Das hat mit Lerchen und Eulen nicht viel zu tun, sondern vielmehr damit, dass unsere ganze Arbeitswelt darauf ausgerichtet ist, dass sie eben schon ab 7 Uhr morgens beginnt und nicht erst ab 11. Danach sollte man an ARBEITStagen auch als erwachsener Beamter (bzw. Angestellter) in der Lage sein sich zu richten.
Hypothetischer Fall, aber: Wenn ich an einem Tag der Woche später Schule habe, dann schlafe ich, so lange es geht. Es ist schon schlimm genug, ohne Gleitzeit jeden Tag pünktlich frühmorgens im Klassenzimmer zu stehen. Mir würde nicht im Traum einfallen, an dem einzigen Spät-Tag, den ich habe, um 7 Uhr aufzustehen und zu prüfen, ob ich in drei Stunden arbeitsfähig bin.
Was spricht dagegen, in dieser Mehrzahl der Fälle, die uns als Erwachsene betreffen, dann halt direkt wenn man es merkt in der Nacht die Mail mit der Krankmeldung abzusenden oder eben in dem Fall sich ausnahmsweise (und zähneknirschend) den Wecker früher zu stellen für eine telefonische Benachrichtigung am Morgen, damit das Stundenplanungsteam (das ja auch noch Unterricht hat und nicht den ganzen Vormittag über im Stundenplanungszimmer sitzen kann) frühzeitig planen kann?
Gegen Anrufe zu einer bestimmten Zeit kann zum Beispiel sprechen, dass wenn man die ganze Nacht mit einem kotzenden Kind wach war und das dann endlich neben / mit einem eingeschlafen ist, man nicht um 7 Uhr den Wecker stellen mag. Zähneknirschen würde man es in dem Fall natürlich tun, es war ja absehbar, dass man nicht kommen kann (im Gegensatz zu dem Fall oben, wo verlangt wird, dass man jeden Tag um 7 wach sein muss). Aber hier wäre eine Krankmeldung per Mail doch so viel besser, die könnte auch nachts um 4 erfolgen!