Beiträge von fossi74

    Die Frage ist schon dreist, aber durchaus interessant. Eine 6 kannst du in Bayern ohne weiteres ausgleichen, es gibt tatsächlich nicht wie woanders die Bedingung, dass alle Einzelprüfungen bestanden sein müssen. Allerdings kenne ich es so, dass alle vier mündlichen Prüfungen (Pädagogik, Schulrecht und die Fächer) an einem Tag stattfinden. Das wären bei Versäumnis also vier Sechsen, und dann dürfte es haarig werden.

    Ich habe aber schon die Erfahrung gemacht, dass Kollegen, bei denen sich Eltern in irgendeiner Form berechtigter- oder unberechtigterweise "aufgeführt" haben, mit einem anderen Blick auf die Kinder schauen, nicht mehr so unvoreingenommen

    Du schreibst „nicht mehr“ - würdest du solchen Kollegen im Ernst unterstellen, sie seien vorher unvoreingenommenl?

    Und edit: Ist "aufführen" deiner Meinung nach die passende Bezeichnung, wenn Eltern sich zu Recht aufregen? Dann vielen Dank an die Zeugin; keine weiteren Fragen.

    Rechnest du ernsthaft mit einem konstruktiven Ausgang oder eigentlich nur damit, dass sich deine vorher gefasste Meinung bestätigt?

    Letzteres natürlich. Sonst würde ich doch nicht hingehen. Im Ernst: Ja, ich gebe es zu - es macht mir gelegentlich Spaß, den Bayern ein bisschen den Spiegel vorzuhalten: "Oh, unsere Noten sind so exakt, wir können sie auf zwei Dezimalstellen ausrechnen und sehen dann genau, wer der bessere Schüler ist!" Ich vermute stark, dass die Kollegin kein Fitzelchen irgendwelcher Aufzeichnungen vorweisen kann. Klar, das könnte ich auch nicht, wer führt bei einer Abfrage schon Protokoll. Aber in Ordnung ist es nicht. Und deine Haltung, "Jo, hat deine Tochter mal ne 4 heimgebracht, wird sie schon verdient haben, also beschwer dich nicht" bestärkt mich nur in meiner Ansicht.

    Ach so, und: Ja klar mache ich das bei einer Oberstufenschülerin - und nur da. Mittelstufe ist fürs Abi egal, und Tochter will Medizin studieren. Den 1,0er Schnitt gibts nicht für "Ach, hab ich halt mal ne 4."

    Mal so generell gefragt: Konstruktive Beiträge abseits von gelangweiltem Pöbeln sind wohl nicht so deins...

    Ach, hier tauchen immer wieder mal Leute auf, die schon das Maßband zu Hause haben, wo sie jeden Tag bis zur Pensionierung ein Stück abschneiden. Der Tonfall und die Aussagen ähneln sich meist auffallend. Ich würde das nicht überbewerten und bin selbst gespannt, wie ich mal drauf bin, wenn das Ende absehbar ist (no pun intended, ich meine selbstredend das Ende des Berufslebens).

    Doch, es kann schon sein, dass meine Tochter auch mal 6 Punkte heimbringt. Das ist prinzipiell auch kein Problem. Wenn aber nur die Hälfte von dem stimmt, was sie erzählt, und ich davon nur die Hälfte glaube, dann benötigt die Kollegin durchaus mal ein paar Hinweise. Siehe die von mir zitierte Begründung der Note.

    Wieder mal gilt: Dass DU nicht so arbeitest und Du Dir das an DEINER Schule nicht vorstellen kannst, bedeutet leider nicht, dass es solche Zustände nicht gibt.

    Genau das ist der Punkt. Das bayerische Getue, dass die Noten ja so objektiv seien, weil sie so genau berechnet werden, ist halt albern

    Ich weiß nicht mehr, wo ich es mal gelesen habe (vermutlich hier): Das bayerische System gleicht einem Menschen, der ein Zimmer ausmisst, indem er einen Zollstock ausklappt und ihn dreimal hintereinanderlegt, um dann zu verkünden, das Zimmer sei 5,73 lang.

    Dein Punkt mit der leichteren Begründbarkeit ist aber nicht zu bestreiten.

    Wie läuft sowas bei euch denn weiter? Geht das Richtung Beschwerde oder Widerspruch? Ist die Note versetzungsrelevant etc.?

    Um Gottes Willen, nein. Im vorliegenden Fall will ich der Kollegin zwar tatsächlich mal ein bisschen auf den Zahn fühlen (selbst schuld: 6 Punkte begründet man nicht mit "du hast zwar immer richtig, aber ein wenig zögerlich geantwortet"), aber mehr wird nicht passieren. Es geht um eine popelige mündliche Note.

    Und in den anderen Bundesländern sind Noten total objektiv oder was? Ich versteh die Diskussion ehrlich gesagt nicht (und: Nein, ich bin nicht grundsätzlich eine Bayern-Verfechterin, ich bin nicht mal von hier).

    Noten sind grundsätzlich weder objektiv noch sonstwie von großer Aussagekraft. Der Begriff "Scheinobjektivität" trifft es ganz gut.

    bei mir war ein Unterrichtsbesuch für die Verbeamtung nicht so gut

    Da du von einer festen Stelle als Angestellte sprichst, ging es bei dir wohl um die Verbeamtung, nicht um die Probezeit. Das ist nochmal eine andere Sache.

    Dass jemand aufgrund schlechter Leistungen die Probezeit nicht besteht, kommt so gut wie nie vor. Da müssen schon sehr, sehr gravierende Sachen passieren.

    Meine Große hat gestern wieder einmal eine Abfragenote heimgebracht, die ganz offensichtlich gewürfelt war. Ich freue mich schon darauf, in die Sprechstunde der Kollegin zu gehen und um Einsicht ins (sicher vorhandene...) Protokoll der Abfrage zu nehmen.

    Ich empfehle seine Artikelsammlung unter dem Oberbegriff Bavarica im Forumslexikon. Zumindest für das Amusement.

    Ich sehe, die TE hat deinen Rat befolgt.

    Wir haben bei den Noten aber auch einen pädagogischen Spielraum. Wenn ein Kind sich z.B. im Laufe des Jahres verbessert hat ("aufsteigende Tendenz", ggf. mehrere Noten mit +), aber nicht ganz die bessere Gesamt-Note erreicht, sondern z.B. 2,57 (was eigentlich eine Note 3 auf dem Zeugnis wäre; bei uns geht dieser Spielraum bis x,59), kann man gemeinsam mit der Klassenkonferenz beschließen, dass es noch eine Note 2 auf dem Zeugnis bekommen soll. Umgekehrt ("absteigende Tendenz") geht das auch. Also auch hier ist die Nachkommazahl nicht unbedingt immer in Stein gemeißelt.

    Schon gar nicht, wenn man die "mündlichen" Noten etwas, nun, sagen wir: bedarfsorientiert vergibt. So eine zusätzliche Unterrichtsbeitragsnote ist schnell eingetragen und entzieht sich praktisch jeglicher Überprüfung. Sorry, liebe bayerische Kollegen, aber ist doch so.

    es hat offenbar keinen Sinn, jeden einzelnen 'Newsletter' abzubestellen

    Das ist ohnehin eine schlechte Idee, damit bestätigst du nur deine Daten.

    Ansonsten: unbekannte oder unterdrückte Nummern blockieren, neue Mailadresse einrichten - viel mehr bleibt dir wohl nicht übrig.

    Ich habe noch eine Web.de-Adresse, die es seit ca. 1998 gibt und die ich spaßeshalber alle 4 Wochen kontrolliere. Da sind dann jedesmal ca. 1000 Spammails aufgelaufen.

    "Bewährt"? Mehr ist für einen Anfänger in Bayern nicht drin. Was die Formulierungen angeht - naja, Beurteilungen schreiben ist nicht jedermanns Sache. "Feedbackregeln" einhalten auch nicht. Häng dich nicht daran auf; das Ergebnis zählt.

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