Beiträge von chilipaprika

    Sorry, dich enttäuschen zu müssen, aber meine Aussage gilt nicht nur für die Region, in der ich wohne, sondern für ganz Deutschland. Mein Verwandten- und Bekanntenkreis beschränkt sich nicht auf den Nordwesten Niedersachsens ;) .

    Interessant, wie persönliche Erfahrungen, anekdotische Evidenzen und Beobachtungen ausfallen können.
    (und das meine ich absolut ernst).

    Ich habe gerade extra noch in einige Ausschreibungen geguckt (meine Region, aber auch Kiel, Berlin, Köln, Heidelberg..)
    Alles Unis, NGOs, (Weiter)Bildungsbereich, Behörden. Auch durch Menschen, die ich in Weiterbildungen kennengelernt habe: sozialer Bereich, humanitäre Hilfe, Personalmanagement..
    Freunde bei IG-Metall-Unternehmen oder IG-BCE (in der Region oder anderen Regionen) haben auch Teil-HO, auch als Teil von Unternehmensvereinbarungen.

    Ich spreche selbstverständlich nur von Menschen, die in Büros sind, aber auch Ingenieure, Architekten..
    Und klar: in unterschiedlichen Anteilen, aber wenn ich auf die Schnelle meinen Bekanntenkreis durchgehe: Alle Menschen, die einen Teil ihrer Arbeit an einem Schreibtisch machen, können (einen Teil davon) diesen im HO machen (auch eine Ärztin in der Pädiatrie. Ein Bürotag pro Woche für die Dokumentation.
    Die Lehrkräfte nicht, die Hundetrainer*innen nicht, die Kellner*innen und Verkäufer*innen nicht ;)

    Spannend.

    Es liegt an der Region, du wohnst im Nirgendwo :D

    (Ist nicht ganz ernst gemeint, und ich war auch nicht sooo nah an dem Ort, wo ich dich schätze, aber leider mussten wir eben wegziehen, weil einer der "Global Player" (der größte Arbeitgeber neben dem Finanzamt :D ) ganz viel entlassen hat und mein Mann eben sonst keine zufriedenstellende Arbeit neu gefunden hätte.

    Ich weiß nicht, was "gehobene Akademikerjobs" sind.

    Die Angebote auf LinkedIn oder in meinem Umfeld (jaja, manchmal bekomme ich selbst Angebote), die Stellen, die ich sehe, sind zwischen TV-L 9 und TV-L 13). TV-L 13 ist in meinem Verständnis ein gehobener Akademikerjob (für drüber fehlt mir halt der Dr-Titel), aber die jeweiligen Organisationen machen eben keinen Unterschied: wenn hybrid ,HO, remote-Modelle: dann für alle. Selbst die Leitungspositionen oft. Und eine solche würde ich nicht unbedingt anstreben, aber eine Position mit Verantwortung durchaus.
    Aber: ich habe - neben dem Unterrichten - keine Kompetenzen, die eine Präsenz stark erfordern. Koordination, Analyse, Verwalten, Projektarbeit, usw.. kann man durchaus im Teil-HO machen.

    Selbstverständlichkeit nicht, so ungewöhnlich bei einem Teil der Arbeit (ich spreche von Bürojobs), ist es wirklich nicht.

    Ich bin auf LinkedIn, kriege "maßgeschneiderte" Angebote (naja, der Algorithmus arbeitet dran) und habe mich die letzten Monate auch selbst viel umgeschaut: Mit meinen Kompetenzen (bin keine Busfahrerin, keine Naturpädagogin und auch keine Ärztin) hätte ich durchaus einiges an Auswahl, wo es von Teil- bis fast komplett remote geht.
    Und da kann man schon steuern, wenn man die entsprechenden Kompetenzen hat.

    Es ging in deinem Zitat darum, dass jemand, der viel reisen will, im normalen Job nicht glücklich wird.
    Tja, es gibt aber eben viele "normale Jobs", die sich zumindest anpassen. Die Schule wird es nie können.
    Viele Gründe, die unter anderem für den Job in der Schule sprechen (Flexibilität, große Freiräume, ..) gibt es mittlerweile in sovielen anderen Bereichen, dass die Schule als Arbeitsplatz es sicher nicht einfach machen wird, wenn sie konkurrieren will.

    (Und NEIN: ich gehe nicht davon aus, dass man Lehrer wird FÜR die Ferien, aber es soll Leute geben, die mehr Interessen und Kompetenzen haben als "nur" Unterrichten)

    Gerne zu reisen ist auch ein häufiger Grund. Wer zehn Wochen im Jahr unterwegs sein möchte, wird in einem normalen Job nicht glücklich.

    bis jetzt.
    Dafür ändert sich die Arbeitswelt zur Zeit rasant und viele Branchen können Arbeitsmodelle erproben, die vorher undenkbar waren.
    Nur unsortierte Gedanken:
    - Workation (wird gerade in der Firma meines Mannes verhandelt, 2 Wochen im Jahr europäisches Ausland, also im Anschluss an einem Urlaub, oder zum Dehnen einer Auslandsreise)
    - Teilzeit- und Sabbatmodelle (es gibt immer mehr Firmen, die 2-4 Monate im Jahr durch Überstunden ermöglichen, wenn es sich im Jahresfluss und im Team ergibt...)

    - Arbeitsmodelle, wo man sich die Arbeitsschichten zusammenlegen kann (Jahresstundenkonto z.B.) Meine Zahnarztspraxis (groß, mehrere Standorte) suchte letztens einen neuen Kollegen, der sowas wie einen Tag die Woche arbeitet und fast alle Schulferien und gelegentlich Springer-Vertretungen, die aber zusätzlich bezahlt werden. Für jemanden ohne Kinder oder nur Kita super. Es gibt schon einen Zahnarzt im Team, der das so macht: seine Frau arbeitet Vollzeit, ist Lehrerin, zwei kleine Kinder im Krippen- und Kita-Alter, sie gehen zwei Tage die Woche in die Kita und sonst kümmert er sich um den ganzen Rest. Für die Lebensphase mit Hausneubau und so perfekt passend.

    über meine vorläufige (!) Unterrichtsverteilung.
    Echt anders als gewünscht, einiges anders als auf den Zettel geschrieben, es könnte (wird) viel Stress bedeuten (Vorbereitungsstress für mich, aber ich befürchte auch: durch die Veränderungen der Planung könnten nicht wenige Kolleg*innen gerade sauer sein), aber ich nehme die Herausforderung an und die erste Lektüre ist schon bestellt *freu*

    Ich sage es mal so, wenn Latein auch zählt, sind meine schriftlich rezeptiven Kompetenzen in Spanisch und Italienisch auch drin.
    Dass ich in der aktiven Produktion beide Sprachen fröhlich verwechsle, es sei denn, ich bin mehrere Tage am Stück in einem Land, ist eine lustige Sache und erklärt, warum die Peruaner mir nicht helfen wollten (erst am 3. Tag ist mir gedämmert, dass "Cerco questa adressa" kein Spanisch ist (nebenbei: auch kein Italienisch.) Macht nichts, ich habe mich vier Wochen von Oliven und Tomaten ernährt, super Urlaub. Nur am Anfang war ich verplant.

    Ein gutes Beispiel für Sprachmittlung verwirrung.

    Viel inhaltlich habe ich dann nicht gemacht, denn: ich sprachmittle definitiv nicht im Urlaub (außer bei meinem Mann und selbst da bin ich sehr sparsam). Wenn ich im Ausland bin/war, halte ich mich von den Leuten fern, die meine Sprache sprechen (also: von allen Jack Wolfskins-Jackenträger*innen weg. Ähnlich mit Quechua-Französischsprachigen :-D, waren sehr gute Kriterien sowohl in Neuseeland als auch in Peru..), ich will ja mit den Menschen sprechen und nicht mitteln.

    puah ist das ein schlechter Bogen.

    Arbeitsort wird abgefragt, Studienseminar-Ort wird abgefragt, Sozialindex, das sicher in jedem Bundesland anders berechnet wird, wird abgefragt...

    und dann soll man einschätzen, nachdem man eine Prozentzahl genannt, es werten?

    Wie hoch schätzen Sie den Anteil an Schüler:innen mit Migrationshintergrund an Ihrer Schule? -> mit Prozent-Antworten in 10er Schritt

    Wie hoch empfinden Sie den Anteil an Schüler:innen mit Migrationshintergrund an Ihrer Schule?
    -> von "sehr niedrig" zu "sehr hoch" auf einer 5er Skala.

    Dass viele Schulformen abgefragt werden, andere fehlen, aber im Beitrag hier nur nach bestimmten Schulformen gesucht wird, ist dann nicht mehr relevant.

    Davon abgesehen finde ich das beschriebene Verhalten auch einen seltsamen Trend, das muss mit Corona zusammenhängen, vorher war es nicht üblich, sich zu Beginn einer gesunden Schwangerschaft ins Beschäftigungsverbot schicken zu lassen.

    Corona hat sicher die Ängste / Bedenken verstärkt und somit zu einer Liberalisierung / "höheren gesellschaftlichen Akzeptanz" geführt, aber mir waren schon vor der Pandemie durchaus einige solche Fälle begegnet.
    Auch umgekehrt Kolleginnen, die damit zu kämpfen hatten, klar zu machen, dass sie so lange machen, wie sie können und dies hoffentlich der Mutterschutz sein wird, auch wenn eine SL am liebsten eine direkte BV-Bescheinigung gehabt hätte (um Ersatz zu bekommen), aus Angst vor regelmäßigen und kurzfristigen Krankmeldungen.

    Ich verstehe nicht alle Begrifflichkeiten und Konstellationen, will aber sagen: Es ist zumindest nicht ausgeschlossen, eine Bekannte (NRW, BR im Norden) arbeitet unterhälftig Teilzeit, auch nächstes Jahr, auch an einer Schulform mit eklatantem Mangel, und das Kind mit chronischem Bedarf, ist über 12. Es gibt gar kein Kind unter 12. (es ist doch irgendeine wichtige Grenze für einzelne Regelungen..?)

    Das stimmt doch schlicht nicht. Wenn mein ganzes Kollegium aus Teilzeitkräften besteht, habe ich halt entsprechend mehr Kollegen. Entscheidend für die Anzahl von Stellen/Kollegen ist die Abdeckung der Soll-Stunden und nicht die Vollzeitäquivalente.

    So viele Vertretungskräfte haben wir nicht, dass sie alle Stunden im Unterschied von TZ zu VZ auffangen würden (und die meisten sind eh fest auf einer Elternzeit-Stelle).
    Plant das Land also "pi mal daum" mit einer durchschnittlichen Teilzeitquote?

    Als ich vor Jahren in Teilzeit gehen wollte, hatte mir der SL gesagt, dass er dafür keine Stunden bekäme, genau die selbe Aussage hatte ich vom SL davor erhalten, als ich ganz zu Beginn / bei der Planstellenunterschreibung ein ähnliches (da eher theoretisches) Gespräch geführt hatte.
    Ländersache?
    Unwissenheit von SL?
    oder eh nur "Pi mal daum", was eh nicht so nachgesteuert wird, solange man in einem Korridor bleibt?

    Chili, kinderlos und ohne Pflege, die es gerne allen Menschen mit Gründen gönnt, aber auch einen Hals bekommt, wenn über Leute "ohne Grund" gesprochen wird, nach dem Motto "bei DENEN kann ich es verstehen, dass man was sagt und das ablehnt".

    Sorry fürs Verständnis:
    Willst du damit sagen, dass du - jetzt wo dein Mann weg ist - keinen Mehraufwand hast (weil dein Mann ein A. ist und keinen Finger krummt?)
    Die Haushaltshilfe ist keine Pflegeperson für deinen Mann (das wäre ein anderer Posten), sondern eine Unterstützung, weil ein Mensch im Haushalt bestimmte Haushaltsposten nicht ausführen kann.

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