Beiträge von chilipaprika

    In NRW sind faktisch alle Stellen über die Liste. Hauptschulen und Grundschulen in sozialen Brennpunkten bekommen gar keine Bewerbungen. (Deswegen die Abordnungen und Kaskadenabordnungen...)
    Seiteneinstieg ist da deutlich besser, weil die Person an der Schulform / für die Schulform ausgebildet wird und normalerweise längerfristig bleibt.

    nicht die Bedingungen sind zwischen den Schularten unterschiedlich (zumindest nicht in NRW und ich vermute, nirgendwo anders), sondern das Angebot: Der Quer-/Seiteneinstieg wird nur da angeboten, wo es Bedarf gibt. Da an den BBS der Bedarf in vielen beruflichen Fachrichtungen sehr hoch ist, gibt es dort mehr Stellen als für Deutsch am Gym ( = null). Aber auch am Gym gibt es in einzelnen Phasen für einzelne Fächer (und je nach Standort!) geöffnete Stellen.
    Die Bedingungen sind die selben im Hinblick auf die Anerkennung der abzuleitenden Fächer (okay, Unterschiede gibt es da zu Grundschullehramt, wo die Fächerstruktur unterschiedlich ist)

    Eben.
    Wenn ich meine Mensa sehe, deren Bau ich auch erlebt habe, verstehe ich es einfach nicht. Ein Riesenraum. Viel zu voll. Keine Möglichkeit, durch den Bau die Akustik zu dämpfen. Kein separater Raum für Lehrkräfte (darüber kann man natürlich diskutieren... mir wäre es wichtig gewesen), usw..
    Das Essen ist zwar gut und gesundheitlich bedacht, da würde ich keinen Unterschied zur französischen Mensa machen (Es gibt Vor- und Nachspeise, auch wenn es anders aufgebaut ist), aber für einen Neubau schade.

    ich vermute, Quittengelee bezog sich eher auf die Punkte, bei denen man einen Einfluss hat: Tischplatzierung, Bau des Gebäudes (also zu dem Zeitpunkt...), verschiedene Eintrittszeiten, um die Menge an Personen zu reduzieren, usw..

    Auch ungerecht: manche Kollegen haben nicht, freier Tag.. anderer einen 12 Stunden Plus Tag.

    1. Wie lange bist du denn im Schulsystem, dass dir DAS jetzt auffällt?
    2. Neben den Fächern (die ja im Abi nicht alle gleich angewählt werden (können), spielt auch viel eine Rolle. Dieses Jahr meinte meine SL, dass sie bewusst geguckt haben, wer weniger belastet ist (keine ZP10, keine Klassenleitung, usw...), WO ES MÖGLICH WAR. So viele KuK ohne Belastung gibt es in einigen Fächern ja gar nicht.
    3. In meinen ersten Jahren war ich dank mehrerer Oberstufenfächer und keinem eigenen Kurs in 9+ Prüfungen Protokollantin. Stand vor dem Plan und dachte laut (aber nicht genervt) "Warum? Warum ich wieder?", damalige Oberstufenkoordination neben mir, lachend "Weil Andere sonst maulen". Manchmal führen Unsympathie und Unfähigkeit zu mehr Freiheiten... man muss nur damit leben können, wenn man in den Spiegel schaut. Ich protokolliere lieber weiter.

    In Frankreich ist die Einstellung halt auch grundsätzlich anders, was das Schulessen angeht. Ich habe das Essen dort als sehr variantenreich erlebt. Da gab's sogar so ausgefallene Sachen wie Kaninchen. Das könnte man hier nie anbieten, so aufgeschlossen sind die Kinder einfach nicht. Kaninchen in der Schulmensa ist nicht vermittelbar.

    Ein großer Schock im Lehramtsstudium (vor über 20 Jahren, in Deutschland): 90% meines bildungswissenschaftlichen Seminars schockiert über meine "Idee" (bzw. Info, dass ich es in Frankreich besser finde), dass das Schulessen nach Einkommen bezuschusst werden sollte.
    Ob das noch viele Schulen in Frankreich machen, weiß ich nicht. Offensichtlich nicht alle, dass ich welche kenne, wo der Tarif fix ist, aber bis zur 10. Klasse war es bei uns einkommensgestaffelt und meine Mutter hätte mir den Vogel gezeigt, hätte ich gesagt, ich will samstags (nach dem Schulvormittag, aber keinen Nachmittag) nicht in der Mensa essen. Es war in der Pauschale inklusive und die Pauschale war zwar für meine Eltern viel Geld (deshalb: Ausnutzen!), aber vielleicht ein Drittel des höchsten Preises, der selbst auch bezuschusst wurde.

    Es ist doch egal. Es entscheiden sich auch die wenigsten Besucher für das teuerste Gericht oder für das vegane Essen. Trotzdem ist das Bereitstellen auf der Karte ein Zeichen.
    Ein Zeichen, dass Kinder kleine Menschen mit unterschiedlichen Geschmäckern sind und nicht alle nur Pommes essen wollen.

    Ist in Frankreich ganz normal, dass "frisch" gekocht wird (also System-/Großgastronomie). In der Oberstufe hat unser Koch auch regelmäßig versucht, andere Sachen anzubieten.
    Ein paar Mal im Jahr gab es zum Beispiel Forelle. An dem Tag machte er 100 Forellen und 900 Hackfleischpaddys. Er hat mir gezeigt, wie man Forelle bzw. Fisch isst. Das gab es bei uns zuhause nicht wirklich.
    Mein ganzes "Essgeschmack" habe ich, weil ich Kantinenkind bin (mit ca 1 Jahr Arbeitslosigkeit meiner Mutter zwischendurch bringe ich es auf 15 (14) Jahre Schulkantine, 4-5 Mal die Woche.)
    Ich bin dankbar dafür.
    (Aber Kantine ist was Anderes als Restaurant, mir klar)

    Restaurants machen natürlich im Vorfeld eine Marktanalyse, da sie, wenn sie Familien bzw. Kinder als Zielgruppe anvisieren, Gerichte anbieten wollen, die ein Großteil der Zielgruppe potentiell mag. Da ist ein außergewöhnlicheres Gericht eher der Gefahr ausgesetzt, dass es nur von wenigen Gästen (m/w/d) bestellt wird und sich somit auf Dauer nicht rentiert

    Das ist doch totaler Quatsch. Ob von dir oder von der Marktanalyse.
    Bleiben wir beim Fisch.
    Wenn ich auf meiner Menükarte einen Seelachs mit Reis und Gemüse anbiete, alternative mit Kartoffeln, dann kann ich (ZUSÄTZLICH zum Hähnchen-Pommes) auch die Kinderportion vom Seelachs mit Reis anbieten. Halt kleiner und günstiger.

    So denkt mein Gehirn nicht.
    Mein Beitrag würde von meinem Arbeitgeber (Dienstherr) bezahlt werden. Der zufälligerweise auch der Staat ist, der über die Steuergelder verfügt.
    Aber dass der Staat, nur weil er über Steuergelder verfügt, keine Rücklagen in Höhe der "normalen" Ausgaben (KK, Rente/Pension) vorsieht, sondern sich nur "wundert" "Upsala, ist jetzt aber teuer", ist schon ein Ding.

    Ach Quatsch, natürlich ist es kein Untergang, aber 1) Es ist eine Unterstellung, dass Kinder "nur" das mögen, 2) eine Unterstellung, dass Eltern ihre Kinder so ernähren, 3) die Annahme, dass Kinder keine gute Ernährung / keinen Geschmack haben.
    Ich spreche über RESTAURANTS. Nicht upper class oder so, aber nicht die Pommes Budde.
    Wenn Erwachsene ins Restaurant gehen (und nicht zu McDonalds oder zur Curry Wurst Budde), weil sie Lust auf etwas anderes haben als Pommes, dann warum soll es nicht für die Kinder gelten? Ich habe nicht geschrieben, dass ich Restaurants doof finde, die Pommes für Kids anbieten, sondern diejenigen doof finde, die NUR das anbieten, bzw. dass ich die feiere, die etwas anderes anbieten. Natürlich bezahle ich nicht den Erwachsenenpreis für einen 5- oder 10jährigen, wenn es als Kindergericht nur Pommes gibt.
    Es ist eine genauso doofe Unterstellung, als würde man für unterschiedliche soziale Kategorien unterschiedliche Angebote machen, und sie auch so benennen.

    Das bedeutet aber im Umkehrschluss nicht, dass ein sehr breites Angebot auch zur Geschmacksentwicklung jenseits von "nur" "süß und fettig" führt.
    Das beste Beispiel sind sicher die Karotten und Gurkenscheibchen in der deutschen Lunchbox.
    Für diejenigen, die nicht sowas wie die höchste Stufe der Zuckersucht haben (sobald kennengelernt nur noch das im Kopf), ist das Kennenlernen von Obst, Gemüse, frischem Fisch (also zumindest ohne Maggi-Soße und mehr Panade als Fisch), usw.. auch gut.
    Dass man in Restaurants als Kinderteller fast nur Pommes/Hähnchen oder Fischstäbchen hat, ist traurig. Ich feiere jedes Restaurant, das sich Mühe macht, kindgerechte Portionen von Fisch und Gemüse zu machen, um zu zeigen: Schmeckt!
    Und wie bei jeder Programmierung / Sucht: je weniger Kontakt, desto hilfreicher.

    Gut, höhere Kosten für die GKV, aber wesentlich mehr Beitragszahler. Und zwar zu dem höchsten Beitragssatz.
    Und zwar mehrheitlich Menschen, die sehr selten zum Arzt gehen.
    (Wäre interessant, ob es Untersuchungen gibt, ob der selbe Mensch bei GKV öfters zum Arzt geht (keine Kosten) als bei PKV (Vorstrecken, bzw. Beitragsrückerstattung / Kostendämpfungspauschale im Kopf).

    Was in dieser Rechnung aber auch noch fehlt sind die erhöhten Auszahlungen der GKV wenn alle über die Pauschale Beihilfe gesetzlich versichert wären... denn dann wären die meisten Länder und auch die GKV mehr belastet.

    verstehe ich nicht. Die GKV hat schon jetzt die Kosten für die gesetzlich Versicherten. Nur für den Versicherten selbst (und das Land) würde sich was ändern.

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