Beiträge von chilipaprika

    Es mag natürlich egal sein, ich persönlich mag ehrliche Menschen. (Bzw. Nein, anders. Ich mag unehrliche Menschen nicht. Und lebe nach dem Motto ‚man sieht sich zwei Mal im Leben‘ und Karma war besonders oft auf meiner Seite in den letzten Jahren, wenn Lügen entlarvt wurden. Ich würde also lieber schweigen, als irgendwas zu schreiben, was nicht 100% stimmt (oder du nicht weiter durchziehst)

    Die Regelung gilt doch nur für Beamte ?! Also die fixe Grenze?

    Ich habe definitiv Kolleg*innen, sowohl im Schulalltag als auch im restlichen TV-L, die mehr als einen Fünftel der vertraglichen Arbeitszeit arbeiten (ich spreche nicht von den Landwirten). Und von einigen, die eben aus genau dem Grund befristete Stellen haben: Sie kombinieren es mit einer anderen halben Stelle woanders, wenn es passt (also je nach Schuljahr und Vertretung unterschiedlich).

    Unter der Prämisse, dass mir das Gehalt nicht einfach so überwiesen wird, mache ich meinen Job gern.

    Aber käme das Geld auch so, wäre ich sofort weg. Du nicht?

    Ich schon.
    Egal bei welchem Job.
    Wahrscheinlich würde ich mich nicht lösen können und trotzdem viel arbeiten, aber könnte immer wieder aussuchen was. (Unter Respekt der gegebenen Versprechen und eingegangenen Verpflichtungen, natürlich)

    Vielleicht stehe ich ein bisschen so auf die Schlümpfe.

    Du meinst du familiäre Notlage vom 13. August, dass du dich unwohl fühlst und dein Fahrtweg zu lang ist?
    Die Kündigung ist dem Arbeitgeber auf dem Dienstweg einzureichen, also dem Land in Person des Mitarbeiters der Bezirksregierung über deine Schulleitung (Dienstweg).
    Am besten rufst du einfach deinen Sachbearbeiter an, er kann es dir am einfachsten sagen.

    Davor habe ich tatsächlich auch ein wenig angst.

    1) Ich würde eher davor Angst haben, was es mit einem Kind machen kann (ich sage nicht, dass es die einzige Alternative oder dein Weg wäre), wenn man es mit seinen Fragen alleine lässt, weil "es noch nicht soweit ist".

    2) Ich würde auf die Differenzierungsfähigkeit von Grundschullehrkräften setzen, deine Tochter ist sicherlich nicht die erste Erstklässlerin, die schon einiges an Vorsprung hat.

    3) Lesen ist sooo vielfältig, dass man im Zweifel auch neben Erstleser*innen ein viel komplexeres Sachbuch lesen kann, ohne dass es total auffällt, weil viele eh unterschiedliche Sachen lesen lässt.

    Ich habe keinen Erstspracherwerb studiert, kann also nicht richtig antworten sondern kann nur sagen: sowohl bei Kids auf Deutsch als auch auf Französisch habe ich die Erfahrung gemacht: wenn das Kind will und die Eltern immer wieder selbst vorlesen (bzw. das Lesen und "lesen lassen" als ganz normal vorlesen, klappt es mit Silbenlesen immer nach und nach, bis es komplette Sätze sind.

    Vielleicht Fortbildungen, die man für seine eigene persönliche (professionelle) Entwicklung macht, aber nicht zum aktuellen Schulentwicklungsplan inklusive Fortbildungskonzept passt.

    Natürlich ist es nicht schädlich, wenn Frau Müller sich über BNE im Geografieunterricht der Oberstufe fortbildet. Wenn der aktuelle Plan aber ist, -passend zu den Rückmeldungen der letzten Schulevaluation - sich in durchgängiger Sprachbildung und Differenzierung fortzubilden, dann ist es nett, dafür freigestellt zu werden, es ist aber nicht im primären Interesse der Schule.

    tja, aber Gott /Allah / wer auch immer hat ja sein Okay gegeben.
    Und ganz offensichtlich - sorry für den Unterton - ist das wissenschaftliche Studium irrelevant, weil auch dessen Abschluss ermächtigt nicht zum Unterrichten, sondern einzig und alleine das Stück Papier der jeweiligen Konfessionsgemeinschaft.
    Ich bin froh, dass meine Fächer nicht der zweiten Überprüfung durch eine fremde Institution bedürfen. So sehr ich mich über das unglaublich schlechte Sprachniveau einzelner (!) Referendar*innen aufregen könnte, so froh bin ich, dass Frankreich nicht auch noch sein Okay geben muss / irgendeine Zentrale für politische Bildung / Erzieher*innenvereinigung überprüfen würde, ob ich trotz abgeschlossenem Studium nicht das kann, was mir schon bescheinigt wurde.

    Doch, darf man, mit abgeschlossenem Missio- oder Vocatio- Kurs. Ich habe im Ref kurz überlegt, ob ich den Vocatio- Kurs abschließen möchte, da ich die Voraussetzungen dafür erfülle, habe mich aber letztlich- wie schon als Schülerin ^^- für Ethik entschieden.

    Sorry, aber es ist für mich nicht fachfremd.
    Jede*r, der eine Weiterbildung (zum Beispiel Nachqualifikation, Zertifikatskurse...) macht, ist ja nicht mehr fachfremd, egal wie groß das Gefälle zum abgeschlossenen Studium ist.
    Und die Vocatio / Missio / Idschaza werden ja nicht "einfach so" vergeben, sondern sie prüfen ja, dass die Qualifikation vorliegt. Dass es der jeweiligen Kirche egal ist, wie gut man im Hebraisch oder Hocharabisch ist (ich habe keine Ahnung), ein Graecum nicht mehr vorgelegt werden muss, sondern nur Grundkenntnisse für den Reliunterricht geprüft werden, mag sein, aber immerhin gibt es diese Art der Qualifikation(süberprüfung).

    OHNE die Vocatio / Missio / Idschaza darf man nicht unterrichten.

    Drei Stunden gelten quasi als „Bagatellgrenze“, die durch die Besoldung mit abgedeckt sind. Bei KuK in TZ gilt das dementsprechend nur anteilig.

    Also zumindest für NRW kann ich sagen: nein: Bei TZ-Beschäftigten zählt JEDE einzelne Stunde bis zum VZ-Deputat voll (also jemand mit 24 Stunden statt 25,5, kriegt seine ersten 3 Vertretungsstunden (sogar 4-5) bezahlt, ich glaube (!) sogar mit dem Satz des normalen Gehalts, während die VZ-Kollegen erstmal die drei Stunden überbrücken sollen.

    In der SEK.I kann im Zweifelsfall jede: r der *bereit* schreit fast alles unterrichten. Das ist also nicht wirklich repräsentativ.

    Davon spreche ich nicht.
    Physik oder Mathe werden selten fachfremd unterrichtet. Politik allerdings ganz oft (kann ja jede*r und es ist eh nur ein bisschen soziales Lernen und Methoden). Dass das nicht jede*r so sieht (und am allerwenigsten die ausgebildeten SoWi/PoWi-Leute!) ist klar, aber ich kenne sehr viele Schulen, an denen es so abläuft. Bei den Sachfächern ist es auch im reinen Sek1-Bereich durchaus üblich, den Bündel der drei Fächer "Gesellschaftslehre" oder direkt die drei Fächer in einer Hand zu lassen. Eben, weil man davon ausgeht, dass das auch jemand kann, der ein Studium abgeschlossen hat.
    Das heißt: Nicht nur ist Geschichte oft überbelegt, auch Erdkundee ist kein Mangelfach. Während Geschichte und Politik in der Oberstufe angeboten werden MÜSSEN (KMK-Vorgaben), trifft dies auf Erdkunde nicht. Das heißt, eine mittelgroße Schule könnte (!) die Entscheidung treffen, das Fach zu canceln, wenn es für den Stundenplan einfacher ist oder die Kapazitäten begrenzt sind, usw..


    Und es sind auch mal schulabhängige Geschichten. Ich war mal für eine Vertretungsstelle an einer Schule, die NIEMALS Politik fachfremd hätte unterrichten lassen (na gut, dafür eine Vertretungskraft), dafür kenne ich aber sehr viele andere Schulen, wo das Fach zum Alibi für Alles, was sonst in der Schule laufen soll (Klassenlehrerstunde und soziales Lernen in der Unterstufe, Methodencurriculum, usw..)

    Die 4 Stunden Regelung ist eine bundesweite Regelung, hat nichts mit dwiner Schule zu tun.

    Und wenn deine Schule es in den letzten Jahren so gut geschafft hat, immer unter den 3 Stunden im Monat zu bleiben, dann habt ihr wohl keine Krankheitswellen gehabt? (Oder ich deute alle Beiträge im Forum fehl, ich bin zur Zeit nicht im aktiven Schuldienst, hatte allerdings das Gefühl, die KuK müssen verflixt viele Vertretungen schieben, wie noch nie zuvor.

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