Beiträge von chilipaprika

    Kleines Gedankenexperiment: Würdet ihr für deutlich weniger Geld trotzdem als Lehrkraft arbeiten, weil ihr Spaß daran habt?

    deutlich weniger: nein.
    Wenn der Geldunterschied nicht soo krass wäre, hätte ich schon gekündigt, würde etwas Anderes machen, aber die Schule würde mir fehlen. Und ich bin ehrlich: für den Angestelltengehalt würde ich es im Vergleich zu einem Job woanders nicht machen. Nicht mit meinen Fächern, deren Korrekturen und meiner workoholischen Persönlichkeit.

    Zweites Gedankenexperiment: Würdet ihr weiterhin mit vollem Deputat bei gleicher Besoldung (sagen wir mal A13) arbeiten, selbst wenn ihr Millionen erben/im Lotto gewinnen würdet?

    Nö.
    Teilzeit sofort.
    Da würde ich es sogar im Angestelltenverhältnis machen, um daneben einen anderen Nebenjob zu haben.
    Und noch andere Projekte haben zu können.
    Aber 1-2 Klassen würde ich schon haben wollen.

    Zitat von State_of_Trance

    Ich habe einen Kollegen, der in massiver Teilzeit plus Altersermäßigung unterrichtet. Seine Klausuren entsprechen nicht im Ansatz den Anforderungen (keine Operatoren, zu wenige und einfache Aufgaben "Wie finden Sie das Gedicht"), seine mündlichen Abiturprüfungen genauso und keiner traut sich, etwas zu unternehmen, weil er sonst einfach wieder erneut dauerhaft ausfällt.

    Da wünscht man sich fast die bayrische Reszipienz herbei.

    Ja, das ist ein reales Problem.
    Rückseite der Verbeamtung-Medaille.
    Aber oft wird diese Seite bei den anderen moniert, wenn man die Vorderseite für sich als sehr bedeutend ansieht.

    Chili, die sich durchaus ein Modell wie in England, Dänemark, den Niederlanden, (Schweiz?) usw.. wünscht, wo man immer frei ist, zu kündigen und zu wechseln, aber auch gekündigt werden kann. Das passiert aber in der Regel nur, wenn man Mist baut. Keine Schule kündigt einem, weil man einmal zu spät kam oder widersprochen hat.

    NRW? Dann: Stella-Portal.
    Dort sind die Stellen ausgeschrieben. Viele (die meisten?) Stellen sind erstmal zeitlich begrenzt (Abordnungen), einige (anderen) haben auch den Passus "jährlich verlängerbar, Interesse an einer längeren Arbeit ist erwünscht" (oder so), und es gibt in einigen Behörden auch die Möglichkeit des Laufbahnwechsels.
    Dabei sollte es klar sein, dass es keine Versorgungsstellen sind, sondern genauso Jobs, bei denen man genauso arbeitet, mit anderen Kompetenzen im Vordergrund, die eben bei Bewährung vielleicht neue Chancen anbieten.
    Ob ein Laufbahnwechsel möglich ist, liegt nicht an der Person, sondern ob im Stellenplan eine Stelle frei wird, auf die man sich dann intern bewirbt (und dann natürlich an der Person, ob sie dafür in Frage kommt).

    Erweiterungsfächer: Diese Kombinationen funktionieren (bayern.de)


    Ich würde es so verstehen: eins deiner grundständigen Fächer muss offiziell eine mögliche Kombination mit PuG ergeben.

    Das beißt sich aber mit dem hier, wonach PuG nur mit Wirtschaft gehen würde. (und DAS klingt doch nach einer schräger Kombi?!)
    In dem zweiten Link klingt es nach: es kann mit jedem Fach erweitert werden. Ich bin gespannt auf die Auflösung eines Bayers.

    Darüber hinaus ist man aber in der Schulentwicklung relativ frei, wo man sich einbringt. Also mach man es idealerweise in Bereichen wo man selbst Freude dran hat.

    klar.
    Weil es immer passend ist, dass alle Interessen gedeckt sind.

    "idealerweise" ist eben der Punkt.
    Die Schulentwicklung ist genauso eine Aufgabe wie alle Anderen, und genauso wie ich vielleicht keine Lust auf eine 5. Klasse habe, darf ich mich am Konzept zum Offenen Ganztag beteiligen, wenn es auf der Tagesordnung des Pädagogischen Tages steht.

    Genau. Aber es ist ziemlich schwer herauszufinden, was diese eleganten Änderungen denn wären. Weil sich irgendwie alles doppeldeutig lesen läßt.

    Ehrlich gesagt glaube ich, dass du eine Doppeldeutigkeit liest, die man als Externe*r nicht unbedingt liest. Lass das Zeugnis von jemandem lesen (Gewerkschaft oder aber auch ein ganz normal Beschäftigter der freien Wirtschaft, der schon 1-2 Zeugnisse bekommen hat) und dir dann sagen, was er/sie davon meint. Dann von jemandem, der mehr von der Materie (Arbeitszeugnisse, nicht unbedingt Schule) versteht.

    Ehrlich: Wenn deine aktuelle Schulleitung dir UNBEDINGT eins reinwürgen WILL, wird sie es so oder so machen, egal, was sie vorher geschrieben hat. Falls sie zb. angesprochen wird, wenn du dich woanders bewirbst.
    Das kann ja passieren.
    Aber sonst haben Schulleitungen auch genug zu tun, dass sie einfach die Zeugnisse lesen, die sie bekommen und nicht unbedingt durch die Republik anrufen, wenn sie sich nicht schon gut kennen.

    Ich finde es grottenschlecht.

    Dann einfach reklamieren.
    Ich würde nicht unbedingt sofort mit Anwalt (hast du nicht geschrieben, schreibe ich) oder so kommen und drohen, sondern einfach elegant "ich habe mir erlaubt, mit einem Bekannten, der in der Materie ist, darüber zu sprechen und habe ebenfalls ein paar Tippfehler ausgemerzt. Hier zurück mit Kommentaren."

    Ja, es kann Schlampigkeit sein. Aber eine Schulleitung hat sehr viel zu tun und schreibt sehr selten Zeugnisse, also auch keine Übung darin. Schreib einfach die Daten um und gut. und alles, was falsch war (das können wir ja nicht wissen!), richtig stellen.

    Mich hätte eine Einschätzung zum Ton interessiert. Ich bin nicht sicher, ob man mich loswerden will, sich einfach nicht interessiert oder es nur nicht kann.

    Von dem, was ich gelesen habe, erinnere ich mich nicht an einen schlechten Ton?

    Wenn ich jemanden loswerden wollen würde, würde ich ein gutes Zeugnis schreiben. Good riddance sozusagen; soll sich der nächste mit dem rumärgern.

    Verstehe ich das richtig, dass du jetzt der Meinung bist, dein Zeugnis sei zu gut und also bedeute, dass man dich loswerden wolle?

    Also: Schulleitungen sind auch nicht unbedingt in Arbeitszeugnisse schreiben geschult. Größere und mittlere Unternehmen haben dafür Leute, die sich besser damit auskennen und mit den Infos der Abteilungsleitungen etwas schreiben.
    Deine SL scheint zumindest die Codes mit "stets" und so zu kennen.

    Meine letzten (Zwischen)Zeugnisse hatten eine ähnliche Struktur: Informationen über den Dienstort, dann Informationen.
    Informationen zur Tätigkeit hatte ich ja selbst vermittelt (du vermutlich auch, eine Schulleitung merkt sich nicht das alles).

    Bei meinem Zwischenzeugnis hatte ich Nachfragen, also habe ich mehr oder weniger die "Noten herausgelesen", als Kommentare eingetragen (Worddatei) (quasi um es für mich festzuhalten, aber auch eine Rückmeldung an den Schreibenden zu geben) und Kommentare gegeben. Da bin ich ganz ehrlich, ich kenne meine Schwächen aber auch meine Stärken. Darf ruhig eine 2 in "Teamarbeit" oder "proaktiv etwas von Fortbildungen berichten" oder so stehen, aber in einigen anderen Sachen meiner Kerntätigkeit habe ich einfach einen Kommentar geschrieben, dass es eine 2 ist und ich bisher von den Gesprächen etwas anderes erwartet hätte. Dass ich nicht bei jedem Satz nach einer Korrektur nach oben gefragt habe, war sicher hilfreich.
    Bei einem anderen Zeugnis waren leichte Fehler à la "hat X und Y unterrichtet", Z und A waren nicht genannt. Und es war mir auch wichtig, ich habe es also auch aufgeschrieben.

    Was mir glaube ich bei deinem Zeugnis als Einziges auffiel und wo ich darauf hinweisen würde: es steht nichts zur Zukunft und weiteren Zusammenarbeit. Aber es ist natürlich schwierig, darauf hinzuweisen.

    arghhh... mein Gott (haha), ich bin doch nicht so doof.
    Aber eben. Wer einen Auftrag einer Kirche hat (Vocatio oder Missio), soll bei seinen Schäfchen bleiben und nicht Ethik unterrichten.
    (und deswegen habe ich oben Reliwissenschaften geschrieben)

    ich formuliere es anders: Der Philo/Ethik-Lehrer darf meinetwegen Reli vertreten oder das neue Schulfach "Religionswissenschaften" unterrichten.
    Aber der Relilehrer soll bitte nicht Ethik/Praktische Philosophie unterrichten. Das finde ich absurd, dass Schüler*innen, die Reli abwählen, einen Relilehrer in Praktische Philosophie bekommen. (JA, ich gehe davon aus, dass Lehrkräfte trennen können und meine Spanisch/Englisch-Kollegin kann je nach Stunde anders sprechen, aber trotzdem. Die Ziele und der indirekte Auftraggeber sind schon getrennt.)

    Es ist nicht die Frage, aber ich fände es eigentlich gut, wenn die Kombi Philo/Ethik mit Reli verboten wäre. Ich finde es ein bisschen absurd...

    Wobei ich noch absurder finde, dass Menschen im Internet das Fach Religion als Studienfach vorschlagen, ohne dass es Indizien gibt (außer eine Affinität für tote Sprachen).

    Zitat von CDL

    Wie funktioniert das denn? Liegt da das Handy irgendwo am Rand, von dem aus du streamstnd sind die Kopfhörer irgendwie anders, als normale Kopfhörer, um wasserfest zu sein, aber eben auch im/ am Ohr zu halten, während man schwimmt? Klingt auf jeden Fall ziemlich genial!

    Ich weiß nicht, ob es welche mit dem Handy gibt, es wäre mir aber zu doof, meine Verbindung ist ziemlich genau 25 Meter, wie meine Uhr mir am Ende jeder Bahn wrummend mitteilt (Verbindung abgebrochen :-D). Gut, ich könnte die Tasche an der Seite der Bahn legen, aber ich habe ja meine Marotten :D

    Ich hatte seit (vielen) Jahren einen MP3-Player, der autark war und die Kopfhörer auch ganz perfekt ins Ohr passten. Also super, da ich eh Ohrenstöpsel nutze.
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    Nur ein günstigeres Modell, obwohl ich es 2011 gekauft hatte.
    Er war gar nicht so schlecht, wurde an dem Riemen der Brille gefestigt.

    Jetzt habe ich einen mit Knochenschall-Technik (davon gibt es auch unterschiedliche Preiskategorien). Ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig, weil ich ihn über die Badekappe trage und damit auch eine zweite Kappe darauf lege (keine Ahnung, ob ich es bräuchte, werde mich ein bisschen umsehen). Ohrstöpsel kann ich trotzdem weitertragen und man hört echt gut.

    Aber ja, auch hier ist das Gerät autark, das heißt, man muss es vorher mit mp3 füttern (was tatsächlich ein kleines Problem war, weil mir aufgefallen ist, dass ich alles in spotify höre, meine alten mp3s woanders sind und meine "Methode", aus Youtube-Videos einen mp3 zu machen, wohl nicht mehr geht.

    ... und er geht bekanntlich nie in Elternzeit, wird nie krank, hat nie einen Unfall und Abitur wird auch nicht abgenommen.
    Eine gute Führung tut gut daran, nie eine Fachschaft mit einer einzelnen Person zu haben. Auch deswegen ist es gut, mehr Leute mit der Fakultas zu haben, damit man immer einen Plan B hat und sich nicht alles blockiert (wenn jemand darauf angewiesen ist, 10-14 Stunden Griechisch zu unterrichten, weil er nur zwei Fächer hat)

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