Beiträge von chilipaprika

    Ich will das Risiko der Steigerung der Nachschreibquote nicht dadurch erhöhen, aber ich habe auch ähnliche Erfahrungen gemacht, auch wenn ich nie eine komplette Klausur übernehme und sowieso die Strategie immer abwechsle, was geändert werden soll.
    Es ist bei uns soweit, dass man NIE ohne Nachschreibeklausur in der Mittelstufe auskommt, auch selten in der Oberstufe, mit 2 Nachschreibeklausuren ist es wohl keine Seltenheit.

    Ich habe einen Vokabeltest (Lückentext) drei mal nacheinander gestellt und bei JEDER Rückgabe (die jedes Mal katastrophal war) darauf hingewiesen, dass die Übung im Buch steht, ich beim Vergleichen der Ergebnisse gesagt habe "oh was für eine schöne Übung, genau sowas könnte morgen im Vokabeltest sein" und dass es schon der letzte Test 4 Tage davor war. Und jedes Mal den Test wiederholt, weil alle so schlecht sind (die Noten bleiben). Nur drei SuS haben es gecheckt und ab dem zweiten Test eine 1 geschrieben (und im ersten Test eine 2 oder 1 gehabt).
    Die Hälfte der Klasse hat drei mal eine 5 oder 6 geholt.

    Ihr dürft raten, wie die (leicht geänderte und ergänzte) Wortschatzübung in der Klassenarbeit ausfiel.

    Wie ist das bei dir, wenn du in der regulären Klausur Redeanalyse dranhattest: Können die Schüler sich dann sicher sein, dass in der Nach-KA keine Redeanalyse vorkommt? Dann hätten die Nachschreiber durchaus einen kleinen Vorteil.

    Auf die Idee war ich auch gekommen...
    Ich finde es auch ehrlich gesagt bei "normalen" Klausuren, ein bisschen heftig ..

    In meinem Englischunterricht plane ich meine Klausuren stets so, dass ich verschiedene Kompetenzen abfrage. Wenn ich beispielsweise ein neues Topic beginne, definiere ich klare Lernziele (z.B. Charakterisierung, Redeanalyse, Kommentar / Erörterung). nach fairer, ähnliche Aufgaben zu stellen?

    soviele Kompetenzen für EINE (normale) Kompetenz vorzubereiten.
    Kann damit zusammenhängen, dass "meine" Sprache typischerweise ein bisschen hinterherhinkt, aber ich würde nie 3-4 Aufgabenformate in EINER Reihe unterbringen, so dass die SuS gut genug darauf vorbereitet sind / sich gut vorbereitet fühlen.
    Um eine Redeanalyse in der Klausur zu haben, würde ich mindestens 2 Redeanalysen in der Reihe brauchen / üben wollen. Und ggf. noch eine zu üben. Es nimmt ja nicht nur Zeit, sondern verbraucht auch Materialien, das kann ich nicht für jede Reihe leisten.

    PS: Natürlich ist es beim Vorabi- oder Abiendstadium anders

    ... dafür kriegt man aber eine Qualifikation (also real: Kompetenzen und so) und diese ist zertifiziert (gegenüber Schulen, Kolleg*innen, aber eben auch, wenn man außerhalb der Schule was machen will).
    ein komplettes "Linguistikdidaktik-Studium" nachzuholen und sich vornehmen, ein paar Bücher zu lesen, ist doch meistens ein Selbst-Trugschluss.

    Kostenpunkt: Ja, klar, die Schule ist kein Unternehmen, aber ab und zu sollte man in sich selbst (und nicht nur in die Schule) investieren und wenn man bisher "nur" Kunst studiert hat, dann sollte einem die Zeit wert sein, sich nachzubilden. Kostenpflichtige Fortbildung oder 2-3 Semester Studium?

    ja, das denke ich mir. Und ich habe größten Respekt vor deinem Weg.
    Ich kann mir nicht vorstellen, was ich machen würde, wenn ich von jetzt auf gleich zurück nach Frankreich "müsste" / "möchte".
    An einer Mittelstufenschule Deutsch zu unterrichten... mmm irgendwie absolut unvorstellbar (obwohl ich jedes Mal im Urlaub darüber phantasiere, wo die nächste Schule ist und ob sie mich gebrauchen könnten ..)

    also quasi den Prüfungstag vom Ref samt Entwurf und/oder Besprechung.
    Hast du dann rein technisch ein 2. Staatsexamen? (um dich zum Beispiel auf Beförderungsstellen bewerben zu dürfen, Fachleiterin zu werden, usw..?) (pure Neugier, ich bin immer so begeistert, wie inner-europäische Mobilität klappt (also dein britischer Abschluss war ja ein europäischer)

    Woher nehmt ihr die Texte und Aufgaben? Nur aus dem Internet oder aus Sprachzeitungen?

    Arbeitest du ausschließlich mit dem Lehrwerk?
    Ich unterrichte kein Englisch, aber eine andere Fremdsprache und nie passen nur die Texte aus Verlagen für meine Reihenplanung. Das "Internet" (was für ein komischer Begriff, klingt für mich wie "die Bibliothek") ist eine gute Hilfe: Online-Zeitungen, Reiseführer, ... Darüber hinaus habe ich dank meines Studiums und meines Allgemeinwissens auch irgendwo in meinem Gehirn Ideen, welche Literatur ich benutzen könnte (also welcher Romanauszug zu einem Thema passen könnte) bzw. informiere mich weiter, welche Lektüren passen könnten (in meinem Bundesland sind wir im Gegensatz zu NDS sehr sehr frei..)

    Habt ihr alle schon was erhalten von PKV? Ich habe noch kein Schreiben bekommen

    ich auch nicht. Es war quasi DIE Freude bei der Urlaubsrückkehr gestern Abend.

    Dann lass die zu, damit bleiben die ungültig.

    PKVen hassen diesen Trick.

    das merke ich mir für heute oder morgen.

    Bei uns sogar noch bisserl mehr zu viert. Liegt vielleicht am Beihilfeergänzungstarif?!

    es hängt doch von sovielen Faktoren ab, die wir an einem Forumbeitrag nicht festmachen können.
    Wenn ich den hier genannten Durchschnittssatz (25%?) nehme, rechne ich mit knapp über 100% Erhöhung. Alleine. Und ich habe keinen Beihilfeergänzungstarif.

    Wenn Du mitten im Schuljahr in eine Vertretungsstelle einsteigst weist Du recht genau worauf Du Dich einlässt, weil der Stundenplan weitgehend schon feststeht. Heißt also "take it or leave it" Wenn ein neuer Stundenplan aufgestellt wurde, ist weitgehend Rücksicht auf meine Wünsche z.B. wenige Präsenztage wegen langer Fahrtzeiten, genommen worden. Mit meiner Fächerkombination hatte ich maximal 6 Monate vom Arbeitsamt bezahlte "Freizeit" zwischen meinen Engagements.

    dafür startest du doch regelmäßig in den Erfahrungsstufen wieder unten, oder?

    Unabhängig von meinen unterrichteten Fächern UND von der Tatsache, dass mein Abitur quasi vollständig ohne NaWi und Mathe auskam (eine frz Unverschämtheit, um die Abiquote unter dem Vorwand der Schwerpunktsetzung zu erhöhen?!), finde ich eine PflichtBREITE sehr gut.

    Ich finde es nicht gut, dass man komplett ohne einen Bereich auskommen kann, egal welchen. Ob man dann (neben Deutsch Mathe Englisch Geschichte/Politik) Französisch oder Spanisch, Chemie oder Bio lernt… Hauptsache die ALLGEMEINE Hochschulzugangsberechtigung wird nicht mehr verramscht.

    Rein rechtlich macht es keinen Unterschied, aber darf ich fragen: Gibt es eine Vorgeschichte zwischen dir und dem Seminar? Warst du ein Wackelkandidat? Hast du in dem Fach einen krassen Notenunterschied?
    Es sieht quasi nach "Exempel statuieren" aus?
    Gibt es jemanden anderen, der auch betroffen ist, dass die Seminarleitung während Prüfungen lieber aufs Klo geht, mit anderen redet oder was auch immer?

    Auch ich habe das Gefühl, dass du - um auf Nummer sicher zu gehen - am liebsten die Stunde auch neu hinter dich bringen möchtest. Mit der - nachvollziehbaren! - Einstellung machst du aber Fehler und gibst denen Futter, dass du dir eines Fehlers bewusst warst und ihn ausgenutzt hast.
    Nichts in der Richtung kommunizieren. Sofort die Gewerkschaft, den Anwalt und alle weiteren Stellen anrufen, vermutlich sofort Widerspruch einreichen und die Zivilklage prüfen.
    Mit gutem Anwalt reicht es vermutlich dafür, dass alles fallen gelassen wird.

    Ich war einmal beim Cirque du Soleil, ich war die Begleitung eines Geschenks und fand es ganz nett, ABER: es gibt in NRW und darüber hinaus (sie waren mittlerweile auch in Saarbrücken, Trier, Mainz und Hamburg, aber auch Strasbourg) einen kleinen Zirkus (Cirque Bouffon), wahrscheinlich ähnlich "deinem" "Familienzirkus", und ganz ehrlich: es ist mir da viel lieber.
    Nicht nur deutlich günstiger, man ist dem Ganzen näher und irgendwie hat es einen viel schöneren Charakter.

    Dass der Cirque du soleil sich 2024 allerdings solche Sachen leistet, hätte ich auch nicht gedacht :(
    Gut zu merken, dass es aber dem Publikum auch nicht 100% gefällt.

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