Beiträge von raindrop

    Vielen Dank für den Link, Meike. Das Konzept klingt sehr interessant. Von der zeitlichen Komponente finde ich diesen Ansatz noch viel effektiver als andere,
    da hier auch die "Täter" mit ins Boot geholt werden. Ich habe so meine Zweifel, ob das auch bei den harten Fällen funktioniert, aber ausprobieren kann es ja nicht noch schlimmer machen.

    raindrop: ich versteh das aber nicht. Unheimlich viele Grundschullehramtsstudent(inn)en an meiner Uni machen Englisch im Hauptfach. Es ist also genug Nachwuchs da. Warum können die Klassenlehrkräfte ihre Klasse für Religion zwei Stunden die Woche abgeben, aber in Englisch wollen sie das nicht?


    Das Phänomen, das Grundschullehrkräfte den Englischunterricht nicht abgeben wollen ist mir neu, da werde ich mal an anderen Schulen bei Freunden nachfragen, ob das da auch so ist. Fände ich lustig, das wäre das erste Fach, das ich abgeben würde. Ich muss es glücklicherweise aber auch nicht unterrichten ;)
    Das Problem ist, viele haben es die letzten Jahre studiert, diese sind aber noch nicht flächendeckend in den Schulen angekommen. Die meisten, die dieses Fach unterrichten, haben es damals in den Anfangen vor einigen Jahren "mitgenommen", C1 Schein an einer Sprachschule gemacht und Schnelldidaktik-Kurs nachgeworfen bekommen. Das sind, denke ich, die meisten, die dieses Fach unterrichten und da liegt auch das Qualitäts-Problem im Englisch-Unterricht.

    Kommen wir doch einfach mal wieder runter und auf ein normales Niveau, so wie es war, bevor Elternschreck und Silicium hier angefangen haben Mist zu erzählen, nur um zu provozieren...

    Du möchtest also sagen, dass Grundschulkinder in Deutschland dazu in der Lage wären, eine Frage richtig zu beantworten, die aufgrund einer falschen Übersetzung nichts mit dem Text zu tun hat? Außerdem sind die PISA-Fragen so leicht, dass es sogar Bildungsforscher gibt, die als mögliche Ursache anführen, dass die Schüler die Fragen für Fangfragen halten. Und solche, die sagen, dass die Aufgaben den Kompetenzstufen gar nicht zugeordnet werden können. Es gibt verschiedene Stimmen, die darauf hinweisen, dass PISA möglicherweise weder valide noch reliabel ist. Außerdem sind die bayerischen, baden-württembergischen, sächsischen und thüringischen Lehrer dann gut und alle anderen schlecht, wenn man PISA-E berücksichtigt. Da ich selber in Bayern in die Schule gegangen bin, kann ich versichern, dass der bayerische Erfolg nicht allein an der hohen Qualität des Lehrpersonals liegen kann. Und in einigen Schulen wahrscheinlich eher gar nichts damit zu tun hätte.....

    Grundschulkinder wären dazu natürlich auch nicht in der Lage. Der PISA test ist berechtigterweise in die Kritik geraten, wie du es gesagt hast. Er ist aber nicht völlig von der Hand zu weisen, dass er dennoch auch in der SEK I zu einem überdenken des Unterrichts führen sollte. Hier im Forum werden aber dauernd nur Fragen gestellt in der Art, was macht ihr denn in der Grundschule, alle Kinder sind böse und schlecht, wenn sie zu uns kommen. Ich würde mir einfach mal wünschen, dass ihr die Fragen nicht immer an uns stellen würdet, sondern diese Fragen mal in eurem Kontext stellen und beantworten würdet. Es hat sonst halt immer nur einen faden Nachgeschmack bei uns in der Grundschule. Keiner von uns wirft euch vor inkompetent zu sein oder das ihr keine Ahung von Kompetenzen habt. Meine Beiträge werden in dieser Hinsicht nur ziemlich wütend, wenn ich mir diese dummen Unterstellungen an uns immer wieder anhören muss.

    Na sowas hab ich ja GANZ gerne. Jammern, dass die Gymnasiallehrer null Ahnung von der Grundschule haben und dann selbst keine Ahnung haben.


    Ich habe nicht gejammert, sondern gefragt ;) und auch nicht behauptet, dass weiterführende Lehrkräfte keine Ahnung von Grundschule haben. Wir machen zumindest mit einer weiterführenden Schule vor Ort sehr gute Erfahrungen mit der Zusammenarbeit, leider nicht mit allen. Ich verteidige hier eigentlich nur die Interessen der Grundschullehrkräfte und maße mir eigentlich nicht an, über das Niveau der Kinder in den weiterführenden Schulen zu urteilen, noch über die Kompetenz aller Lehrkräfte, nur über die, die hier seltsame Ansichten vertreten.

    Das Problem, dass ich mit der Grundschule oft habe, ist einfach, dass Lehrkräfte z.B. gezwungen werden, Englisch zu unterrichten, obwohl sie wissen, dass sie davon eigentlich nicht viel Ahnung haben, und obwohl sie sich selbst auch oft sehr unsicher fühlen. Die Didaktikerin bei uns an der Uni meint, dass das oft daran liegt, dass es grundschulinterne Hierarchien gäbe: 1. und 2. für die Neulinge, 3. und 4. für die Altgedienten. Ob das jetzt allgemein stimmt, keine Ahnung....


    Das Problem sehen wir auch, können es aber auch nicht beheben, wir werden schließlich gezwungen diesen Unterricht zu machen...Also ist die Lösung momentan nur, sich mit den weiterführenden Schulen zusammen zu setzen und die jeweiligen Ziele, die wir laut Lehrplan erfüllen müssen, mit dem Abgleichen, was ihr denkt was wir tun, um dann einen Kompromiss zu finden.

    Wie kommst Du darauf, dass ich schon wieder Grundschullehrer schlecht machen möchte?! Sag einmal, kann es sein, dass Du irgendwie gar nicht gelesen hast oder schlicht falsch gelesen hast? --->


    Doch ich habe deine Beiträge hier gelesen, aber deine Zitate gehen sauber an dem vorbei, was du sonst so negatives oder unbewusst falsch Darstellendes zu Grundschullehrkräften geschrieben hast, siehe meine Zitate aus deinen Beiträgen in meinem vorherigen Beitrag.

    Erstmal von mir nen dicken Daumen nach oben für Deine tollen Beiträge ! Sie enthalten klare Gedanken und Wahrheiten, die nicht gerne gehört werden.


    Das ist nicht dein Ernst oder? Natürlich schreibt er nicht nur Falsches, aber in seinen Beiträgen ist so viel offentlich falsches drin, das deine Bestätigung nur noch lächerlich und dumm wirkt. Ich kann dich ehrlich gesagt nicht mehr ernst nehmen und eine weitere Diskussion ist in dieser Art auch völlig unsinnig und kontraproduktiv.

    Also ehrlich, ich weiss gar nicht mehr, wo ich bei soviel Ignoranz und Unwissen anfangen soll und ich glaube auch so langsam, es geht euch nicht um eine kooperative und konstruktive Diskussion, sondern nur darum die Grundschullehrer mal wieder schlecht machen zu wollen, um nicht konstuktiv über euren Unterricht nachzudenken?

    Wenn ich schon höre: "Kompetenzen haben sich verändert."

    Ist ja schön, dass Schüler heute z.B. selbstbewusster sind, was man an den Schülervorträgen auch tatsächlich merkt.


    Es ist immer wieder schön, die Kompetenzen nur auf Gesprächskompetenz und mediale Kompetenz reduziert zu sehen, vielleicht solltest du dich mal intensiver damit beschäftigen, was es da noch so alles gibt. Die werden doch mittlerweile auch schon in den Lehrplänen der weiterführenden Schulen verankert worden sein?
    Ich bin nebenbei auch kein großer Fan dieser Kompetenzbegriffe, aber wir haben sie jetzt und müssen wohl damit leben. Was die Lehrpläne insbesondere Mathematik Grundschule angeht, wurden viele der heutigen Anforderungen in den Kompetenzbereichen schon in alten Lehrplänen mit anderem Vokabular benutzt.

    Wir mussten das Periodensystem (Hauptgruppen) noch auswendig lernen, heute gilt das als "veraltete Methode", dieses Auswendiglernen. Ich fand es enorm sinnvoll! -> Das Gedächtnis funktioniert nur dann hervorragend, wenn es regelmässig trainiert wird! Nur zu wissen wo es steht bringt dem Hirn kein Training!

    Hier könnte es auch nicht schaden, wenn du die entsprechende Literatur zu dem Thema Lernpsychologie/ Kognitionspsychologie mal liest. Es sind ein paar und du wirst deine helle Freude bei der Aufgabe haben, sie ist bestimmt nicht in 2 Tagen zu bewältigen.
    Wie du Lernen beschreibst, hat bestimmt bei dir und einem kleinen Teil der Schüler funktioniert, die besonderes Interesse am Fach haben. Ich kann gleiches zu Geschichte bei mir sagen, wo ich viel auswendig gelernt habe, weil ich es mit vorhandenem Wissen vernetzen konnte und es mir Spaß gemacht hat. Bei allen Anderen ist es vertane Zeit, wie Mara77 es beschrieben hat, es ist nur unsinniges Bulemielernen, was bestimmt irgendwie das Hirn trainiert, aber wozu? Es wäre doch sinnvoller gewesen, weniger Wissen vernünftig zu vernetzen und mehr Strategien und Verstehen zu erlenen. Darüber und wie Lernen funktioniert gibt es eine Menge Forschungsergebnisse.

    Im Endeffekt ist es doch so. Im Durchschnitt kommen die Kinder mit weniger Fähigkeiten bei den Grundschulen an.

    Woher hast du denn diesen Unsinn her. Nach meinen Erfahrungen und einigen Studien aus dem Bereich Mathematik, ist es eher so, dass die Kinder mit mehr Kompetenzen und Erfahrungen zur Schule kommen.

    Wenn das Niveau an der Grundschule niedrig gehalten wird (was es ja muss, da sonst 80% der Schüler überfordert wären), dann kommen die Grundschüler mit einem verhältnismässig niedrigerem Niveau an die weiterführenden Schulen.

    Auch wieder so ein Blödsinn. Soll ich mal wieder auf die IGLU und Timms Studie verweisen? International stehen wir in der Grundschule ziemlich gut da. Die weiterführende Schule nicht, komisch oder? Ach ja ich weiss, die schlechte Übersetzung bei euren Tests war Schuld, jedes Mal... ;)
    Zu dem wird in der 3. Klasse Deutsch und Mathe jedes Jahr durch VERA der Unterrichtsinhalt evaluiert. Gibt es ähnliches in der weiterführenden Schule?


    a, welche Kompetenzen die Kinder in der Grundschule erreichen sollen und

    b, welche dieser Kompetenzziele werden im Unterricht in welchem Umfang tatsächlich erreicht und

    c, welche Kompetenzen bringen die "heutigen" Kinder ohnehin mit, die "frühere" Kinder nicht besaßen?

    Das haben wir irgendwie schon gefühlte 1000 Mal beantwortet. Zu a.) such dir bitte die entsprechenden Lehrpläne der Grundschule deines Bundeslandes raus, sie sind im Netz frei zugänglich. Es sind im Durchschnitt 4-5 Seiten pro Frach, wo definiert ist, welche Prozessbezogenen und Inhaltsbezogenen Kompetenzen die Kinder am Ende der 2. und 4. Klasse erworben haben sollen.
    b) Natürlich versuchen wir alle diese Kompetenzziele zu erreichen. Wie sie diese erreichen, sieht man an der Note, mehr oder weniger. Das wird wohl genauso laufen wie bei euch in der weiterführenden Schule. Oder wie soll ich diese Frage verstehen?
    c) Diese Frage kann ich nur subjektiv für meine Schule, an denen ich unterrichtet habe und unterrichte beantworten, weiss nur nicht, was dir das bezogen auf die Grundschule bringen wird, wenn ich jetzt mit einer Aufzählung inhaltbezogener Kompetenzen anfange. Es gibt zum Fach Mathe Grundschule diverse Untersuchungen zum Thema Vorwissen Grundschüler. Und wozu ist es gut zu wissen, was Kinder heute oder gestern an Kompetenzen mitbringen. Wenn ich Kinder in der 1. Klasse neu kennen lerne, versuche ich herauszubekommen, wo sie mit ihrem Wissen stehen, bezogen auf die Lernziele oder Kompetenzen, die sie im 1. oder Ende des 2. Schuljahres gelernt haben sollen. Darauf aufbauend konstruiere ich meinen Unterricht. Sie alle bringen die in den Lehrplänen definierten Kompetenzen mehr oder weniger mit.

    Wie schon angedeutet, wundere ich mich immer wieder über die Inflation guter bis sehr guter Noten in den Zeugnissen Ende der 4. Klasse, die im sehr oft im starken Widerspruch zur tatsächlichen Leistung steht.-Etliche Einser-Schüler bringen kaum was auf die Pappe !


    Das lässt sich nicht verallgemeinern, ist evtl. in deinem Einzugsgebiet ein Problem.

    Bringt Ihr wirklich den Schneid auf, den Eltern glasklar den tatsächlichen Leistungsstand wiederzuspiegeln ?


    Wieder so eine Verallgemeinerung, die völlig am Problem vorbei geht.

    Ich denke, dass mit der Herunternivellierung des Leistungsanspruchs und Benotung unser ganzes Schulsystem in den letzten Jahrzehnten arg gelitten hat.


    Diese Herunternivellierung ist Unsinn, es gibt sie schlichtweg nicht. Kompetenzen haben sich verändert, manche Lehrkräfte in der SEK I verschließen aber gerne die Augen davor oder können und wollen sich einfach nicht an die veränderte Gesellschaft anpassen.

    Ihr solltet langsam anfangen die Probleme in eurem Bereich SEK I zu suchen und zu beheben. Da liegt einiges im Argen.

    Also wir mussten keine Stunde gehalten haben, um eine vorläufige Unterrichtserlaubnis zu erhalten. Wende dich an die Landeskirche und frag da nach. Diese senden dir die entsprechenden Unterlagen zu. Du musst einen Schein ausfüllen lassen, auf dem dir deine Kirche bescheinigt, dass du Mitglied bist. Ich erinnere mich daran, dass man auch Mitglied in einer Freien Kirche ankreuzen konnte.


    Das kann ich so bestätigen. In manchen Fällen findet noch ein Gespräch statt, in dem deine "Gesinnung" noch etwas abgeklopft wird.

    raindrop: Stell dir mal vor es stünde "zwei mal drei plus vier" als wörtliche Rede da als Zählstrategie für Punktbilder. Auch da könnte man sich prinzipiell zwei verschiedene Punktbilder vorstellen. Zur Angabe der Zählweise würde man ja nicht unbedingt den Term wiedergeben.


    In dem Kontext würde ich dir Recht geben.
    In dem Beispiel oben ist aber kein Kontext angegeben. Ist der Satz daher nichts anderes als die Wortform eines Terms? Ich kann ihn doch eindeutig in einen algebraischen Term überführen?
    Das der Kontext bei Benutzung von Sprache in Mathematikaufgaben bedeutsam ist, leuchtet mir ein. Die obige Aufgabe sieht für mich aber eher wie die Wortform eines Tems aus.

    Und mit Verlaub:
    Der hohe Grad an Formalisierung mathematischer Sprache ist sicherlich nicht jedermans Sache, und einem Laien muss sich dieser auch sicher nicht vollständig erschließen. Auch bei den wenigen Pflichtstunden Mathe die man im Grundsachullehramt dazu machen muss, besonders wenn man eigentlich andere Schwerpunktfächer gewählt hat, wird das sicher keine große Rolle spielen. Dann aber die Auskunft von jemanden, der das deutlich intensiver studiert hat nicht akzeptieren zu wollen und es immer noch besser zu wissen ist ein typisches Lehrerproblem. Davon kann jeder Handwerker ein Lied singen, wenn der Herr Lehrer genau meint zu wissen, woher das Klopfen vorne links kommt, auch wenn der Mechaniker mit 20 Jahren Berufserfahrung und das Diagnosegerät anderer Meinung sind.


    Mit Verlaub, muss das sein. Ich kann mich nicht daran erinnern dich persönlich angegriffen zu haben, wenn du dich in deiner Ehre angekratzt fühlst, tut es mir leid.
    Wenn die Mathematik an dieser Stelle so formalisiert ist und du so viel mehr studiert hast, sollte es dir doch nicht schwer fallen, die Fragen und Gegenargumente sachlich zu beantworten und zu widerlegen, dann würde ich sogar noch was lernen.
    Diese Aussage klingt eher nach einem trotzigen, mir gehen die Argumente aus und ich poche auf mein studiertes Wissen, weiss aber auch nicht warum...

    Also wir haben eine Aufgabe "zwei mal zwei plus zwei durch zwei minus zwei" und keine weiteren Angaben, also löst man diese doch nach den normalen Rechenregeln die definiert sind, also Punkt- vor Strichrechnung.
    Es ist deiner Meinung nach kein Term, warum das an dieser Stelle auch wichtig sein sollte.
    Ich behaupte es ist ein Term, ob dieser Satz oder 2*2+2:2-2 da steht ist doch ziemlich egal.
    Und jetzt lass uns doch bitte an deinem Wissen teilhaben, wenn du tatsächlich an der Lösung des Problems interessiert bist.
    Mir geht es dabei bestimmt nicht darum, trotzig auf meiner Meinung zu bestehen.

    PS: In diesem Fall wird die Interpretation sogar davon abhängen, wie ich die Aufgabe vorlese:


    Ums Lesen ging es aber nicht, wenn du einen Term vorliest und entsprechend an den falschen Stellen Pausen einbaust, hast du das gleiche Problem.
    In der Definition des Terms ist übrigends auch nicht festgelegt, dass er schriftlich vorliegen muss.
    Und ich würde auch sagen, dass durch die Kommasetzung in deinem ersten Beispiel eine implizite Klammersetzung vorgegeben ist.
    Die Aufgabe des TE ist eindeutig ein Term.

    Aber beantwortet mir bitte die Frage, warum etliche Schüler, die zu uns kommen, trotz guter Noten z.B. in Deutsch/Rechnen nur mangelhafte Fertigkeiten haben. Scheut man an den Grundschulen vielleicht Konflikte mit den Eltern, so dass Zensuren und Schulformempfehlungen am Ende der 4. Klasse geschönt (!) werden ?


    Wenn du mir beantworten kannst, warum viele Schüler, die bei uns im Unterricht Ihre Kompetenzziele sehr gut erreicht haben, in der weiterführenden Schule nicht vernünftig weiter lernen können? Könnte es vielleicht an der mangelnden Einstellung der Lehrkräfte in der Sek I liegen, sich mit den Kindern auseinanderzusetzen?

    Stimmt, sorry, der Begriff "schwammig" ist von mir falsch gewählt.
    Die Definition kenne ich auch und sie ist formal richtig, aber sehr global.

    Der TE hat eine Aufgabe gestellt, die eindeutig einen Term definiert. In der Aufgabe werden Konstanten und Operatoren angegeben, warum sollte es also kein Term sein? Er entspricht doch 100% der Definition eines Terms. Es wird nicht nur ein Term draus wenn mit x und y gerechnet wird.

    Und eine Umschreibung eines Terms ist genau so wenig ein Term, wie die Umschreibung eines Hamburgers satt macht.
    Die formale, syntakisch exakte Sprache der Mathematik hat schon ihren Sinn, denn nur durch sie ist Eindeutigkeit gewährleistet. Ob zB Regeln für Rechenreihenfolge gelten sollen mag durch den Rahmen, in dem die Aufgabe auftaucht imliziert werden, selbstverständlich und einheitlich festgelegt ist es durch die rein sprachliche Umschreibung mitnichten.


    Der Begriff "Term" ist in der Mathematik relativ schwammig definiert, er gilt selbstverständlich auch für einen sprachlich umschriebenen Term, wie er hier vorgegeben ist. Es kommt auf den Inhalt an, ob ich ihn mit Symbolen umschreibe oder Sprache nutze ist irrelevant. Mathematik wurde in den Schriften von Gauss, Newton, etc., als die Mathematik noch nicht so formalisiert war wie heute, in weit größerem Maße sprachlich erfasst. Das macht es geschmacklich nicht weniger mathematisch.

    Die einzige mathematisch richtige Antwort ist C: drei, da laut Konvention immer die Regel Punkt- vor Strichrechnung gilt, sofern keine Klammern gesetzt worden sind.
    Das lernen selbst unsere Grundschüler schon in der 3. Klasse ;)
    Ein Term liegt doch vor, nur eben sprachlich umschrieben und eine Kettenaufgabe wäre nur ein künstliches Aufgabenformat der Schule, welches nicht die mathematischen Regeln ausser Kraft setzt.

    Die Fragen, die wir uns immer wieder anhören müssen, finde ich gar nicht so schlimm. Seine Arbeit hin und wieder zu reflektieren gehört zu unseren Aufgaben.
    Bei der vielen und guten Arbeit die wir machen, die bestimmt noch verbesserungswürdig ist, können wir aber mit dem gleichen Selbstbewusstsein, mit dem uns
    die Fragen gestellt werden, kritische Gegenfragen stellen, wie MargieB es geschrieben hat. Ich kann das Statement so auch gut unterschreiben ;)

    Eigentlich wäre ja seine Lehrkraft in Mathe dafür zuständig zu gucken, wo der Junge denn mit seinem Wissen steht, um dann ein Förderkonzept für ihn zu entwickeln.
    Natürlich kannst du mal abtesten, wie er denn in den einzelnen Bereichen so steht und dabei ruhig "unten" anfangen (Zahlenverständnis, Mengenverständis, Rechnen im Zahlenraum bis 10, bis 100, bis 1000 usw.). Du könntest natürlich auch ein Förderkonzept erstellen , welches du dann mit ihm durchführst oder mit der Lehrkraft mal reden, was in der Schule möglich ist?
    Du kannst ihn natürlich auch auf Rechenschwäche testen lassen, finden werden sie, was du berichtest, wohl auf jeden Fall etwas, was Förderwürdig ist, es muss sich aber nicht zwangskäufig um Dyskalkulie handeln, was du beschreibst.
    Wer dann die Förderung durchführt? Nun ja, wie oben schon gesagt, auf die Lehrkraft hoffen oder Nachhilfe.
    Bei einer festgestellten Dyskalkulie kann man beim Jugendamt versuchen die Kostenübernahme einer Dyskalkulietherapie durch Anwendung des §35a SGB VIII zu beantragen. Dies wird aber von Bundesland zu Bundesland und von Stadt zu Stadt unterschiedlich gehandhabt

    Welche pädagogische Erkenntnis ist so komplex, dass man mehrere Jahre dafür studiert haben muss, um sie zu verstehen? Also was wäre ein Wissen von dem ihr sagt, das würde kein Nichtstudierter jemals wissen können ohne einige Jahre sich mit der Materie beschäftigt zu haben.


    Dann erkläre doch mal ad hoc, wie funktioniert Lernen, auch bitte aus kognitiv psychologischer Sicht.
    Wie genau geht der Lese- und Schreiblernprozess der Kinder vonstatten. In welcher Reihenfolge bringt man den Kindern konstruktivistisch Mathe bei.

    Ich wundere mich, dass man 8 Seiten über etwas diskutieren kann, das so eklatant falsch ist. Die von Silicium als "Argument" angeführte scheinbare Korrelation von Qualifikation und Bezahlung wird hier stillschweigend akzeptiert.


    Diese Annahme wurde schon mehrmals in Frage gestellt, aber es dreht sich letztendlich alles immer wieder im Kreis...
    Aber trotzdem danke für deine gute Zusammenfassung.

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