Beiträge von chilipaprika

    Eltern?

    Es war Ironie, weil ich oben geschrieben habe, dass ich davon ausgehe, dass viele Mütter keine Lust auf den Stress der "Unflexibilität" des Verwaltungsjobs ohne die unterrichtsfreie Zeit.
    Da du glaube ich keine Frau bist, habe ich das Wort "Eltern" benutzt, und da du soweit ich weiß gar kein Elternteil bist und auch ziemlich sicher das Paradebeispiel für "Elternteil, das die Familienfreundlichkeit des Jobs" bist, war das (offensichtlich schlechte) Ironie.

    Das stimmt, man bewirbt sich darauf. Ändert aber nicht so sehr was an der Frage, warum in einem Beruf, in dem Männer deutlich unterrepräsentiert sind, sich Männer (auch im Verhältnis) häufiger auf Vorgesetztenposten bewerben.

    Sind es tatsächlich Vorgesetztenstellen? (Dafür gibt es aber auch genug Statistiken, die eben zeigen, wie die Geschlechterstatistiken sich "nach oben" verschieben).

    Ich habe keine Statistik für Abordnungsstellen (ist es nicht das, was du mit Referenten meinst?), könnte mir aber auch vorstellen, dass die Vorstellung, 41 Stunden in der Woche mit 6 Wochen Urlaub im Jahr in einer Behörde zu sein, durchaus weniger "familienfreundlich" klingt. Da fallen mir nicht viele Frauen mit Kindern ein, die es - trotz aller Beschwerden am Schulstundenplan - eintauschen möchten.

    Ich kann keine Unterkunftsempfehlungen geben, weil ich bei meinen Besuchen hauptsächlich familiär untergekommen bin, aber du solltest dich auf einen Ort / Region festlegen und dann gucken. Es gibt auf Airbnb durchaus viele Angebote, auch im "günstigen" Bereich, wenn man nicht direkt am Strand sein will (also passend für Menschen, die 1-2 Tage Bergwanderung, 1 Tag Strand machen zum Beispiel).
    Ich "kenne" die südliche Westküste und sonst von einer "Durchreise" den Weg von Bastia - Saint Florent - Ajaccio über Vizzavone (also durchs Land).
    Da meine Familie direkt am Strand unweit von Ajaccio wohnt, war das immer mein Haupt-Landepunkt, aber: der Nordzipfel hat uns beim letzten Besuch sehr angetan. Unser Ankerpunkt war leicht südlich von Bastia der Camping-Platz San Damiano: Startseite | Camping San Damiano DE Es ist DIREKT am Strand, die Plätze sind groß und gut beschattet, es gibt viele Mobilhome oder "Hütten".

    Die Ostküste soll auch sehr schön, wilder sein, kenne ich leider gar nicht.
    Bonifacio und der Süden sind auch eine Reise wert.

    Meine größte Empfehlung: So frustrierend es ist: Versucht nicht, die Insel in einer oder zwei Wochen zu machen. (Bei zwei Wochen kann man natürlich nach einer Woche wechseln, aber wenn man nicht zeltet, sind viele Unterkünfte eh Wochenvermietungen. Außer vielleicht zu Randzeiten in den Gebirgen).
    Ab dem Lager kann man dann sternartig ein paar Sachen sehen, weil eh alles "nah" (und gleichzeitig: trotz weltweiten Verbesserungen seit den 90ern: es sind immer noch kurvige Bergstraßen! Es dauert...), bei einem Camping-Platz kann ggf. die Tochter im Schwimmbad bleiben, wenn ihr einkaufen geht, usw..

    Es gibt auch Angebote, wie man zum Beispiel einen Tagesausflug nach Bonifacio machen kann (Unser "Hauptlager" ist zum Beispiel Porticcio, südlich von Ajaccio und in der Hauptsaison fahren mehrere Anbieter quasi täglich mit dem Schiff von Ajaccio über Porticcio (oder nur eine Stadt) nach Bonifacio, man hat dort genug Zeit, die Felsen und die Stadt zu sehen und ist abends wieder am Ort, und hatte eine Schifffahrt,
    Ich bin SICHER, dass es sowas von ziemlich überall zu woanders gibt (Porto-Vecchio <-> Bonifacio, usw..)

    Ach: und die eine wichtige Frage ist auch: von wo kommt ihr an? Mit der Fähre in Bastia / Ajaccio ? Es bestimmt auch einen Teil des Weges...)

    Viel Spass beim Planen, ich ärgere mich total, wir wollten letzten oder diesen Sommer hin, haben es zwei Mal verschoben und jetzt ist mein Onkel im Juni verstorben....

    Oh: Italienisch triggert mich, weil ich "gezwungen" wurde, diese Sprache zu lernen (Spanisch gab es als 3./4. Fremdsprache nicht, sonst wäre es dort auch so), ich weiß aber: für mein Hirn wäre Französisch nichts gewesen. Zu viele Unregelmäßigkeiten, eine schwierige Aussprache, ..
    Mein Hirn kam mit Deutsch, Latein und Russisch dafür bestens zurecht. Quadratische, strukturierte Sprachen ohne Schnick-Schnack :D

    war ja auch nicht ernst gemeint, aber es ist genau der Punkt: finde einen Franzosen, der sich der Unregelmäßigkeiten der französischen Sprache bewusst ist (weswegen es mich so aufregt, dass nicht mein Romanistik-Studium bzw. mein Lernen immer im Vordergrund steht, sondern "Muttersprachlicherin" als Stempel.

    Was man nicht BEWUSST (zb. als Liste / als Kartei, was auch immer) gelernt hat, klingt einfacher. (Und Millionen Germanist*innen auf der ganzen Welt können die Liste der unregelmäßigen Verben, der Präpositionen mit Dativ, derjenigen mit Akkusativ, die der trennbaren und untrennbaren Präfixen, usw.. noch Jahre nach Schulende aufsagen.

    Zugegeben: die verschiedenen "Stämme" für "sein" kenne ich nicht vom Deutschunterricht (wäre strange), sondern vom Germanistik-Studium, ich habe ein Faible für Linguistik und bin das erste Jahr von Erkenntnis zu Erkenntnis glücklich gehüpft (wer hat nicht schon immer davon geträumt, eine Erklärung dafür zu haben, dass dürfen oder mögen schon im Präsenz einen ganz anderen Stammvokal haben?!

    so ist es.
    Und deswegen stehe ich dieser Regel ("nur rezeptiv") sehr zwiespältig gegenüber.
    Es ist sprachhistorisch so: ausgerechnet die Ausnahmen und unregelmäßigen Formen entstehen da, wo man sie am ehesten / häufigsten braucht. Deswegen MUSS man die Listen von unregelmäßigen Verben lernen, sonst kommt man nicht weiter.

    und DESWEGEN ist Französisch lernen Kacke, weil selbst die unregelmäßigen Verben nicht einfach mit einer Liste zu lernen sind. (Da ist das Deutsche viel einfacher, aber komischerweise existiert das Problem identisch auf Spanisch und Italienisch, es gibt schon einen sprachhistorischen Grund, warum mal die ersten 3 Personen "kaputt" sind, mal die 1./2. Plural, usw...)

    leider leider nicht.

    Das ist echt etwas, wo ich im Zwiespalt bin.
    Bei den Lehrplänen ist das passé simple (selbst im LK!!) nicht aktiv beizubringen, sondern nur passiv à la "wenn man Literatur liest, wäre es ganz nett".
    Aber ehrlich: Finde ein Buch, das nicht seitenlang im Passé simple ist (hätte ich NIE gedacht, bis ich das versucht habe... und ich rede NICHT von Balzac oder Hugo, nein, auch die stumpfeste, moderne Jugendliteratur.)
    Es scheint also für die Schriftsteller*innen noch eine aktive Zeitform zu sein (für mich nicht mehr, aber ich bin kein Maßstab. Meine Schwester spricht ein "hohes Französisch", benutzt es auch nicht, also mündlich nicht, aber sie schreibt auch keine Romane)

    Französisch sind jeweils schon 2 - 3 Leute dabei, die gerne mal persönlich beleidigt sind, wenn [...] das Subjonctif keine überschäumenden Begeisterungsstürme auslös[t]


    Ich habe just heute Morgen einen Artikel gelesen, dass das Imparfait des Subjonctif stirbt (und stattdessen von seinem Präsenz abgelöst wird)
    Es stirbt!!!
    Macht was! in einem Zoo aufpäppeln, ich weiß nicht, der Niedergang der französischen Sprache...


    Und darüber macht "man" sich Gedanken, ob man es in der Schule wieder fördern muss.
    In einer (französischen) Schule, wo die Hälfte der Kinder keinen Unterschied zwischen "et" und "est" machen, "je suis tomber" und "elle est arrivé" schreiben.... Jaja, Bildungspolitiker*innen haben immer wichtige Schwerpunktsetzungen.

    Ja, ich liebe das Subjonctif an sich, wenn ich in der Oberstufe bin, dann gibt es kleine Herzchen am Rande für jeden Gebrauch ;) , aber ich wäre schon froh, wenn in der Mittelstufe die Präsenzformen stehen.
    Ich brauche halt keine weißgetigerte asiatische Leoparde, oder was auch immer, ich bin schon mit einem Hund oder einer Katze (wenn es sein muss) zufrieden.

    Natürlich weiß ich, dass es NICHT an der Lehrperson liegt.
    Es sind nicht alle pensionierten Französischlehrerinnen alte, strenge Vogelscheuchen gewesen und nicht alle Mathe-Lehrer sind so streng und furchtbar, wie es einigen in der Erinnerung bleibt.

    (Gut, zwei von meinen drei Englischlehrer*innen waren furchtbar und konnten auch tatsächlich kein Englisch :D )

    Ich glaube aber nicht, dass es an der Sprache liegt, sondern an Vorurteilen: Spanisch scheint einen Coolness-Faktor zu haben, wo auch immer der her kommt. Sind Spanier coole Leute ? Ich glaube kaum, dass jemand Spanisch wählt, weil es in Südamerika von vielen gesprochen wird.

    Ach, in 20 Jahren haben wir ganz viele Erwachsene, die über ihre doofe Spanischlehrerin schimpfen werden, und darüber, dass sie nichts mehr können außer "una cerveza per favor".
    Es ist halt ein Pflichtangebot, das man wahrnehmen muss und nur funktioniert, wenn man kontinuierlich lernt. Und selbst wenn man irgendwann Interesse entwickelt, kann man es kaum "nachholen".

    Mein Problem mit Französisch lag darin begründet, dass es in der 7.Klasse startete [...] pubertätsbedingt

    und hier haben wir das Hauptproblem Nummer 1.
    Da wo man in Geschichte, Biologie oder gar Deutsch in der Sek 1 verschlafen kann: in Französisch geht es nicht. In einer Fremdsprache geht es nicht, aber in Englisch holt es sich viel einfacher auf, weil die Basis(!)grammatik WESENTLICH einfacher ist und die Umgebung schon englischgeprägt ist.
    Latein hat den Vorteil, dass man es "nur" passiv können muss (um zu bestehen, zumindest) und alle mit schludrigem, ungenauen Lernen also einfacher durchkommen.
    (Ich bin eine schludrige Lernerin, wenn ich kein Interesse habe und kann also passabel Italienisch oder Spanisch lesen, leider fand die Italienischlehrerin meinen Trick, ein -o oder -a am Ende von französischen Wörtern zu packen, nicht sooo berauschend und so ist mein aktives Sprechen echt eine Sache... (und ich finde dieses Gesinge beim Sprechen zum Kotzen..). Genauso wenig lustig finde ich es auch heute, wenn die Kids le/la würfeln, die Verbkonjugation nicht lernen, usw..)

    Das halte ich für logisch und gut.
    Es wäre doch ein bisschen blöd, wenn Abschlüsse in jeder Form von jedem gemacht werden können.
    Ich würde keinen Abschluss in Pyrotechnik schaffen, ich bin sicher, dass ich mit meinem bisherigen Lebensweg an jedem einzelnen naturwissenschaftlichen und mathematischen sowie ingenieurhaltigen Studiengang scheitere, und das obwohl ich den Abschluss davor - Abitur - habe.

    Ich habe tatsächlich Antimons Frage nicht wirklich verstanden und weiß nicht, worauf sie hinaus wollte.

    Und natürlich reicht es nicht, Interviews zu führen, da gehört noch eine Menge Arbeit davor / danach und in der Theorieentwicklung.

    Erstmal: Herzlichen Glückwunsch zum Therapieplatz und der erhaltenen Hilfe. Es ist gut, dass du dich um dich und deine Gesundheit kümmerst!
    Dann: du solltest GENAU DAS mit deinem Therapeuten / deiner Therapeutin diskutieren (und zum Beispiel über einen Klinikaufenthalt sprechen, der dir Abstand ermöglichen würde, aber auch neue Strategien gibt, falls die ambulante Therapie nicht ausreicht).
    Zu aller erst kann dich natürlich dein Arzt krank schreiben / medikamentös helfen. Falls dein Therapeut kein Arzt ist, sollten beide im Kontakt sein, um die richtigen Therapieangebote für dich auszuloten.

    Ja, das ist Kindergarten und absolut verständlich, dass dich das nervt. Aber gell... Ich weiss überhaupt nicht, wie gross der Unterschied zwischen mit/ohne Dr. im Phil I Bereich ist. Phil II kommt da schon noch einiges dazu.

    was für einen Unterschied? 4-5 Jahre Bibliothek- und Archivwälzen, alternative Interviews führen, und dann anschließendem Schreiben? ;) (natürlich vereinfacht gesagt)

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