Beiträge von Kathie

    Kinder brauchen und wollen Verlässlichkeit und Regeln, dieser Rahmen gibt ihnen Sicherheit und Halt.

    Bezüglich der "Stöhner" gehe ich oft so vor: "Du kannst jetzt stöhnen, aber wir machen es trotzdem, es ist im Moment ganz egal, was du davon hältst." Fertig das Thema, weiter gehts. Man muss nicht alles ausdiskutieren. Ausnahmen lasse ich gelten, wenn sie nötig sind, aber sicher nicht auf diese Weise. Die Kinder merken dann ziemlich schnell, dass sie mit dem Stöhnen nicht weiterkommen, da sie es erstens trotzdem machen müssen und es mich zweitens nicht sonderlich tangiert (wenn es eine Masche ist - was ich, meine ich, recht gut einschätzen kann.)

    Hat jemand wirklich ein Problem, dann bin ich die Letzte, die nicht drauf eingeht, aber die Stöhner um des lieben Stöhnens Willen, die kommen bei mir nicht weit.

    Die Lehrerin hat eigentlich recht klar kommuniziert was ihr missfällt, aber am Ende hatten die Schüler es ausgenutzt und sie hat sich nicht mal mehr getraut Hausaufgaben zu bekommen, weil sie nur Schimpfwörter an den Kopf bekommen hat. Ich habe Angst, dass es dann in eine falsche Richtung ausufert.

    Du solltest (und brauchst) in der Grundschule, es handelt sich ja um Klasse 2/3, keine Angst vor den Kindern haben. Führ dir vor Augen, dass das alles wirklich noch kleine Kinder sind. Wenn man aus Angst vor Schimpfwörtern sich nicht mehr traut, Hausaufgaben aufzugeben, dann läuft etwas schief.

    Meist mögen die Kinder Lehrer, die klar kommunizieren, gerecht sind, für Ruhe im Unterricht sorgen und sie mit ihrem Problemen zwar ernst nehmen, aber trotzdem konsequent und vorhersehbar handeln. Also konzentriere dich darauf, dass der Unterricht läuft, dazu hast du schon viele Tipps bekommen, und versuche nicht, die Kinder durch tolle Methoden und Wunder-was-weiß-ich für Ideen dazu zu bringen, dich zu mögen.

    Vermutlich werden sie dich mögen, wenn der Laden läuft! Solange keiner Angst vor dir hat und solange alle Kinder in deinem Unterricht gut lernen können, ist es aber eigentlich egal.

    Mein Mann ist zwar schlechter ausgebildet, aber deshalb noch lange nicht ungebildeter. Wir führen ganz normale Unterhaltungen und haben viele gemeinsame Interessen.

    Ich finde auch, dass zwischen schlechter ausgebildet und ungebildeter ein Riesenunterschied ist.

    Mein Mann arbeitet in einem komplett anderen Berufsfeld als ich, ich persönlich wäre ungern mit einem Lehrer verheiratet, ich bin froh über die Geschichten von außerhalb der Bubble Schule, die gerade deshalb in unseren Haushalt kommen, weil wir tagsüber ganz unterschiedliche Erfahrungen machen. Hätte ich mich damals aber in einen Lehrer verliebt, hätte ich sicher den geheiratet.

    Es geht hier im Thread sehr in die Richtung, was der perfekte Partner alles für Eigenschaften erfüllen muss - dass da Verliebtsein und Liebe im Spiel ist bzw. die Hauptrolle spielt, das lese ich bei einigen überhaupt nicht raus, was mich wundert.

    Die Beleuchtung braucht es aber schon, wenn es in der Früh noch dunkel ist, was es vor den Herbstferien, also vor der Zeitumstellung, mit Sicherheit war.

    Mein Aufreger: Ich stehe als Autofahrer rechts abbiegen wollend an der grünen Ampel und achte auf Radfahrer, die geradeaus am Radweg angeradelt kommen und so natürlich Vorfahrt haben, und werde dabei regelmäßig angehupt von irgendwelchen - sorry - Deppen im Auto hinter mir.

    Ah ok. Danke für die Erhellung, CDL. So genau habe ich die Lebensgeschichten der Foristen hier nicht im Kopf.

    Meine Vermutung war auch nicht ganz ernst gemeint. ;) Es war eher eine Suche nach Erklärung für dieses ständig wiederkehrende Thema der "nach oben" heiratenden Frauen und ihren Teilzeitlifestyle.

    Mich würde das auch sehr interessieren.

    Nach all dem Rumgehacke auf "nach oben" heiratende Frauen und auf Lehrerinnen, die Teilzeit arbeiten und ihrem Mann das Geld heimbringen lassen, wäre eine andere Vermutung, dass seine Frau Grundschullehrerin mit unterhälftiger Teilzeit ist ;-). Also state-of-trance, bitte erhelle uns!

    Und dann noch mehr Butter bei die Fische: Kommst du vom Dorf?

    Ich unterrichte schon sehr lange in 1/2 und kann es mir nicht vorstellen, dass die Kinder beide Schriften gleichzeitig lernen.

    Ich glaube auch nicht, dass es zu einem besseren Schriftbild führt - eher im Gegenteil. Wenn die Kinder motorisch noch nicht so weit sind, wie sollen sie dann eine saubere verbundene Schrift lernen? Zu Beginn der 1. Klasse geht es doch erstmal um die unverkrampfte Stifthaltung, um die Einhaltung des Zeilenraums etc. Wenn die Kinder dann feinmotorisch so weit sind und die Druckschrift ordentlich schreiben können, dann ist es vermutlich einfacher für sie, die verbundene Schrift zu lernen, zumal sie dann die Buchstaben schon kennen. Führt man Druck- und Schreibschrift gleichzeitig ein, müssen die Kinder sich gleichzeitig vier Buchstaben merken.

    Hier wird die verbundene Schrift frühestens am Ende der 1. Klasse eingeführt, meist in der 2. Klasse.

    Solltest du das wirklich jetzt beginnen, dann wäre ich sehr interessiert daran, wie es läuft, und ob auch die schwächeren Kinder das schaffen. Gibst du dann in ein paar Monaten mal Bescheid? Danke :)

    Bei Kollegen stimmt ich dir zu. Man kommt gesund aus den Ferien und steckt sich dann im Laufe der Wochen bei den hustenden und schniefenden Kindern an. Dieses Jahr ist es erstmalig seit Beginn der Coronapandemie wieder wie vorher, nämlich dass keiner Maske trägt und viele stark erkältet zur Schule kommen.

    Ich lese hier staunend mit.

    Dieses "nach oben" heiraten, was angeblich Frauen wollen, kenne ich aus meinem Umfeld nicht. Auch die Geschichte, dass man als Lehrer erstmal handwerklich tätig werden muss und danach mit seiner Frau Tauchgänge auf der Karibik bucht, und die dann ganz erstaunt ist, dass man als Lehrer anpacken kann und kein Langweiler ist - Hilfe. Das sind ja Vorurteile, die da herrschen, sowas hatte ich nicht erwartet.

    Es ist bei uns kein Thema, wer nach oben oder nach unten heiratet. Es sind Akademiker mit nicht-Akademikern verheiratet, Lehrerinnen mit Polizisten, Lehrer mit Steuerberaterinnen, alles gemischt. Viele davon haben sich kennen gelernt, als wir noch so jung waren, dass man nicht wusste, wohin der Weg führt. Man hat aus Liebe geheiratet und es war kein Thema, wer von beiden den höheren Abschluss hat.

    Die Grundschullehrerinnen, die ich kenne, sind übrigens alle verheiratet bzw. liiert, da scheint es kein großes Problem zu sein, Partner zu finden. Ich kenne eine Grundschullehrerin, die mit einem Einzelhandelskaufmann verheiratet ist. Eine andere mit einem Anwalt. Dieses Schubladendenken und geplante Partnersuchen findet hier offenbar nicht so statt, wie ihr das erlebt, und da bin ich froh.

    Aber das Klagen, Rumjammern, Meckern, Auskotzen in völliger, mitunter einziger Rücksicht auf die eigene Befindlichkeit, welches in diesen Foren teilweise vorgebracht wird (und eben auch im Lehrerzimmer nicht selten zu beobachten ist), das wird unserer Aufgabe eigentlich nicht gerecht. Stattdessen hofft man hier auf und erwartet letztlich dabei die Solidarität der Mitleidenden und fühlt sich dann ein bisschen besser in seiner Opferrolle. Wenn manches hier SuS oder ihre Eltern lesen würden bzw. lesen, dann ist das Bild der "jammernden Lehrkräfte" schnell im Kopf.

    Ja, unser Beruf ist verdammt hart. Punkt. Warum muss man darüber jammern?

    Also ich weiß ja nicht. Indem du die Krankenschwester fragst, ob ihr Beruf schlimmer sei als der der "ewig jammernden Lehrkräfte", festigst du bei ihr natürlich auch wieder das so oft von den Medien gezeichnete Bild der ewig jammernden Lehrkräfte. Was soll das?

    Ich habe mir im Krankenhaus auch schon gedacht, dass ich nicht tauschen möchte - weder mit den Pflegern, noch mit den Ärztinnen, aber ich habe diese Berufe ja auch nicht gewählt! Vermutlich würden sie mit mir auch nicht tauschen wollen.

    Und man darf bitteschön auch berechtigte Kritik und das Einstehen für bessere Arbeitsbedingungen nicht immer mit jammern gleichsetzen. Das würde wahrscheinlich auch keine andere Berufsgruppe tun.

    Wie bitte? Schon mal was von Eigenschutz gehört? Dieser ist immer vorrangig! Das ist mit das Erste das man in der Helfergrundausbildung einer jeden HiOrg lernt…

    Meine Güte, vielleicht liest du mal meine weiteren Beiträge in diesem Thread.

    Ich habe NICHT gesagt, man darf sich selbst nicht schützen und muss sich in Gefahr begeben, ich habe aber sehr wohl gesagt, man sollte in der Planung berücksichtigen, dass man Kinder (in der Grundschule: junge Kinder) hat, die auf Hilfe und Anleitung angewiesen sein werden.

    Ob man bei Amokläufen Codewörter durchsagen oder doch lieber eine Klartextdurchsage machen will, sollte man sich auch unter dem Aspekt überlegen, dass teilweise schulfremde Personen in der Schule sind (Eltern zur Sprechstunde, Schulpsychologen zu Testungen etc pp), die mit den Codewörtern nichts anfangen werden können.

    Im Zweifel steht ist man erstmal für seinen eigenen Schutz verantwortlich.

    In solchen Situationen ist keine Zeit für besonders lange Überlegungen.

    In solchen Situationen nicht, stimmt.

    Aber vorher kann man sich durchaus mal Gedanken machen.

    Und hier war die Frage, was man in Pausensituationen mit den Schülern machen soll. Da als Antwort zu geben "Ich renne weg oder sperre mich ein" finde ich als Grundschullehrer nicht okay. Zumindest vorher kann man sich mal darüber Gedanken machen, wie man möglichst viele einem anvertraute Kinder retten kann. Wenn man das gedanklich durchspielt, hat man im besten Fall in so einer Situation einige Szenarien im Kopf, die über ein "Ich renne so schnell wie möglich weg und überlasse die sechsjährigen Kinder alle sich selbst" hinausgehen.

    Zu der Pausensituation hatte ich auch etwas geschrieben, das dann aber gelöscht, weil man hier ja nicht über konkretes Verhalten reden soll. Als Zitat ist es noch lesbar - kann gelöscht werden, wenn die Mods es für nötig erachten.

    In 1/2 mache ich es meist so:

    verkleiden, kurze Modeschau, ich lese eine Gruselgeschichte vor (die nicht sehr gruselig ist) dann ein oder zwei Halloween-Lieder lernen bzw. singen, eine Bastelei (Geist oder Fledermaus), danach wieder umziehen, fertig aus ;)

    Bei uns sind die Kinder nicht in jeder Pause auf dem Hof. Wir haben eine Hofpause, in der die Kinder mit Lehrer draußen sind. Genauso gibt es aber zwischen den Stunden auch kleinere Pausen, z.B. auch die Frühstücks- oder Mittagspause.

    Ohne jetzt was zum Vorgehen bei Amokalarm was zu sagen, aber: Die Kinder machen ihre Frühstücks- und Mittagspause doch sicher nicht unbeaufsichtigt?

    Hallo ihr Lieben,

    ich bin neu hier und hoffe, ich darf eine Frage zu diesem doch sehr ernsten Thema stellen. Soweit ich richtig recherchiert habe, gibt es dazu noch keinen Chat.

    Ich bin Lehrerin an einer Grundschule und seit einigen Monaten auch Sicherheitsbeauftragte. Dadurch gehört es auch zu meinen Aufgaben, verschiedene Ablaufpläne und Verhaltensordnungen für diverse Situationen mit den Kollegen zu besprechen. Nun stieß ich auf das Problem, dass es noch keine klare Regelung an unserer Schule gibt, wie man sich bei einem Amoklauf während der Pause verhalten soll. Die Kinder sollen, sofern sie nicht in einem Klassenzimmer sind, sofort das nächstgelegene aufsuchen. Aber wie machen das dann die Lehrer? Man ist ja nicht immer im Zimmer, sondern beispielsweise auch mal am Kopierer, bei einem Kollegen, im Lehrerzimmer etc. Wir haben die Weisung erhalten, bei einem Amoklauf nicht durch die gesamte Schule zu laufen, da wir uns somit selbst gefährden. Aber natürlich können wir auch die Kinder nicht allein in den Zimmern lassen...

    Habt ihr eine Regelung für die Pausen und könnt uns ein paar Ideen an die Hand geben? Danke im Voraus!

    An einer Grundschule sollten die Kinder eigentlich nie alleine im Schulhaus sein, wenn Pause ist. Die sind dann auf dem Pausenhof, unter Aufsicht der aufsichtführenden Lehrkräfte.

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