Beiträge von chilipaprika

    Hallo liebe Kollegen,

    momentan studiere ich im 5 Semester Geschichte und Wirtschaft-Politik für das Sek II Lehramt. Ich weiß, dass Geschichte ein ungefragtes Fach ist, SoWi hingegen ist laut der Darstellung des Landes NRW ein unterversorgtes Fach, wobei hier der Quantitative bedarf recht klein ist. Nun zu meiner Frage: Wie sehen denn jetzt die Berufsaussichten tatsächlich aus? :sterne:

    Meine Einschätzung: mies.

    bis" Mach dir keine Sorgen, gehen eh so viele Lehrer in Rente".

    Klar, du bist der geborene Nachfolger aller Deutsch-, ENglisch- und Mathelehrer*innen, die pensioniert werden?

    (Birne und Äpfel vergleichen, es funktioniert nie)

    Ich hatte ebenfalls überlegt mir ggfs. ein Drittfach zu suchen, hier könnte ich mir Sport, Biologie und eventuell Deutsch vorstellen. :sterne:

    Sehr gute Idee und alles Fächer mit mehr Bedarf als deine zwei zusammen (außer vielleicht Bio?). In einer dreier-Kombi also sehr gut.

    Wobei mir hier von einem Prof. mit viel schulischer Berufserfahrung gesagt wurde, dass Drittfächer eher irrelevant für eine Anstellung sind.

    Cool, wie "Profs mit viel schulischer Erfahrung" keine Ahnung haben.
    Selbstverständlich.
    1) In NRW sind die drei Fächer gleichgestellt und du kannst also am Ende sogar für Sport/beliebig eingestellt werden.

    2) Die absolute Mehrheit der Stellen in NRW werden schulscharf ausgeschrieben und besetzt: Selbstverständlich guckt dann die Auswahlkommission (und die Schulleitung) darauf, warum sie jemanden wollen. Und meistens sind es nicht nur die zwei Fächer auf dem Zeugnis. Erfahrung, Sympathie, weitere Fächer, usw..
    Und Geschi/SoWi/Deutsch ist definitiv ein Feld mehr auf dem Lottoschein als Geschi/SoWi.
    Gut, du musst damit rechnen, dass du danach vielleicht 15 Stunden Deutsch, 5 SoWi, 5 Geschichte unterrichtest.

    Zudem frage ich mich, wie es nach dem Ref aussehen würde, habe ich eine realistische Chance verbeamtet zu werden, oder werde ich auf ewig als Vertretungslehrer versauern?:sterne:

    Ewig... vielleicht nicht.

    Bist du örtlich flexibel?

    Bist du schulformflexibel? (du schreibst Sek2, aber wenn du nicht aus der Vergangenheit kommst, studierst du GymGes)

    Bist du bereit, einige andere Fächer fachfremd zu unterrichten?

    Dann warten vielleicht ein paar Haupt- und Gesamtschulen auf dich. Aber nur, weil sie absolut verzweifelt sind und dich dann als Deutsch, GL, MUsik und Kunstlehrer einsetzen.

    habe ich eine realistische Chance verbeamtet zu werden,

    Wenn das das einzige Ziel ist (keine Unterstellung, ich schreibe es nur so): falsche Schulform und ganz ganz falsche Kombi.

    Okay, das Verfahren läuft vielleicht dann bei euch nicht so zentral. Würdest du sagen, die Chancen für eine Einstellung im Quereinstieg werden in deinem Bundesland so weit erhöht, dass sich eine Weiterbildung mit 350 Stunden für 1400 Euro lohnt?

    Ich bin nicht der Frosch, aber: Ja, die Schulen haben in NRW weitestgehend Autonomie, die wenigsten Stellen laufen über Liste (was eben dazu führt, dass einige Orte keine*n bekommen, weil die Leute lieber warten, als sich woanders zu bewerben).
    Wenn ICH Schulleiterin wäre und die Wahl zwischen mehreren Seiteneinsteiger*innen hätte, wäre mir jede wie auch immer geartete Art der Qualifikation in wichtigen Fächern lieb. Immerhin hat man auch in der Lehrerschwemme jedem Deutsch/Mathe/Sachunterricht-Absolventen geraten, den Trainerschein/Übungsleiterschein zu machen (dauert auch Zeit und kostet Geld) und den Englisch-C1-Schein zu machen (der quasi von Sprachschulen verkauft wurde).

    WARUM zum Kuckuck sollte man - wenn man die Wahl hat, aber auch generell - jemanden nehmen, der "nur" Kunst hat aber sonst nichts nachzuweisen hat. Wenn jemand mir zeigt, dass er seine Lücken aufarbeiten will und sich auch noch in einen Bereich einarbeitet, wo es einen krassen Mangel gibt und damit eine höhere Qualifikation hat als die 2 SWS des Lehramtsstudiums...
    Es gibt an den Unis auch viele Studis und Projekte, die sich in DaF/DaZ fortbilden. Einige tatsächlich über das Goethe-Institut, andere über Freiwilligenprojekte mit Jahresbindung inklusive kleine FoBis, andere über Uni-Angebote, die 4 Semester studienbegleitend plus 4-wöchiges Praktikum dauern, da ist das Geld eine schnellere und effektivere Investition.

    Klar, sowas lässt sich im Schuldienst nie monetarisieren (mein Mann lacht jedes Jahr über meine Fortbildungsausgaben. Darüber lacht sicher auch der Finanzbeamte), ABER: in dem konkreten Fall geht es darum, ÜBERHAUPT eine Stelle zu bekommen. Und das ist viel Geld.

    Was ist der Sinn deines Beitrags hier?

    Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen,

    ich möchte gerne eure Erfahrungen und Meinungen zum Thema Nachschreibeklausuren austauschen.

    Dazu hast du tatsächlich einige Antworten erhalten.

    Einige meiner Schülerinnen und Schüler haben sich jedoch beschwert, dass die Aufgaben in der Nachschreibeklausur von denen in der regulären Klausur abweichen. Sie argumentieren, dass sie sich so auf einen anderen Aufgabentyp hätten vorbereiten müssen. Wie handhabt ihr das in eurem Unterricht? Seht ihr Vorteile darin, die Aufgaben in Original- und Nachschreibeklausur zu variieren? Oder ist es eurer Meinung nach fairer, ähnliche Aufgaben zu stellen?

    Wichtig ist letztlich nur, dass die Verteilung der Anforderungsbereiche vergleichbar ist und Nachschreibeklausuren weder deutlich einfacher noch deutlich schwerer als die Originalklausur ausfallen. Das betone ich vor allem deshalb, weil es ein beliebtes Spielchen einiger Kollegen zu sein scheint, mit "extra schweren Nachschreibeklausuren" zu drohen, was natürlich rechtlich völlig daneben wäre.

    Da die Schüler*innen der ersten Klausur wissen, auf welches Format sie sich vorbereiten sollen, die anderen aber nicht, ...

    Ich kann die Beschwerde der Schüler*innen nachvollziehen, da du für die Hauptklausur ganz andere Bedingungen (bekanntes Format) hast.

    Frage nach Meinungen -> Meinungen.


    WARUM hast du das Bedürfnis, dich rechtfertigen zu müssen und quasi deine ganze Unterrichtsplanung vorzulegen, als wären wir die Schulleitung in einem BL, in welchem eine zu schlecht ausgefallene Klausur genehmigt werden muss?

    Ich will das Risiko der Steigerung der Nachschreibquote nicht dadurch erhöhen, aber ich habe auch ähnliche Erfahrungen gemacht, auch wenn ich nie eine komplette Klausur übernehme und sowieso die Strategie immer abwechsle, was geändert werden soll.
    Es ist bei uns soweit, dass man NIE ohne Nachschreibeklausur in der Mittelstufe auskommt, auch selten in der Oberstufe, mit 2 Nachschreibeklausuren ist es wohl keine Seltenheit.

    Ich habe einen Vokabeltest (Lückentext) drei mal nacheinander gestellt und bei JEDER Rückgabe (die jedes Mal katastrophal war) darauf hingewiesen, dass die Übung im Buch steht, ich beim Vergleichen der Ergebnisse gesagt habe "oh was für eine schöne Übung, genau sowas könnte morgen im Vokabeltest sein" und dass es schon der letzte Test 4 Tage davor war. Und jedes Mal den Test wiederholt, weil alle so schlecht sind (die Noten bleiben). Nur drei SuS haben es gecheckt und ab dem zweiten Test eine 1 geschrieben (und im ersten Test eine 2 oder 1 gehabt).
    Die Hälfte der Klasse hat drei mal eine 5 oder 6 geholt.

    Ihr dürft raten, wie die (leicht geänderte und ergänzte) Wortschatzübung in der Klassenarbeit ausfiel.

    Wie ist das bei dir, wenn du in der regulären Klausur Redeanalyse dranhattest: Können die Schüler sich dann sicher sein, dass in der Nach-KA keine Redeanalyse vorkommt? Dann hätten die Nachschreiber durchaus einen kleinen Vorteil.

    Auf die Idee war ich auch gekommen...
    Ich finde es auch ehrlich gesagt bei "normalen" Klausuren, ein bisschen heftig ..

    In meinem Englischunterricht plane ich meine Klausuren stets so, dass ich verschiedene Kompetenzen abfrage. Wenn ich beispielsweise ein neues Topic beginne, definiere ich klare Lernziele (z.B. Charakterisierung, Redeanalyse, Kommentar / Erörterung). nach fairer, ähnliche Aufgaben zu stellen?

    soviele Kompetenzen für EINE (normale) Kompetenz vorzubereiten.
    Kann damit zusammenhängen, dass "meine" Sprache typischerweise ein bisschen hinterherhinkt, aber ich würde nie 3-4 Aufgabenformate in EINER Reihe unterbringen, so dass die SuS gut genug darauf vorbereitet sind / sich gut vorbereitet fühlen.
    Um eine Redeanalyse in der Klausur zu haben, würde ich mindestens 2 Redeanalysen in der Reihe brauchen / üben wollen. Und ggf. noch eine zu üben. Es nimmt ja nicht nur Zeit, sondern verbraucht auch Materialien, das kann ich nicht für jede Reihe leisten.

    PS: Natürlich ist es beim Vorabi- oder Abiendstadium anders

    ... dafür kriegt man aber eine Qualifikation (also real: Kompetenzen und so) und diese ist zertifiziert (gegenüber Schulen, Kolleg*innen, aber eben auch, wenn man außerhalb der Schule was machen will).
    ein komplettes "Linguistikdidaktik-Studium" nachzuholen und sich vornehmen, ein paar Bücher zu lesen, ist doch meistens ein Selbst-Trugschluss.

    Kostenpunkt: Ja, klar, die Schule ist kein Unternehmen, aber ab und zu sollte man in sich selbst (und nicht nur in die Schule) investieren und wenn man bisher "nur" Kunst studiert hat, dann sollte einem die Zeit wert sein, sich nachzubilden. Kostenpflichtige Fortbildung oder 2-3 Semester Studium?

    ja, das denke ich mir. Und ich habe größten Respekt vor deinem Weg.
    Ich kann mir nicht vorstellen, was ich machen würde, wenn ich von jetzt auf gleich zurück nach Frankreich "müsste" / "möchte".
    An einer Mittelstufenschule Deutsch zu unterrichten... mmm irgendwie absolut unvorstellbar (obwohl ich jedes Mal im Urlaub darüber phantasiere, wo die nächste Schule ist und ob sie mich gebrauchen könnten ..)

    also quasi den Prüfungstag vom Ref samt Entwurf und/oder Besprechung.
    Hast du dann rein technisch ein 2. Staatsexamen? (um dich zum Beispiel auf Beförderungsstellen bewerben zu dürfen, Fachleiterin zu werden, usw..?) (pure Neugier, ich bin immer so begeistert, wie inner-europäische Mobilität klappt (also dein britischer Abschluss war ja ein europäischer)

    Woher nehmt ihr die Texte und Aufgaben? Nur aus dem Internet oder aus Sprachzeitungen?

    Arbeitest du ausschließlich mit dem Lehrwerk?
    Ich unterrichte kein Englisch, aber eine andere Fremdsprache und nie passen nur die Texte aus Verlagen für meine Reihenplanung. Das "Internet" (was für ein komischer Begriff, klingt für mich wie "die Bibliothek") ist eine gute Hilfe: Online-Zeitungen, Reiseführer, ... Darüber hinaus habe ich dank meines Studiums und meines Allgemeinwissens auch irgendwo in meinem Gehirn Ideen, welche Literatur ich benutzen könnte (also welcher Romanauszug zu einem Thema passen könnte) bzw. informiere mich weiter, welche Lektüren passen könnten (in meinem Bundesland sind wir im Gegensatz zu NDS sehr sehr frei..)

    Habt ihr alle schon was erhalten von PKV? Ich habe noch kein Schreiben bekommen

    ich auch nicht. Es war quasi DIE Freude bei der Urlaubsrückkehr gestern Abend.

    Dann lass die zu, damit bleiben die ungültig.

    PKVen hassen diesen Trick.

    das merke ich mir für heute oder morgen.

    Bei uns sogar noch bisserl mehr zu viert. Liegt vielleicht am Beihilfeergänzungstarif?!

    es hängt doch von sovielen Faktoren ab, die wir an einem Forumbeitrag nicht festmachen können.
    Wenn ich den hier genannten Durchschnittssatz (25%?) nehme, rechne ich mit knapp über 100% Erhöhung. Alleine. Und ich habe keinen Beihilfeergänzungstarif.

    Wenn Du mitten im Schuljahr in eine Vertretungsstelle einsteigst weist Du recht genau worauf Du Dich einlässt, weil der Stundenplan weitgehend schon feststeht. Heißt also "take it or leave it" Wenn ein neuer Stundenplan aufgestellt wurde, ist weitgehend Rücksicht auf meine Wünsche z.B. wenige Präsenztage wegen langer Fahrtzeiten, genommen worden. Mit meiner Fächerkombination hatte ich maximal 6 Monate vom Arbeitsamt bezahlte "Freizeit" zwischen meinen Engagements.

    dafür startest du doch regelmäßig in den Erfahrungsstufen wieder unten, oder?

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