Wie machen sie es? (Wäre vielleicht einen neuen Thread wert: Schreiben lernen international)
Also wenn ich mich recht erinnere, und die Erinnerungen und Kenntnisse zum Spracherwerb gehen aktiv nur bis ca. 2002, kombiniert mit Nachfragen bei Grundschullehrer*innen und Elternteilen, sowie Social Media. Ich frage aber bei meiner besten Freundin (Tochter 1. Klasse, Ehemann Klassenlehrer einer 1. Klasse, zudem in einer bilingualen Klasse, das heißt, er nutzt französische und deutsche Lehrwerke):
Ich (80er) habe mit Silben (m-a-ma, m-i-mi, ...) gelernt, meine Schwester auch. In den 90ern haben meine Kousinen mit "Globalmethode" gelernt, Katastrophe, zumal die Mädels auch schwach waren und sie also Wörter ständig erraten haben. Jüngste Kousine und dann neuere Berichte: zurück zu m-a-ma, m-e-me, m-i-mi, ...
Ich glaube aber einfach: die "Silbe" hat nicht die Bedeutung, die es im deutschen Spracherwerb zu haben scheint. Ich komme aber linguistisch nicht dahinter, was so der große Unterschied ist.
Bei der Rechtschreibung bin ich ehrlich: für mich eine krasse Blackbox, weil ich nie Probleme hatte und mir sogar alleine vom Lesen die krassesten Regeln erschlossen habe (also die Angleichung beim Passé composé beim vorangestellten Objekt ist mir da sehr in Erinnerung geblieben, wie ich es in der Klasse erzählt habe und die Lehrerin mich gebeten hat, die Klappe zu halten, weil ich alle verwirren würde :-D)
Das Französische hat eher eine etymologische Rechtschreibung, das fand ich schlüssig, aber ich kann mir nicht erinnern, dass man es ewig thematisiert hätte (also: ich habe schon viiiiel öfter über: "der Wek, nein, der Weg, weil die Wege" gehört, als ich Erinnerungen an "petit, weil petite in der weiblichen Form" habe.)
Kurz gesagt: Noch nie Silben gemalt oder unterstrichen.
Wir hatten es vor Jahren schon mal davon, es ging um Schriftarten und Lineatur in Frankreich in Klasse 1, wenn chilipaprika sich erinnert?
Jup. Auch das hat sich weiterhin nicht geändert 