Darum geht es doch seit 8 Seiten. Der Vergleich unter den Kids ist das Problem, alle in ein Zimmer setzen reicht nicht.
Und nein, Förderschüler fühlen sich nicht gut, nur weil sie in der Sondereinrichtung sitzen. Erstens ist auch dort eine riesen Leistungsspanne und zweitens sind sie nicht doof, sie wissen zu gut, wo sie sich befinden und wie sie in der Gesellschaft gesehen werden. Wer irgend kann wechselt, um im Zeugnis nicht das Wort "Förderschule" zu haben.
Ja, ich verstehe schon, dass ein Mittelschulzeugnis natürlich angesehener ist als ein Förderschulzeugnis. Und dass starke Förderschüler alles tun werden, um auf die Mittelschule zu kommen. So wie starke Mittelschüler auf die Realschule wechseln wollen und die besten Realschüler gern aufs Gymnasium. Ist ja logisch und gut so.
Aber ich dachte, hier ginge es auch um lernbehinderte Kinder, die am Gymnsaium mitbeschult werden, und bei denen wirklich ganz klar ist, dass sie den Abschluss nie schaffen werden. Und auch da steht im Zeugnis ein Vermerk, aus welchem Grund die Noten ausgesetzt wurden, dass nach Förderplan unterrichtet wurde oder ähnliches. Ist so ein Zeugnis für die Schüler dann tatsächlich besser als ein Förderschulzeugnis? Nur weil "Gymnasium" im Zeugniskopf steht? Der Schüler ist nicht dumm und wird wohl genau merken, dass er anders behandelt wird als seine Mitschüler - besonders, wenn die Schere zu groß ist!
Klar ist auch in der Förderschule nicht jeder Schüler gleich, aber wohl doch auf ähnlicherem Niveau als das Down-Syndrom Kind verglichen mit Gymnasiasten.
Und immer wieder wird gesagt: Es gibt für unsere Schüler kaum Berufsaussichten. Mag sein, und natürlich wird dann die Motivation geringer - das hat aber nichts mit Inklusion oder keiner Inklusion zu tun.