Beiträge von raindrop

    Blätter auf Seite 4 zurück, dann weisst du, an welchem Punkt ich mich in die Diskussion eingemischt habe. Ich schrieb sinngemäss, dass es ohne ein paar triviale Fakten in keinem Fach überhaupt was zu verstehen und entdecken gibt. Als Replik auf die Behauptung, man müsse erst verstehen und dann auswendig lernen.

    ja richtig, damit hast du Recht und daher darf jetzt kein anderer das ebenfalls in seine Aussagen einbauen? Verstehe deinen Einwand nicht

    mit der gleichzeitigen Einführung beider Arten gemacht habe

    genau darum ging es mir, daher verstehe ich jetzt nicht, warum du dich so aufregst.

    m Bildungsplan steht trotzdem aber als Teilkompetenz "verschiedene Rechenwege untersuchen, vergleichen und bewerten" -

    das bezieht sich auf Rechenwege, nicht auf die schriftlichen Verfahren, auch nicht vor 25 Jahren. Keine Ahnung woher du das hast.

    Wie eine Fachwissenschaft grundsätzlich funktioniert, bestimmt eben nicht die Didaktik

    Nein das nicht, aber wie man es dem Kind bestens beibringt. Das kann man selbst in Versuch und Irrtum ausprobieren und einige Generationen falsch unterricht oder bestenfalls kann die Didaktik einem hier helfen. Funktioniert momentan nicht optimal in der Uni, da gebe ich dir Recht.

    Nochmal die Frage: Wieso überhaupt die schriftlichen Verfahren einführen? Damit man als Kellner im Nebenjob schneller rechnet ohne Taschenrechner

    Man sollte grundsätzlich verstehen, wie einige mathematische Konzepte funktionieren. Es ist die Vereinfachung des Kopfrechnens und es ist auch die erste Begegnung mit einem einfachen Algorithmus. Wir Mathematiker sind halt faul und wollen vereinfachen ;)

    Aber die Frage könnte man natürlich auch auf viele Themen in der weiterführenden Schule anwenden. Warum Prozentrechnung, Bruchrechnen, Differentialrechnung... Kann man alles mit Computer machen oder demnächst mit chatGPT

    Ich persönlich frage mich, mit welchen Schüler:innen die Inhalte möglich sind und warum gerade Wittmann so weit weg von Kindern agiert.

    Ich denke, sie haben den Gral des entdeckenden Lernens zu hoch gehängt und das Üben vernachlässigt. Man kann viele Dinge nicht ohne Basics entdecken. Sitzen die Zahlzerlegungen nicht, hilft es auch nicht über verschiedene Strategien beim Zehnerübergang mit den Kindern zu reden.

    Und es gibt so wenig Übungsmöglichkeiten in dem Buch, dabei mag ich es eigentlich ganz gerne. Viele gute Ideen. Aber der Einsatz bei der Vorbereitung und zur Differenzierung war einfach zu hoch. Man muste so viel dazu kopieren...

    Aber wenn man mal die alten Ausgaben mit den neueren vergleicht, ist der theoretische Ansatz von Wittmann von seinen Nachfolgern auch schon ziemlich verwässert worden.

    Doch,

    war auch bei uns nun ein paar Jahre angesagt.

    Das scheint dann nur bei euch so gewesen zu sein? Ich unterrichte aus NRW kommend jetzt auch schon einige Jahre in Niedersachsen und ein Trend war das nie. Die Didaktik in der Uni ist da auch schon seit Jahrzehnten sehr eindeutig.

    Das kommt vermutlich daher, dass ein stärker Fokus auf verschiedene Rechenwege gelegt werden sollte,

    was dann dazu führt, dass beide Verfahren eingeführt werden und verglichen oder zumindest zur Auswahl gestellt werden.

    Man muss hier zwischen Rechenwegen und den schriftlichen Verfahren trennen. Was die Rechenwege angeht, gebe ich dir Recht, der Fokus ist in den letzten Jahren hier verstärkt aufgekommen, aber bezogen auf die nicht schriftlichen Verfahren.

    Bei den schriftlichen Verfahren macht das keinen Sinn.

    Du entscheidest bei einer Aufgabe im Zehnerübergang, ob du sie mit der Schrittweisen Methode, Verdopplungsaufgabe oder mit dem Zehnertrick rechnest, je nachdem, was schneller oder effektiver ist.

    Aber bei den schriftlichen Verfahren ist egal mit welchen Verfahren du die Aufgabe rechnest. Es gibt dir keinen Vorteil zu entscheiden, welche Methode besser ist, da sie alle funktionieren und auch keinen Zeitvorteil bringen.

    Auch sonst sind die Anforderungen unterschiedlich und auch in den Schulbüchern unterschiedlich interpretiert.

    Bezüglich der Verfahren stimmt das nicht, hier werden meistens zwei Verfahren angeboten, weil die Lehrkraft sich entscheiden kann, da der Lehrplan es nicht vorschreibt (Ausnahme Bayern).

    Sowas könnte man erheblich besser konkretisieren bzw. definieren und die Erwartung hegen und durchsetzen, dass sich die Verlage an die Vorgaben halten.

    Das stimmt, wenn die Verlage Länderausgaben machen würden. Tun sie aus wirtschaftlichen Gründen aber nicht. Die Ausgabe, die wir in Niedersachsen verwenden, ist die gleiche, die auch in NRW, Hessen, Rheinland-Pfalz usw. zugelassen ist. Daher sind in dem Schulbuch Themen drin, die wir nicht brauchen, aber in den anderen Lehrplänen vorgeschrieben sind. Meistens gibt es Stoffverteilungspläne passend zu dem Bundesland wo manchmal aufgeschlüsselt ist, was wir wirklich machen müssen. Zumindest ist das bei unserem Lehrwerk so, welches wir momentan nutzen.

    Nein. Das verstehst du dann wohl falsch.

    Es geht nicht darum, dass die Kinder sich für + oder - entscheiden.

    Aber sie sollen sich für ein +Verfahren entscheiden, das ihnen liegt.

    Und für ein -Verfahren, das ihnen liegt.

    Ich habe dich schon richtig verstanden, war nur ein Witz. Wir sind ja alle fertig mit der Lehre und können machen was wir wollen im Unterricht, so lange es gut funktioniert.

    Bezüglich der Subtraktionsverfahren ist die überwiegende Meinung der Didaktiker, dass man mit den Kindern ein Verfahren sicher erarbeitet, mit allen Sonderfällen. Es ist egal welches.

    Das Abziehverfahren hat Vorteile bei der Einführung, da man es gut enaktiv mit Dienes Material das Entbündeln erklären kann und es mit der Subtraktion für die Kinder einsichtiger zu verstehen ist. Die Schreibweise und das Entbündeln über mehrer Stellen hinweg ist etwas tricky und arbeitsintensiver, aber machbar.

    Das Ergänzungsverfahren braucht etwas, damit die Kinder auch verstehen wo plötzlich die fehlenden Einer; Zehner usw. herkommen bei Überträgen.

    Untersuchungen haben ergeben, dass egal welches Verfahren man einführt, wenn es sicher beherrscht wird, sind Kinder mit beiden Verfahren gleich schnell beim Ergebnis.

    Ich meine es war auch so, dass im Ausland überwiegend das Abziehverfahren verwendet wird, aber da bin ich mir nicht mehr so sicher, ob das stimmt.

    In den Schulbüchern werden oftmals beide Verfahren angeboten, außer in Bayern, aber sie machen alle darauf aufmerksam, dass man sich für ein Verfahren entscheiden soll und damit ist die Lehrkraft gemeint, die sich entscheiden soll, nicht die Kinder :aufgepasst:

    Es kostet halt viel Zeit beide Verfahren sicher den Kindern beizubringen, die ich im Unterricht gerne anders mit den Kindern verbringen möchte. Es gibt so viel spannende Themen, die immer zu kurz kommen, weil man an den Basics hängen bleibt.

    Die meisten Kinder können sowieso nicht entscheiden, wo die Unterschiede in den Verfahren sind und welches ihnen besser liegt. Daher entscheide ich oder unsere Schulkonferenz, was es wird.

    Ehrlich gesagt sch*** ich auf solche Leute. Ich halte mich an das, was berufserfahrene Lehrpersonen meinen und an meine eigenen Erfahrungen. Ob sich diese mit jenen irgendeines schlauen Buchschreiber decken, geht mir am Allerwertesten vorbei.

    Das kannst du gerne so machen, ist aber eine sehr überhebliche Meinung. Ich habe mit Schipper lange zusammen gearbeit und das hat schon Hand und Fuß was er in seinen Handbüchern schreibt, Wittmann ist ähnlich in der Grundschuldidaktik angesehen und hat gute Impulse für den Unterricht in der Grundschule entwickelt. Das mag in deinem Bereich anders sein. Grundsätzlich sollte man die Theorie mit der Praxis in Einklang bringen und ich sehe auch, dass viele Dozenten an der Uni die Schule nur im Referendariat gesehen haben. Das ist aber längst nicht bei allen so.

    Hm, sollen die Kinder ruhig beide Verfahren kennen - und das passende aussuchen.

    Es geht hier nicht um Rechenstrategien und welche Strategie passt besser zu einer Aufgabe. Es geht um einen Algorithmus. Eines der Verfahren den Kindern vernünftig beizubringen dauert schon lange genug und du willst die Kinder mit beiden Verfahren quälen? Aussagen der Didaktiker, Schipper oder Wittmann sind da sehr eindeutig.

    Warum in aller Welt möchte man überhaupt jemals das "Subtraktionsverfahren" machen? Es ist doch spürbar einfacher zu "ergänzen" statt zu subtrahieren?


    Wenn ich 15-9 rechne, rechne ich ja nicht 15-9, sondern frage mich wie weit es von 9 bis 15 ist. Immer schon.

    äh nein, das Verfahren über subtrahieren ist den Kindern viel einfacher zu erklären und einleuchtender. Wenn beide Verfahren erstmal eingeübt sind, gibt es in der Ausführung keinen Unterschied, dazu gibt es einige Untersuchungen. Soweit die Theorie. In der Praxis favorisiere ich ebenfalls das Ergänzungsverfahren, aber eher aus alter Gewohnheit.

    die Schulbücher passen nicht zu den Curricula, es bleibt aber die Aufgabe des Landes, diese zu kontrollieren - und meine, entsprechend der Curricula zu unterrichten und nicht entsprechend der gedachten Inhalte der Verlage

    Mit welchem Mathebuch unterrichtest du? Die Bücher die ich von den 3 Verlagen kenne, orientieren sich eigentlich alle am Lehrplan, gehen an manchen Stellten über den Lehrplan hinaus, da sie für mehrere Bundesländer entwickelt werden.

    Die schriftliche Subtraktion kann man ja auf 2 Arten einführen: Ergänzen oder abziehen. Da es oft so ist, dass schwächere Klassen nicht damit klarkommen, wenn ich beides einführe und freistelle, wie man rechnet,

    Warum zum Henker machst du das? Ich höre das von so vielen Lehrkräften, aber weder der Lehrplan schreibt beide Verfahren vor und in der Didaktik wird eindeutig darauf hingewiesen, das man sich als Lehrkraft für ein Verfahren entscheidet und nur eins den Kindern beibringt. Bei den Verfahren geht es nicht um das Vergleichen von Rechenstrategien, sie sind nämlich keine sondern nur simple Algorithmen, die das Rechnen erleichtern sollen. Rechenstrategien diskutieren wir mit den Kindern in anderen Settings.

    Aber es ist ja so einfach, unser weltbester Verhandler kann schnell einen Superdeal zaubern. In 24 Stunden wäre alles wieder gut.

    Wahrscheinlich kriegt er das tatsächlich hin, in dem er Freund Putin verspricht keine Waffen mehr an die Ukraine zu liefen und vor allem kein Zugriff mehr auf geheimdienstliche Informationen der USA und das wars dann...

    und wo bekommen wir die her?

    ich habe nicht gesagt, dass wir nicht auch abhängig von China sind. Aber der Westen produziert teilweise eigene Chips und China ist wiederum noch abhängig von uns, da die Maschinen zur Chip Produktion größtenteils aus dem Westen kommen. Russland hat da nichts zu bieten. Und ohne die Chips aus China, können sie auch keine modernen Waffen mehr produzieren und der Krieg in der Ukraine wäre schnell verloren.

    Deutschland ist immer noch der zweitgrößte Abnehmer. Haben wir Russland auch in der Taschen? Eher nicht.

    Wo hast du das her? Wir importieren wohl immer noch LNG aus Russland, über Belgien, aber dies ist deutlich weniger als vor dem Krieg. Der Anteil, der von China gekauft wird, ist um ein vielfaches höher und somit auch die Abhängigkeit der Russen von China. Deutschland wird noch ein bis zwei Jahre auf russisches Gas angewiesen sein. Mit den neuen LNG Terminals, dann nie wieder, wenn man das nicht will.

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