Beiträge von DFU

    Der Stoffverteilungsplan, also die Planung, welcher Inhalt wie viele Wochen behandelt wird und in welcher Reihenfolge, sollte zu Beginn stehen. Dafür musst du einen Überblick über alle Lehrinhalte haben. Wobei du als Anfänger die Reihenfolge des Buches einhalten solltest, weil du sonst im Buch möglicherweise auf Aufgaben triffst, die ohne das Wissen vorheriger Kapitel nicht lösbar sind.

    Möglicherweise gibt es da aber an der Schule auch Vorgaben, danach solltest du an der Schule fragen. Gibt es keine Vorgabe, dann kann vielleicht trotzdem ein Kollege von dort seinen alten funktionierenden Plan aus diesem Jahr mit dir teilen.

    Du musst nicht unbedingt alle Einheiten vorher durchplanen, solltest aber gut überlegen, ob du während des laufenden Schuljahres noch ausreichend Zeit dafür übrig hast. Wenn du als Werkstudent parallel zum Studium unterrichtest, dann empfehle ich die Vorbereitung lieber früher zu machen.

    Hintergrund: Ich bastle an einer Webseite, auf der ich historische Informationen zu Orten in Oberschwaben sammle. Dazu durchforste ich auch Sagensammlungen des 19.Jahrhunderts und wollte ursprünglich zur Illustration einige Ansichtskarten verwenden, bei denen das Copyright abgelaufen ist - womit sich diese problemlos verwenden lassen.

    Und ich dacht, du läßt aktuell alle Bilder (Frosch im Büro, laminiertes Eichhörnchen) von einer bildgenerierenden KI erstellen.

    Beim bisherigen 6-seitigem Dokument, hat jeder Schüler zu Beginn der Kursstufe eines ausgedruckt/kopiert bekommen und für das Abitur haben wir entsprechend viele Exemplare in der laminierten Version vorgehalten. Außerdem gibt es den Link auf der Homepage, für diejenigen, die ihre Seiten verloren hatten.

    Die 70-seitige Version kannte ich bisher nicht.

    Wenn du es so liest, dass man es wissen muss, um sein Leben zu schützen, dann ja.

    Aber ebenso müssen Autofahrer (insbesondere von LKW) wissen, dass es absolut lebensgefährlich (für andere) ist, loszufahren, wenn man nicht weiß, ob im toten Winkel jemand steht. Den toten Winkel kennt jeder Autofahrer, wer losfährt ohne sicher zu wissen, dass dort niemand steht, handelt aus meiner Sicht mindestens fahrlässig. Eher grob fahrlässig, da jeder weiß, dass ein Auto mit mehreren oder sogar vielen Tonnen Masse lebensgefährlich ist für andere Verkehrsteilnehmer, die eventuell im toten Winkel stehen.

    Doch, absolut. Dann kommt man nämlich gar nicht erst auf die lebensmüde Idee, einem LKW rechts vorzuziehen. Es hilft auch nicht, sich *vor* einen LKW zu stellen, man wird nicht gesehen. Einfach dahinter bleiben.

    Du hast das müssen gelesen? Natürlich soll man im Straßenverkehr vorausschauend fahren, aber im Moment nimmt man in Kauf, dass 11-jährige Kinder im Straßenverkehr für erwachsene Autofahrer mitdenken müssen. Das darf meiner Meinung nach nicht die Lösung sein.

    Und dummerweise gibt es auch bei Radwegen oder Radstreifen Haltelinien für Radfahrer, die im toten Winkel und im Kurvenbereich von LKW liegen, wenn dieser neben dran an der Ampel stand. Wie will man das Kindern beibringen?

    Eben. Außerdem müssten Autos 1,5m Abstand beim Fahren halten, täten sie dies, wäre schön viel geholfen.

    Insgesamt sind die meisten Städte nur für KfZ-Verkehr ausgelegt, das ist ein Problem, ich bin daher froh um jeden Radstreifen am Rand, weil Autofahrende diesen im Normalfall sehen.

    Gerade wenn es Schutzstreifen gibt, wird man oft enger überholt als ohne, weil die Autofahrer alles links der Markierung für ihren Bereich halten. Außerdem führt der Schutzstreifen dann oft direkt neben parkenden Autos entlang, so dass man eben nicht 1 m Abstand zu diesen einhalten kann, wenn man auf dem Schutzstreifen fährt.

    Aber ein Schutzstreifen mit dem passenden Abstand zu den Parkplätzen ist wohl nicht dauerhaft durchsetzbar. Hier haben sie in Soest mal versucht., sind aber schließlich gescheitert. Dabei war es so unsinnig nicht, weil die Straße sowieso nicht breit genug ist, einen Radfahrer mit 1,5 m Abstand zu überholen, da können sie den Schutzstreifen auch mittig führen. Allerdings mussten alle Autos auch über den Schutzstreifen fahren, was ja eigentlich nicht so gedacht ist.

    Zu dem Fall:

    In der Fahrradausbildung in der 4. Klasse ist der tote Winkel und wie man sich als Radfahrer zu seiner eigenen Sicherheit verhält ein großes Thema. Meine Schule lässt zusätzlich beim jährlichen Bustraining die Schüler extra in den toten Winkel stellen und die Spiegel von der Fahrerseite her anschauen, dass jedem klar wird, wie gefährlich der tote Winkel ist.

    Gibt es überhaupt Verkehrserziehung oder so etwas wie Belehrungen in Bezug auf den toten Winkel in der Sekundarstufe?

    Natürlich kann es helfen, wenn Fahrradfahrer den toten Winkel kennen. Ich würde das meinen Kindern auch beibringen.

    Allerdings sollten nicht die Schüler darüber geschult werden müssen, sondern die betroffenden Kraftfahrer dahingehend informiert sein, dass sie nicht losfahren können/dürfenb, wenn sie nicht sehen, ob sie jemanden über den Haufen fahren. Wie kann man auf die Idee kommen, diese Verantwortung den Kindern aufzuerlegen?

    Ist das neu, dass die Dreifachkonsonanten durch Bindestrich getrennt werden dürfen?

    z.B. See-Elefant oder Bett-Tuch oder Schiff-Fahrt

    Sieht für mich sehr gewöhnungsbedürftig aus und der Bindestrich stört etwas meinen Lesefluss. Ich glaube, ich bleibe bei Betttuch und Schifffahrt, obwohl ich mich auch daran noch nicht wirklich gewöhnt habe. (Das waren noch Zeiten, als der dritte Konsonant weggefallen ist, außer bei der Betttruhe gegenüber der Bettruhe).

    Was mich schon 1996 gestört hat, sind aber vor allem die vielen alternativen Schreibweisen, die zugelassen sind. Da fehlt mir dann etwas die Verbindlichkeit bei der Rechtschreibung. Kein Wunder, dass dann jeder schreibt, wie er will. Man hat ja mal gelernt, dass es in vielen Fällen verschiedene Möglichkeiten gibt. Aber die Spagetti und der Jogurt ohne h sind jetzt wieder verboten.

    Ich verstehe die Einwände wg. Fairness - das hatte ja bereits im Ausgangsbeitrag angesprochen, dass es mir widerstrebt eine "Ausnahme" zu machen - wobei es in dem Sinn keine Ausnahme ist, dass bei jedem Schüler mit diesen Umstände diese Überlegung kommen würde.

    Es sind nicht die typischen privaten Ereignisse wie Scheidung der Eltern, schlimmer Unfall von Nahestehenden etc. - deswegen fand ich die Fragestellung originell und dachte Ihr fändet das evt. auch interessant.

    Ich würde in diesem Fall keine Ausnahme machen, die dir ja sowieso widerstrebt.

    Wenn der Schüler keine Nachhilfe wollte, hätte er sich frühzeitig um bessere Noten in dem Fach bemühen können. Der Ausbildungsbetrieb wird ja im Vorfeld schon etwas zu den Zielnoten gesagt haben.

    Und wenn es dem Schüler durch mehr Einsatz tatsächlich nicht möglich gewesen wäre, die 4 selbständig zu verhindern, ist Unterstützung in dem Fach ja kein Fehler.

    Das klingt aber alles Andere als seriös, um ehrlich zu sein. "Deine Leistungen entsprechen einer 5, aber ich gebe dir eine 4, weil du durch die Scheidung deiner Eltern gerade eine harte Zeit durchmachst." ? Gerade eine 4 heißt doch, dass die Anforderungen (knapp) erfüllt wurden, und wenn die Anforderungen in Wahrheit nicht erfüllt wurden, ist das eine Täuschung aller Beteiligten (inkl. nachfolgender Lehrkräfte oder zukünftiger Arbeitgeber), da ich mal davon ausgehe, dass hinter die 4 kein Sternchen mit Zusatz "berücksichtigt private Situation des Schülers" kommt, oder?

    Wenn beispielsweise die eine Klassenarbeit in dem Zeitraum der schwierigen privaten Situation deutlich schlechter ausgefallen ist, als alle anderen (z.B. 3 mal 2/3 und eine 5 bei guten sonstigen Leistungen) kann man in BW bei schriftlich:sonstiges problemlos die 2 geben, obwohl sich rechnerisch eine 3+ und damit 3 ergibt. Analog geht das auch, wenn statt 4/5 einmal eine 6 geschrieben wird und die sonstigen Noten ausreichend sind.

    Eine Zusatzbemerkung ist nicht notwendig, da die pädagogisch-fachliche Gesamtwertung der erbrachten Leistungen zu der im Zeugnis festgehaltenen Notenbildung geführt hat.

    Warum müssen Eltern die Lehrer "kennenlernen" und dann gerade am Elternsprechtag, wenn wichtige Gesprächstermine anstehen? Kennst du alle Eltern deiner Schüler?

    Von müssen spricht doch niemand, aber sie dürfen. Ich kenne auch nicht alle Eltern meiner Schüler. Insbesondere nicht, wenn ich in einer Klasse nur Fachlehrer bin. Aber es hilft sich zu kennen, wenn man für das Kind zusammenarbeiten möchte. Und auch wenn die Noten stimmen, können sich die Eltern dafür interessieren, wie es dem Kind in der Schule geht (s. auch unten).

    Welchen Anlass gibt es denn am Elternsprechtag pauschal?

    Pauschal für alle Eltern interessant kann die Frage nach dem Sozialverhalten des eigenen Kindes in der Klasse in sein, ob es gut in die Klasse integriert ist usw. Nicht alle Kinder erzählen zu Hause viel. Und oft haben Lehrer da einen anderen Einblick als Eltern.

    Dafür kann man aber auch gut zum Sportlehrer gehen, der oft nicht so viele Gesprächsanfragen und in dem Bereich oft guten Einblick hat.

    Über die Leistungen gibt es durch Klassenarbeiten und Tests ja regelmäßig Rückmeldung, aber darüber wie glücklich das Kind in der Schule wirkt und ob es in der Pause alleine bleibt oder mit Freunde zusammen ist eher nicht.



    Ich finde es aber wie gesagt auch total in Ordnung, Eltern im Vorfeld zu sagen, dass aus Lehrersicht alles super läuft und es nichts zu besprechen gibt. Wenn das den Eltern reicht, kann man sich das Gespräch sparen.



    In BW kenne ich es übrigens so, dass entweder ein zweiter Klassenpflegschaftsabend (=Elternabend) stattfindet oder dieser Elternsprechtag. Zusätzlich zu zwei Klassenpflegschaftsabenden kenne ich es nicht. Und als Lehrer bevorzuge ich den Elternabend. Wenn die Eltern nicht mit allen Fachlehrern sprechen möchten, sondern nur mit einem oder zwei Kollegen, ist der Sprechtag aber für sie oft kürzer als ein Elternabend.

    Zitat Mathelehrer 5. Klasse: „Du bekommst keinen Termin für deine Eltern, du bist zu gut in Mathematik.“

    Zitat Schüler: „Können Sie mir das schriftlich geben, meine Mutter glaubt mir das sonst nicht?“

    Prinzipiell finde ich es in Ordnung, Eltern zu kommunizieren, dass es aus Lehrersicht nichts zu besprechen gibt, allerdings ist der Sprechtag auf Grund der kurzen Gesprächstermin ja gerade nicht für Problemfälle geeignet, und in der 5. Klasse kommen die Eltern oft einfach, um die Lehrer kennenzulernen. Dazu sollten auch die Eltern von guten Schülern die Möglichkeit haben. Zumindest beim Klassenlehrerteam, zu dem im obigen Fall auch der Mathematiklehrer gehörte.

    Schulleitung, Oberstufenberatung und Tutoren sind bei uns auf jeden Fall anwesend, da sie auch bei der Zeugnis- oder Preisverleihung beteiligt sind. Die Veranstaltung dauert dann aufgrund der Schülerzahl zwei bis drei Stunden.

    Der Termin wird bei uns jedes Jahr von der Schulleitung frühzeitig kommuniziert und es ist klar, dass alle Kollegen eingeladen sind. Es wird aber nicht kontrolliert und es geht auch bei weitem nicht jeder Kollege hin. Von den Fachlehrern aus den letzten zwei Jahren aber doch die meisten. Und ich finde auch, dass das zu den Aufgaben dieser Kollegen gehört. Wenn ich dort unterrichtet habe, versuche ich daher teilzunehmen. Es gibt aber immer mal wieder Gründe, weswegen es mal nicht klappt. Und manchmal hat man als einfacher Fachlehrer auch einfach keine Zeit.

    Bei uns findet diese Veranstaltung aber nicht Samstags statt sondern zu üblichen Arbeitszeiten, kostet als schulische Veranstaltung keinen Eintritt und die Kollegen werden durch das vorzeitige Unterrichtsende in der Kurstufe durchaus entlastet. Natürlich werden sie gegenüber den übrigen Kollegen bevorzugt für Vertretungen eingesetzt, aber das ist in der Regel nicht in dem Umfang notwendig, wie ich es oben bereits von anderen Schulen gelesen habe.

    Zur Kostensenkung findet die Abifeier meist am gleichen Abend im gleichen Raum, den die Stadt als Schulträger zur Verfügung stellt, statt, da die Schüler dadurch dann die Raummiete sparen können. Das ist dann keine offizielle Schulveranstaltung mehr, es wird Eintritt verlangt und es sind dann weniger Kollegen anwesend. Ob Kollegen einen ermäßigten Preis zahlen oder den vollen Preis oder den vollen Preis nur für ihren Partner, wenn sie mit Begleitung teilnehmen möchten, weiß ich gerade nicht. Das ist auch nicht jedes Jahr exakt gleich. Zu der zweiten Veranstaltung laden die Schüler ein, manchmal per Durchsage in der Schule, manchmal per E-Mail und ihre Tutoren. Es ist eine Party mit DJ oder Liveband.


    Zu meiner Schulzeit gab es zwei Veranstaltungen, eine durch die Schüler organisierte inoffizielle Abiturfeier und einen vom Förderverein gesponserten offiziellen Abiball. Ersteres war ein durch die Schüler organisierter bunter Abend mit Theaterstücken, Songs, Geschenken für die LK-Lehrer,… und kostenlosem durch die Schüler selbst gemachtem Buffet. Wegen der Raummiete wurde ein Eintritt verlangt, mindestens die LK-Kollegen haben Freikarten bekommen. Zu der Veranstaltung kamen wegen der Show auch viele Schüler aus dem vorherigen oder dem folgenden Jahrgang und weniger die Eltern.

    Am offiziellen Abiball wurden die Zeugnisse dann in formellen Rahmen mit Reden usw. auf der Bühne übergeben. Die Raummiete wurde gesponsert, wer dort am Essen teilnehmen wollte, musste für das Buffet pro Person zahlen. Nach der Zeugnisübergabe gab es dann einen richtigen Ball mit Paartanz usw. Aus Schülersicht toll, wenn die Schule den Abschluss in einem solchen Rahmen feiert. Aus heutiger Lehrersicht war das sicher ein Aufwand (langer Abend), der so nicht zwingend notwendig ist. Insbesondere, wenn man kein Tänzer ist.

    Wenn es um die Ansprechbarkeit für die Kollegen geht, kannst du ja vielleicht jeden Tag eine halbe Stunde Telefon- bzw. Videosprechstunde mit dem Dienstgerät anbieten, in der die Kollegen dich für Raumänderungen, Vertretungswünsche, … kurzfristig erreichen können, obwohl du nicht im Büro sitzt.

    Edit nach Moebius Beitrag: Mein Vorschlag zielte nur auf die Zeit eines Beschäftigungsverbots in der Schule ab.

    Natürlich wird zuerst der Kollege eingeteilt, der Unterricht hätte, der darf aber nicht krank sein und nicht das Prüfungsfach unterrichten.

    Ist das eine schulinterne Regelung? Ich kenne das auch nicht so, dass die Aufsicht das Fach nicht unterrichten darf. Ein Mathematiklehrer im Mathematikabitur ist als Aufsicht okay. Der eine Mathematiklehrer des Kurses meines Wissens aber nicht. Er muss morgens die Aufgaben aussuchen und kann auch bei der Begrüßung der Prüflinge durch die Schulleitung usw. dabei sein, geht dann aber wieder.

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