Beiträge von chilipaprika

    Das ist zweischneidig.
    Und genau das ist der Punkt: Akademikerkindern wurde schon immer "etwas abgenommen". Nicht der Hintern hinterhergetragen, "man" hat sich schon korrekt beworben, aber die Eltern haben (noch mal) erklärt, wie man das Schreiben verfasst, der Freund bei der passenden Firma / Praxis wurde im Vorfeld informiert, usw..
    Immer mehr Eltern bekommen schon mit, wie wichtig es ist, dass sie mit dabei sind, kennen aber immer weniger Grenzen.
    (Ja, ich hatte an der Uni (!) regelmäßig Anrufe von Eltern, die den Auslandsaufenthalt des Kindes im 5. Semester planen wollten. Schon seltsam, wenn es um Unibewerber*innen geht, dass jede*r zweite in die Studienberatung mit Mama kommt, aber bei aktiv Studierenden musste ich mehrmals sagen "Ihre Tochter kann mich selbst anschreiben" "Ja, aber ich will es auch wissen, sie erzählt nicht alles und versteht einige Sachen nicht"...)


    Und: "Ich musste früher auch alles alleine machen", aber ... ich bin neidisch darauf und durchaus neugierig, was aus mir in einem Paralleluniversum geworden wäre, wo ich an der richtigen Stelle die Stupser gehabt hätte. (Sei schon gesagt, ziemlich sicher nicht Lehrerin, da das nur wegen der guten Bezahlung, Ferien und sozialem Aufstieg aktiv forciert wurde)

    Wieder mal interessant: die einen lachen jemanden aus, der fragt, ob Schulentwicklung zur A14-Aufgabe werden kann, die anderen maulen, dass iPads zu betreuen ja wohl voll A14-tauglich sei.

    Das ist zumindest an meiner Schule eine Riesenaufgabe. Der Kollege hat JEDEN Tag Schüler*innen oder Kolleg*innen zu beraten. Von der Einrichtung neuer iPads (neue Schüler*innen), Gespräche mit der Stadt-IT, usw... alles, was ich nicht mitkriege, nicht zu sprechen.

    Mitarbeit in der Schulentwicklung: Da sind so viele Aufgaben und (idealerweise) soviele Leute in den Gremien, wie soll es (für DIESE Aufgabe) gehen?

    Wartung der Kopierer: Der Schulträger schickt manchmal jemanden, aber der ganze Rest (Papier, Tinte, Staus und größere Sachen), das ist Selbstorganisation.

    Da das nächste Schuljahr am 1. September startet, würde ich ehrlicherweise zum 31. August kündigen. Und dann sehen, ob ein Auflösungsvertrag zu einem früheren Zeitpunkt Sinn ergibt (falls du tatsächlich beim neuen Träger zum 1. August was bekommst).

    Eine Bekannte von mir hat vor ca. 3-4 Jahren um Entlassung aus dem Dienst gebeten, alle waren total verzweifelt, keine*r wusste, was zu tun ist (Schulleitung, BR, mussten sogar beim Ministerium nachfragen). Das ist mittlerweile gar nicht mehr so selten.
    Zusätzliche Infos und zu Berücksichtigendes findest du auf der Seite von Isabell Probst (auch Podcast-Aufnahmen). Auch wenn es dir nicht um den kompletten Ausstieg geht, gibt es auch gute Infos zur Abkehr aus dem Beamtentum.

    Hallo nochmals, vielen Dank für die hilfreichen Rückmeldungen.

    chilipaprika: Danke für den Hinweis bezüglich der Dreimonatsfrist.
    Das würde bedeuten, dass – sofern ein Wechsel in den öffentlichen Dienst in NRW erfolgen sollte – eine Kündigung zum 30. April 2026 notwendig wäre, um zum Schuljahr 2026/27 starten zu können. or:

    Nein. Eine Kündigung zum 31. Juli.
    Eingegangen im April.



    In diesem Fall würde die Schulleitung wohl entsprechend über die Bezirksregierung informiert.Moderator:

    Der Dienstweg ist stets einzuhalten, auch bei der Entlassung aus dem Dienst. Also erfährt die Schulleitung es von dir.

    ja, schwierig, aber ich bin glaube ich dafür bekannt, dass ich es für richtig halte (bzw. für eine kompetenzorientierte Entscheidung. Wer so gut spricht, dass er/sie nicht braucht, dann nicht. Meine Uni erkennt zum Beispiel nur Aufenthalte in den 12 Monaten vor Aufnahme des Studiums. es ist albern, wenn jemand ein Schuljahr in der 11 im Ausland verbracht hat oder im Bachelor und dann später das Drittfach beginnt...).

    Aber stimmt, typische Erweiterungsfächer haben hohe Voraussetzungen (Auslandsaufenthalt, Latinum/Graecum für Reli, ..) Aber es hängt ja stark von der Basiskombi ab. Wer PoWi / WiWi studiert, muss noch in den sauren Apfel beißen ;)

    Ja, aber nicht alle 100 CP lassen sich in 3*30+x zerlegen.
    In Mathe zum Beispiel gibt es sicher Kurse wie Analysis 1, Analysis 2, Analysis 3.

    Ich habe mein Erweiterungsfach auch seeeeehr schnell studiert, aber es war eben sehr nah an meinen anderen Fächern bzw. an Sachen, an denen ich mich schon ausprobiert hatte.
    Trotzdem musste ich Statistik + Methoden zum Beispiel auseinandernehmen, Irgendwelche "Einführungen" waren die Voraussetzung für das andere Seminar (zum Glück durfte ich nach sehr viel Nerven die "Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten" skippen und irgendeinen anderen Kurs ohne Anwesenheitspflicht parallel zum nächsten Kurs machen.
    Das hätte ich aber nie mit jedem anderen, beliebigen Fach geschafft.

    (Abgesehen davon, dass man nach dem ersten Abschluss vielleicht von irgendwas leben muss, aber das muss ja natürlich nicht auf jeden zutreffen)

    Nö... Dafür fehlt mir die "Mitgliedschaft im richtigen Verein", wie ein ehemaliger Schulleiter mir sagte.
    (Ich war als Fremdsprachenassistentin in einer "Nonnenschule". Obwohl die Schule und die Schülerinnen toll waren, war mir klar: Nichts für mich. Mein Gebet ist meins, mein Glaube gehört nicht der Schule.
    Maylin85 vielleicht, aber sie war mit Beamtenstatus.

    und ja, E13 hat eine seeeeeeeeeehr große Breite. Ich bräuchte eine Zusage der hohen Stufe.

    Kündigung bzw. Entlassung aus dem Dienst: Maximal 3 Monate darf dich der Dienstherr noch halten.

    Gute Frage.
    Das System (keine*r tut es), gekoppelt mit der Tatsache, dass ich die SuS dieses Jahr in der Mittelstufe habe, nächstes Jahr in der Oberstufe habe.
    Da sind die Hürden viel höher, als im Ref, wo ich keine Wahl hatte, weil es für uns Pflicht war (und die SuS es zwar doof fanden, aber ich musste nunmal. Und am Ende hatte ich auch "Gefallen" daran. Bzw. fand auch Vorteile.).

    s3g4 ICH habe keine Angst, meine Position zu verlieren.
    Ich musste im Ref alle Oberstufen-SuS siezen und ehrlicherweise wäre es mir jetzt auch lieber.

    Ich bezog mich darauf, dass eine solche Befürchtung beim TE (oder Ablehnenden) mitschwingt. Ich kann es nicht nachvollziehen.

    und wie machst du es denn im Alltag?
    Ich hatte schon mal berufliche Situationen (Schule und nicht Schule), wo ich Leute sieze, andere duze.
    Meine Schulleitung siezt einige, duzt andere.

    Demokratie in aller Ehre, ich finde, es gibt Sachen, über die man nicht abstimmt.
    In dem Fall mag es ein Machtkampf sein, aber ehrlich: warum sich daran abarbeiten?
    Ich habe in JEDER Lerngruppe Schüler*innen, die nicht so angesprochen werden möchten, wie auf der Liste. Ein Teil der Vornamen weg, ein "Spitzname", was weiß ich. Bis zum Schüler in einem Transitionsprozess. Bleibe ich aus Prinzip bei den Papieren? (Ich bin sicher, dass es einige KuK gibt, die das genauso als Machtkampf ausfechten.)

    Ist es jetzt eine Prinzipiensache?
    Was würde dich das kosten, ihn ab jetzt "Herr Müller" zu nennen?

    Ich kann die Gedanken und Empfindlichkeiten dahinter zum Teil verstehen (wobei ich nicht verstehe, warum es bei dir an die Volljährigkeit gekoppelt ist), aber das Argument "Do for one - do for all" hat für mich keine Bedeutung. Wenn ein Schüler mich darum bietet, mit einem anderen Vornamen angesprochen zu werden, wenn ein Schüler besondere Bedingungen im Unterricht hat, wenn bestimmte Regeln bei mir gelten, ... dann ist es für den Rest der Klasse und des Kollegiums irrelevant, solange es nicht um Benachteiligung oder Verletzung pädagogischer Grundsätze geht.

    (Natürlich gilt die Entscheidung und zwar bis Ende des Schuljahres).

    Man kann nicht ein Erweiterungsfach in einem anderen (BBS) Lehramt machen.
    (Von den Vorbedingungen wie Langzeitpraktikum abgesehen, offensichtlich hält der TE nicht viel vom Studieren und will alles so schnell wie möglich eintüten.)
    (Wir sind uns sicher einig, dass ein ganzes Fachstudium in geplant 2 Jahren nur klappen kann, wenn es ein sehr verwandtes Fach wird. PoWi / Wirtschaft durch Geschichte oder so ähnlich zu erweitern kann man sich auch sparen.

    Ich fühle mich euch.
    Meine Schwester ist ganz in Ordnung (früher sah ich es durchaus anders bzw. hatte keine Beziehung), mein Thema sind die Eltern.
    Kein (guter) Tipp, aber: Mit Menschen, die man sich nicht ausgesucht hat, muss man auch keinen Kontakt haben / halten. Man kann es aufs Minimum oder gar null reduzieren.
    Ich schicke euch viel Kraft!

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