Die Schulen waren ja auch meist geschlossen. Selbst in Schweden wurden Schüler ab Klasse 10 per Fernunterricht beschult. Dort hatten 7.5 % der 0 bis 19 jährigen einen positiven Corona-Befund im Antikörpertest, 1% mehr als bei Erwachsenen. Was passiert, wenn die Schulen ohne Anstandsregel voll geöffnet werden, wird man dann im laufenden Betrieb sehen. Das nennt man im Kultusminister-Jargon: "Die Schulöffnung wird durch wissenschaftliche Studien begleitet." Oder auch: Glückwunsch, Sie sind Teil des Experiments.
Beiträge von Eugenia
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In Schleswig Holstein habe ich gerade gehört, hat der Amtsarzt von 780 Risikopatienten nur knapp über 30 anerkannt.
Der Großteil der 780 Lehrer hatte ein Attest vom eigenen Arzt. Hat das auch jemand gehört? Das wäre ja unglaublich.
Mich wundert das auch nicht, aber nicht, weil die Atteste grundsätzlich unberechtigt wären, sondern weil ich hier vor Ort die Vorgehensweise der Amtsärzte kenne. Reha-Maßnahmen müssen sich regelmäßig juristisch erstritten werden, stufenweise Wiedereingliederung wird so gut wie gar nicht mehr gewährt, Facharztgutachten werden in Frage gestellt oder es werden zig Zusatzuntersuchungen gefordert, bei denen die behandelnden Ärzte nur den Kopf schütteln. Man hat dort den Eindruck: Das ist ein Amt und Sie sind im Zweifelsfall im Unrecht. Im Nachbarkreis sieht das ganz anders aus, wesentlich humaner und den Kollegen, die hin müssen, zugewandt.
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"Die Minsterin ist überzeugt, mit diesen zentral liegenden Angeboten den Bedarf und den Anforderungen aller Lehrkräfte gerecht zu werden. Gleichzeitig weist die Ministerin darauf hin, dass die Testzenten Mo-Mi von 9-12 Uhr geöffnet sind. Eine Besuch kann grundsätzlich nur außerhalb der Unterrichtsverpflichtung stattfinden.
Zusätzlich wurde beschlossen, dass zur Kontrolle der Abstandsregeln innerhalb der Schulen sich alle Lehrkräfte zwischen 8 und 13 Uhr an den Schulen einzufinden haben."



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Es wurde bewusst allgemein gehalten, dass es ggf. von jeder Schule / jedem Schulträger entsprechend angepasst werden kann. Man kann z.B. nicht an jeder Schule ein echtes Einbahnstraßensystem errichten. Es gibt Schulträgern, die allen am Schulleben Beteiligten Mund-Nasen-Schutze gratis zur Verfügung gestellt haben, andere nicht (ggf. gegen eine Kostenbeteiligung).
Beim Einbahnsystem sehe ich das ja noch ein. Aber das Thema Mund-Nase-Schutz gratis oder nicht ist für mich indiskutabel und sollte auch nicht jedem Schulträger überlassen bleiben. Wir haben kurz vor den Ferien z.B. FFP2-Masken bekommen, 5 km weiter die Kollegen (anderer Schulträger) schauten in die Röhre.
Im Rahmenplan steht: " Personen, die mit dem Corona-Virus infiziert sind oder entsprechende Symptome zeigen, dürfen die Einrichtung nicht betreten. Bei Auftreten entsprechender Symptome während der Unterrichtszeit sind die betreffenden Schülerinnen und Schüler zu isolieren." aber das Thema Kinder mit Erkältungssymptomen im Unterricht ist ja in einigen Bundesländern schon wieder gekippt oder verwässert.
Und auch wenn das Ganze natürlich keine Detailregelungen für jede örtliche Gegegebenheit liefern kann - Lüften und Seife ist für mich definitiv zu wenig als Pandemieplan. Dafür braucht es keine Sitzungen der Kultusminister aller Bundesländer.
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Neun nichtssagenden, teils widersprüchliche Seiten ohne jedes echte Konzept. Und das nach 5 Monaten Coronakrise. Was für ein Armutszeugnis. Und die Medien berichten vollmundig vom Hygieneplan.
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https://www.kmk.org/fileadmin/Date…emassnahmen.pdf
Rahmenkonzept der Kultusministerkonferenz.
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Ich nicht, aber meine Nachbarin. Die meinte, "geringes Risiko" bei Risiko-Begegnung würde eventuell darauf hindeuten, dass die Begegnung nicht die besagten 15 Minuten dauerte.
Hier steht was dazu: https://www.swrfernsehen.de/marktcheck/cor…egnung-100.html
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http://www.news4teachers.de/2020/07/keine-…iche-grundlage-
Zu den Studien, auf die die Kultusminister sich oft berufen.
Das ist die Originalseite des RKI dazu: https://www.rki.de/DE/Content/Inf…776792bodyText5
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Und die Tatsache, dass hier ein Thema im Forum als Missstand angesprochen wird, bedeutet automatisch, dass man sich nur hinsetzt und klagt und sonst nichts macht? Ich habe nicht geschrieben „Die machen nix“, ich habe geschrieben, dass das für mich kein wirklicher Arbeitsschutz ist. Und wir haben es als Kollegen so behördlich kritisiert. Und die Gewerkschaften ebenfalls. Und noch mal: ich finde den Ton, der hier angeschlagen wird, mehr als grenzwertig.
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Klar gibt es Arbeitsschutzvorschriften bei Lehrern. Kann man auf der Seite der Kultusminister nachlesen, unterscheidet sich teilweise vom betrieblichen Arbeitsschutz und ist föderal geregelt und in Corona-Zeiten in permanentem Wandel durch neue Hygienepläne und Vorgaben. Aber das Kultusministerium Hessen macht es sich bei Masken z.B. sehr einfach: Lehrer sollen FFP2 Masken bekommen, man erklärt, dass eine "große Lieferung" unterwegs sei, aber die Rahmenbedingungen sind gar nicht so, dass man Regeln, die sonst für Menschen gelten, die solche Masken länger tragen müssen, auch umsetzen kann. Das gaukelt etwas vor, das es in der Realität nicht gibt.
Betriebliches Arbeitsschutzgesetz: 1,5 m Abstand muss gewahrt werden, sonst alternative Schutzmaßnahmen wie Plexiglas oder Masken.
Lehrer: 1,5 m Abstand wird aufgehoben. Kein Plexiglas. Masken werden gestellt (fragt sich wie viele). Aber die kann keiner 6 Stunden am Stück aufhaben - und soll es aus gesundheitlichen Gründen auch nicht, deshalb gibt es solche Vorschriften in anderen Bereichen.
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Wieso schreibst Du das hier ins Forum? Geh zu Deiner Schulleitung bzw. notfalls zur zuständigen Behörde, die den Arbeitsschutz bei euch regelt, und sag das denen. Natürlich gilt das Arbeitsschutzgesetz auch für Lehrpersonen. Dein Stundenplan muss dann eben so aussehen, dass es Dir möglich ist, die 30 min Pause jeweils einzuhalten. Du darfst dann aber nicht heulen, wenn der hässlich wird

Wollsocken, ich schreibe das hier ins Forum, weil ich dazu genau dasselbe Recht habe wie du, der du deine Meinung sehr ausführlich darlegst. Dazu ist dieses Forum nämlich da. Sonst könnten wir dichtmachen und sagen: Wende euch bitte an die Behörden. Was ich übrigens auch tue.
Zu den 1.5 m Abstand: Hast Du das ausgemessen oder ist es nur Deine Vermutung, dass es bei euch Räume gibt, in denen das nicht einzuhalten ist? Wir haben alle unsere Räume ausgemessen und es gibt tatsächlich ein paar wenige, die aus genau diesem Grund nicht mehr genutzt werden können. Ist dann auch keine Sache hier fürs Forum, das musst Du als offizielle Beschwerde an die zuständigen Personen bzw. die zuständige Behörde richten.
Ich finde den Ton, den du hier anschlägst, unterirdisch. Aber zur sachlichen Info: Ich stehe da nicht mit dem Maßband, aber wenn zwischen mir und Reihe 1 nur eine Armlänge Abstand ist (und mein Arm keine 1,5 m hat), erklärt sich die Sache von selbst. Altbau. Sanierungsbedürftig. Nebenbei finde ich es unterirdisch, hier quasi den Mund verboten zu bekommen, weil meine sachlichen Angaben Wollsocken irgendwie nicht in den Kram passen.
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Hier ist es noch etwas genauer:
"Bei filtrierender Halbmaske (FFP2-Maske) ohne Ausatemventil beträgt arbeitsrechtlich die zulässige Tragezeit:
- Max. 75 Min am Stück
- dann mindestens 30 Minuten Erholungszeit für den Mitarbeiter
- Wiederholungsmöglichkeit: maximal 5 X pro Tag"
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In diesem Zusammenhang (dauernd FFP2 Maske tragen) ganz interessant: https://www.bgw-online.de/SharedDocs/FAQ…%2030%20Minuten.
Es gibt ein Atemschutzgesetz, das vorsieht, dass man maximal 75 Minuten am Stück eine Maske ohne Ausatemfilter trägt und dann mindestens 30 Minuten pausiert. Irgendwie läuft es bei Lehrern doch wieder hinaus auf: "Ist dann dein Pech, wenn du ein Risiko siehst. Schau, wo du bleibst." Arbeitsschutz bei Lehrern scheint es offenbar nicht wirklich zu geben.
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Dafür gilt ja weiterhin das Einhalten des Abstands zwischen Lehrperson und SuS, was ja gerade bei den älteren SuS kein Problem sein dürfte.
Bei uns ist das durchaus ein Problem in vielen Räumen, wir haben Oberstufenkurse mit Kursgröße teils über 25 und Räume, in denen nicht mal zur ersten Reihe 1,5 m Abstand ist. Und die 1,5 m Abstand bringen in dicht belegten Räumen mit entsprechenden Aerosolen auch nichts mehr. D.h. permanenter Durchzug oder Nonstop FFP2 Maske für den Lehrer, 25 Wochenstunden und in den Pausen und im Lehrerzimmer.
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Siehe weiter oben: man geht hin zu möglichst geschlossenen, nachvollziehbaren Gruppen. Deshalb ist der Klassenraum okay. Auf dem Schulhof und im Gebäude besteht die Gefahr, dass die Gruppen sich mischen. Deshalb da MNS.
kl. gr. frosch
In Hessen nicht im Gymnasium. Es findet ab August laut Kultusministerium Unterricht in voller Klassen- und Kursstärke statt. Da kann man nur sehr bedingt nachvollziehbare Gruppen bilden, schon in der Mittelstufe, geschweige denn in der Oberstufe. Und Gruppen auseinanderhalten geht bei Schulen mit über 1000 Schülern auch nicht, v.a. wenn ich an unsere überfüllten Gänge und Pausenbereiche im engen Gebäude denke. Da mischt sich irgendwann alles. Viele Kollegen mit voller Stelle unterrichten über 200 Schüler in der Woche, gehen von Raum zu Raum. Oder machen zusätzlich Vertretung in anderen Klassen, wenn Kollegen ausfallen. D.h. neue Kontakte. Wir wissen jetzt schon, dass ein Teil unserer Räume wegen fehlender ausreichender Lüftungsmöglichkeit ausfallen werden.
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Noch abgedrehter finde ich die Alternative, die das Kultusministerium vorschlägt: Das Kind wird telefonisch zugeschaltet und auf der Grundlage dann auch bewertet. Hänge ich dann dauernd am Handy? Und wenn ja an welchem Handy? Das sind alles solche Schnellschüsse, Eltern denken dann: Toll, dass das möglich ist. Und wenn es nicht klappt, wird wieder den Schulen die Schuld zugeschoben.
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Hessen ab Sommer: Im Klassenraum kein Mundschutz, volle Klassenstärken. Auf dem Hof: Mundschutzpflicht.
Wir fragen uns aber echt wie es im Herbst werden soll. Ich habe z.B. 2 Kinder deren Mütter zur Risikogruppe gehören. Die zwei sind zur Zeit nur an der Schule, weil wir sehr geringe Infektionszahlen im Kreis haben. Die Mütter sind sehr ratlos und machen sich Sorgen. Bis zur Schulöffnung hatten die Familien nur sehr eingeschränkt Kontakt nach außen. Die Kinder (dann 2. Klasse) können eigentlich schlecht das halbe Schuljahr zuhause bleiben...
Das frage ich mich auch. Ich habe mehrere Schüler mit Vorerkrankungen, die bisher (Gymnasium, kleine Teilgruppen, Abstand) in die Schule gegangen sind, zwar nicht ohne Bedenken, aber die Kinder waren dabei. Das neue Modell ab Sommer (aufmachen und sehen, was passiert) drängt diese Kinder schlicht und ergreifend raus. Unser Kultusminister verspricht Eltern vollmundig Übertragung des Unterrichts über Stream und Telefon, das wird aber in vielen Schulen schon technisch nicht klappen. Ich befürchte: Inklusion gescheitert, jeder muss sehen, wo er bleibt.
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Ja, die billigen Stoffdinger schon, FFP2-;Masken aber nicht, nicht umsonst sind sie an vielen Orten verboten, denn die bringen nur dem Träger was, ist der schon infiziert, dann ist es eh egal.
Das stimmt so nicht. Es gibt FFP2 Masken mit und ohne Ausatmungsventil. Ohne schützt Träger und andere, mit Ventil nur den Träger.
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Bei uns in Hessen steht das jetzt auch an. Referendare, die fertig werden, sollen für Grundschulen gewonnen werden. Bei uns am Gymnasium hat das eine Referendarin auch gemacht, durchläuft wohl eine Zusatzqualifikation seit einem Jahr und fühlt sich an der Grundschule sehr wohl. Außerdem sollen im Notfall Gymnasiallehrer an Grundschulen zwangsabgeordnet werden und die fehlenden Stellen am Gymnasium ersetzt. Ich frage mich nur: mit wem?!
Ich kenne viele Kollegen, die einer Abordnung an die Grundschule nicht aus Dünkel ablehnend gegenüberstehen, sondern weil sie wissen, dass man als Gymnasiallehrer nicht mal eben so einfach Kompetenz für das Lehramt an Grundschulen hat.
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