Beiträge von fossi74

    Ich finde es nach wie vor absolut legitim, VOR der Entscheidung für einen Beruf oder eine dorthin führende Ausbildung die Bedingungen abzuklären. Zu diesen gehört auch die zu erwartende Arbeitsbelastung. Und es ist absolut legitim, in diesem Zusammenhang auch zu fragen, welches Bundesland die besten Arbeitsbedingungen bietet (um die Formulierung "wo es am entspanntesten ist" mal etwas zu neutralisieren).

    Es ist immer wieder interessant, hier zu lesen, wie stark viele Mitschreiber hier das Bild vom "brennenden Pädagogen" immer noch verinnerlicht zu haben scheinen.

    Die Ostsee ist Wettermäßig nicht ganz so übel wie die niedersächsische Nordsee, aber immer noch oft fies.

    Meine Eltern waren immer eher Fraktion Berge - Allgäu, Österreich, Schweiz, Südtirol war so ihr Beritt. Einmal haben sie sich von uns Kindern breitschlagen lassen, an die Nordsee zu fahren. Husum, Büsum, die Ecke... drei Wochen Schietwetter mit Wind, den wir Bergbewohner ohne weiteres als "Sturm" bezeichnet haben. Zu weiteren Urlauben in der Gegend kam es nicht. Es dauerte bis 2005, ehe ich mich wieder an die Nordsee getraut habe.

    Wäre das gemeinsame Ausräumen der Räume nicht etwas, was man

    ... durch Personal des Sachaufwandsträgers erledigen lässt? Akademiker mit einem Stundensatz von >50 € brutto sind dafür sicherlich überqualifiziert.

    Aber sicher, aus Freude und Dankbarkeit,

    dass endlich renoviert wird

    , lässt man das schon mal mit sich machen. 14 Stunden an der Schule gehen übrigens gar nicht. Das kann böse Ärger geben, wenn so ein Kollege nach 14 Stunden auf der Heimfahrt einen Unfall baut.

    Das ist natürlich korrekt, aber come on, im August gibt es IMMER Hitzewochen. Mir fällt kein Jahr meines Berufslebens ein, in dem das jemals anders gewesen wäre.

    Abgesehen davon erwarte ich grundsätzlich immer gerne das Schlimmste und freue mich, wenn es doch anders kommt 😊

    Also bei mir sind im August IMMER Sommerferien. Mir fällt kein Jahr meines Berufslebens ein, in dem das jemals anders gewesen wäre :pfeifen:

    Naja, ich hab den Punkt mit den eigenen Kindern deshalb erwähnt, weil es die genannten statistischen Auffälligkeiten gibt und weil die Kinderlosigkeit eines Lehrers meist Erstaunen und viele Fragezeichen bei den anderen KuK auslöst: "Keine eigenen Kinder? Aber warum denn nicht...? Also wenn man Kinder mag, dann hat man doch meistens..."

    Du hast mich falsch zitiert. Danke, dass du das gleich ausbesserst.

    Der schizophrene Psychologe ist sicher problematisch, einen Menschen mit chaotischer finanzieller Vergangenheit (nicht Gegenwart!) könnte ich mir gut als Schuldnerberater vorstellen. Verständnis für die Entstehung unguter Lebenslagen ist in vielen Bereichen sozialer Arbeit sicher kein Nachteil. Da bedarf es aber eines gerüttelten Maßes an Reflexionsfähigkeit, um sich nicht in schädlicher Weise mit den Klienten zu solidarisieren.

    Auf der anderen Seite - wer kennt ihn nicht, den Mathelehrer, der so gar kein Verständnis hat für die Verständnisprobleme seiner Schüler? Oder den dito Sportlehrer?

    Welche Konsequenzen hat eine Entlassung aus dem Staatsdienstq genau? Nach 14 Jahren Staat?

    Du wirst in der Rentenversicherung nachversichert - immerhin mit den kompletten Beiträgen, also dem, was du insgesamt in deiner Dienstzeit an Beiträgen eingezahlt hättest. Aufgrund des viel niedrigeren Beamtenbruttos kommt da allerdings noch weniger Rente rum als ohnehin schon. Altersgeld gibt es in Bayern nicht.

    Hinter vorgehaltener Hand kann man dir nur raten: Mach Dienst nach Vorschrift und keinen Strich mehr. Mach deine Noten so einfach wie es geht (Exen? Papierverschwendung!). Fahre jegliches außerunterrichtliche Engagement auf null herunter. Bereite das x-te Trallalakonzert nur dann vor, wenn du explizit dazu angewiesen wirst. Sorge aber dafür, dass die Schulleitung sich mit der Veranstaltung blamiert. Sei also spätestens zur Generalprobe krank. Undsoweiter.

    Ärsche muss man arschig behandeln.

    Jedoch habe ich den Eindruck, dass man dadurch kein genaues Bild davon erhält, wie zufrieden Lehrkräfte insgesamt sind.

    Das ist ein bisschen wie bei Google-Rezensionen - die Zufriedenen schreiben eher selten, wie zufrieden sie gerade sind. Dennoch finden sich auch solche Beiträge, z. T. sogar als eigene Threads.

    Meinst du, dass in diesen Bundesländern Schulen des Zweiten Bildungswegs wie WBKs tatsächlich nicht mehr existieren oder dass die entsprechenden Abschlüsse auch (also alternativ) am BK abgelegt werden können?

    In Bayern gibt es meines Wissens überhaupt keine staatlichen Angebote des zweiten Bildungswegs mehr, mit Ausnahme der beiden Studienkollegs (eines als Vorbereitung für den Besuch von Fachhochschulen, eines für Unis). Diese nehmen aber nur ausländische Studienbewerber auf.

    Staatliche Abendgymnasien, Abendrealschulen etc. sind Fehlanzeige. Interessenten müssen auf private Angebote zurückgreifen.

    Korrektur: Es gibt tatsächlich noch zwei staatliche "Kollegs", die organisatorisch wie Abendgymnasien geführt werden, allerdings keinen Abendunterricht anbieten. Städtische/kirchliche/private Angebote sind aber in allen sieben Bezirken vertreten.

    Ich bleibe dabei, dass ich aus dem Text keine andere Haltung herauslese als die Verwunderung des Autors über das Gebaren seines Landsmannes. Aber vielleicht bin ich zu naiv und müsste mich einfach mal unabhängig informieren, was in diesem Land so abgeht. Gleich mal schauen, ob ich bei russia tv oder beim Kopp-Verlag was finde.

    Das wäre einleuchtend, wenn der Artikel aus der üblichen Ecke kommen würde. Inwiefern eine Glosse eines Syrers, die sich mit Eigenheiten seiner Landsleute beschäftigt, die Grenzen des Sagbaren austesten soll, erschließt sich mir nicht.

    Nein, verbeamtet bist du schon jetzt. Und wenn du bis nächstes Jahr nicht plötzlich auffällig viele Fehltage produzierst, wirst du keinen Amtsarzt mehr sehen.

    Es ist übrigens ein Trugschluss, dass durch Nichtverbeamtung Geld gespart würde. Du wärst dann nämlich als Angestellter weiterbeschäftigt und würdest brutto viel mehr kosten als ein Beamter (ohne Berücksichtigung der Pension natürlich, aber hey, das ist doch noch Jahrzehnte weg; man zeige mir die Behörde, die so weit vorausdenkt).

    Für den Rest gilt: Siehe meine Signatur. Nicht alles glauben, was die Berufs-Angstmeier im Lehrerzimmer so verbreiten.

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