Ich habe mich eingemischt als der Satz fiel "unsere Aufgabe als Pädagog*innen ist es doch..." Nein, ich sehe meine Aufgabe wirklich nicht darin, dem hochbegabten Linus den Hintern hinterherzutragen, am Gymnasium schon gleich gar nicht.
weil ich angesprochen werde: Auch wenn ich am Gym bin, denke ich auch mit und auch wenn es mir für die Grundschullehrkräfte leid tut: so oder so differenzieren sie viel (und viele haben eben 15 Lerntheken in der Klasse, so dass 30 SuS an 17 unterschiedlichen Materialien zeitversetzt arbeiten..) und da ist das Ziel, dass ein Kind aus Langeweile nicht komplett untergeht, doch wichtig.
Zumindest aus Sicht der Forschung und das Risiko ist da genauso groß bei Menschen am oberen Ende des Leistungsspektrums wie unten. Von den Kids wird aber eher erwartet, dass sie sich gedulden.
In der Mittel- und Oberstufe sind die "Extra-Angebote" (AGs, Projekte, Wettbewerbe..) wichtiger als der Unterricht selbst, wenn wir nicht von vielbegabte Hochbegabte reden, die dann am ehesten in den entsprechenden Spezialschulen untergebracht sind.
Eine Art natürliche Differenzierung findet in der weiterführenden Schule schon durch die Wahlpflichtfächer, die Arbeitsgemeinschaften (wenn es sie gibt) und die außerschulischen eigenen Entscheidungsmöglichkeiten, da ist unser Leben als Lehrkraft deutlich vereinfacht.
(und SOOO oft gibt es nunmal auch keine Hochbegabte, die dann zufällig das eine Fach als Interessensschwerpunkt hat-)