Meinem Empfinden nach kann man aber "integrativen Unterricht" erst machen, wenn die Basis stimmt. Eine Gedichtsanalyse ist kein GRAMMATIKunterricht, sondern die (bewussten) Grammatikkenntnisse sind Bestandteil meiner Analysekompetenz.
Und ja, ab und zu eine Abfrage von Grammatiktermini, Umformung von aktiv in passiv oder eine stumpfe Konjugation fände ich wirklich sinnvoll.
Beiträge von chilipaprika
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aber es liegt eben daran, dass "das System" sich einen schlanken Fuss macht, davon auszugehen, dass selbst zwei Wochen nicht vertreten werden (Pool-Lösung, Mobile Reserve, keine Ahnung, irgendwas muss / müsste es geben).
und mit dem Start der Wiedereingliederung (in dem konkreten diskutierten Fall war das Beispiel einer starken Depression mit langem Ausfall) weiß man, dass es auch wieder Monate gehen wird (um eine 2-Wochen-Stufe ging es nicht, sonst werden die anderen Kolleg*innen nicht so stark belastet, dass sie in die DU geschickt werden).
Das System und das nicht zur Verfügung Stellen der Ressourcen sind zum K...
Dass es einen Lehrermangel gibt, ist _womöglich_ (Achtung, steile These) nicht ein Zufall und der Grund für die Restriktion unserer Arbeitsbedingungen, sondern die FOLGE davon... -
Da die Lehrkraft allerdings bis zum Ende der Wiedereingliederung krankgeschrieben ist, dann sollte sie quasi "ignoriert werden". Ihre Vollzeitvertretungslehrkraft macht den Unterricht und dann kann die kranke Lehrkraft nach und nach Stunden übernehmen und es entsteht eben die Doppelbesetzung. Quasi ein Win-Win.
Da zieht sich der Staat aus der Verantwortung heraus, wenn die Mittel schrittweise abgebaut werden.
Ja, es ist ein Topf, aber die Person ist offiziell noch im Krankenstand (ja, Beamte, blabla. Kann man sich schön rausziehen.) -
Meiner Meinung nach entwickelt sich das Bewusstsein darüber gerade MIT dem Erlernen einer Fremdsprache.
In der Herkunftssprache ist es ein Beschreiben dessen, was man tut, in der Auseinandersetzung mit einer Zweitsprache findet man Unterschiede und erkennt darüber, dass es eine Meta-Ebene benötigt, um über sprachliche Strukturen zu sprechen.
Jein.
Mir wäre es als Fremdsprachenlehrkraft (die zufälligerweise auch Deutschlehrkraft für Deutsch als Muttersprache ist, also die Lehrpläne kennt) sehr geholfen, wenn die Kids Begriffe wie Konjugation kennen würden und auch tatsächlich wüssten, was Konjugieren ist. Wenn ich nicht vor der Einheit zu Konditionalsätze und Passiv schon davor eine eigene schnelle Einheit zu "wie ist es denn auf Deutsch?" einlegen müsste, wäre es auch schöner Luxus.Mir ist dieser "integrative Grammatikunterricht" so zuwider. Einerseits führt es dazu, dass die allermeisten Deutschlehrer*innen nur alibimäßig die Grammatik behandeln (ich spreche von der weiterführenden Schule, nur da habe ich Einblicke und Kenntnisse!), andererseits geht es ja nicht nur darum zwei mal einen Konjunktiv I in einem Bericht richtig verwendet zu haben oder einen Konjunktiv II in einem Lied erkannt zu haben, sondern auch Metawissen zu haben, um Texte zu interpretieren.
Die Nutzung von einem bestimmten Verbmodus in einer Rede muss erkannt und bestimmt werden. Die gehäufte Nutzung von Adjektiven oder Nomen hat eine bestimmte Wirkung. Rhetorik ist heute wichtiger denn je. Sprache IST Macht und zu merken, wie man sprachliche Wendungen, Stilfiguren, usw.. erkennt, um Machtstrukturen zu entlarven, ist Empowerment.
Nicht jede*r hat vor, in die Soziolinguistik zu gehen oder Diskursanalysen zu machen, aber auch Wortspiele in Werbung, Flyern oder Stellenausschreibungen basieren auf Sprachwissen. -
Wenn die Kinder schon Deutsch könnten und ein Wissen ÜBER Sprache hätten, wäre ich als Fremdsprachenlehrkraft auch sehr happy.
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Zwei Fragen dazu: erstens, inwiefern bist du durch die Wiedereingliederung belastet?
aber da stimme ich der Frage auch zu.
Bzw. noch mehr belastet als bei jeder anderen Form der Reduktion. -
hast du je eine Vertretungskraft gesehen, die vom ersten Tag an voll einsetzbar und ohne Hilfe und Belastung für die anderen ihr Ding macht?
Also das schon (also jenseits von normalen Fragen zum Zurechtfinden in einer neuen Schule).
Nicht jede Vertretungskraft ist noch Bachelor-Student*in. -
Wir freuen uns wirklich über jeden der zurückkommt und wieder gesund wird. Aber Fakt ist, dass das jetzige System auf dem Rücken der anderen Kollegen läuft und diese krank macht, weil es eben über Mehrarbeit der anderen läuft und nicht über Ersatz.
Das stimmt.
Aber das gilt auch für die höchst selten vertretene Elternzeit von Vätern ("zu kurz, zuviel Aufwand"), für Krankheiten (darf man auch nicht 1-2 Wochen krank sein?), für den Mutterschutz, für Reduktionen jeder Art...
Das gilt auch für die "Bündelung" aller Förderschwerpunkte und nicht angemessene Begleitung von SuS mit Förderbedarf ("1 Stunde die Woche"), ...
DAS macht krank.
Soll ich zum Beispiel aufhören, die speziell gestalteten Arbeitsblätter für die SuS mit Sehbehinderung zu machen? (Es IST ein Mehraufwand und summiert sich)? Soll ich aufhören, den Nachteilsausgleich "Mehr Zeit" zu geben? (Weniger Pause für mich)? Auch diese Sachen machen krank. -
Werden denn andere KuK in die DU geschickt, weil sie zur ersten kommen müssen?
Komisch, klappt doch ganz gut, wenn Eltern die erste Stunde frei brauchen, wegen Kita. Und da wird doch gesagt "ist halt so, Vereinbarkeit von Beruf und Familie".
Und für die Reduktion wegen Kind gibt es auch keinen Ersatz.
PS: JA, ich wäre für den Ersatz, in allen Fällen.
Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum es keinen Ersatz gibt / geben soll, wenn jemand in der Wiedereingliederung ist. Schließlich ist man da weiterhin krankgeschrieben.
Für eine Langzeitkrankschreibung gibt es doch auch Vertretung? -
hängt vom Sport ab.
Ski springen und Marathon gucke ich schon selbst lieber zu,
Das Glücksgefühl ist zwar beim selber machen höher, aber naja, allgemein gucke ich tatsächlich sehr gerne.Foto mit Kamera oder mit Handy?
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wow... den Kollegen in die DU schicken, statt ein paar Monate überbrücken.
Wäre es auch das selbe, wenn der Kollege für die nächsten 6-12 Monate auf einen Rollstuhl angewiesen wäre und morgens aufgrund von Pflege und Zeitaufwand immer erst zur 2. kommen könnte? -
Die Stunden stehen doch im Stundenplan, warum weiß man sie nicht?
Entlastungsstunden werden in der Konferenz benannt, die sind also auch bekannt.
- weil die Abstimmung eeeeeeeeeeewig her ist (oder nie passiert ist) und deswegen nicht wirklich öffentlich ist (ja, ich weiß, müsste man ansprechen und neu abstimmen lassen.)
- weil ich als normale Kollegin nicht unbedingt weiß, wer schwerbehindert ist und dafür eine Entlastung erhält (ich habe in den letzten Jahren von einzelnen Fällen im Kollegium erfahren - durch Freundschaft -, da bin ich 100% sicher, dass die Hälfte des Kollegiums es nicht weiß und ich von anderen Kolleg*innen widerum nichts weiß.)
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Tja, Sprache ist wohl eine Interpretationssache.
Würde ich eine Diskursanalyse von Verhandlung von Homosexualität in Lehrergesprächen machen, würde ich nicht als neutrale Formulierung sehen, sondern markieren. -
(Anmerkung: der Vorname war wirklich nicht absichtlich gewählt. Vielleicht mein Unterbewusstsein, aber nicht absichtlich)
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Ach, mich interessiert einiges nicht, aber man hat eine Mosaik von Informationen über jeden Kollegen.
Der einen Monat Elternzeit hat, weil seine Frau entbunden hat.
Der geheiratet hat (und einen Tag frei hatte / neuen Namen hat / Kuchen gebracht hat)
Der gestern nicht korrigieren konnte, weil Kleinjasper von der Kita was gebracht hat..Der gestern auf dem Elternabend war oder beim Abholen vom Sohn beim Tennis dies gesehen hat...
Der einfach nur sagt "oh in den Ferien sind wir bei Marinas Eltern" oder "Ach, das Wochenende war schön, aber Wolfgang hat eine Lebensmittelvergiftung bekommen, doof.."
Wer nie in der Situation war, etwas vermeintlich verstecken zu wollen/müssen, hat noch nie gemerkt, wieviele Hinweise am Tag über das eigene Leben fallen.
Den meisten Menschen fällt es nicht auf, wenn / weil es der Norm entspricht. Aber spätestens bei Wolfgang klingelt es eine Milisekunde. Die meisten werden denken "ach, wusste ich nicht, okay, nicht ein besonderes Gespräch wert" und dann gibt es einige Arschlöcher, die sich davon getriggert fühlen, dass Peter unbedingt "zu Schau stellen will", dass er homosexuell ist und FAST seine Sexualpraktiken rumposaunt hätte, wenn - zum Glück - Arsch 1 nicht sofort eingegriffen hätte und von SEINEM Wochenende mit seiner süssen Petra erzählt hätte. Puh... -
Ja.
DUUM verteilt gerne Komplimente
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Es reichen ja Bewerbungen von grundständig Qualifizierten, dass man die anderen Bewerbungen gar nicht berücksichtigt oder auch nicht wirklich darf (das müssen Schulen schon begründen, warum sie 2-3 "normale" Bewerber*innen ablehnen und einen OBASler nehmen)
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Man muss dazu sagen, dass Kollegen dabei sind, die überhaupt keine Sprachen unterrichten.
beschäftige dich ein bisschen mit Erasmus, du hast offensichtlich Lücken, die zu deinem aktuellen Missverständnis führen.
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Na ja, er hat seinen Schwerpunkt in den Gesellschaftswissenschaften. Neben Sport sind seine Lieblingsfächer Politik, Erdkunde und Geschichte. Da die Gesellschaftswissenschaften nicht den gleichen Stellenwert haben, wie die Naturwissenschaften, wird das wohl nichts mit "echtem" Schwerpunkt.
Ist der Start in die 9. Klasse nicht ein bisschen früh, um den Abischwerpunkt schon festzulegen?
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wobei der Antrag im Vertretungsplan ja die Anordnung ist, oder?
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