Beiträge von chilipaprika

    Wir freuen uns wirklich über jeden der zurückkommt und wieder gesund wird. Aber Fakt ist, dass das jetzige System auf dem Rücken der anderen Kollegen läuft und diese krank macht, weil es eben über Mehrarbeit der anderen läuft und nicht über Ersatz.

    Das stimmt.

    Aber das gilt auch für die höchst selten vertretene Elternzeit von Vätern ("zu kurz, zuviel Aufwand"), für Krankheiten (darf man auch nicht 1-2 Wochen krank sein?), für den Mutterschutz, für Reduktionen jeder Art...
    Das gilt auch für die "Bündelung" aller Förderschwerpunkte und nicht angemessene Begleitung von SuS mit Förderbedarf ("1 Stunde die Woche"), ...
    DAS macht krank.

    Soll ich zum Beispiel aufhören, die speziell gestalteten Arbeitsblätter für die SuS mit Sehbehinderung zu machen? (Es IST ein Mehraufwand und summiert sich)? Soll ich aufhören, den Nachteilsausgleich "Mehr Zeit" zu geben? (Weniger Pause für mich)? Auch diese Sachen machen krank.

    Werden denn andere KuK in die DU geschickt, weil sie zur ersten kommen müssen?
    Komisch, klappt doch ganz gut, wenn Eltern die erste Stunde frei brauchen, wegen Kita. Und da wird doch gesagt "ist halt so, Vereinbarkeit von Beruf und Familie".

    Und für die Reduktion wegen Kind gibt es auch keinen Ersatz.

    PS: JA, ich wäre für den Ersatz, in allen Fällen.
    Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum es keinen Ersatz gibt / geben soll, wenn jemand in der Wiedereingliederung ist. Schließlich ist man da weiterhin krankgeschrieben.
    Für eine Langzeitkrankschreibung gibt es doch auch Vertretung?

    wow... den Kollegen in die DU schicken, statt ein paar Monate überbrücken.
    Wäre es auch das selbe, wenn der Kollege für die nächsten 6-12 Monate auf einen Rollstuhl angewiesen wäre und morgens aufgrund von Pflege und Zeitaufwand immer erst zur 2. kommen könnte?

    Die Stunden stehen doch im Stundenplan, warum weiß man sie nicht?

    Entlastungsstunden werden in der Konferenz benannt, die sind also auch bekannt.

    - weil die Abstimmung eeeeeeeeeeewig her ist (oder nie passiert ist) und deswegen nicht wirklich öffentlich ist (ja, ich weiß, müsste man ansprechen und neu abstimmen lassen.)

    - weil ich als normale Kollegin nicht unbedingt weiß, wer schwerbehindert ist und dafür eine Entlastung erhält (ich habe in den letzten Jahren von einzelnen Fällen im Kollegium erfahren - durch Freundschaft -, da bin ich 100% sicher, dass die Hälfte des Kollegiums es nicht weiß und ich von anderen Kolleg*innen widerum nichts weiß.)

    Ach, mich interessiert einiges nicht, aber man hat eine Mosaik von Informationen über jeden Kollegen.
    Der einen Monat Elternzeit hat, weil seine Frau entbunden hat.
    Der geheiratet hat (und einen Tag frei hatte / neuen Namen hat / Kuchen gebracht hat)
    Der gestern nicht korrigieren konnte, weil Kleinjasper von der Kita was gebracht hat..

    Der gestern auf dem Elternabend war oder beim Abholen vom Sohn beim Tennis dies gesehen hat...

    Der einfach nur sagt "oh in den Ferien sind wir bei Marinas Eltern" oder "Ach, das Wochenende war schön, aber Wolfgang hat eine Lebensmittelvergiftung bekommen, doof.."

    Wer nie in der Situation war, etwas vermeintlich verstecken zu wollen/müssen, hat noch nie gemerkt, wieviele Hinweise am Tag über das eigene Leben fallen.
    Den meisten Menschen fällt es nicht auf, wenn / weil es der Norm entspricht. Aber spätestens bei Wolfgang klingelt es eine Milisekunde. Die meisten werden denken "ach, wusste ich nicht, okay, nicht ein besonderes Gespräch wert" und dann gibt es einige Arschlöcher, die sich davon getriggert fühlen, dass Peter unbedingt "zu Schau stellen will", dass er homosexuell ist und FAST seine Sexualpraktiken rumposaunt hätte, wenn - zum Glück - Arsch 1 nicht sofort eingegriffen hätte und von SEINEM Wochenende mit seiner süssen Petra erzählt hätte. Puh...

    Es reichen ja Bewerbungen von grundständig Qualifizierten, dass man die anderen Bewerbungen gar nicht berücksichtigt oder auch nicht wirklich darf (das müssen Schulen schon begründen, warum sie 2-3 "normale" Bewerber*innen ablehnen und einen OBASler nehmen)

    Na ja, er hat seinen Schwerpunkt in den Gesellschaftswissenschaften. Neben Sport sind seine Lieblingsfächer Politik, Erdkunde und Geschichte. Da die Gesellschaftswissenschaften nicht den gleichen Stellenwert haben, wie die Naturwissenschaften, wird das wohl nichts mit "echtem" Schwerpunkt.

    Ist der Start in die 9. Klasse nicht ein bisschen früh, um den Abischwerpunkt schon festzulegen?

    Anders gesehen: Wenn man sich nicht "ärgern darf" (und das sollte man eben nicht, professionelle Distanz), sollte man sich auch nicht "freuen".
    Ich finde, wenn beides in einem regulären, professionellen Maße bleibt (mein Mann freut sich auch, wenn er einen guten Kandidaten einstellen oder befördern darf und ärgert sich, wenn eine Fehleinschätzung beim Vorstellungsgespräch zu einer Einstellung geführt hat, die jetzt in Kauf genommen wird), dann gehört es eben zum normalen Leben dazu.
    Arbeit MUSS nicht Gefühle auslösen, DARF es aber auch. Man soll nur aufpassen, dass man nicht von diesen Gefühlen abhängig ist oder ihnen zu viel Macht gibt.

    Warum unterschreiben Eltern nicht? Meiner Erfahrung nach sind es eher deren Kinder, die vergessen, den Zettel unterschreiben zu lassen. (Auch nach der zweiten, dritten, vierten Erinnerung.)

    niemals im Leben habe ich Eltiefe, wo man nur ‚ja‘ ankreuen kann. Es ist mir nicht fälschungsicher und ich habe auch keine Garantie, dass die Eltern überhaupt Kenntnis davon hatten.

    Die Eltern unterschreiben also - bei mir - immer ja oder nein, und das bei jedem einzelnen abgefragten Punkt.

    Es ist ein theoretischer Thread (aus existierendem, schon (un)geklärtem Anlass).

    Ich habe mich gefragt, ob man eben die Teilnahme an der Zusage hätte knüpfen dürfen. Und wie ich es bei einer zukünftigen Fahrt haben möchte (eben nur mit dieser Erlaubnis).

    Klar werden die SuS auch ‚freie Zeit‘ haben aber AUCH Aufgaben in einem Feld haben, das ich nicht dauerhaft im Blick habennkann.

    „8. Kl aufwärts“ weil es für mich die natürlich Grenze ist, wo ich es verantwortbar finde, 3er Gruppen zu bilden und ‚loszulassen‘.

    oh nein oh nein, ich wollte es nicht auf "es ist die Psyche" schieben. Darüber ärgere ich mich selbst seit über zwanzig Jahren.
    Aber da treasure selbst von einer Therapiesuche spricht, werfe ich ein, dass es unter den Psychotherapeut*innen welche gibt, die auch den medizinischen Hintergrund haben und es durchaus helfen kann.

    (ganz krasses Beispiel: Ich habe heftige Unterleibschmerzen. Es ist natürlich meine Psyche und meine (wortwörtliche) Hysterie.

    Es tut gut, wenn der Arzt/Therapeut weiß, dass Endometriose nicht psychisch ist und ich es mir nicht einbilde.
    Okay, ich merke beim Schreiben, wie lächerlich mittlerweile meine Erwartungen an Ärzte sind.

    Ich schließe mich Caro07s Tipp der antientzündlichen Ernährung an. Das Leben ist dann durchaus weniger lustig, aber es kann helfen. (Jetzt mein eigenes Gemeckere: ich bin seit drei Tagen vor Schmerzen geplagt und gekrümmt, ich weiß nicht, was ich gegessen / gemacht / nicht gemacht habe, aber GENERELL hat es mir auch sehr geholfen und hält mich wesentlich stabiler.)

    Der Begriff "Psychosomatiker" ist mir tatsächlich noch nicht geläufig gewesen und ich danke dir für einen neuen Ansatzpunkt!

    Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie – Wikipedia

    Es sind ja auch Psychotherapeut*innen und sie können genau das selbe anbieten (und abrechnen), sie haben halt einen anderen Ausbildungshintergrund.
    Ich drücke dir die Daumen, dass es so eine Person in deiner Nähe gibt, aber grundsätzlich, dass deine Wartelisten schnell kürzer werden.

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