Beiträge von chilipaprika

    Dass es an dieser Stelle nur eine unpräzise Formulierung deinerseits gewesen war, ist mir nicht bewusst gewesen.

    Ich hab zwar einen Tick für Weiterbildungen, mein Mann hat mir aber ganz klar verboten, eine andere Beratungsausbildung zu starten (weil ich zeitweise doch gemerkt habe: systemisch ist nett, aber vielleicht nicht meine vollständige Heimat) :D
    Also: nein, ich kenne mich tatsächlich "nur" mit der einen Form, der Rest ist Wikipedia-Serenpidity-Niveau.

    Klar, genau deswegen berät auch jede*r anders und setzt seine eigenen Schwerpunkte (Ich schließe einzelne Anliegen komplett aus, Paarberatung wäre auch nicht meins, da hat mir das Wochenende zu dem Thema große Bestätigung gegeben..).
    Wenn es aber super notwendig wäre, wären die Voraussetzungen anders (es gibt auch Gründe, warum der Therapeut eben Psychologie haben muss (oder den Heilpraktiker, von dem ich allerdings nichts halte).
    Aber wie überall im Leben: Trotz starker eigener Unsicherheit: ich war in einigen Situationen besser als eine, die einen Bachelor in Sozialarbeit hat und seit ein paar Jahren im Jugendamt arbeitet, aber sicher unter mangelnde Lebenserfahrung litt, eine andere Teilnehmerin ist "nur" Sozialwissenschaftlerin vom Hintergrund gewesen, aber erfahren in der Organisationsberatung, da ging sie super gut auf Leute ein.
    Ich befürchte, es hat da sehr viel mit Praxis zu tun, ich hoffe, ich kann die Nebentätigkeit beibehalten, weil nach drei Jahren intensives "Üben" wäre es schade, das nicht mehr aktiv zu können. Und da reicht das Gelesene definitiv nicht.

    Klingt gut.

    Von Rückzahlung durch nicht bestehen der Prüfung steht dabei nichts.

    Doch: Bei nicht Bestehen, wird dein Vertrag aufgelöst.
    Und zwar von "ihnen" und nicht von dir.

    Nein, aber Abminderungsstunden. Das heißt, ich hab weniger Stunden, die für die Fortbildung bezahlt werden.

    Ich hab ein normales Einsteigergehalt nach TV L E12 Stufe 1.

    Dann kommt es eben aufs Selbe heraus: du bekommst kein Azubigehalt, sondern "höher".


    ****


    Aber:

    Aus der "freien Wirtschaft" kann ich dir Folgendes sagen:

    Eine solche Klausel ist ungültig, weil sie einen Fallbeileffekt hat und nicht geregelt ist, wieviel du wann zurückzahlen musst, wenn du nach einem Jahr weggehst.
    Alle Verträge der dualen Studierenden im Unternehmen meines Mannes mussten neu gemacht werden. Einer wollte weggehen, die Personalabteilung hat gesagt "Zahlen, oder nicht", der Mensch hat gesagt "dann klage ich", dann hat die Personalabteilung sich an den Unternehmerverband gewandt und um eine juristische Beratung gebeten.
    Fazit: der Mensch ist weg, hat nicht bezahlt und die neue Klausel erklärt, wieviel Strafe ist und wieviel Prozent von der Strafe für jeden Monat in der Firma nach abgeschlossener Ausbildung abgezogen wird.

    Personenzentrierte Beratung und systemische Beratung sind zwei unterschiedliche Ansätze, die sich stellenweise konträr gegenüberstehen.

    Ich bitte um Entschuldigung, dass ich da unsauber (?) geschrieben habe.

    Ich berate systemisch und fokussiere auf die Person, habe die Haltung, dass der Mensch selbst Fähigkeiten hat, sich selbst zu entwickeln. Genauso wie es darum geht, lösungsorientiert zu arbeiten.
    Damit meinte ich nicht ausdrücklich die besondere Form/den spezifischen Ansatz der personenzentrierten Beratung, von der ich zu wenig weiß.
    Ich bin halt ein offener Mensch und brauche keine Kategorien à la "oh nein, diese Frage wäre nicht systemisch".

    Auch das ist nicht ganz richtig. Ein*e Psycholog*in oder Sozialpädagog*in setzt die Berater-/Theraput*innenausbildung on top. Es ist also schon ein stabiles Fundament vorhanden auf das man aufbaut. Jemand, der einfach nur eine Beraterausbildung macht, hat dieses nicht.

    Das ist so ähnlich, als würde man sagen, dass es für ein Lehramt ausreicht Abitur zu haben und im Anschluss das Referendariat zu absolvieren. An dieser Stelle würden (zu Recht) alle entrüstet aufschreien.

    Geht es dir darum, falsch zu verstehen?
    Habe ich auch nur IRGENDWO geschrieben, dass man als Psychologe oder Sozialpädagoge keine Berater-/Theraausbildung braucht?
    Wie geschrieben: ich habe die Weiterbildung hinter mir, ich war eine der Exot*innen ohne Psychologie- oder (Sozial-)Pädagogik-Ausbildung, und ja, die haben einen echten Vorsprung, was Gesprächstechniken angeht, aber in Beratung haben sie natürlich nur ein Fundament. Das ich eben sehr schnell - weil ich willig war - nachholen konnte, deswegen ist auch die Voraussetzung für eine solche Weiterbildung nicht ein Psycho-/Sopäd-Studium sondern ein Studium (wobei natürlich auch geprüft wird, wenn jemand mit einem Ingenieur-Abschluss kommt, was er/sie sonst mitbringt.)

    Hier muss ich dir widersprechen. Inzwischen ist die systemische Therapie ein anerkanntes Verfahren (wie die tiefenpsychologisch- fundierte, psychonanalytische oder verhaltensorientierte Psychotherapie) und wird inzwischen sogar von der GKV bezahlt. Dafür musste in jahrelangen Nachweisstudien die Wirksamkeit bestätigt werden.

    Richtig lesen, denn DAS weiß ich.
    Ich bezog mich auf die Berater-Ausbildung.

    Wir haben 10mm breite, strukturgewalzte und nach innen gewölbte Silberringe, auf denen sich ein 1mm Goldreif locker dreht. Ist ein Suchtspielzeug. :D

    Ich glaube, so in etwa ist mein Verlobungsring. Leider hat sich mein Prinz leicht verschätzt und der Ring leicht zu groß. Bei der Struktur ist es leider nicht möglich, den Ring zu verkleinern (auch wenn ich es nach fast 10 Jahren in letzter Zeit wieder in Angriff nehmen will.)

    Die ersten "Verlobungsringe" sind aus Leder, 1cm breit, 60cm lang.
    Ich kann also berichten: das Material eignet sich überhaupt nicht.
    Mein Mann hat einen sehr hohen Verschleiß, ich bin auch beim dritten Band (in 12 Jahren, aber mit ein paar Jahren ohne Tragen), mein Mann hat jetzt eine neue Verschlussart gefunden, wir haben also Hoffnung, dass es länger als einen Monat an seinem Handgelenk hält.
    (Mein Mann bestand darauf, einen eigenen Antrag selbst später zu machen, und deswegen "zählt" wohl mein Heiratsantrag nicht so sehr, aber die Armbänder schon)

    Eheringe sind aus Weißgold, breit und mit ganz viel Struktur, meiner hat Ministeine drin, hätte nie gedacht, aber eyh, man muss ja den Ring vom anderen Ring unterscheiden :) Es ist mini und aus Glas, die schönsten Ringe der Welt.
    Die Ringe sehen nach 8 Jahren wie am ersten Tag aus. Gut, der Ring von meinem Mann ist nicht so alt, der erste Ring ist verloren gegangen, nie wird man wissen, wohin...
    Wenn man bedenkt, dass unser Hund der Ringträger bei der Hochzeit war, er sich kurz vorm Rathaus geschüttelt hat, die Ringe gefallen sind und zwar nicht soooo weit von einem Gullideckel (SEHR gut, dass ich zu dem Zeitpunkt nicht dabei war :D ) ... Ach, die Ringe haben halt eine Geschichte, die man denen nicht ansieht.

    Ich möchte aber nach Kanada.

    Ziele sind gut, aber sei dir bewusst, dass die Anzahl an DAS in Kanada eingeschränkt ist (2...) und diese natürlich sehr sehr beliebt sind. Wahnsinnig viele Stellen sind es also nicht. Dafür gibt es aber andere Schulen, die dich vielleicht unter "Ortsbedingungen" aufnehmen, weil sie ein immersives Konzept haben.

    Zu der Problematik Ausland / Diagnose:
    Ich habe selbst erst vor ein paar Tagen in einem Podcast zu ADHS erfahren, dass eine "F-Diagnose" die Einreise in einige Länder kosten kann. Und dann musste ich an Studierenden denken, die ich in den letzten Jahren in die USA als Sprachassistent*innen vermittelt habe. mindestens zwei hatten eine solche Diagnose, von der ich wusste (und ich weiß davon, weil sie in den mir zur Verfügung stehenden Unterlagen stand, die der amerikanischen Organisation eingereicht wurden. Ich hatte damals schon gedacht "Junge, warum legst du das offen?", mir war nicht bewusst, dass es eh später Pflicht wäre). Die amerikanische Organisation, die dann auch das Visum vermittelt, hat sie angenommen. Es wird also durchaus - trotz aller Schwierigkeiten! - Wege geben, die man gehen kann. Sonst hätten sie sich nicht mal die Mühe gemacht und hätten direkt einen anderen Studierenden ausgewählt).

    Also: in der Regel (bzw. ich korrigiere: in den mich bekannten Auslandsschulen, wo ich Kontakt zu den Ortslehrkräften hatte - und ich habe damit das Baltikum, das südliche Afrika, Südosteuropa und mehrere Länder in Süd- oder Mittelamerika, kein einziges der "attraktiven Länder/Städte" wie Kapstadt, Melbourne oder New York): trotzdem mehr als die "normalen" Lehrkräfte vor Ort. Da die DAS Privatschulen sind, können sie sich mehr für ihre Lehrkräfte leisten. Einige Schulen können auch zb. einen Flug pro Jahr dazu sponsern.

    Wenn du mit dem Ref fertig bist, bist du frei das zu machen, was du willst und du kannst dich überall auf der Welt als Ortslehrkraft bewerben.

    Was du wahrscheinlich im Kopf hast, ist aus Deutschland aus - mit Beibehaltung des Status - entsandt zu werden.
    Tja, die DEUTSCHEN Auslandsschulen müssen auch ihre Kräfte herbekommen. Da können die Länder nicht sagen, dass sie keine mehr entsenden. Ob sie allerdings jemanden entsenden, den sie ganz doll gebrauchen, statt jemanden, den man entbehren kann, ist eine andere Sache.
    Viele Schulen reduzieren auch allgemein die Zahl der entsandten Lehrkräfte (weil der "Auslandsdienst" sparen muss) und stocken mit Ortslehrkäfte auf (einige Schulen haben keine Hand voll aus Deutschland oder gar nur die Schulleitung, der ganze Rest besteht aus Ortskräfte (die ganz oft aber Deutsche sind ;) )

    Generell: Man muss mindestens auf Lebenszeit verbeamtet sein, plus ein Verfahren durchlaufen, das länger als zwei Tage dauert. Wer also schnell ins Ausland gehen will (UND mitbestimmen will, wo er hingeht): vor der Planstelle ist sicher.

    Ich denke wir machen uns nichts vor wenn wir sagen, dass im Lehramt oft auf hohem Niveau gejammert wird.

    und trotzdem auch okay.
    Nur, weil es woanders (für Andere) doof ist, habe "ich" das Recht, meine Situation doof oder untragbar zu halten.
    und da jede*r Mensch unterschiedlich ist und unterschiedliche Bedürfnisse hat, kann es sein, dass Jemandens Grund auszusteigen für mich irrelevant wäre, meine potenziellen Gründe für Andere auch keine Rolle spielen.
    Genauso wie jedes Bundesland / jede Schule eh unterschiedlich ist.

    Kann ich sehr gut verstehen. Ich bevorzuge nämlich als Traumatherapeuten Fachärzte für Psychosomatik, weil diese Körper und Psyche gleichermaßen gesundheitlich erfassen, verstehen und konstruktive, ganzheitliche Behandlungsansätze entwickeln können, die nicht nur oberflächlich Symptome körperlicher oder seelischer Art behandeln.

    Ich habe das Berufsbild vor Kurzem kennengelernt und bin begeistert, dass es in der Medizin diese Entwicklung gegeben hat. Dass es allerdings unter den Therapeuten nur so wenige Psychosomatiker*innen gibt (die auch noch psychosomatisch arbeiten) ist ein Jammer.
    Aber ich habe Hoffnung für die Zukunft (die stirbt bekanntlich zuletzt).

    Dem würde ich zustimmen.
    Es ist ziemlich spannend, was es alles "auf dem Markt" gibt und worauf man achten sollte.
    Die Lehrdozentin meiner Beratungsausbildung ist Traumtherapeutin, eine der sehr wenigen (und soweit ich es überblicken kann: sehr gut). Sie hat erzählt, dass sie bei dem Schul-Amoklauf, den es vor Jahren bei uns in der Region gegeben hat, die einzige weit und breit ausgebildete Traumatherapeutin war. Erschreckend.
    Sie hat auch das ganze Programm hinter sich (Psychostudium, Beratung, Therapie), therapiert aber nur in ihrer Institution und sonst "nebenbei". Keine Lust auf Abrechnung und so. Nachdem ich sie in der Weiterbildung kennengelernt habe: mir war das Geld wert, ein Trauma zu bearbeiten, von dem ich nicht wusste, dass ich es habe (und auch mir nie angemaßt hätte, es Trauma zu nennen). 2 Stunden. Weg. (EMDR)
    Eine andere Teilnehmerin hat es übrigens auch für die Verarbeitung des Tods einer sehr nahen Person benutzt (aber es war natürlich nach der Trauerphase und NICHT in einer depressiven Phase).

    Ich wünschte, wir Lehrkräfte hätten mehr Ahnung von sowas und es gäbe auch mehr qualifiziertes Personal, das IMMER da wäre. Nicht ein 20 Minuten-Termin in 18 Monaten 35 Kilometer weit weg (mit dem "immer" lasse ich natürlich Konstrukte wie "pro Stadt" oder so zu.)
    Mir hat die Beratungsausbildung auf jeden Fall sehr viel für meinen Lehrerjob gebracht, ich fühle mich aber weiterhin hilflos, was viele Punkte angeht.

    In meinem Viertel gibt es auch so einen Typen. Hat sich selbstständig gemacht. Nennt sich psychologischer Berater und war früher Schlosser. Die Praxis geht super. Er lebt davon, dass verzweifelte Menschen auf die schnelle keinen Therapieplatz bekommen und lässt sich genauso wie echte Therapeuten bezahlen. Das Problem: Er hat nie eine klassische Therapeutenausbildung absolviert, vermarktet es aber als ob er 5 Jahre Psycho studiert hat.

    Tja, da kann aber auch jede*r gucken, was stimmt und was nicht. Ab dem Moment, wo es keine Kassenzulassung gibt (und man also sowieso als Selbstzahler geht), sollte man genau gucken.
    Wer den Unterschied zwischen Beratung und Therapie nicht kennt, würde auch auf andere Charlatans reinfallen.

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