Krötenbabys
Beiträge von nihilist
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ich weiß, ich weiß.. meine fehlende großschreibung ist auch verdächtig :))
habe ich mir als faulheitsmodus in den nullerjahren so angewöhnt, da war es noch üblicher. sorry!
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die fast gänzlich fehlende kommasetzung ist verdächtig, selbst für mathe- und biolehrerin..
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jemand meint, so eine Zusage gölte gar nicht,
danke für diesen zünftigen konjunktiv!

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ich meckere schom bei mehr als 4 freistunden, wenn mein klassenraum dabei besetzt ist. denn im anderen räumen sind meistens klassen/gruppen, und im lehrerzimmer sitzt immer jemand, der einen ablenkt oder quasselt und dann fehlt einem natürlich genau das buch das gerade im besetzten klassenraum ist. ich würde bei mehr als 6 freistunden die schule wechseln (ich kenne auch niemandem, auch von anderen schularten, der mehr hat). die kann man ja auch nicht anderweitig verplanen. ich habe den beruf u.a. deshalb gewählt, weil ich einen teil der arbeit genau dann machen kann, wann ich will, z.b. wenn ich eh schlechte laune habe oder mir das wetter nicht gefällt.
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Das ist bei allen Schulfächern, die man fachwissenschaftlich auf Lehramt studiert, so. Nach dem Abistoff geht es weiter. Selbst mein PH- Studium (vor langer Zeit) in Ba-Wü setzte bei meinen beiden fachwissenschaftlich studierten Schulfächern am Abiturstoff an und ging deutlich darüber hinaus.
ja natürlich, das hatte ich auch nicht anders erwartet. man kann den schülern ja nicht nur wenige schritte voraus sein und muss ein tiefes verständnis des faches haben. aber, wie gesagt, das finde ich bei grundschulunterricht genauso wichtig, weil es ja um die basics des faches geht und man verstehen muss, was für vorstellungen junge (ur-)menschlein von sprache, schrift, begriffen haben und aufbauen müssen. von daher fand ich mein germanistikstudium (auf studentenausweis stand das auch so: 1. germanistik, 2. grundschuldidaktik) sehr wichtig für den erstleseunterricht.
aber das ist jetzt total off-topic und passt gar nicht mehr zum thread.. sorry.
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hm.. an der uni ist von grundschuldidaktik bei mir nicht viel hängengeblieben.. das kam dann erst im ref, was ich wirklich gebraucht habe. also eigentlich habe ich für die praxis nur linguistik, mathedidaktik und den seminarstoff (didaktik) und die übung aus dem ref gebraucht und aus meinem psychologiestudium davor die test- und fragebogenkonstruktion, etwas methodik und sozialpsychologie - vor allem ersters ist sehr, sehr nützlich beim erstellen von tests und arbeiten, die auch das messen, was sie messen sollen.
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ja, es kann sein, dass außer magister auch gymnasium einen hauptseminarschein mehr brauchte, aber mehr war es glaube ich nicht.
wir mussten neuere deutsche literaturwissenschaft, ältere deutsche literaturwissenschaft, sprachwissenschaft und deutschdidaktik belegen und wurden in allen 4 fächern im staatsexamen geprüft. und das war weit mehr als der stoff, den man im gymnasium lernt (z.b. riesige literaturliste in lit.wi), daher wüsste ich nicht, warum man dann nicht befähigt sein sollte, in dem fach am gymnasium zu unterrichten. fände ich besser, als wenn an der grundschule leute, die nie sprachwissenschaft hatten, eine erste klasse in deutsch bekommen. das passiert sogar recht oft!
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in bayern waren im fach grundschuldidaktik drei didaktikfächer, die nicht das unterrichtsfach waren, enthalten. dazu noch scheine in philosophie, erziehungswissenschaften, soziologie, psychologie. im unterrichtsfach saß man mit den magister- und haupt-, realschul- und gymnasialstudenten zusammen außer bei didaktik speziell nach schulart. speziell für grundschule waren nur manche der didaktikveranstaltungen, manche auch für GS und HS gemeinsam. ich glaube, magister mussten einen hauptseminarschein mehr machen (die hauptseminare durfte man sich aussuchen), dafür waren die prüfungen in germanistik bei magister aber nicht so hart wie die staatsexamen für die lehrämter (ich verglich mit einer magisterkommilitonin, mit der ich fast alle linguistik- und literaturwissenschaftsveranstaltungen zusammen hatte).
es hieß "studium auf lehramt", aber im unterrichtsfach wurde normal germanistik studiert. mir wurde gesagt, dass ich dieses fach auch in höheren klassen unterrichten darf, aber dass man halt eigentlich zwei unterrichtsfächer fürs gymnasium braucht, mein zweites fach aber die grundschuldidaktik ist. nach dem studium bin ich dann nach berlin gegangen.
ich finde es jedenfalls sehr wichtig, dass man im lehramtsstudium für grundschule ein fach "richtig" studiert, da man gerade für die basics wirklich etwas von der materie verstehen muss. sonst kommt es, wie bei fachfremden kollegen, in deutsch 1.klasse zu lehrersprüchen wie "wenn du tiga statt tiger schreibst, liegt das daran, dass du zu undeutlich sprichst." (und nicht etwa daran, dass die graphemkombination "er" korrekt als phonem schwa-a realisiert wird und das kind noch lautgetreu schreibt) (sic! genauso von kollegin gehört!).
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Eine Frage: An eine PH wird doch auch studiert, oder? Da macht man doch keine Ausbildung? Oder verstehe ich da was falsch?
an der ph ist das studium der fachwissenschaften schmaler und dafür mehr pädagogik und didaktik für grund- und hauptschule.
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ich hatte den beitrag halt so verstanden, dass bei dieser person das burnout zu einem großen teil auch von der korrekturenbelastung kommt. da hatte ich eine idee, wie man diesen faktor verringern könnte.
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Und welchen Abschluss hast du in Bayern dann von der Uni her erreicht?
1. und 2. staatsexamen in germanistik und grundschuldidaktik.
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ich habe damals in bayern das unterrichtsfach germanistik zusammen mit gymnasial- und magisterstudenten studiert und dürfte dieses auch in höheren klassen unterrichten.
das zweite fach an der uni war dann grundschuldidaktik. also wäre ich dann gymnasiallehrkraft mit nur einem fach. das gibt es schon manchmal.
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Wenn ein Grundschullehrer schriebe, er sei stark durch die erzieherische Arbeit belastet, bekäme er hier im Forum dann die Empfehlung, doch einfach an das Gymnasium zu wechseln?
warum nicht? ich hatte lange überlegt, welche arbeit wohl das geringere übel ist. als ich mal eine sehr anstrengende klasse hatte, habe ich tatsächlich drüber nachgedacht und es nur nicht getan, weil mein studiertes fach germanistik eben ein korrekturfach ist.
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fachlich nicht so fit sein müssen, wenn die schüler (noch) nicht so klug sind, halte ich auch für sehr falsch. ich zumindest in deutsch brauche in klasse 1 mehr linguistische fitness als in klasse 6. und für die literaturwissenschaftliche fitness gibts ja lektüreschlüssel.
dass der stress in der grundschule eher vormittags und geballt ist und man dann nachmittags/abends etwas mehr me-time hat, stimmt bei korrekturfächern allerdings meistens schon. da schreibt niemand 3000 wörter auf einmal.
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wenn du zwei korrekturfächer studiert hast (ich habe mit absicht nur eins und dazu ein anderes studiert), könntest du auch überlegen, dich an einer grundschule zu bewerben (am besten auch noch teilzeit und vielleicht etwas mehr als schontyp - die kinder profitieten davon, wenn lehrkräfte ausgeruht sind und durch zeit für eigene interessen glücklicher sind). an grundschulen werden kürzere texte geschrieben, da hält man ein korrekturfach gut aus. manche korrekturen mache ich z.b. in der großen pause ("lasst eure hefte offen liegen, ich korrigiere eure aufgaben gleich", dann gehe ich von tisch zu tisch), da ich lieber einen vollen, anstrengenden vormittag und dafür einen lockeren nachmittag habe. in "guten", ruhigen klassen kann man auch differenzierende zusatzangebote machen und als direkte rückmeldung kurze texte gleich im beisein der schüler am tisch besprechen und korrigieren.
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es war so gemeint, dass der mann natürlich entschuldigt ist und keinen netten raum haben muss. bei frauen ist sowas verwahrlost, bei männern liebenswertes, geniales chaos.
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ich habe noch nie laminiert aus folgenden gründen
1. umweltschädlich
2. aufwändig
3. teuer
4. finde ich persönlich steril und hässlich (vor allem bei naturmaterialien wie z.b. herbstblättern)
5. lohnt sich meist nicht.. ich kopiere manchmal auf dünne pappe und wenn diese kopien / kärtchen etc. ausgedient haben (sofern man sie überhaupt mehrmals benutzt), hat dann schon das lehrwerk gewechselt oder es gibt den neuesten heißen scheiß.
ich glaube, dass der unterricht sehr davon profitiert, wenn lehrkräfte bei ihren vorbereitungen eher inhaltliche schwerpunkte setzen und nicht so viel zeit für "kosmetisches" verschwenden. in der eingesparten zeit kann man nämlich seinen privaten interessen nachgehen, z.b. privat bücher lesen, die nicht mit schule zu tun haben, ferien machen statt einheitliche etiketten drucken etc., und dieser erweiterte horizont kommt den kindern sehr zugute. ich denke, dass schlaue lehrkräfte mit hirn, papier, stiften, tafel, natur (kopf, herz und hand) bereits optimalen unterricht machen könnten.
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jedenfalls finde ich laminieren und kitschmaterial auch schecklich peinlich und es nimmt kinder nicht ernst und verarscht den beruf. mir wäre es peinlich, wenn mich jemand mit dieser art von design und kleingeistiger säuberlichkeit assoziiert.
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falls das mit den frauen stimmt, dann nicht, weil sie einfältiger sind, sondern weil von frauen viel mehr erwartet wird, dass alles immer tippitoppi ist. selbst schon erlebt: kollegin wurde vor tag der offenen tür für schlampigen raum gerügt. auf die antwort "herrn xs raum sieht noch schlimmer aus und da meckert keiner" kam die antwort einer kollegin: "der ist ja auch ein mann".
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