Beiträge von chilipaprika

    chilipaprika ich kann nur berichten, wie wir es machen. Und wir sind wirklich stark im Überhang. Trotzdem läuft aktuell Mehrarbeit bei uns.

    habe ich auch verstanden, ich wollte nur sagen, dass ich nicht glaube, dass es an der SL hängt.
    Ich weiß auch nicht, ob wir aneinander vorbeireden. Mehrarbeit haben wir (wie soll es denn sonst gehen, und zum Glück wird es auch bezahlt), aber eine Vertretungsstelle durfte eben nicht ausgeschrieben werden.

    Egal wie man es dreht: es gibt ein Problem, weil die Schulen alle keine Reserven haben und man absichtlich immer wartet, bis etwas gemacht wird. Mutterschutz, erste Wochen von Krankheit, Vakanzen von ziemlich allen Beförderungsämtern, bevor die nächste Person das entsprechende Geld bekommt.

    Und dann fühlen sich die betroffenen "Opfer" schlecht bzw. opfern sich absichtlich (Bewerber*innen).
    @TE: Keine Schule, die gut plant, rechnet nicht damit, dass eine Frau (und auch ein Mann) "wegen Kind" ausfallen könnte. Einfach unterschreiben und dann sehen, ob es überhaupt gesundheitlich so ist, dass Bedarf an was auch immer ist.

    Da habe ich andere Erfahrungen gemacht. Bis zu 4 Wochen kann die Schulleitung Mehrarbeit anordnen. Auch bei Überhang.

    Nur damit klar ist: Ich bin tatsächlich 100% sicher, dass meine SL sich nicht vor Arbeit gedrückt hat. Hätte ich vor dem Ausfall denken können (habe ich nicht), aber während des Ausfalls hat mir die Sachbearbeiterin der BR das selbst gesagt. Es war ein Zitat von ihr. Es soll mir doch egal sein, ob etwas vertreten wird. Meine SL hätte halt keinen Anspruch und müsse zusehen, wie es klappt. Durch Mehrarbeit von KuK, ja. Aber sie lassen sich nicht zweiteilen (sowohl die Belastung ist endlich, als auch die Menschen, die bestimmte Fakultäten haben)

    Da gehts aber immerhin, wenn die Krankschreibung mehr als 4 Wochen beträgt. Auch kurzfristige Mehrarbeit ist möglich. Und klar ist auch: In der Industrie wird auch erst nach einiger Zeit Ersatz gesucht. Nicht jede Krankschreibung wird gleich aufgefangen.

    Aber grundsätzlich ist das ein echtes Sparmodell, das auf dem Rücken der Kollegien ausgetragen wird.

    Nicht, wenn die Schule reinrechnerisch noch okay ist. (Ich weiß leider, wovon ich rede. Ich hätte eine Bescheinigung über 6 Wochen Krankschreibung 2 Monate im Voraus haben können. Hätte nichts gebracht.
    Und jetzt bin ich über vier Monate raus, bringt auch nichts.
    Eine Vollzeitstelle durch Mehrarbeit (oder einfach nicht vertreten, die Kurse aufteilen, aufbewahren... und einem sagen "Denken Sie nicht dran, werden Sie gesund, ist alles gut." dieses System kotzt mich an. Sorry.

    Das ist aber ein systemisches Problem und nicht die Schuld der Schwangeren.

    Genauso wie bei den Krankschreibungen.

    SYSTEMISCHES PROBLEM.
    Das würde kein logisch denkendes Unternehmen wagen. Selbst im "para-öffentlichen Dienst" der Uni gab es einen Übergabezeitraum bei der Schwangerschaft (also 15 Tage vorm Mutterschutz konnten genutzt werden, keine Ahnung, wie es gewesen wäre, wenn es ein BV gegeben hätte.)

    Ich weiß aber auch aus Gesprächen mit etlichen Schülerinnen, dass sie bei Periodenschmerzen gar nicht zur Schule kommen. (Die Einstellung "Ich will nicht fehlen/keinen Unterricht verpassen" ist leider bei unseren SuS eher selten...).

    Vielleicht eine Mischung aus "Ach keine Lust" und "wenn ich nicht MUSS (aka Lohnarbeit), dann bin ich besser im Bett".
    Natürlich betrifft es nicht alle aus diesem Grund fehlenden Schülerinnen, aber es gibt eine Art von Schmerzen, da muss man viel Erfahrung haben, um noch "funktionsfähig" zu sein.

    Ich habe zwar meine eigene Wärmflasche, aber unsere Ersthelfer*innen haben auch eine und mich schon mal gerettet.

    (das kann übrigens sein, dass unsere Schüler*innen einen Teil dazu zahlen, das weiß ich nicht, ich weiß nur, dass alle Oberstufenschüler*innen, die es können, das Deutschland-Ticket haben, und sehr viele in der Sek1 auch. Das ist bei Ausflügen mittlerweile eine Standardabfrage. Da selbst die Buskinder des Dorfs daneben in der 7. Klasse das Ticket haben, wird es entweder komplett subventioniert, oder sehr sehr günstig angeboten)

    du bist natürlich an einer anderen Schulform, aber ich will (und muss) wissen, wer von meinen SuS wann im Unterricht war oder jede 2. Stunde 8 Minuten zu spät kam. Da ist der Aufwand echt in Ordnung.
    Ich muss auch nicht sofort das iPad rausholen, ich schreibe einfach "Paul 12.28, Marjan 12.37" auf einem Zettel und trage das Ankommen um viertel vor eins während einer Arbeitsphase ein.

    Allerdings ist das die dennoch die absolute Ausnahme, muss ich fairerweise sagen. Typischerweise sagen Ärzzinnen und Ärzte klar, was die diagnostizieren.

    mmm...
    Dann bin ich eine mehrfach betroffene Ausnahme.

    Meine eingeholten Aufstellungen im Vorfeld des Aufnahmeantrags für eine PKV waren echt nicht feierlich.
    Ich hatte zwei F-Diagnosen (Psyche), die überhaupt nicht nachvollziehbar waren. Also nicht mal Fälle, wo ich gesagt hätte "ach, ich war doch eine halbe Stunde da und hab mein Leid geklagt".
    Ein Hausarzt hat im Ref (da war ich noch GKV-versichert) bei einem Infekt 4 oder 5 Ziffer eingetragen, von Halsschmerzen zu Fatigue (!!). Als ich ihn mal darauf ansprach, meinte er "oh, da macht er sich nie Gedanken, es ist ja doch egal, was man schreibt".
    Meine Frauenärztin hat eine Diagnose aufgeschrieben, die ebenfalls gar nicht passte. Auf Nachfrage meinte sie aber, diese sei vermutlich nicht der KK gemeldet worden, sondern nur in ihrer Akte.

    Selbige Frauenärztin hat in der letzten Rechnung (für die PKV-Abrechnung) die Diagnosen mit-aufgeführt, die ich ihr mündlich zu meinem aktuellen Krankheitsbild genannt habe (ohne Ziffer, nur Wörter), die aber gar keine Relevanz für ihr Fachgebiet haben. Ich hätte ihr ALLES erzählen können, sie hat keine Grundlage, ob es Verdachtsdiagnosen oder gesicherte sind.

    Es gibt einen Grund, warum ich sowas von gegen diese elektronische Patientenakte bin (Widersprecht alle, wenn ihr betroffen seid. Also: man muss AKTIV dafür sorgen, dass die Daten nicht für jeden Arzt einsehbar sind)

    Wissen ist Macht und wer Wissen nur vortäuscht, wird früher oder später eh enttarnt und der Schaden ist für den Einzelnen viel größer.

    muhahahaha

    :rofl::rofl::rofl::rofl:

    Es ist aber bezeichnend, dass junge Menschen (oder eher deren Eltern) heutzutage bereit sind, für so einen Mist wie einen Smart Cheating Pen 150€ auszugeben. Manche Leute wissen heutzutage einfach echt nicht mehr, wohin mit ihrem Geld.

    ist wesentlich günstiger als eine Privatschule.
    Ich empfehle das Lesen von Bourdieu (ich weiß, ich wiederhole mich, ist halt ein Klassiker, den jeder Lehrer gelesen haben müsste. Oder zumindest den Wiki-Artikel (und verstanden haben).)

    Es beschäftigt mich, wie leichtfertig so schwerwiegende Diagnosen an - und abgesagt werden.

    und das schlimmste: diese Diagnosen stehen dann auch in den Unterlagen.
    Vermutlich steht hier ein V für Verdacht in der Abrechnung, aber viele Patienten (also die gesetzlich Versicherten) haben keine Ahnung, was für Diagnosen manchmal stehen, nur weil sie irgendwie nebenbei genannt werden - oder eben nicht.

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