gute miene zum bösen spiel
Beiträge von nihilist
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In meinem Fall heißt "Ich könnte das nicht." genau das, was ich geschrieben habe: Ich würde a) mich mit so vielen jungen SuS um mich herum, teilweise nervigen Eltern usw. schnell überfordert fühlen und b) komme ich mit Kindern einfach nicht gut klar (um ehrlich zu sein, kann ich - so leid es mir tut - mit ihnen auch nicht wirklich viel anfangen
).das alles trifft auf mich auch in gewissem maße zu. das ist wohl einfach menschlich, dass sowas nach kurzer zeit nervt. trotzdem hat der job vorteile.
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von den klassischen hausarbeiten finde ich waschbeckenputzen und besteck einräumen noch am wenigsten schlimm. da muss man sich nicht viel bewegen.
duum nennt uns die schlimmste arbeit im haushalt.
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hm, naja, diese "bewunderung" von wegen nerven wie drahtseile haben müssen etc. erinnert mich manchmal leicht an bewunderung für kloputzkräfte, straßenreiniger usw. ("ich könnte das nicht!" (heißt oft in wirklichkeit. "ich wäre mir zu fein dafür")). vielleicht interpretiere ich das aber auch nur rein.
ich fühle mich jedenfalls nie wirklich bewundert, wenn ich so etwas höre. eher fühle ich mich bemitleidet.
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ich bin an der grundschule und stehe nicht auf rituale, sondern auf interessante diskussionen, umfragen, philosophische gedankenspiele mit den unvoreingenommenen jungen menschen, die noch frisch denken. das ist keine mechanisch abgespulte kochbucharbeit; es bringt mich oft selbst stark zum nachdenken über die neueste generation und was für sie selbstverständlich ist. z.b. ist es für junge grundschüler in berlin nun selbstverständlich, dass man jeden menschen lieben und heiraten kann unabhängig von geschlecht oder kinderkriegen und dass man auch alleine bleiben kann. die heteronorm kennen sie kaum noch, das ist super. und sie finden papier zum anfassen wieder toller als die ewigen filme. es unterfordert mich intellektuell weniger als jugendliches modegeplapper von tiktok. ich nehme die gedanken der kinder ernst und versuche , sie von starren, nicht hinterfragten regeln abzubringen. ich finde es soziologisch sehr interessant.
regeln muss man auf das wesentliche reduzieren. ich habe nur noch drei stück.
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Erbsenpüree
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in der schule ist es mir zu ungemütlich zum essen. da nehme ich höchstens mal ne stulle mit.
duum hat so eine angenehme schule, dass man da auch in ruhe essen genießen kann.
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Astra Rotlicht
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Tigerschnegel
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Billo-Ryanair irgendwohin last minute mit Freund, der weniger Kohle hat.
duum hat auch freunde mit wenig kohle, die sich von lehrern aber nicht aushalten lassen wollen.
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Englisch Sek I am Gymnasium ist vermutlich auch unschlagbar unaufwändig, weil einfach die Bücher durchgejallert werden und wenig bis gar nicht differenziert wird (hab ich seinerzeit jedenfalls nicht gemacht). Das geht notfalls auch mal in 3 Minuten oder auf der Türschwelle. "Hübsche" Stunden sind das dann allerdings meist nicht unbedingt.
Ob das auf andere Fächer und Stufen so übertragbar ist, weiß ich nicht.
jallern *prust* - ich lache so, dass die schüler gleich gute laune abkriegen. danke^^
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Reichsbürger
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ich glaube das schon. bei uns wurde auch schon wohingeschissen. wo, sage ich nicht, sonst erkennen mich meine kollegen

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Man muss halt einschätzen, ob man lieber mit 6-10 Jährigen oder mit 10-16 Jährigen arbeiten will.
Ganz grundsätzlich sollte die Frage wohl auch nicht sein, was uns zur Entscheidung bewogen, sondern ob die Realität den Erwartungen entsprochen hat.
Ich bin froh, an der Förderschule zu arbeiten, vor allem weil der Wechsel zwischen den Gruppen nicht so groß ist wie in einer Oberschule/Gymnasium. Und weil das Setting kleiner ist, ein Kollegium besteht eher aus 30 als aus 150 Personen.
Ich mag meinen Beruf und würde die Schulart nicht eintauschen wollen. Müsste ich aber, würde ich lieber in die Sek I gehen als in die Grundschule. Zum einen hätte ich keine Lust auf überambitionierte Eltern und zum anderen wollte ich nicht so gerne aller zwei oder vier Jahre mit Erstklässlern neu anfangen. Wer das wiederum liebt, sollte natürlich in die Grundschule streben...
Edit: positiv formuliert: ich finde die Phase der Pubertät spannend, den Umbruch, die Entwicklung zu den Persönlichkeiten, die sie mal sein werden. Themen wie Berufsvorbereitung, selbständige Lebensgestaltung usw. finde ich für den Berufsalltag bedeutsamer als Ostereier suchen und Reime klatschen. Für die Heranwachsenden ist natürlich alles zu seiner Zeit wichtig, ich will das keinesfalls inhaltlich werten, ich mache sowieso alles davon.
ostereier suchen?? gehört für mich nicht zum stoff in der grundschule. ostern ist zum glück immer frei.
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Ich hatte mich zuerst für das Fach Biologie entschieden und dieses auf Diplom studiert. Erst anschließend entschied ich mich fürs Lehramt und angesichts meiner fachlichen Ausbildung kam für mich auch nur das Gymnasium die Frage. Und weil dies die Schulart war, die ich aus meiner eigenen Schulzeit kannte. Also holte ich noch das Chemiestudium nach, machte in beiden Fächern das erste Staatsexamen und dann ging es los. 😊
oha, sarek war nie an einer grundschule und kann trotzdem lesen und tippen? respekt :)))
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Naja, aber manche Beiträge sind nun einmal einfach verwirrend.
manche kommentare findet man einfach doof. verwirrt bin ich da selten, eher verärgert. man könnte einen zitronen-button oder so einführen. oder ne gurke oder etwas anderes lustiges, damit es nicht zu fies wird.
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Ich habe mich für Grundschule entschieden, weil meine Begabung bei Deutsch und Englisch liegt und ich Germanistik studieren wollte. In der Sekundarstufe wären das aber zwei Korrektufächer und auf dicke Heftstapel am Wochenende hatte ich keine Lust. Jetzt mache ich die Korrekturen meistens zackzack direkt im Austausch mit dem Kind in der Stunde, die Tests oder Aufsätze in großen Pausen und Freistunden. In Klasse 1-3 muss ich nur selten Stapel mit mach Hause nehmen.
Außerdem finde ich es linguistisch sehr interessant zu erfahren, was für Auffassungen und Ahnungen von Sprache die kleinen "Urmenschen" haben und wie sie diese lernen. Da geht es wirklich meist an die Substanz des Deutschen und nicht um Sekundärliteratur zu ollen Ganzschriften und Interpretationsgesülze.
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