Beiträge von chilipaprika

    1) da die meisten Männer statistisch noch in besser bezahlten Jobs und Positionen sind, als Frauen, ist die Suche nach einer "interessens- und bildungsnahen" Partnerin bei den Männern auf ähnlichem Niveau und (ggf. leicht) nach unten erfolgsversprechender als "nach oben".

    2) Auch bei "gleichgestellten" Bildungs- und Lohnebenen: egal, wie emanzipiert man ist: der Körper der Frau trägt das Kind aus. Es ist ja auch eine besondere Belastung, und klar kann ein Mann die ersten 12 Monate die Flasche geben, aber die Entscheidung zu stillen ist nicht eine reine Kopfsache, sondern auch zumindest zum Teil von der Natur mitgegeben. Wie lange man es macht, hängt von vielen Fakoren ab, die man in der Beziehung abklären sollte, aber man kann nicht abklären, dass der Mann die körperlichen Konsequenzen der Schwangerschaft und nach der Geburt übernimmt, die durchaus dafür sorgen können, dass man weniger Power hat, raus aus Projekten ist, eine gewisse Zeit aussetzen muss, usw...

    3) die Gesellschaft bewegt sich, aber langsam. Die Anzahl an "Männern in TZ, weil Kinder" in der freien Wirtschaft wird geringer sein können, als im öffentlichen Dienst, wo ein Anmeldezettel reicht. Da ist das Risiko eines missgünstigen Chefs / Chefin geringer.
    Ein Freund, promovierter Pharmazeut / Apotheker durfte sich anhören, dass er wohl keinen Dr Titel gemacht hat, um die "Vatermonate" zu nehmen. Seine Frau, Apothekerin, arbeitet 1-2 Tage die Woche und samstags. Einerseits, weil es zum Familienmodell passt, aber es war auch die implizite Erwartung der Dorfapotheke, dass sie möglichst wenig arbeitet, während die Kinder sonst in eine Betreuung gehen würden. Also quasi eine gesellschaftliche Erwartung, die der Arbeitgeber schön weiter aufgedrückt hat.

    das mag sein (und zitiere bitte nicht so knapp und selektiv), ich habe es auch nicht (an sich) bewertet, sondern dargestellt.
    Man wird auf einer Vorgriffsstelle halt nicht an ein anderes Gymnasium abgeordnet, die Darstellung ist also richtig.
    Ob man es für problematisch findet oder nicht, stand nicht im Fokus, zumal die TATSACHE, dass es diese Art von Stellen gibt, eben das Novum ist.

    ich frage mich, was passiert, wenn einige Familien ihre Kredite auf diese Zuschläge abstimmen (ich habe gerade überprüft, eine Kollegin von mir ist gerade von der "richtigen" Stadt ins Umland gezogen, mit Immobilienkauf und wechselt dadurch von Mietstufe IV auf Mietstufe II. Die 300 Euro hätte sie in einen Kredit stecken können.
    Was passiert, wenn das Ganze bald kassiert wird (was ich hoffe, auf die eine oder die andere Art), nachjustiert wird, und einige das Geld nicht mehr haben, womit sie fest gerechnet haben...

    soweit ich weiß, ist es aber tatsächlich so. Bei unseren Sabbatierenden hatten wir definitiv keine Vertretung, die spezifisch dafür war, und ich glaube schon, dass ich es grob mitgekriegt hätte, wenn in dem Jahr irgendjemand zusätzlich mit 25 Stunden da gewesen wäre.
    Die Schule soll durch die Umschichtung eben das alleine klären.
    Im Umgekehrten Fall: was wäre denn mit den nicht bezahlten, aber geleisteten Stunden der ersten 6 Jahren?

    Hallo!
    Hat hier jemand schon mal während der Ansparphase eines Sabbatjahres den Dienstort gewechselt (zum Beispiel durch Versetzung, durch Bewerbung auf eine Beförderungsstelle, etc...)? Wie lief es ab?
    Der abgebende Dienstort kann ja eine Party machen, man hat ja die Stunden vorgearbeitet. Dann kommt am aber am neuen Dienstort, hat vielleicht noch 2-3 Jahre Ansparphase und nimmt dann ein komplettes Jahr Freistellung, das man 7 Jahre lang angespart hatte. Die Rechnung geht für den neuen Dienstort natürlich nicht auf.
    Ich würde mich über Erfahrungen (konkret mit Wechsel oder mit Beratung, dass es nicht geht, Zwang zu Rückabwicklung, usw..) freuen, weil mir gerade keine*r was sagen kann, außer, dass die Freistellungsphase nicht aufgeschoben werden kann (was ich aber alleine schon wusste).
    Vielen Dank im Voraus!
    Chili

    PS: Es sind tatsächlich erstmal nur Gedankengänge. Ein Teil von mir geht davon aus, dass JEDE*R, der einen 7-jährigen solchen Vertrag eingeht, sich auch solche Gedanken macht. Schließlich sind 7-8 Jahre sehr lang, man kann ja nie wissen, wie es geht. [Ein anderer Teil von mir weiß allerdings, dass die meisten Menschen das schöne Glück haben, "gedankenfrei" durch die Welt zu gehen.]

    Sommeruniversität / Erasmus-Seminar? Es gibt die wirklich zu jedem möglichen Thema.

    Bei den Betreuersachen: aufpassen und falls es als Nebenjob läuft (und nicht als reines Ehrenamt): auf jeden Fall anzeigen und genehmigen lassen.
    Einige im Forum sind auch der Meinung, ein Ehrenamt sei zu genehmigen, das sah der Berufsverband bei mir anders, aber sie sahen einige Sachen auch zum Teil falsch, also wer weiß.

    Noch ein Hinweis zur Diagnostik: Soweit ich weiß, muss bis 2024 auf ICD11 umgestellt werden. Ich würde mir die unterschiedlichen Kriterien ansehen und entscheiden, ob ich noch solange abwarten will oder gerade nicht.

    neugierige Nachfrage: kann man sich bei dir in der Region den Termin "aussuchen"?
    Ohne Quatsch, ich kenne hier vor Ort 3 Fälle von zwei verschiedenen Diagnostikzentren: 2-3,5 Jahre Wartezeit (die 2 Jahre waren für ein Kind, die 3 und 3.5 für Erwachsene), es wurden in KEINEM der Fälle mehrere Termine angeboten, sondern EIN Termin, mit ca. 6-8 Wochen Vorlauf und das war's. (also schon mehrere Termine, aber nicht zur Auswahl sondern für den Prozess).
    und zwar ähnlich in beiden Zentren. Ich glaube nicht, dass man da hin und her schieben kann, "nur" um bei einem neuen ICD runterzufallen.

    Natürlich ist es kein Auschlusskriterium für das Ref. wenn man diagnostizierter Autist ist (allerdings kann man sicher keiner Person, die sich auch nur halbwegs deutlich im Autismusspektrum befindet, empfehlen, den Lehrerberuf zu ergreifen - bei ADHS sähe das anders aus). Ich würde aber in der Tat erstmal abwarten (du schreibst ja auch von 'Verdacht').....

    Das finde ich aber ein bisschen übereilt. Das Autismusspektrum ist eben das: ein Spektrum.
    Und die meisten, die im Erwachsenenalter diagnostiziert werden, werden eben so spät diagnostiziert, weil sie sich sehr / zu gut angepasst haben und viele Wege gefunden haben, mit ihrem Alltag klarzukommen. Eine Diagnostik hilft da hauptsächlich, sich besser zu verstehen, sich besser zu fühlen, ändert aber nicht an den im Verlaufe der Zeit erworbenen Fähigkeiten, nicht besonders aufzufallen.
    Dem non-verbalen frühkindlichen Autisten kann man durchaus von einem Lehramtsstudium abraten, der angepassten Asperger-Autistin (die meisten nicht erkannten und erst viel später diagnostizierten sind weiblich) oder irgendjemandem "im Spektrum", ohne zu wissen, was die Einschränkungen sind (deswegen bin ich da sehr irritiert über die quasi online vergebenen GdB), ist (mir) zu plakativ.

    Mit einer gesicherten Autismusdiagnose solltest du als schwerbehindert gelten und damit Anrecht auf zahlreiche Unterstützungsangebote haben. Man wird dich aufgrund dieser Diagnose weder vom Referendariat noch vom Beamtentum ausschließen können.

    Wie bitte? Eine Schwerbehinderung (alleine) aufgrund einer Autismusdiagnose?
    Hast du da feste Hinweise/Kenntnisse dazu? Da habe ich ganz andere Erfahrungen / ganz anderes gehört.

    chemikus08 im Rahmen der Probezeit werden doch auch Revisionsstunden abgehalten? (War zumindest bei meinen angestellten Kolleginnen so (die dann später verbeamtet wurden - Widerspruch beim Amtsartz und so weiter - , ich bin nicht mehr sicher, ob die Stunden "anerkannt" wurden (weil die Probezeit ja viel kürzer ist)

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