Beiträge von chilipaprika

    Guter Einwand - da muss ich mich definitiv erkundigen. Wenn nicht, dann "darf" ich definitiv ja auch in Bayern das Ref. machen - was für ein Bummer!

    mmm... Du darfst dein ganzes Leben in Bayern bleiben..
    Es ist nirgendwo anders vorgesehen.


    Ich kann mir aber vorstellen, dass ein Teil deiner Frustration fachbedingt ist: Psycho ist nunmal ein Lernfach, ich gehe davon aus, dass ihr in "Schulpsychologie" zwar nicht das gesamte Programm macht, aber trotzdem nichts geschenkt bekommt und das ist schon eine Menge Stoff, die man hat, Statistik und Diagnostik sind keine "Bauchgefühl"-Sachen, da muss man durch. Aber bald kommt die Anwendung!

    Ich hatte mir das Leben ganz einfach gemacht: grundsätzlich überall ein Komma, egal ob Pflicht oder freiwillig.
    Aus Leser*insicht: das fehlende (freiwillige) Komma ist sooo nervig, ich bin froh, wenn /dass ich jetzt als Korrekturleserin nicht nur sagen kann "glaub mir, es wäre schön, wenn..", sondern "es muss so".
    Danke also für die Information.

    Mach dir bitte ebenfalls klar, dass die Einschätzung der Fachleistung keineswegs von solchen Begleitumständen abhängen darf!


    So ist es.
    Pädagogische Überlegungen sind zwar wichtig, sollten am Ende nicht unfair sein.
    Der Schüler kannte wohl im Vorfeld die (vermeintlichen?) Bedingungen, die er erfüllen musste. Da muss er durch.

    Womöglich ist es andersrum und er kriegt eine Prämie, wenn er eine 3 hat?

    (Ich habe im Kopf die Geschichte einer Schülerin, die Mutter hat rumgejammert, dass sie unbedingt die 15 Punkte in Deutsch brauche, weil sie auf eine Journalistenschule gehen wolle. Erzählte mir die Deutsch-Kollegin.
    Ich hatte die Schülerin seit 7 Jahren im Unterricht, durch 3 Fächer geschleust und zu dem Zeitpunkt in 2 Fächern, ich hatte noch nie was von Journalismus gehört.
    Ich habe bei der Schülerin irgendwann - als es Thema war - nachgefragt. Nein, sie wolle sich halt alles offen halten.
    Fazit: die Mutter wollte ein Stipendium der Stiftung des Deutschen Volkes (oder einer anderen Stiftung) absichern. Was ihr auch gelungen ist.

    Ich möchte betonen, dass die Schülerin so oder so eine 1,0 hatte.
    Und sie studiert heute Soziologie und Kulturanthropologie, macht viel in der Theaterwelt und ist mehrere hundert Kilometer weit weg von Mama und sicher sehr glücklich.
    Und die Fächer passen so was von gut zu allem, was sie immer lebte (eine tolle Feder hat sie, aber Journalistin wäre nur ein Zweitstandbein)

    Ich kann mir vorstellen, dass die Frage auf so einen Fall abzieht:
    "Die 2. Fremdsprache wird abgewählt, muss ich trotzdem eine Förderempfehlung schreiben?"

    1) Da du nicht weißt, wohin das Kind geht und ob das Fach tatsächlich abgewählt wird, ja.
    2) Du kannst (meiner Meinung nach: solltest) auch einen Teil deiner Förderempfehlung so formulieren, dass es allgemein um die Lern- und Arbeitshaltung geht. Tipps zum effektiveren Lernen in deinem Fach / einem solchen Fach.

    Wenn ich also davon ausgehe, dass es nirgendwo anders SoWi oder HRSGe gibt: NRW.

    In welcher Welt lebt ein Gymnasialschulleiter, der zur Kombi von Geschichte und SoWi oder Erdkunde rät?
    Vergiss es.
    Total tolle Fächer, die Kombi davon ist aber bescheuert. Die Gründe sollten mehr als 1000 Mal im Forum dargelegt worden sein.

    Sorry, dich enttäuschen zu müssen, aber meine Aussage gilt nicht nur für die Region, in der ich wohne, sondern für ganz Deutschland. Mein Verwandten- und Bekanntenkreis beschränkt sich nicht auf den Nordwesten Niedersachsens ;) .

    Interessant, wie persönliche Erfahrungen, anekdotische Evidenzen und Beobachtungen ausfallen können.
    (und das meine ich absolut ernst).

    Ich habe gerade extra noch in einige Ausschreibungen geguckt (meine Region, aber auch Kiel, Berlin, Köln, Heidelberg..)
    Alles Unis, NGOs, (Weiter)Bildungsbereich, Behörden. Auch durch Menschen, die ich in Weiterbildungen kennengelernt habe: sozialer Bereich, humanitäre Hilfe, Personalmanagement..
    Freunde bei IG-Metall-Unternehmen oder IG-BCE (in der Region oder anderen Regionen) haben auch Teil-HO, auch als Teil von Unternehmensvereinbarungen.

    Ich spreche selbstverständlich nur von Menschen, die in Büros sind, aber auch Ingenieure, Architekten..
    Und klar: in unterschiedlichen Anteilen, aber wenn ich auf die Schnelle meinen Bekanntenkreis durchgehe: Alle Menschen, die einen Teil ihrer Arbeit an einem Schreibtisch machen, können (einen Teil davon) diesen im HO machen (auch eine Ärztin in der Pädiatrie. Ein Bürotag pro Woche für die Dokumentation.
    Die Lehrkräfte nicht, die Hundetrainer*innen nicht, die Kellner*innen und Verkäufer*innen nicht ;)

    Spannend.

    Es liegt an der Region, du wohnst im Nirgendwo :D

    (Ist nicht ganz ernst gemeint, und ich war auch nicht sooo nah an dem Ort, wo ich dich schätze, aber leider mussten wir eben wegziehen, weil einer der "Global Player" (der größte Arbeitgeber neben dem Finanzamt :D ) ganz viel entlassen hat und mein Mann eben sonst keine zufriedenstellende Arbeit neu gefunden hätte.

    Ich weiß nicht, was "gehobene Akademikerjobs" sind.

    Die Angebote auf LinkedIn oder in meinem Umfeld (jaja, manchmal bekomme ich selbst Angebote), die Stellen, die ich sehe, sind zwischen TV-L 9 und TV-L 13). TV-L 13 ist in meinem Verständnis ein gehobener Akademikerjob (für drüber fehlt mir halt der Dr-Titel), aber die jeweiligen Organisationen machen eben keinen Unterschied: wenn hybrid ,HO, remote-Modelle: dann für alle. Selbst die Leitungspositionen oft. Und eine solche würde ich nicht unbedingt anstreben, aber eine Position mit Verantwortung durchaus.
    Aber: ich habe - neben dem Unterrichten - keine Kompetenzen, die eine Präsenz stark erfordern. Koordination, Analyse, Verwalten, Projektarbeit, usw.. kann man durchaus im Teil-HO machen.

    Selbstverständlichkeit nicht, so ungewöhnlich bei einem Teil der Arbeit (ich spreche von Bürojobs), ist es wirklich nicht.

    Ich bin auf LinkedIn, kriege "maßgeschneiderte" Angebote (naja, der Algorithmus arbeitet dran) und habe mich die letzten Monate auch selbst viel umgeschaut: Mit meinen Kompetenzen (bin keine Busfahrerin, keine Naturpädagogin und auch keine Ärztin) hätte ich durchaus einiges an Auswahl, wo es von Teil- bis fast komplett remote geht.
    Und da kann man schon steuern, wenn man die entsprechenden Kompetenzen hat.

    Es ging in deinem Zitat darum, dass jemand, der viel reisen will, im normalen Job nicht glücklich wird.
    Tja, es gibt aber eben viele "normale Jobs", die sich zumindest anpassen. Die Schule wird es nie können.
    Viele Gründe, die unter anderem für den Job in der Schule sprechen (Flexibilität, große Freiräume, ..) gibt es mittlerweile in sovielen anderen Bereichen, dass die Schule als Arbeitsplatz es sicher nicht einfach machen wird, wenn sie konkurrieren will.

    (Und NEIN: ich gehe nicht davon aus, dass man Lehrer wird FÜR die Ferien, aber es soll Leute geben, die mehr Interessen und Kompetenzen haben als "nur" Unterrichten)

    Gerne zu reisen ist auch ein häufiger Grund. Wer zehn Wochen im Jahr unterwegs sein möchte, wird in einem normalen Job nicht glücklich.

    bis jetzt.
    Dafür ändert sich die Arbeitswelt zur Zeit rasant und viele Branchen können Arbeitsmodelle erproben, die vorher undenkbar waren.
    Nur unsortierte Gedanken:
    - Workation (wird gerade in der Firma meines Mannes verhandelt, 2 Wochen im Jahr europäisches Ausland, also im Anschluss an einem Urlaub, oder zum Dehnen einer Auslandsreise)
    - Teilzeit- und Sabbatmodelle (es gibt immer mehr Firmen, die 2-4 Monate im Jahr durch Überstunden ermöglichen, wenn es sich im Jahresfluss und im Team ergibt...)

    - Arbeitsmodelle, wo man sich die Arbeitsschichten zusammenlegen kann (Jahresstundenkonto z.B.) Meine Zahnarztspraxis (groß, mehrere Standorte) suchte letztens einen neuen Kollegen, der sowas wie einen Tag die Woche arbeitet und fast alle Schulferien und gelegentlich Springer-Vertretungen, die aber zusätzlich bezahlt werden. Für jemanden ohne Kinder oder nur Kita super. Es gibt schon einen Zahnarzt im Team, der das so macht: seine Frau arbeitet Vollzeit, ist Lehrerin, zwei kleine Kinder im Krippen- und Kita-Alter, sie gehen zwei Tage die Woche in die Kita und sonst kümmert er sich um den ganzen Rest. Für die Lebensphase mit Hausneubau und so perfekt passend.

    über meine vorläufige (!) Unterrichtsverteilung.
    Echt anders als gewünscht, einiges anders als auf den Zettel geschrieben, es könnte (wird) viel Stress bedeuten (Vorbereitungsstress für mich, aber ich befürchte auch: durch die Veränderungen der Planung könnten nicht wenige Kolleg*innen gerade sauer sein), aber ich nehme die Herausforderung an und die erste Lektüre ist schon bestellt *freu*

    Ich sage es mal so, wenn Latein auch zählt, sind meine schriftlich rezeptiven Kompetenzen in Spanisch und Italienisch auch drin.
    Dass ich in der aktiven Produktion beide Sprachen fröhlich verwechsle, es sei denn, ich bin mehrere Tage am Stück in einem Land, ist eine lustige Sache und erklärt, warum die Peruaner mir nicht helfen wollten (erst am 3. Tag ist mir gedämmert, dass "Cerco questa adressa" kein Spanisch ist (nebenbei: auch kein Italienisch.) Macht nichts, ich habe mich vier Wochen von Oliven und Tomaten ernährt, super Urlaub. Nur am Anfang war ich verplant.

    Ein gutes Beispiel für Sprachmittlung verwirrung.

    Viel inhaltlich habe ich dann nicht gemacht, denn: ich sprachmittle definitiv nicht im Urlaub (außer bei meinem Mann und selbst da bin ich sehr sparsam). Wenn ich im Ausland bin/war, halte ich mich von den Leuten fern, die meine Sprache sprechen (also: von allen Jack Wolfskins-Jackenträger*innen weg. Ähnlich mit Quechua-Französischsprachigen :-D, waren sehr gute Kriterien sowohl in Neuseeland als auch in Peru..), ich will ja mit den Menschen sprechen und nicht mitteln.

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