Beiträge von chilipaprika

    "Sehr geehrte Damen und Herren,


    die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) hat heute (08.12.2022) ihr Gutachten Lehrkräftegewinnung und Lehrkräftebildung für einen hochwertigen Unterricht vorgestellt. Darin empfiehlt die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz Maßnahmen für ein wissenschaftsbasiertes, klar strukturiertes Qualifikationssystem für Lehrkräfte in Studium, Vorbereitungsdienst und während des Berufs.


    Die Langfassung des Gutachtens ist hier verfügbar: https://www.kmk.org/fileadmin/Date…eftebildung.pdf


    Eine Zusammenfassung des Gutachtens können Sie hier herunterladen: https://www.kmk.org/fileadmin/Date…mmenfassung.pdf


    Mit dem Gutachten setzt die SWK auch ihre Veranstaltungsreihe SWK Talks fort. Im ersten Talk am 12. Dezember wird das Gutachten vorgestellt. Die Vorsitzenden der SWK, Frau Prof. Dr. Felicitas Thiel und Herr Prof. Dr. Olaf Köller werden die zentralen Handlungsempfehlungen vorstellen und mit der KMK-Präsidentin und Berliner Senatorin Katharina Günther-Wünsch beleuchten. Weitere Episoden werden sich ab dem 22. Januar 2024 einzelnen Themenschwerpunkten des Gutachtens widmen. Die Anmeldung für alle Folgen ist über folgenden Link möglich: https://pretix.eu/swk/swktalk-s3/


    Wir wünschen Ihnen eine gute Lektüre und freuen uns, das Gutachten im Rahmen der SWK Talks oder bei weiteren Gelegenheiten mit Ihnen zu diskutieren.


    Mit herzlichen Grüßen


    Dr. Isabelle Sieh

    Leitung der Geschäftsstelle der SWK"

    aber ich habe doch nie in Frage gestellt, dass die ECTS nicht angemessen seien. Sondern umgekehrt: eine 2/3-Beschäftigung mit einem 2/3 Studium, das wird echt schwierig, erst recht, wenn beide feste Zeiten haben (2/3 Krankenpflege würde da viel einfacher gehen).

    Sei es drum.
    Liebe TE: Mach das nicht, genieß in Ruhe das Praxissemester, vielleicht / wahrscheinlich ergibt sich daraus eine Beschäftigung, wenn du die passenden Fächer hast (was du vermutlich in gewisser Weise hast, wenn man dir gerade im Masterstudium einen solchen Vertrag anbot.)

    Bei uns (Hessen) hat das Praxissemester einen Umfang von 150 Stunden in 10 Wochen mit mindestens drei Präsenztagen. Die 15 Stunden pro Woche Präsenz kann man aber mit der Schule flexibel verteilen. Das ist weit entfernt von Vollzeit.

    Dass das logistisch kompliziert, unter Umständen wegen Pflichtveranstaltungen im Praxissemester gar nicht machbar und unrealistisch ist, ist aber natürlich richtig.

    Goethe-Universität — Informationen (uni-frankfurt.de)
    21 ECTS-Punkte für das Praxissemester inklusive der Begleitveranstaltungen (die man nun mal im selben Semester machen muss (oder?) und nicht strecken kann, sind schon eine Aussage, wenn tatsächlich nicht Vollzeit (in NRW bzw. an meiner Uni sind es 25 ECTS-Punkte, es gibt aber daneben gar keine anderen weiteren Punkte, verstehe, wer wolle.).

    Ich hab mein Studium gestreckt, ich hätte es vielleicht auch im Bachelor-Master gemacht. Sprich: ich habe kein Problem damit, die ECTS-Punkte auf die doppelte Regelstudienzeit zu strecken, wenn ich daneben coole andere Sachen mache.
    Aber das Praxissemester ist echt der Knaller in allen mir bekannten Formen, weil nie mit anderen (größeren) Sachen streckbar.
    Und: "in Absprache mit der Schule" hängt natürlich auch von den Fächern ab. Wir hatten auch mal eine PS-Studentin, die an einem bestimmten Tag da sein wollte, dafür andere Tage nicht, aber an dem Tag gab es keinen Unterricht im Fach (TZ-Kollegin in allen Kursen, es war ihr freier Tag). Da kannst du dich auf dem Kopf stellen, die Bänder der ganzen Mittelstufe werden nicht geändert.

    Mein Hinweis war wirklich auch aus der Erfahrung, dass es für einige Studierende das erste Mal im Studium ist, wo sie mit einer durchgehenden Anwesenheitspflicht konfrontiert werden und das Nacharbeiten von Kursen sich nicht mehr einfach so aufs Wochenende verschieben lässt. Da sollte man sich nicht selbst in die Misere stürzen.

    Wenn du nächstes Semester das Praxissemester hast, dann bist du ab Februar (es wird wohl in jedem BL grob so sein) "Vollzeit" in der Schule. Wie willst du dann woanders 16 Schulstunden wieder reinbringen?
    Und es sind nicht 2 Arbeitstage im Büro oder abends in der Kneipe, sondern vermutlich 3-4 Schultage plus Vorbereitung.

    Je nach Fach und BL der reinste Wahnsinn.

    Ich weiss zwar, dass es beamte in der GKV gibt, entschuldige mich also für meine Annahme, dass die Antworten an Caliope auch die Eventualität GKV in Betracht zogen, Caliope sprach aber von einer Pensionierung (also Beamtin), so dass ich von der PKV ausgegangen bin.

    Und leider könnte ich auch Bücher zur unverschämten (Nicht-) Abrechnung von psychotherapeutischen Leistungen, jenseits und diesseits des Rheins und es schmerzt mir zu sagen, dass es in Deutschland fast paradiesisch ist, im Vergleich, aber eben nur im Vergleich :(

    Es ist wohl so, dass man als Selbstzahler eher Termine bekommt, wenn ich es recht verstehe. Das finde ich wiederum nicht in Ordnung denen gegenüber, die Hilfe bräuchten und sich das nicht leisten können.

    Es ist nicht so. Kann auch nicht sein.
    Dem Therapeuten bzw. Arzt kann es egal sein, ob man Selbstzahler oder privat versichert ist, der Preis ist dasselbe. Gegebenenfalls eben höher bei privat Versicherten.
    Ob man was danach einreicht oder nicht, spielt keine Rolle.
    Außer natürlich ist mit "Selbstzahler" schwarz in bar (bei einem nicht anerkannten?) gemeint, aber da kriegt man auch keinen Attest.

    man muss es nicht absichtlich machen...

    aber WENN das Kind kommt (und dann das 2. geplant ist), wäre der Reiz, ins Umland zu gehen, um sich ein weiteres Zimmer zu leisten, doch höher, wenn es nicht diese ausgleichende Zuschläge gäbe, und das UNABHÄNGIG davon, ob man eine Stelle in Düsseldorf hat und ein Umzug außerhalb der Stadt mit anderen Folgen wie Pendelei in die Stadt verbunden wäre oder eben umgekehrt die Stelle eben im Umland ist, man aber als Junglehrer seinem studentischen/Referendarwohnort treu geblieben war, weil es so cool ist.

    Dieses Wohnortprinzip (statt Dienstort-) zementiert die ungleiche Stadtentwicklung. NATÜRLICH werden einige Lehrkräfte das Grüne im Umland bevorzugen. Aber wenn man ein paar hundert Euro im Monat bekommt, die man bei einem Umzug NICHT bekäme, dann lässt sich ein Mietvertrag oder ein Kredit mit besserem Gefühl unterzeichnen.

    Und ach, die Scheidung? Bei den aktuellen Immobilienpreisen das kleinste Risiko, wenn man nicht eine total komisch geschnittene Wohnung im schlimmsten Viertel gekauft hat. (und SELBST das ist kein Problem. Ich spreche aus Erfahrung, und dies ohne Scheidung).

    Mir ist jetzt nicht ganz klar, wie ein Bewusstsein dafür, dass die festzustellende fachliche Leistung auch im nichtschriftlichen Bereich sich nicht unbedingt in der Frequenz der Wortmeldungen bemisst, im Widerspruch dazu steht.

    Ich habe doch nicht gesagt, dass es sich in der Frequenz bemisst, aber das kann man auch nicht ganz außer Acht lassen, weil Quantität AUCH zu den Kriterien gehört.
    Also: Sich selbst zu beteiligen, Beiträge einbringen, und nicht nur darauf warten, abgefragt zu werden und einen sehr guten Beitrag liefern.

    Diese Auftrennung von Arbeitsverhalten (Initiative durch Schüler) und Feststellung der Fachleistung (Aufgabe der Lehrkraft unter Mitwirkung der Schüler) kann ich nur bekräftigen!

    Die Trennung gibt es aber in NRW nicht.
    In einem Bundesland, in welchem die Schüler*innen in 2/3 ihrer Fächer keine Klassenarbeiten oder Klausuren schreiben.

    Na ja, eine Bekannte von mir (Finanzbeamtin) hat eine Therapie bei einer Diplom-Psychologin und Heilpraktikerin für Psychotherapie gemacht. Meine Freundin musste die Psychotherapie auch selbst zahlen, weil weder Beihilfe noch Krankenkasse die Kosten übernehmen. (Warum, weiß ich nicht - Keine Kassenzulassung?)

    Wenn mein Beitrag "Anmachen" ist, weiß ich es auch nicht besser.
    Warum es nicht übernommen wird? Weil die Fachrichtung der Therapeutin (und ggf. die Ausbildung, Heilpraktiker wird nur in sehr seltenen Fällen akzeptiert) nicht anerkannt ist/sind. Im therapeutischen Bereich gibt es aktuell nur drei Richtungen (Verhaltenstherapie, tiefenpsychologische Therapie und Psychoanalyse), die anerkannt und abgerechnet werden können. Systemische Therapie kommt vielleicht "bald" (höre ich seit ca. 10 Jahren), aber auch nur, wenn die Person ein Psychologie- (oder Medizin-)Studium (und ein paar Ausnahmen vielleicht).

    ich hatte den Hinweis auf Selbstzahler auch verstanden, dass es ein Wink für "so steht es in keiner Akte" ist (was im Widerspruch zum Facharztattest, den man brauchen könnte, steht, natürlich).

    Sprich mit deinem Hausarzt darüber und bitte ihn um ein entsprechendes Attest. Ggf. könntest du dir auch mal 2,3 Stunden Psychotherapie (ggf. als Selbstzahler) "gönnen" wegen deiner seelischen Belastungen, und um deren Einschätzung bitten. Vielleicht erhältst du auch aus dieser Richtung ein (Facharzt-) Attest.

    warum als Selbstzahler?
    Ist es soweit, dass man jemandem, der 60 ist, und somit seit über 20 Jahren verbeamtet oder eh angestellt ist, empfiehlt, seelische Belastungen geheimzuhalten? Warum? Weil man dann gekündigt wird?
    Sicher nicht böse gemeint, aber so geht unsere Gesellschaft nicht vorwärts.

    Caro07 und wie ist es denn mit der einhergehenden Pflicht zum Auto?

    (und sorry schon im Vorfeld fürs Fragen, tue ich trotzdem)
    Das klingt nach "jetzt müssen wir jemanden finden". Angenommen, alle, die noch nicht dran waren, haben Kinder und es gibt ein paar Kinderlose im Kollegium, die es aber schon gemacht haben. Sind "ich habe Schulkinder", "ich pflege die Cousine meiner Schwiegermutter" usw.. Abwehrgründe oder es ist eine tickende Zeitbombe und man ist auf jeden Fall mal dran?
    (und zwar nur einmal)

    Eigentlich das logischste System ever.
    Das gab es (gibt es noch, aber Lehrermangel lässt grüßen) auch in Frankreich. In meiner Grundschulzeit wurde ich als Kind einer kranken Lehrerin ab und zu in eine andere Klasse geschickt, aber spätestens nach ein paar Stunden / am nächsten Tag war Monsieur X (zufälligerweise ein Mann) da. Er war für alle Vertretungen (geplant und ungeplant) im Kreis zuständig. Ich weiß aus sicherer Quelle, dass unser Monsieur es sehr gerne machte, ich kenne viele Generationen Grundschulleute und kann auf mehr als 15 Jahren in diesem Status (mindestens), aber es war ja seine Wahl.
    Viele junge französische Grundschullehrer*innen, die nicht unter den besten waren, um eine "gute" Stelle zu bekommen, machen Mobile Reserve, weil es mehr Punkte gibt und somit ermöglicht, schneller an eine bessere Stelle zu kommen (Versetzungssystem). Also: Mobile Reserve im Brennpunkt, um sich irgendwann den Süden zu leisten ;)

    Niemals würde ich fordern, dass sowas Pflicht wird und sowieso ist es oft nur Löcher stopfen, aber ich fände es gut, wenn man auch mal "gezwungen" wird (viele Anreize bekommt), unterschiedliche Schulen zu sehen.
    Ich lache seit über 10 Jahren über die Unterschiede zwischen "bildungsbürgerliche Unistadt" und "Umland", jetzt habe ich dieses Semester einen Kurs, in welchem fast die Hälfte (total schräge Zusammensetzung!) in genau dieser Unistadt zur Schule ging, das Praktikum und den Nebenjob ebenfalls hier machen und sich quasi abfällig über die Schule eines Stadtrandgebiets äußern, in welcher ich selbst unterrichtet habe und die (vom akademischen, kulturelle und sozioökonomischen Niveau) meilenweit von meiner Umlandschule entfernt ist (oben). Da würden diese süßen katholischen Mädchenschule-Studentinnen aber ein bisschen staunen, wenn sie ein Gym im Ruhrgebiet betreten.
    Pflicht zu Erfahrungen in Schulen unterschiedlicher Sozialindizes.

    Eheprinz, Fellkinder, Schwester, Neffe, Eltern (falls ich was für sie finde), ...
    Beste Freundin und ihrer Tochter (und da brauche ich auch noch Ideen)
    der einen oder anderen Kollegin (obwohl ich eigentlich eher der Typ "ich bringe was mit, wenn ich gerade Lust darauf habe".)


    Feierst du Weihnachten?

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