Beiträge von chilipaprika

    Ich hätte das Bedürfnis, die SuS dazu zu ermächtigen, alleine in die Herberge zu finden, wenn sie in die falsche U-Bahn gestiegen sind und (z.B. ohne Handy) am Arsch der Welt wieder aussteigen. Also mit der Stadt und ihrer Infrastruktur vorher auseinandersetzen, damit sie bei einem Zwischenfall etwas selbständiger sind.

    ja. Hätte ich die Fahrt geplant, wäre es so und auch einfach. Aber: wir sind außerhalb der Stadt im Industriegebiet. Wer den Bus verpasst, hat halt Pech 🤣

    Trotzdem ein wichtiger Punkt für eine traditionelle Checkliste.

    Ach und es braucht eine Belehrung, was passiert, wenn sich einer nicht an die Regeln hält. Kann man SoS dort abholen lassen? Ich war noch nie im Ausland mit Klassen, das überlege ich nur gerade...

    kann man. Aber es wäre zeitlich unsinnig (oder ein Schüler benimmt sich schon auf der Fahrt hin unmöglich).

    Kommt trotzdem auf das Ding, was Eltern unterschreiben müssen.

    Liebes Forum,
    Ich übernehme eine bisher "halb" vorbereitete Klassenfahrt (9. Klasse, europäisches Ausland).
    Es ist so, ich kann nicht anders, ich habe schon zugestimmt.
    Eigentlich bin ich ein Planungsfreak, sehe aber gerade keinen Anfang und würde mich über Ideen freuen. Mir geht es gerade um die Vorbereitungsphase zwischen Buchung der Unterkunft und Fahrt (die Fakten kann ich leider nicht mehr ändern.)
    Zu dem Zeitpunkt werde ich einen Teil (!) der mitfahrenden Schüler*innen seit 4 Wochen kennen, die anderen fahrenden Kolleg*innen genauso.

    Kurze Infos: 3 Tage Fahrt, davon 1,5 im Bus, Großstadt im Ausland, Unterbringung im Hotel in 2er und 3er Zimmern (also Doppelbetten...), Hotel außerhalb der Stadt.

    (und sorry, dass es sich nach lächerlichen Anfängerinfragen klingt, es ist nicht meine erste Klassenfahrt, aber 1) ich habe es sonst ganz anders aufgestellt, 2) ich habe jetzt gerade einen Monat, um das Ganze zu machen und habe nebenbei einen Vollzeitjob woanders, 3) die in der Presse breitgestellten Ereignisse auf Klassenfahrten haben nicht meine Abneigung beruhigt.)

    - Regeln nennen (und von Eltern und Schüler*innen unterschreiben lassen):

    * Handy,

    * Rauchen, Drogen, Alkohol,

    * Ruhezeiten
    * Schwimmen / Baden verbieten

    * ??
    -> Bei Verstoß gegen die Regeln Abholregelung (auch unterschreiben lassen)

    - Einverständniserklärung der Eltern für möglichen Freigang in Kleingruppen in der Stadt

    - Abfrage Krankheiten / Allergien / regelmäßige Medikation
    - Hinweis darauf, dass es in ausreichender Menge gegeben werden muss (ggf.: Kühlung? Lagerung?)

    - Abfrage Essensgewohnheiten (Allergien, Intoleranz, vegetarisch/vegan und Schweinefleisch)

    - Einverständniserklärung für Dokumentation / Fotos auf der Fahrt? (müsste aber durch die Unterschrift bei der Einschulung abgedeckt sein und ich frage im Sekretariat, ob jemand nicht zugestimmt hat?)

    - Schülersammelliste zum Grenzübergang (bei SuS ohne Aufenthaltstitel)

    - Kopien der Ausweisdokumente

    Bitte gerne ergänzen!!

    Obwohl ich selbstverständlich in Notfall reinspringe, wenn ich gefragt werde (und meine Couch / Korrektur / Fitnessstudio sausen lasse), möchte ich nicht an einer Schule, in der ich bleiben MUSS, auch wenn ich keine Bereitschaft habe.

    Je nach Jahr habe ich viele Springstunden und sie machen mir nichts aus, ich mag keine kompakten Stundenpläne, aber ich mag auch die Freiheit der Tagesgestaltung.

    Wenn ich allerdings einen festen Schreibtisch erhalt mit genug Platz für meine Bücher und so bekomme, mit Stromanschluss und keine 40 Menschen im Raum, dann kann ich mich anders aufstellen. Ich arbeite wirklich sehr viel in der Schule/Lehrerzimmer aber kann da nicht alles machen. Da gehe ich lieber kurz spazieren und Kraft tanken, um direkt nach der Schule zuhause arbeitsfähig zu sein.

    (ich gehöre übrigens zu der seltenen Sorte der Füller-Schreibenden und darunter sogar mit unterschiedlichen Farben, die ich zum Teil selbst nachfülle.
    Das geht manchmal leider schief, meine Finger können es bezeugen, aber mein Hund - allerdings nicht der, der in die Schule könnte - hat schon mal rosa (oder lila?) Tinte abbekommen und lief 2-3 Monate mit einem pink-violetten Fleck auf dem Nacken, da wo er eine wunderbare weiße Halskrone hat. War lustig. Hat ihn wohl nicht gestört, oder er hat nicht daraus gelernt, schließlich liegt er weiterhin in meinen Füssen am Schreibtisch.

    Wer keine Ahnung vom Gärtnern hat, sollte da aber die Finger von lassen, sonst hat es sich mit der "wenigen Vorbereitung".

    Ist es nicht bei jeder AG so?
    Ich finde es jenseits einzelner Ausnahmen ein bisschen komisch, es klingt auch so, als würde der Fußballer keiner Vorbereitung haben, wenn er spielt. (und ich bin kein Fussballfan).

    Eine Schach-AG ist kein Aufwand, man muss "nur" seit Jahren selbst super gut Schach können und ein Händchen Didaktisierungsfähigkeiten für das Schachspiel haben.

    Meine DELF-Misch-AG hatte kaum Aufwand.
    Menno, dafür habe ich das Fach studiert und konnte die kopierten Seiten sofort einordnen oder die kleinen verteilten Zetteln zum Debattieren in 30 Sekunden vorbereiten. Und ich musste auch die passenden Schüler*innen haben, die sind nicht vom Himmel gefallen, sondern auch in den Jahren davor im reinen DELF ein bisschen Arbeit gewesen.

    Meine Gebärdensprach-AG war die ersten Jahre eine Mörderarbeit aber in dem einen Jahr, wo wir keine Vokabelarbeit mehr gemacht habe, sondern "nur noch" Lieder übersetzt haben, war es locker flockig. Tja, dafür musste ich mir aber meine Gruppe aufbauen.

    Und klar, ein bisschen in den Wald gehen ist wohl kaum Arbeit, aber womöglich will man sich vorbereiten, die Bäume und Pflanzen lesen, den Kids beibringen, zu welcher Jahreszeit worauf zu achten ist, usw.. (zumindest wäre es mein Anspruch).

    Aber vielleicht bringe ich einfach meinen Hund und den streichen wir.
    Kaum Aufwand.
    Für mich zumindest. Der Hund muss ja vorher zwei Jahre Ausbildung haben. Ach, er hat keinen Führerschein.

    Ich kenne diesen Herrn nicht, daher kann ich dazu gar nicht viel sagen. Wenn er die Definition so erfüllt, dann ist er "rechtsextrem", das kann ich aber nicht beurteilen.

    Keine Angst, Leute mit anerkanntem Sachverstand haben sich damit auseinandergesetzt.

    Hohloch ist parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Landtagsfraktion und als rechtsextrem vom Verfassungsschutz eingestuft worden.


    Das heißt: jede*r kann sich jetzt darauf berufen und braucht nicht den Menschen zu "kennen", um es zu wissen.

    okay, falsch ausgedrückt. Bei jedem Defizit.
    Also natürlich nicht bei jedem Schüler (wobei ich davon ausgehe - bzw. spreche gerade für mich -, dass auch Schüler*innen mit "befriedigenden" Leistungen Feedback gegeben wird, was sie verbessern können.). Ich arbeite zumindest durchgehend in der Sek1 mit "Checklisten" vor den Klassenarbeiten (mit allen zu erwerbenden Kompetenzen bzw. Kenntnissen), und bei der Rückgabe der Arbeit kommt ein gespiegelter Feedbackbogen, was alles gut lief und was gemacht werden kann ("Du hast in der Übung zum passé composé Probleme gehabt, wiederhole die Grammatik Seite X, die Übungen Seite XY, aber wichtig, das baut auf die Verben avoir und être auf, diese solltest du auch wiederholen")
    Da meine Zeit nicht unendlich ist, ist es ein fein schrittiger Raster, wo ich ankreuzen und streichen kann, was passt. Die Raster mache ich einmal pro Lektion, ermöglichen Transparenz und da ich das wunderbare Glück habe, ständig dasselbe zu unterrichten (Sarkasmus), sind sie wieder verwendbar. Trotzdem kann ich immer noch drunter schreiben "ich merke, dass du dir ganz viel Mühe gibst, konzentriere dich bitte insbesondere auf die Formen mit avoir"

    ein Nachstudium kommt für mich nicht in Frage. Grundsätzlich stimme ich dir zu, und ich habe auch nicht vor, Mathe zu unterrichten. Ich denke, ich sollte lieber den Weg zum Lehrer aufgeben. :)

    Auch wenn ich dich nicht zum Aufgeben raten will (nicht meine Aufgabe), muss dir natürlich klar sein, dass die Situation an Grundschulen (sowohl pädagogisch als auch organisatorisch) durchaus dazu führt, dass Lehrkräfte möglichst viele Fächer unterrichten werden, und auch wenn es ein paar Jahren so ist, dass du nur Musik und Kunst und Sachunterricht unterrichten würdest, könnte es jederzeit dazu kommen, dass du Deutsch und/oder Mathe unterrichtest, weil ganz oft jede*r eine Klassenleitung hat und es doch "sinnvoller" ist, mindestens ein Hauptfach zu haben.

    Unabhängig davon, ob es eine*n erfüllen und zufrieden macht/machen würde, jede Woche 12-15 Klassen ("nur") in Musik durchzuschleusen.

    Hatten wir nicht schon das Thema`? Auch in BaWü können doch Studierende ( = Menschen, die NOCH im Studium sind und also kein 1., geschweige denn 2. Staatexamen haben) auch einen Arbeitsvertrag für eine Vertretung in der Schule haben, oder? (ob man es gut findet oder nicht, andere Frage?)

    Ich kann mir zwar vorstellen, dass das Ländle noch auf Qualität setzt, ABER: wie würdet ihr / wie schafft ihr es in dem Fall, nur Menschen mit voller Qualifikation als Vertretungslehrkräfte einzustellen? (also landesweit, nicht nur in den beliebten Schulen)

    Man könnte sich an den Stunden ausrichten, die jedem ausfallen - wobei man natürlich auch berücksichtigen muss, wer was unterrichtet hat. Nicht alle KuK sind in allen Themen "fit".

    Sorry für meinen schulformfremden Blick/Senf: Meinst du damit, dass es KuK gibt, die in einigen Lernfeldern nur ein Thema unterrichten (wegen deren Fakultas) und deswegen keine ganze Prüfung korrigieren können (könnte ich nachvollziehen, aber dann würden Prüfungen sicher anders gestaltet), oder meinst du KuK, die der "Meinung" sind, schon zu lange raus zu sein, keine Lust auf bestimmte Themen haben, usw..?

    Am / An meinem Gym korrigiert der Kollege den Kurs, den er selbst unterrichtet hat, idealerweise (?) kommt die Zweitkorrektur vom Parallelkurs (weil "durch seine eigene Korrektur schon eingearbeitet"), das halte ich auch für fragwürdig, weil ja: es gibt die KuK, die nie in den Abiturjahren sind, WEIL sie "es sich nicht (mehr) zutrauen". Da ich persönlich lieber die Abschlussklassen unterrichte, ist mir jede*r, der das Feld räumt, kein Dorn im Auge, ich habe allerdings eine bestimmte Kollegin, die einfach - trotz Zentralabitur - bestimmte Themen einfach "sehr ungerne" macht, diese kürzt oder nicht macht, an sie muss ich denken, weil sie eben mal meine Zweitkorrektur war, nicht korrigieren wollte, weil keine Ahnung vom Thema hatte, OBWOHL sie im Jahr davor selbst im Abitur war und es ein wichtiges Zentralabitur-Thema war (und also auch hätte drankommen können).

    Auf SOLCHE Befindlichkeiten sollte man meiner Meinung nach keine Rücksicht nehmen.

    Wie geht das? Werden SuS in BW später eingeschult?

    Nein, werden sie natürlich nicht. [...] Manche werden aber auch schlichtweg aufgrund ihres Geburtsdatums erst mit 7 eingeschult,


    Das ist tatsächlich so, dass ein Viertel der Kinder (falls es eine gleichmäßige Geburtenverteilung übers Jahr gibt) in Bawü (und ein paar anderen Bundesländern) später eingeschult wird:
    Einschulung & Stichtage 2024: Wann wird mein Kind eingeschult? - [ Deutscher Bildungsserver ]

    Eine Einschulung mit 7 ist in NRW ohne Rückstellung nicht möglich.

    Kurzfristig: Die zig Ermäßigungsstunden für idiotischen Quatsch in Unterrichtsstunden umwandeln und den Schulen mehrere Verwaltungsmitarbeiter E6-E7 zur Verfügung stellen, die den ganzen Kram machen wie Schulbuchbestellungen, Klassenfahrten planen, Zeugnisse drucken, Protokolle von Konferenzen schreiben, Catering für Besuch und und und
    Auch hier ist die Liste endlos.

    Problem:
    Die allerallermeisten dieser Aufgaben sind ohne Entlastungsstunden.
    (bzw. ich sehe hier gar keine. Oder meinst du andere Tätigkeiten?)

    Ich sehe eher, wie das Land kommt und sagt "Ihr kriegt einen halben Verwaltungsmitarbeiter, den dürft ihr aus eurem eigenen Deputat bezahlen (haha, schon passiert) und dafür erhöhen wir die Deputate."

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