Beiträge von Kathie

    Das Problem oder auch das Schöne an der Eigenverantwortung ist halt, dass jeder für sich entscheiden kann und darf. Wenn es keine Maskenpflicht gibt und sich Leute entscheiden, keine Maske zu tragen, kann man ihnen das auch nicht vorhalten.

    Mein Empfinden ist so, dass ich von erkälteten Leuten oder von Leuten mit einem Coronafall zuhause schon erwarte, dass sie Maske tragen oder zumindest zu mir Abstand halten, aber ich weiß, dass sie das offiziell nicht müssen und dass es einfach mein Wunsch nach Rücksichtnahme ist.

    Andere wünschen sich von ihren Mitmenschen, dass sie, jetzt wo die Inzidenzen steigen, einfach alle immer Maske tragen.

    Anderen ist alles egal.

    Und solange das Maskentragen, außer beim Arzt oder im ÖPNV, auf Eigenverantwortung beruht, werden wir damit klarkommen müssen, dass jeder ein anderes Empfinden hat, und dass jeder unterschiedliche Entscheidungen für sich trifft. Ich würde mir für die gesamte Gesellschaft wünschen, dass man das gegenseitig akzeptieren kann.

    Sollte sich die Lage an mehreren Kliniken verschärfen und die Inzidenzen weiter steigen, dann wird bestimmt die Maskenpflicht in Innenräumen, außer an der Grundschule wahrscheinlich, wiederkommen. Und dann erwarte ich von allen, auch von denen, die lieber ohne Maske unterwegs sind, dass sie sich daran halten. Dann ist die Eigenverantwortung vorbei, dann muss man mit den Regeln klarkommen, am besten auch, ohne sich groß aufzuregen. Im Frühjahr wird's dann sowieso wieder lockerer.

    Ich finde es auf jeden Fall interessant, wie unterschiedlich die Empfehlungen sind. Die EKIF geht von einer jährlichen Impfung mit jeweils angepassten Vakzinen aus, genau wie bei der Grippe. Auch bei der Grippe fragt keiner nach, wie oft man schon geimpft wurde oder infiziert war. Und es weiss auch keiner so genau wie gut der Impfschutz schlussendlich ist. Erscheint mir logischer als die RKI Empfehlung.

    Einmal jährlich mit jeweils angepasstem Impfstoff fände ich zum Beispiel auch okay.

    Dann wäre es noch schön, man wüsste, dass die Impfung ca 50% der Infektionen verhindert, so wie bei der Grippeimpfung in etwa (Ich weiß, das schwankt auch von Jahr zu Jahr). Und es wäre schön, wenn die Impfung dann ca 6 Monate lang gut schützen würde vor einem schweren Verlauf.

    Momentan sind einige Unwägbarkeiten dabei, die für viele Leute bestimmt gegen eine vierte / fünfte Impfung sprechen.

    Wenn das in ein, zwei Jahren anders ist, kann ich mir gut vorstellen, dass im Herbst halt Grippe- sowie Covidimpfzeit ist.

    Nachdem es ja derzeit ausreichend Impfstoff gibt, werden die betreffenden Ärzte und Ärztinnen wahrscheinlich einen Grund haben, nicht das zweite Mal boostern zu wollen.

    So ein Vorgehen wie weiter vorne mal vorgeschlagen, in der Apotheke einfach ein "Ereignis" zu verschweigen und dann trotzdem an eine Impfung zu kommen, vielleicht sogar an Impfung Nummer 5, ist mir persönlich unverständlich. Ich würde immer mit offenen Karten spielen und ich fühlte mich nicht wohl dabei, medizinische Fakten zu verschweigen, um mir quasi eine Impfung zu erschleichen.

    Humblebee, ich bin mir aber sicher, dass du für Impfung Nummer 4 schon irgendwo jemanden findest, der sie dir gibt.

    bis sie dann selbst positiv sind.

    Dann ist die Verwirrung riesig: "Hab doch gar nichts gemacht" "War doch nur mit x,y, z zusammen" "bin doch geimpft" und : kann doch gar nicht sein, weil,.. (s.o.)"

    Hier ist dann auch keiner verwirrt.

    So Aussagen wie von dir zitiert höre ich echt nie. Eher schon:

    "Naja, war ja irgendwie klar" oder "Ich hab es wahrscheinlich von da und da"

    Ich sehe hier wirklich kaum noch jemanden mit Masken.

    Beim Einkaufen: vielleicht mal einen oder zwei.

    In der Schule: hin und wieder mal eine Kollegin (manchmal auch ich selbst), wenn es einem im Lehrerzimmer zu eng wird oder man erkältet ist oder man enge Kontaktperson ist und andere schützen will.

    Ansonsten finden hier alle Veranstaltungen genau wie vor Corona statt. Oktoberfest zum Beispiel. Die Innenstadt ist voll, die Restaurants und Cafes sind voll... Teilweise könnte man vergessen, dass es Corona gibt.

    Bezüglich der Ansteckungen habe ich auch Fragen ;) Ich habe mich bei diversen engen Kontakten ja nicht mehr angesteckt. Unter anderem nicht bei meinem Mann, obwohl der Kontakt lang und eng war. Auch meine Kinder haben sich bei ihren besten Freunden nicht angesteckt.

    Vielleicht wird das Immunsystem von diesen Kontakten aber auch angeregt, zusätzliche Antikörper zu bilden und das Virus quasi sofort abzuwehren? Die Biologen müssten doch dazu etwas wissen. Oder werden von so kurzen Viruskontakten keine Antikörper gebildet und der Schutz war einfach von Impfungen / Infektion noch vorhanden?

    Was ich aber jetzt wieder gemacht habe ist, mir die Grippeimpfung geben zu lassen. Die ist dieses Jahr sehr wichtig, liest man.

    Und bezüglich des Maskentragens: Eine erste Klasse unterrichtet sich so viel besser ohne Maske, und man hat zwar recht engen Kontakt zu den Kindern, aber der ist auf eine kleine Kindergruppe begrenzt. Deshalb - noch geht es so. Mal sehen, wie lange noch.

    Testen tue ich mich zwei- bis dreimal die Woche. Tut mir nicht weh, schützt evtl. andere, kann also nur helfen.

    "Sich auf Eis und Schnee bewegen" - "Grundlegende Fähigkeiten und Fertigkeiten mit mindestens einem Gleitgerät" steht im Lehrplan Plus Bayern bei der 1. Jahrgangsstufe drin.

    Insofern sind Wintersporttage hier absolut gewollt und wie ich finde auch sinnvoll. Da tut es aber in dieser Jahrgangsstufe auch ein Ausflug zum lokalen Schlittenberg, wo man mal die Regeln bespricht und Erfahrungen sammelt, wie man lenkt und bremst.

    Aus höheren Klassen kenne ich Wintersporttage, die ins Alpenvorland fahren und dort dürfen die Schüler*innen dann eine Aktivität wählen, zum Beispiel Schlittenfahren, Skifahren, Eislaufen, Winterwandern.

    Skilager gab es früher immer, ich erinnere mich an meins. Ich fand es ganz witzig, aber das Skifahren war jetzt unbedingt das, was mir in Erinnerung geblieben ist, eher schon die Tischtennisrunden am Abend und das Verstecken in den Jungs-Zimmern. Von daher wäre eine andere Fahrt für mich damals sicher genauso toll gewesen.

    Mittlerweile fährt hier aber auch nicht mehr jede Schule ins Skilager. Skifahren ist sowieso auf dem absteigenden Ast, habe ich das Gefühl. Während zu meiner Jugendzeit noch gefühlt alle meiner Freunde regelmäßig mit ihren Familien im Skiurlaub waren, können nun die wenigsten der Freunde meiner Kinder Skifahren. Es ist einfach viel zu teuer geworden, und der Umweltaspekt kommt natürlich noch dazu!!!

    Da bin ich froh, dass mein Schulleiter damals kein Problem darin sah.

    Natürlich war es für die neuen Erstklässler nicht so schön, dass ich am ersten Schultag nicht da war - aber meine Anwesenheit war für mein eigenes Kind sicher noch wichtiger als für meine Schüler.

    Definitiv! Mir hängt das heute noch nach. Besonders wenn ich jährlich ganze Familien diesen besonderen Tag zelebrieren sehe, und immer dran erinnert werde, dass ich um diese schöne Erinnerung gebracht wurde. (Mein Kind fand es damals schon blöd, hat es aber bald wieder vergessen, zum Glück)

    Toll, dass das mit der Hochzeit geklappt hat, Friesin. Die Hochzeit des eigenen Kindes zu verpassen wäre ja furchtbar.

    Zauberwald, das tut mir sehr leid!!!

    Ich editiere meine allzu privaten Geschichten ein bisschen:

    Ich habe damals den ersten Schultag meines Kindes verpasst, weil ich selbst eine 1. Klasse hatte und da anwesend sein musste.

    Auch Beerdigungen habe ich schon verpasst, für die ich mir gern frei genommen hätte. Der Mann einer Freundin, die Bekannte meiner Mutter, etc pp. (Edit: Ich habe nicht gefragt, weil ich dachte, das sei zu unwichtig - vielleicht wäre es mir sogar ermöglicht worden, wer weiß.)

    Aber zusammenfassend lässt sich sagen, dass ich diese zwei, drei verschiebbaren Ferientage pro Schuljahr auch sehr hilfreich fände.

    Zudem sehe ich immer mehr, wie die Arbeitsbedinungen für Ärzte sind, was mich zusätzlich abschreckt. Andererseits kann man sich dafür ja auch niederlassen und müsste das nicht ewig mitmachen.

    Verstehe ich, aber schau dir dann die Arbeitsbedingungen für Lehrer gut an, bevor du da blauäugig reingehst.

    Du bekommst am Schuljahresbeginn einen Stundenplan, der dein Jahr bestimmt. Da kannst du ein bisschen mitreden, aber im Endeffekt wirst du so eingesetzt, wie man dich braucht. Es kann sein, dass du in einem Jahr zweimal die Woche nachmittags eine AG leiten musst, und in einem anderen Jahr fast nur vormittags eingesetzt bist. Es kann sein, dass du eigentlich nicht so gerne in der ersten Klasse unterrichtest, aber genau dort eingesetzt wirst, weil man dich dort braucht. Es kann sein, dass du ohne große Vorankündigung in den Sommerferien erfährst, dass du die Schule wechseln musst, weil deine Fächer und Stunden woanders dringender gebraucht werden.

    Du kannst bis zur Pension nur noch in den Ferien Urlaub machen. Das Reisen in den Ferien ist teurer.

    Als niedergelassener Arzt hat man da vielleicht - keine Ahnung, ob das so stimmt, aber in meiner Vorstellung jedenfalls - mehr Selbstbestimmung.

    Ich arbeite seit Jahren im Schuldienst und habe es mittlerweile geschafft, an vielen Wochenenden frei zu haben, arbeite dafür aber in den Schulferien viel vor bzw. nach (unterrichtsfreie Zeit heißt es ja auch nur, es sind ja per se keine freien Tage), und arbeite oft noch abends so von 20 bis 22 Uhr.

    Nachmittags bin ich von Schultag meist so fertig, dass ich da erstmal kurz eine Pause brauche.

    Im Endeffekt: ein toller Beruf! Ich möchte nichts anderes machen!!! Und man hat, abgesehen, von einigen starren Gegebenheiten wie Stundenplan, Einsatzort etc, doch auch viele Freiheiten, zum Beispiel in der Unterrichtsgestaltung.

    Peter, du hast mehreres, was ich geschrieben habe, nicht richtig verstanden und durcheinandergeworfen. Wärest du ein Schüler von mir, würde ich zu dir sagen: Lies noch einmal genau! Vielleicht ist es sinnvoll, wenn du mich ignorierst. Und ich hoffe, dass ich dich nicht weiter triggere.

    Ich glaube übrigens, ohne es beweisen zu können (wahrscheinlich gibt es vergleichende Studien), dass die Lesekompetenz am Gymnasium, im Durchschnitt, höher ist als an der Grundschule. Und dass Vergleichbares auch für andere Bereiche gilt.

    Eine Anekdote aus der Mathematik: Eine Parallelkollegin (Bayern, 4. Klasse) zeigte mir nach einem Schultag voller Begeisterung die Kreisblume, die sie mit ihren Schülern in der letzten Stunde unter der Dokumentenkamera entwickelt hatte. Dass sich die Kreislinien in der Mitte nicht exakt schnitten, würde daran liegen, dass die Kreiszahl Pi nicht genau 3, sondern 3,14 (die Zahl gehe unendlich weiter) sei. Sie war über diesen sichtbaren Zusammenhang von Geometrie und Zahlenlehre so begeistert, dass ich nur vorsichtig gefragt habe, ob es vielleicht auch daran liegen könne, dass sie ungenau gezeichnet habe. Nein, das sei ja gerade der Zusammenhang. Mit ihrer Begeisterung für mathematische Zusammenhänge konnte sie, da bin ich sicher, den Geist mancher Schüler entzünden.

    Ich behaupte nicht, dass bei allen Grundschullehrern die Begeisterung größer als die fachliche Genauigkeit ist, und auch nicht, dass am Gymnasium Lehrer nicht irren können. Ich glaube aber (wieder ohne Beleg, aber mit einiger Sicherheit), dass am Gymnasium die fachliche Genauigkeit, im Durchschnitt, höher ist als an der Grundschule. Und dass am Gymnasium niemand, der Mathematik unterrichtet, die Ungenauigkeit einer Kreisblume mit der Kreiszahl Pi erklären würde. Und auch andersrum: Dass dort niemand, der die Ungenauigkeit einer Kreisblume mit der Kreiszahl Pi erklärt, Mathematik unterrichtet.

    Ok und was hat deine Anekdote nun mit der ursprünglichen Frage zu tun? Außer, Grundschullehrkräfte blöd darzustellen? Scheinbar fühlst du dich im Beruf sehr unwohl, und vielleicht solltest du nicht unbedingt hier weiterhin Ratschläge geben, denn du sprengst irgendwie gerade das Thema. Bislang lese ich von dir: Grundschullehrer werden diskriminiert und Grundschullehrkräfte sind fachlich weniger genau als Gymnasiallehrkräfte. Beides war aber gar nicht gefragt.

    @Kathie und Schmidt : Es wird hier Männern geraten, auf keinen Fall Grundschullehrer zu werden, weil man als solcher diskriminiert wird. Mein Beitrag war nur eine Replik auf diesen unsinnigen Ratschlag von Herrn Bernd, nichts anderes.

    Ah ok. Und mein Beitrag war auch deshalb geschrieben, denn gerade das Beispiel zeigt eben nicht die Diskriminierung, weil es allen Lehrern / Lehrerinnen geraten wird. Warum Bernd sich einbildet, als Lehrer an GS diskriminiert zu werden, ist mir unklar.

    Wärmer ist es bei uns daheim auch nicht.

    Was läuft bei den Eltern (bzw. generell bei solchen Menschen) falsch, dass die sich wegen so ein bisschen Pillepalle so aufregen? Buhu, mein Kind muss im Winter einen Pullover tragen!1!!1! Ein ganz hartes Los haben die gezogen.

    Ich zitiere dich jetzt mal. Vielleicht kommst du dann drauf, was ich mit "fast schon blöd von der Seite anmachen" meinte.

    Ich finde 19 Grad im Klassenraum schon eher kalt. Zumal man ja auch lüften muss, und dann wird es direkt nochmal kälter.

    Ich selbst habe mich letzten Winter mit mehreren Wollpullis / Fleecejacken warm gehalten.

    Meine Schüler haben oft gefroren, kleine Kinder kühlen erwiesenermaßen schneller aus und sie sitzen halt auch mehr als ich. Ich habe dann irgendwann jedem Kind eine kleine Decke besorgt, die letzten Winter oft zum Einsatz kamen und diesen Winter sicherlich auch zum Einsatz kommen werden.

    Es gibt Richtlinien für Büros mit sitzenden Tätigkeiten, und die Richtlinie lag eben bis jetzt bei 20 Grad bei sitzenden Tätigkeiten. Von daher finde ich schon, dass man sich darüber unterhalten kann, ob 19 Grad in Klassenzimmern vielleicht zu kühl sind.

    Dass es dieses Jahr nötig ist, die Raumtemperatur etwas abzusenken, um Gas zu sparen, sehe ich auch so.

    Warum aber hier Leute fast schon blöd von der Seite angemacht werden, die bei 19 Grad beginnen zu frieren, und das zugeben, verstehe ich nicht.

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