Da hast du natürlich prinzipiell recht. Aber nehmen wir mal an, dass es zu keinen großen Abweichungen gekommen ist. Dann fallen mir bei den Stichproben Mängel, die die komplette Korrektur durchziehen, nicht sofort auf.Zusätzlich habe ich den Eindruck, dass sich in den vergangenen Jahren mehr und mehr eine "nach mir die Sintflut-Haltung" breitgemacht hat, dieses "was kümmert's mich, nach mir kommen ja noch ein /zwei andere, die können's dann ja richten". Gerade wieder gehört: "Ach, da mache ich mir keinen Stress mehr, wenn ich daneben liege, ist das dann die Aufgabe des Drittkorrektors". Nein, das ist sie nicht! Und ja, das nervt mich so grundsätzlich. Aktuell habe ich nämlich tatsächlich eine ausgesprochen sauber und gut korrigierte Erstkorrektur vor mir liegen :).
Ersteres ist auch wieder wahr. Einen deutlichen Trend zur Nachlässigkeit beobachte ich allerdings noch nicht. Solche Exemplare begegnen mir über die Jahre gleichmäßig, auch schon zu Zeiten des Fehlerquotienten. Mal Erstkorrektor, der nur rudimentär Englisch kann, mal auch die Zweitkorrektoren, denen man anmerkt, dass sie das aufgedrückt bekamen. Aber die von dir beschriebene Haltung ist wirklich nervig. Ich melde so etwas immer zurück, Positives wie Negatives. Leider hört man nur selten, dass sich Endbeurteiler die Mühe machen, auch zu loben.