Beiträge von Kathie

    Natürlich brauchen einen die Kinder in der ersten Dekade, und auch später noch, aber nicht immer als Vollzeit-Daheimbleibe-Elternteil. Sie können durchaus einige oder viele Stunden in den Kindergarten gehen, und ab Grundschulalter dann (meiner Meinung nach) auch in eine Nachmittagsbetreuung. So schlecht, wie es hier klingt, sind die Betreuungen, die ich kenne, nicht. Und man ist ja trotzdem nachmittags ab einer gewissen Uhrzeit für die Kinder da.

    Aber: Bleibt jedem selbst überlassen (wenns finanziell drin ist. Manche bzw viele Familien haben die Wahl ja gar nicht, weil ein Gehalt nicht ausreicht). Man sollte sich halt definitiv vorher bewusst sein, dass man finanzielle Einbußen hat, wenn man jahrelang zuhause bleibt. Die ersten Jahre verstehe ich, aber irgendwann sind die Kinder größer und man kann wieder arbeiten gehen, also finde ich. Es ist ja alles Ansichtssache, und Familien sind verschieden, muss am Ende natürlich jeder selbst wissen.

    Ja. Wer zum Beispiel in der Realschule einen Zweig ohne Französisch wählt, kann danach zwar auf die FOS gehen und seine Fachhochschulreife oder fachgebundene Hochschulreife machen. Für die allgemeine Hochschulreife braucht man aber eine zweite Fremdsprache, die man nachlernen muss. Man hat dafür Zeit (kann da auch irgendwelche Nachweise nachreichen und die fachgebundene Hochschulreife wird dann umgeschrieben, wenn ich richtig informiert bin), aber man braucht sie eben.

    Also das Schulsystem ist durchlässig, auch nach oben, aber es ist eben für Kinder, die gerne und gut lernen, auf direktem Weg einfacher. Für Kinder, die sich etwas schwer tun, ist der "Serpentinenweg" besser, weil es immer wieder erworbene Abschlüsse als Sicherheitsnetz gibt und man aussteigen kann, wenns nicht weitergeht. Nicht jeder wird das allgemeine Abitur schaffen, das ist einfach Fakt. ist aber auch nicht schlimm, wenn man mal ehrlich ist. Es gibt viele gute Berufe ohne Abitur - und viele Studenten, die ihr Abi haben, ihr Leben aber nicht auf die Reihe bekommen.

    Mich würde interessieren, ob man als Mann nicht dieselben Nachteile erfährt, wenn man 15 Jahre nicht in Job/Teilzeit war, wie eine Frau.

    Denke mal schon.

    Dass man die Möglichkeit hat, daheim bei den Kindern zu bleiben die ersten Jahre, oder Teilzeit zu arbeiten, sehe ich als Privileg. Das ist ja nicht in jedem Land so.

    Ob man sich als daheim bleibender Elternteil (w/m) dann die Zukunft schwer macht oder nicht, liegt schon auch an der Planung. Spart man währenddesen etwas an? Zahlt man freiwillig irgendwo ein? Oder verschließt man die Augen vor diesen finanziellen Fragen?

    Wer 15 Jahre nicht arbeitet, hat eben 15 Jahre ein lockereres Leben als jemand, der 15 Jahre Vollzeit macht. Und keiner kann mir erzählen, dass die Kinder einen sooo dringend brauchen, bis sie 10 Jahre alt sind. Selbstverständlich ist es schön, wenn immer jemand daheim ist, aber es ginge eben auch anders. Und dann muss man sich im Klaren sein, dass man diese Freiheit eben auch bezahlt mit niedrigerer Rente. Und wenn das das Familienmodell ist, das gelebt werden soll, muss man entweder mit dem arbeitenden Elternteil (m/w) vorher reden, was im Fall der Fälle wäre, oder man hat ggf. ein Problem. Aber das kommt dann eigentlich nicht überraschend.

    Ich habe gerade eben durch Zufall entdeckt, dass BR24 einen Artikel zum Thema "Warum das Gymnasium bei Eltern so einen hohen Stellenwert hat" gefunden:

    https://www.br.de/nachrichten/ba…ert-hat,UlFgGwV.

    Viele bekannte Argumente, aber auch interessant, dass es noch gar nicht so lange her ist, dass die Mittelschule in Bayern die beliebteste Schulform war.

    Die Mittelschule war in Bayern gefühlt noch nie die beliebteste Schulart. Als ich Schülern war, gab es sie noch nicht, damals hieß das Hauptschule. Schon damals wollte "man" lieber aufs Gymnasium. Im Text steht, dass sie bis zur Jahrtausendwende am meisten besucht war, was ja nicht heißt, dass sie die beliebteste Schule war.

    Wer sich in einem Zeckenrisikogebiet nicht gegen FSME impfen lässt, ist meiner Meinung nach entweder schlecht informiert oder handelt unverantwortlich. FSME wird beim Biss übertragen, im Gegensatz zu Borreliose, da hat man in der Regel einige Stunden Zeit, die zecke zu entdecken und zu entfernen, bis der Erreger übertragen wird.

    Und auch weiterhin sind weder die beiden Lehrkräfte noch die Schule wegen nicht passender Rahmenbedingungen verurteilt worden, sondern die beiden Lehrkräfte wegen Beurteilungsfehlern während der Durchführung des Schwimmunterrichtes.

    Aus diesem Urteil lassen sich keine Anforderungen an andere Rahmenbedingungen ableiten, da die Rahmenbedingungen nicht das Problem waren.

    Wir führen jetzt hier eine Diskussion, die vergleichbar damit ist, dass der ÖPNV seinen Betrieb einstellen würde, wenn ein Busfahrer für die Verursachung eines Unfalls verurteilt worden wäre, weil er bei rot über die Ampel gefahren ist.

    Die Rahmenbedingungen trugen aber vermutlich dazu bei, dass das Kind ertrunken ist. Hätte es einen engeren Betreuungsschlüssel gegeben, hätten sie vermutlich besser auf die Kinder achten können. Warum wohl ist der Schlüssel bei öffentlichen Schwimmkursen so klein?

    Die Lehrkräfte haben ja die Vorgaben erfüllt, und dennoch sind sie verurteilt worden (Ich las zumindest nirgends, dass sie verurteilt wurden, weil sie abgelenkt waren, am Handy daddelten, sich einen Kaffee holen gingen).

    Ok Danke. Viele Ideen, viele Ansätze. Dass das so nichts wird, stimmt leider.

    Das mit dem Kompatibilitätsproblem könnte sein.

    Wir haben übrigens schon vorher auch ein Backup gemacht. Und der neue Computer lief mit allen Funktionen, bevor wir den alten weg haben, ich habe bloß nicht jedes Arbeitsblatt überprüft. Abgesehen davon war der Übergang recht smooth... naja, vielleicht kann man mit dem Backup jetzt irgendwas anfangen, ich werde mal schauen, wann wir dafür Zeit haben.

    NAS etc ist hier auch alles vorhanden.

    Auf MS Word habe ich bestanden, weil ich darin eingearbeitet bin, aber auch da habe ich (von meinem Mann, oft) schon gehört, dass ich über einen Wechsel nachdenken sollte.

    Ich wage zu behaupten, für A15 würden auch nicht mehr Leute den Job machen. Gerade in der Mittelschule wäre wichtig, dass Lehrkräfte schnell und nachhaltig eingreifen können dürfen, wenn die Unterrichtssituation zu eskalieren droht. Da sind aktuell die bürokratischen Hürden viel zu hoch.

    Das lese ich auch häufig, meist von Gymnasiallehrern, die sowieso A14 aufwärts verdienen.

    Wobei ich dir zustimme, dass die Belastung auch anderweitig reduziert werden müsste, nicht (nur) durch finanzielle Anreize.

    Ich habe nicht geschrieben, dass Lehrkräften ihre Besoldung egal ist, aber dass sie damit im Vergleich zu anderen Berufsgruppen schon sehr gut verdienen. Es gibt nur wenige Arbeitsbereiche, in denen man ohne Führungsposition oder Tätigkeit in der öffentlichkeitswirksamen Unterhaltung (Model/Musiker/Fußballer/Schauspieler o.ä.) auf Anhieb ähnlich gut verdient.

    Ich möchte darauf hinweisen, dass die Gehälter von Lehrkräften stark variieren, von A12 bis etwa A14 oder höher.

    Die Unkündbarkeit eines Beamten ist doch der eigentliche Hauptvorteil ggü Angestellten, und der dürfte vom Thema Pension/Rente unabhängig sein.

    Der Hauptvorteil ist die Unkündbarkeit und die Pension.

    Ich plane mein Leben auf die Pension ausgerichtet. Hätte ich gewusst, dass ich am Ende eine Rente bekomme, die natürlich niedriger ausfällt, hätte ich vermutlich ganz anders vorgesorgt. Man kann doch nicht den jetzigen Beamten plötzlich die Pension "wegnehmen" und durch eine erheblich niedrigere Rente ersetzen, wo man dann ggf. nur noch ein paar Jahre Zeit hat, irgendwas anzusparen, damit es am Ende reicht.

    Wenn man von Beginn an weiß, auf was man sich einlässt, okay. Aber nach 20 Berufsjahren?

    Von daher kann ich mir auch nicht vorstellen, dass das so durchgeht. Und einzahlen ohne etwas rauszubekommen - macht auch wenig Sinn. Und wenn man einzahlt, muss der Arbeitgeber ja auch einzahlen... Das kostet auch. Bin gespannt.

    Der PC ist weg, ja.

    In meiner Schriftsammlung jetzt hier am Mac wird Bayerndruck auch angezeigt, habe ich vorhin festgestellt - in Word erscheint es jedoch komischerweise nicht als verfügbare Schrift, und wie gesagt, die Schriften in den falsch angezeigten Arbeitsblättern zu ändern hat mich bis jetzt auch nicht weitergebracht. Bisschen doof alles.

    Hallo,

    ich habe einige Jahre lang meine ganzen Arbeitsblätter in der Schriftart Bayerndruck (nicht Druckschrift Bayern!) erstellt. Nach einem Wechsel auf den Mac ist diese Schriftart irgendwie verloren gegangen. Ich habe nun all meine Arbeitsblätter hier und sehe beim Öffnen nur wirre Zeichen. Auch das Ändern in andere Schriftarten resultiert in Zeichen.

    Ich kann die Schriftart im Internet nicht finden.

    Hat sie zufälligerweise jemand und kann sie mir schicken? Es nervt mich sehr, dass ich so quasi keinen Zugriff auf meine ganzen Sachen mehr habe.

    Nein, es muss keine Leidenschaft sein - aber zumindest wirkliches Interesse. Und wenn das nicht spürbar ist (und offenkundig auch nicht besteht), dann bekommen die SuS halt bei mir, bzw. mit mir ein Problem.

    Ich finde ja nicht, dass Interesse unbedingt spürbar sein muss, Hauptsache, die Schüler machen Ihre Aufgaben und erreichen die geforderten Kompetenzen, das Wissen, etc pp., was halt bei euch im Lehrplan steht.

    Und ja, ich finde auch, dass man keinem das Abi schenken sollte, und dass nicht alle ein Abi brauchen. Aber wenn es bei euch an der Schule zwei Leistungskurse gibt im gleichen Fach, die ganz unterschiedliche Bewertungsmaßstäbe anlegen, dann ist das ungut. Und du wirst wohl damit leben müssen, dass die Schüler dich streng finden und sich vielleicht in den anderen Leistungskurs wünschen. Am besten wäre es halt schon, ihr würdet gemeinsame Maßstäbe festlegen und annähernd gleich bewerten.

    Insgesamt ist es auch sicher so, dass ich in BWL wesentlich höhere Ansprüche an die SuS stelle als in meinem anderen Fach (Deutsch) - das hängt aber auch damit zusammen, dass ich BWL tatsächlich als Leidenschaft bezeichnen würde und so überhaupt kein Verständnis dafür aufbringen, wenn das jetzt jemanden nicht interessiert, aber natürlich trotzdem BWL im Leistungskurs gewählt hat.

    Das empfinde ich als schwierig.

    Ich bin allerdings keine Sek 2 Lehrerin. Aber in einem Fach bewusst strengere Maßstäbe anzulegen, weil das Fach meine Leidenschaft ist, da fehlt mir so ein bisschen der gesunde Abstand bzw. die Professionalität.

    Aber generell ist es für die Schüler natürlich schon ein Problem, wenn in unterschiedlichen Leistungskursen auch komplett unterschiedlich streng bewertet wird.

    Du schreibst ja in diesem Thread ziemlich häufig darüber, dass dein Kurs klein ist, weil du streng bist und aussiebst, während der andere Kurs fast doppelt so groß ist, weil den Schülern angeblich Noten geschenkt oder oft ein Auge zugedrückt wird. Dass das unter den Schülern vielleicht so wahrgenommen wird - das mag auch unbegründet so sein. Aber du bestätigst das ja. Und dann ist es kein reines Schülergefühl mehr, sondern Tatsache, und dann kann da natürlich ein Gefühl der Ungerechtigkeit entstehen und man mag die Lehrkraft lieber, die einen nicht ganz so streng bewertet.

    Es hat sich wohl noch kein Jugendlicher dafür bedankt, aus dem Leistungskurs herausgesiebt zu werden, weil er zu schlecht war. Du merkst, ich schreibe aus Schülersicht und versuche den Perspektivenwechsel.

    Ich kann nicht mehr machen.

    Das stimmt, und da möchte ich dir auch den Rücken stärken. Lass es jetzt sein, du hast die Thematik angesprochen und somit deinen Part erfüllt.

    Du kannst zwar deine Meinung abgeben, aber du kannst die Entscheidung den Eltern nicht abnehmen.

    Was du auch nicht leisten kannst, ist, jede Woche stundenlang unbezahlte Nachhilfe zu geben, es ist auch unfair, es von dir zu verlangen.

    Ich beobachte oft, dass die Eltern entgegen der Beratung doch die Entscheidung fürs Gymnasium treffen. Auf mich hört man im Bekanntenkreis auch nicht gerne, wenn es um sowas geht, und ich bin schon jahrelang Lehrerin und habe viel Erfahrung ;-). Dann lass sie das Kind am Gymnasium anmelden und man wird sehen, ob es klappt. Ich vermute, das Kind wird nach der 5. oder spätestens 6. wieder abgehen (die zweite Fremdsprache ist oft ein K.o.-Schlag), aber wer weiß. Vielleicht klappt es ja auch.

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