Beiträge von DFU

    Nein. Der Glottisschlag ist keine Pause.

    Stimmt, das ist er nicht. Trotzdem klingt Lehrer:innen nicht wie Lehrerinnen sondern eher wie Lehrer innen.

    Der Unterschied zwischen einem Glottisschlag und einer Pause fällt weniger auf als der Unterschied zwischen ] und [ɐ] in der Aussprache des zweiten Vokals der Wörter Lehrerin und Lehrer.

    Gerade das Beispiel Lehrerzimmer zeigt aber doch, dass viele Menschen den Plural generisch begreifen. Ich wäre niemals auf die Idee gekommen, Lehrerzimmer müsse man gendern. Ich sehe auch kein Bild eines Raumes voller Männer oder nur für Männer vor mir, wenn ich das Wort höre. Schon als Schüler sieht doch jeder, dass dort beide Geschlechter vertreten sind (oder in der Grundschule oft sogar mehr Frauen als Männer).

    Wenn jemand das anders sieht oder empfindet und mit Lehrer nur männliche Personen meint, darf er gerne in welcher Schreibweise auch immer alle Formen nennen. Mir ist es aber beim Radiohören auch schon passiert, dass ich mich gewundert habe, dass manche Aussagen nur für weibliche Personen gelten sollen. So genau höre ich beim Autofahren nicht zu, um den Unterschied zwischen Lehrerinnen und Lehrer:innen zu erkennen, obwohl er bei richtiger Aussprache ja eigentlich deutlich zu hören sein sollte.

    Mich wundert allerdings, dass noch niemand bemängelt hat, dass bei der Form Lehrer:innen, zumindest von der Aussprache her die weibliche Form (egal ob Plural oder Singular) wieder herausfällt und doch die generische Form zum tragen kommt. Lehrer:innen wird ausgesprochen wie Lehrer innen in dem Satz „Die Kinder stehen außen, die Lehrer innen.“ (Edit: Es wird natürlich nicht genauso ausgesprochen, aber es klingt doch ähnlich.)

    Lehrerin, Silbentrennung: Leh-re-rin, IPA: [ˈleːʁəʁɪn]

    Lehrerinnen, Leh-re-rin-nen, [ˈleːʁəʁɪnən]

    Lehrer, Leh-rer, [ˈleːʁɐ]

    Lehrer:innen, Leh-rer-in-nen, [ˈleːʁɐ.?ɪnən]


    sunshine_:-) Hast du wirklich immer einen Raum für Männer vor Augen, wenn du Lehrerzimmer hörst? Und voller Männer, wenn du an einen vollen Raum denkst?

    Und bei Aldi mit neuer Kasse gibt es keine Selbstbedienungskassen sondern inzwischen an jeder Kasse zwei Kartenlesegeräte. Während ein Kunde noch mit Karte bezahlt, bedient der Kassiere bereits den nächsten Kunden. Funktioniert, weil die meisten Kunden mit Karte bezahlen.

    Ich finde das total ungemütlich, wenn der Kassierer nicht wartet bis der Prozess des Abkassierens bei mir beendet ist, aber es ist natürlich deutlich schneller, weil er eben nicht warten und Däumchen drehen muss.

    Gibt es bei euch gar keine Online- Konferenzen?

    Jetzt tatsächlich schon länger nicht mehr. Von unseren Kollegen sind aber auch viele der Meinung, dass Konferenzen in Präsenz besser sind. Man kann daher nicht von dem einen Wunsch von dem ganzen Kollegium sprechen. Viele diskutieren lieber in Präsenz. Im Einzelfall wie bei Miss Miller würde man aber sicher eine Lösung finden.

    Unser Weg zur Entlastung war eher die Fachkonferenzen zu reduzieren. Offizielle Fachkonferenzen gibt es in meinen Fächern in der Regel nur noch einmal im Schuljahr. Ansonsten werden Informationen per E-Mail oder Moodle ausgetauscht und Beschlüsse im Laufe des Schuljahres teilweise per Umlaufbeschluss gefasst, wenn niemand Diskussionsbedarf anmeldet. Weitere Treffen finden dann in kleineren Gruppen statt, die selbst entscheiden, ob sie sich in Präsenz oder online besprechen möchten. Das sind dann ganz bewusst nur Arbeitsgruppen, damit gerade in Fächern wie NwT oder BNT nicht alle Kollegen, die es unterrichten dürften, teilnahmepflichtig sind. Freiwillig mitmachen, darf natürlich immer jeder, der sich für das Thema interessiert.

    Was online stattfindet sind schulinterne Kurzfortbildungen z.B. zu WebUntis, iPad-Einsatz,…

    Und online-Konferenzen sind nicht kategorisch ausgeschlossen, es werden aber momentan einfach keine veranstaltet.

    Also vordrängeln in etwas charmanter ;)

    Wäre möglich, ja. Aber ich kenne keinen Kollegen, der dort nicht trotzdem wartet.

    Wenige Kollegen haben das Recht zur Selbstbedienung. Die müssen nicht warten, weil sie sich parallel zur Abfertigung der Schlange bedienen können. Dazu gehöre ich aber nicht.

    Gymnasium, also ältere Schüler.

    Die Schüler durften die Beobachtung machen. Ein Kollege hatte eine Beobachtungsstation eingerichtet, zu der die Klassen nacheinander hingehen konnten. Was genau aufgebaut war, weiß ich nicht mehr. Aber vermutlich Sonnenbeobachtung mit dem Teleskop. Eigene Sonnenfinsternisbrillen wurden auch mitgebracht.

    Also beraten lassen durch die Schwerbehindertenvertretung, möglichst vieles im Gespräch mit der SL ansprechen und festlegen und ggf. auch einfach noch einmal darauf dringen als Entlastung zumindest an bestimmten Konferenzen online teilnehmen zu können.

    Bei uns finden fast nur noch GLK und Notenkonferenzen in Präsenz statt. Die meisten anderen Konferenzen werden, weil wir das als Kollegium entsprechend beschlossen haben, direkt digital anberaumt, sei es von der Schulleitung oder auch Klassenlehrkräften bzw. Fachschaften. Das ist also auch etwas, wo ihr als Kollegium an einem Strang ziehen müsst, um Entlastungen bei zusätzlichen Konferenzen für euch zu entwickeln bzw. zu beschließen.

    Ich dachte, Onlinekonferenzen sollen in BW nicht die Regel sein. Wobei natürlich alles super ist, wenn sich bei den Fachkonferenzen alle einig sind.

    Hybridveranstaltungen finde ich immer schwieriger umzusetzen als reine Onlineveransataltungen. Miss Miller: Wenn du jemanden im Kollegium hast, der die Organisation deiner Zuschaltung übernehmen würde, könnte das vielleicht helfen. Oft genügt ja jemand mit einem iPad, der in der Nähe der Konferenzleitung sitzt, damit der Ton bei dir ankommt, und seinen Arm für dich heben kann, wenn du eine Wortmeldung hast, die die Konferenzleitung sonst übersehen würde.

    Oder du findest einen Kollegen, der nichts dagegen hat, dich nach einer Konferenz/Besprechung über die wichtigsten Punkte zu informieren. Vielleicht hilft das, wenn du mit der Schulleitung teilweise Konferenzbefreiung, falls in NRW möglich, vereinbaren möchtest. Vielleicht gibt es ja jemanden, dem du im Gegenzug auch mit irgendetwas helfen kannst.

    Bei uns gibt es auch die Möglichkeit sich an der Zimmertür statt an der Schlange der Kioskausgabe anzustellen. Ich stand noch nie in der Schlange, gehe auch nie in der Pause. Habe aber zu Beginn meiner Springstunde auch schon gewartet, bis die restlichen Schüler der Schlange fertig bedient waren.

    Und es gibt auch Schüler, die viel mit dem Hausmeister zu tun haben (Schülersprecher, Techniker,…), die auch an der Tür stehen.

    […] Aus meiner Sicht gibt es definitiv nicht den Automatismus "Wenn 8 von 10 Kollegen Privates einbringen, dann müssen das auch die anderen beiden." So ein Automatismus wäre genauso unverschämt, wie die Forderung "Niemand darf Privates am Arbeitsplatz nutzen".


    Oder anders ausgedrückt ... Leben und leben lassen. Ich verstehe daher nicht, dass und warum da einige so auf dem Standpunkt "Nichts Privates am Arbeitsplatz" bestehen.

    Wenn aber 8 von 10 Kollegen regelmäßig lieber mit ihren privaten Geräten zu Hause arbeiten statt an in der Schule, wird es wohl nie anstelle der zwei Computerarbeitsplätzen zehn vollausgestatte Büroplätze (mit entsprechender Monitorgröße, ergonomischem Bürostuhl, …) geben, mit denen jeder der zehn Kollegen in der Schule ebenso bequem wie zu Hause arbeiten könnte. Die zwei Kollegen, die nicht ihr privates Gerät nutzen möchten, sitzen dann ohne passendem Bürostuhl an einem alten nicht besonders großem Monitor oder arbeiten gleich an einem Laptop- oder sogar iPad-Bildschirm.

    Da würde es schon helfen, wenn alle Kollegen die entsprechende Ausstattung in der Schule fordern würden, statt privates zu nutzen. Aber es arbeiten nicht alle nur wegen der fehlenden Büroausstattung zu Hause, sondern auch aus privaten Gründen wie flexibler Abreitszeiteinteilung für Kinderbetreuung, Hobby o.a. Daher wird es nicht dazu kommen.

    Morse: Wenn es nicht mal die Möglichkeit gibt, es ohne private Geräte zu machen, würde ich mein privates Gerät auch aus Prinzip nicht zu Verfügung stellen. Und meiner Meinung nach sollte auch die Schulleitung das dem Kollegium gegenüber nicht als Lösung darstellen. Allerhöchstens als Alternative zu einer unabhängig von Privatgeräten funktionierenden Lösung.

    Und bei der letzten Kollegin, die solch einen Kurs absolviert hat, war es wie von mir beschrieben: Ihr fielen zwei Stunden im Dualen System weg, der Rest blieb wie von mir beschrieben: […]

    Und es wäre an deiner Schule nicht möglich, im Vorfeld eine entsprechende Vereinbarung (z.B. kein Klassenlehrer oder kein neuer Abiturkurs o.ä.) mit der Schulleitung zu treffen?

    Und insbesondere bei einLehrer1234 scheint im Fach Informatik seitens der Schule ja großer Bedarf an weiteren Informatiklehrern zu sein. Gerade dann sollte eine solche Vereinbarung möglich sein.

    Meer schreibst du in einem Lernfeld mit weniger Stunden Klausuren mit gleichem Umfang, wie in einem Lernfeld mit mehr Stunden? Bei mir hängt der Umfang von Klassenarbeiten schon davon ab, ob ich ein Fach einstündig oder fünfstündig unterrichte. Und damit auch der Aufwand beim Erstellen und Korrigieren.

    Was steht denn in der Hausordnung genau drin, für ern das Mützenverbot gilt?

    Ich kenne eine Schule, da ist explizit festgehalten, dass Schüler und Lehrer pünktlich zum Unterricht erscheinen müssen. In dem Fall beschweren sich die 5. Klässler zurecht, wenn da mit unterschiedlichem Maß gemessen wird.

    Wie kommst du denn darauf?!? Wie gesagt, frage doch mal alle die Leute, die im HO arbeiten, ob sie einen Firmen WLAN-Anschluss haben zuhause. Und da rede ich sicher nicht von Lehrern, sondern von vielen vielen Leuten aus der freien Wirtschaft.

    Natürlich haben alle Arbeitnehmer mit Homeoffice laut Arbeitsvertrag ein von der Firma vollständig ausgerüsteten Büro zu Hause. Abhängig davon, was eben notwendig ist. Das kann durchaus alles sein: Schreibtisch, Stuhl, Telefonanschluss und Internetvertrag, PC mit mehreren Monitoren, Laptop und Handy. Da nutz niemand privates WLAN.

    Wenn dagegen im Arbeitsvertrag nicht Homeoffice vereinbart ist, und die Firma dementsprechend Büroräume zur Verfügung stellt, dann wird dem Arbeitnehmer zu Hause kein Büro eingerichtet. Trotzdem kann die Firma dann mobiles Arbeiten genehmigen, weshalb sich mancher, der das nutzen möchte, dann selbst einen Arbeitsplatz einrichtet.

    Als Lehrer hat man aber ohne Zusatzaufgaben meist keinen Arbeitsplatz in der Schule, der alle Anforderungen eines Büroarbeitsplatzes erfüllt. (Das hatte ja auch das Finanzamt erkannt und es in ihrem Bereich, also bei der Steuer schon vor Corona berücksichtigt.) Einen Homeofficebertrag werden wir aber vermutlich nie bekommen, denn dann müssen ja auch Konferenzteilnahmen immer von zu Hause aus ermöglicht werden. Lehrer müssten also zuerst einmal berhaupt für ordentliche Arbeitsplätze eintreten.

    An dieser Stelle gibt es aber einfach zu wenige Lehrkräfte, die gerne alle Schreibtischarbeit in der Schule erledigen möchten und daher einen ordentlichen Arbeitsplatz in der Schule einfordern.

    Die meisten Kollegen sind doch froh, wenn sie sich bei der Schreibtischarbeit flexible für mobiles Arbeiten von zu Hause aus entscheiden dürfen.

    Und das Schulträger ist froh darüber.

    Das "opfern" verstehe ich nicht.

    Aber ist es in BW nicht so wie in NRW, dass Teilzeitkräfte jede Stunde Mehrarbeit wie eine normale Stunde vergütet Bekommen. (Bis ggf. hin zur Vollzeit.)

    Bei Beamten nicht. Mit 50% Deputat muss man aber im Monat nur 1,5 h Mehrarbeit leisten, bevor man mit der zweiten Stunde alles als Mehrarbeit abrechnen kann. Aber die Abrechnung ist wie beim Vollzeitkollegen nicht so lukrativ wie eine normal bezahlte Stunde.

    Bei längeren Vertretungen stocken Teilzeitkollegen daher oft auch für ein Viertel- oder halbes Jahr ihr Deputat auf. Aber bei Spontanvertretungen geht das nicht.

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