Aber vielleicht haben wir hier ja so einige "Alleskönner*innen" unter uns, wer weiß? Ich gehöre definitiv nicht dazu.
Ist es "Alleskönner sein", wenn wir vom Stoff auf Abiturniveau spricht? Dann bin ich wohl ein Genie (leider ohne 1,0 :-D). Denn: ja, das, was ich "nicht konnte", war definitiv, weil ich sowas von keiner Lust darauf hatte (Bio, Italienisch und Sport). Und auch da hielt es sich in Grenzen, weil ich sonst Stress bekommen hätte. Aber da hätte ich mich mehr anstrengen können, wenn man mir nicht klar das Gefühl gegeben hätte "ist okay, sie ist eine "Intellektuelle", sie braucht nicht sportlich zu sein". "Ach, Bio ist nicht ihr Ding, ist okay", "Ach, Italienisch musst du nicht können, du hast schon drei andere Sprachen.." Damit will ICH aber nicht sagen, dass diejenigen, die etwas nicht können, lügen oder eine Lernbehinderung hätten oder was auch immer unterstellt wird. Ich erwarte nicht, dass alle Menschen alles gleich können und viele haben einige Grenzen. Aber die allgemeine Hochschulreife heißt auch so, weil sie auf einem bestimmten Niveau alles abbildet, was machbar sein sollte. Es gibt Menschen mit Dyskalkulie, trotzdem sind die meisten mit Problemen in Mathe nicht davon betroffen, sondern irgendwann war "klar": Ach, Mathe, lohnt sich nicht, es ist okay (gesellschaftlich okay), das nicht zu können." Ich habe kein Mathe, sondern Französisch und sehe es: die MEISTEN scheitern nicht am Fach selbst, sondern an ihrer Haltung oder Disziplin (und der Pubertät). Gut sein, heißt nicht, dass es einem zufliegt, sondern dass man die Grundlagen weiterpflegt.
Zitat
[…]
Ein Mathe-Studium würde ich vermutlich nicht schaffen, weder von der Ausdauer noch von den Fähigkeiten, aber ich kann ziemlich alles, was ich noch in Mathe im Unterricht hatte, weiterhin lösen. Genauso, wie ich ziemlich alles, was ich in Geschichte oder Französisch gemacht habe, noch kann. Gute Grundlagen.
Was ich aber schon - ich drücke es mal vorsichtig aus: reichlich überzogen finde, ist, wenn hier jemand behauptet, dass er/sie wirklich in allen Bereichen gut sei und dass es überhaupt nichts gebe, was er/sie nicht kann, und es nur an "mangelnder Lust" scheitere, wenn er sie keine Höchstleistungen in allen Bereichen erbringe.
Ging es um Höchstleistungen?
Ich finde es jetzt extrem dargestellt, aber vielleicht fallen mir einige Beiträge weniger auf (triggern mich weniger).
Ich maße mich nicht an, die selben Noten wie zu Schulzeiten in Themen zu schreiben, die ich seit 25 Jahren nicht mehr hatte, aber ich glaube, ich kann behaupten, dass ich noch ziemlich alles bestehen würde (außer Bio, dafür würde ich endlich von der 5 in Leichtathletik wegkommen! juhu)
und vielleicht / sicher (höchstwahrscheinlich gebe ich zu) fühle ich mich umgekehrt getriggert, weil ich einerseits die gesellschaftliche Akzeptanz von "schlecht sein in bestimmten Fächern" nicht akzeptieren will und gleichzeitig auch doof finde, wenn Leistung(sfähigkeit) negativ angefeindet wird. "Inklusion" ist für mich in allen Richtungen.