföG Antrag so kompliziert sei und man den ja nicht ausfüllen könne, insbesondere als armes Arbeiterkind

    Ich habe noch nie einen Bafög-Antrag ausgefüllt und kann daher die Komplexität dieses speziellen Vorgangs nur erahnen. Allerdings war ich schon des öfteren mit diversen Anträgen konfrontiert, bei deren Ausfüllung ich mehr als einmal vor der Frage stand, was denn da genau von mir erwartet werde. Dass ich z. B. jahrelang falsche Angaben in unserer Schulstatistik gemacht habe, ist mir erst aufgefallen, als in einer Fobi zufällig darauf hingewiesen wurde, wie eine bestimmte Frage zu verstehen sei (moniert wurde es natürlich nie).

    Wenn ein Buch und ein Kopf zusammenstoßen und es klingt hohl, liegt es nicht immer am Kopf.

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