Beiträge von chilipaprika

    und klär im Vorfeld mit der Lehrkraft / den Lehrkräften, wie du angesprochen wirst.
    Komplett anderer Kontext/andere Schulform und passend zum anderen Thread, aber der Praxissemester, der sich in meinem Oberstufenkurs mit "Eyh, ich bin Peter, ihr könnt Du zu mir sagen", den hätte ich am liebsten sofort rausgeworfen. Aber am doofsten fanden das tatsächlich meine SuS ("Eyh, sind wir seine Freunde?").
    Ist in der Grundschule anders, aber es sollte sicher einheitlich sein (wenn die Klassenlehrerin seit 3 Wochen das "Sie" eingeführt hat, oder Nachname statt Vorname).

    Die Idee dahinter ist auch das Bewusstsein für Bildungssprache als transversale Aufgabe zu stärken, nicht unbedingt die Leute für den realen DaF-Unterricht zu qualifizieren.
    Dafür gibt es auch die Zusatzqualifikation.
    Und auch wenn WillG und ich gerade argumentieren, dass Fremdsprachenlehrkräfte am besten geeignet sind, bin ich sicher, dass wir auch beide die Meinung teilen, dass es nervt, dass neuerdings "jede*r" DaF/DaZ machen darf, der Deutsch als Muttersprache hat und will, als ob wir in unseren Seminaren / unserer Zusatzqualifikation nichts gelernt hätten.


    Spagat zwischen Kritik der Deprofessionalisierung eines Berufsfeldes / eines Faches und übler Lehrermangel, den man beheben soll. Erinnert mich an weitere Felder.

    Mit atemberaubenden 6 LP.

    Damit kann ein Mathe-/Physiklehrer oder ein Englischlehrer natürlich DaZ/DaF unterrichten.

    nee, kann er nicht.
    Es geht und ging hier nicht darum, ob jemand das KANN, sondern wer das am BESTEN kann.

    Der Physiklehrer ist nunmal eher geeignet, Mathe fachfremd zu unterrichten als der Geschichts- oder Biolehrer, der Fremdsprachenlehrer ist besser geeignet als der Deutschlehrer (und sowieso als die Mathelehrer). DaF-Lehrkräfte wären aber natürlich viel besser!

    Als jemand, der selbst Deutsch+Fremdsprache studiert hat und eine Zusatzquali für DaF/DaZ hat:
    DaZ/DaF kann vermutlich ein Fremdsprachenlehrer besser unterrichten als ein Deutschlehrer.

    Warum?


    Weil wir Deutschlehrer*innen zwar Linguistik studieren, aber deskriptiv und im historischen Wandel zb. nicht formativ und didaktisch.

    Wir unterrichten Literatur(analyse, -interpretation, -auseinandersetzung), setzen uns mit verschiedenen Textformen, mit Redemitteln, usw. auseinander aber dabei ist die Grammatik nur ein (allerdings wichtiges, wie ich finde) Mittel unter anderen.

    Wir Fremdsprachenlehrer*innen allerdings lernen Methoden der Wortschatzeinführung, sind damit vertraut, dass Sprachen unterschiedliche Mittel haben, haben gelernt, kontrastiv zu arbeiten und denken nicht (vielleicht wie ein naiver Germanist es tun würde), dass es "nun mal so ist". Wir haben das Handwerkzeug für grammatische Strukturen, auch wenn wir diese erstmal für eine andere Sprache erworben haben.

    Wenn man nicht geduzt werden will, sagt man das. Was bringt es denn, sich darüber im Stillen zu ärgern?

    kann sein.
    Ehrlich gesagt bin ich bisher der Meinung gewesen, dass das Du angeboten wird.
    Wenn ich es nicht schaffe "nein" zu sagen, wenn mir das "angeboten" wird (auch wenn es oft nur rhetorisch ist), dann bin ich selbst schuld und ärgere mich nur über mich selbst oder gar nicht. In einer Bank möchte ich nicht das Ganze gerade rücken. Wie gesagt. Hätte ich alleine auch in der Form gemacht, dass ich klar gemacht hätte, dass ich es nicht will und wäre weggegangen (die ganze Situation war aber mehr als das Du an sich, sondern "eyh, Kumpel, wir machen es alles zusammen". Was leider manchmal halt mitschwingt.)

    Wäre interessant zu wissen: Duzt ihr die Leute bei IKEA, REWE und all diesen Läden, die ihre Kunden ungefragt duzen, zumindest auf ihren Plakaten?

    Ich fühle mich in solchen Läden (also WENN man mich duzt) so schlecht, da bin ich (manchmal wörtlich, sonst immer geistlich) komplett raus. Zum Beispiel in der Bank, da habe ich mich auch gefragt, was das soll. Wäre mein Mann nicht beim Gespräch gewesen, hätte ich auf den Vertrag verzichtet (und rege mich Jahre später noch drüber auf.)

    Ich hatte noch diese Woche eine (Studierenden)Beratung (als Beratende). Ich spreche den Namen der Person leicht unsicher aus und frage nach, ob ich ihn richtig ausspreche (ausländischer Klang). "Kein Problem, Sie können Vorname sagen und duzen"
    Das fand ich einerseits traurig, weil es so eine typische Reaktion ist, zu akzeptieren, dass Menschen den Namen verunstalten (ich habe nie meinen Vornamen angeboten, aber auch darauf verzichtet, meinen Nachnamen zu berichtigen), aber andererseits und das war hier der Punkt: das "Du" wird mir sehr oft von Studierenden angeboten und ich glaube, dass es schon wichtig ist, in gewissen Kontexten Menschen zu zeigen: Sie sind (jetzt) erwachsen, ich nehme Sie ernst. Sie haben Rechte (und Pflichten), Ihre Handlungen haben Konsequenzen.
    Einen hohen Kredit mit einem kumpelhaften Du vergeben, irgendwie... passt es für mich auf Deutsch nicht. (ich kann es nicht mehr hören, dass es auf Englich oder in Dänemark/XY anders sei).

    aber dass jede*r Schüler*in das Schwimmabzeichen vorlegt, das halte ich auch für eine Hürde (nicht mal unbedingt, weil sie es nicht schaffen würden - wobei ... - aber die Hürde, das zu organisieren. Auch mit drei Rettungsschwimmer Gold will ich kein Kind ins Wasser schicken, das nicht schwimmfähig ist. Und welcher 18jährige gibt gerne zu, dass er nur gerade schwimmt und keine 200m schwimmen kann?

    übrigens (ich war neugierig).

    Es gibt zwar eine "International Live saving" organisation, in der viele Abschlüsse anerkannt werden (Äquivalenzen: Microsoft Word - 2018 Equivalence - Germany.docx (ilsf.org) ), aber Frankreich macht dabei nicht mit (was für ne Überraschung :D )
    Sprich: Ein Deutscher mit Deutschem Rettungsschwimmer dürfte nicht an einem französischen Strand arbeiten (also ich spreche nicht von der Klassenfahrt, sondern real arbeiten..), wie er das aber in Finland, Kroatien, Italien oder Belgien machen dürfte..

    Allerdings ist das Niveau des Deutschen Rettungsschwimmers Bronze ziemlich niedrig (ist ja auch als "junior" bei der ILS gekennzeichnet), DAS sollte kein Problem von der Kajakfirma sein (also das zu erfüllen, muss trotzdem vorgelegt werden)

    Frage allerdings: ich verstehe die Auflistung von Ratatouille als Auflistung (und das finde ich auch gut, ist für mich auch die Mindestvoraussetzung!): Haben alle SuS ihr Bronze-Abzeichen schriftlich nachgewiesen/vorgelegt?

    Zwischen 22 Uhr und 7 Uhr sind es 9 Stunden. Es zwingt dich doch niemand dazu, dich nach dem offiziellen Zapfenstreich noch zu sozialisieren.

    1) Mein Beitrag bezog sich auf einen Beitrag mit 23 Uhr, wo ich gesagt habe, das könnte ich eben nicht lange aushalten. 22 Uhr ist für mich zwar auch gefühlt zu spät, ist aber meine Grenze. Wenn die Kids dann auch ruhig sind, hat es auch immer gepasst.

    2) Ich sozialisiere auf Klassenfahrten überhaupt nicht. also wirklich nicht. Weder als Kind auf Klassenfahrten oder Sommerlagern noch als Erwachsene :D

    Ja. Aber Schmidt schreibt, dass ihm 10 Minuten zwischen Ende und Schlaf ausreichen, am nächsten Morgen ähnlich, und die Schlafzeit also ausreichend ist, hat es (für mich) schon was von Schönreden.
    Ich komme nach so einer Woche gerädert.
    und ich bin echt jemand, der lange Zeit ohne "reale" Freizeit auskommt, ich habe sehr viele, lange und getaktete Tage in meiner Woche. Mein Schlaf und mein "ich bin für mich alleine"-Zeitslot sind mir halt überlebenswichtig.

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