Rechtlich mag es sein.
Im Sinne von "ich darf Musik spielen, spazieren gehen, alles tun, was der Genesung nicht entgegen steht" medizinisch nicht. (bzw. meine Beispiele und Erläuterungen beziehen sich zumindest - ärztlich genehmigt und geprüft - auf Krankheit.)
Beiträge von chilipaprika
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Das ist doch dasselbe.
Wenn ich ein Jahr krankgeschrieben bin, darf ich keine Musik spielen? Darf ich kein Leben haben?
Bei aller zum Teil gerechtfertigter Empörung (und sie soll meiner Meinung nach der Behörde gelten, die keine DU geprüft hat, auch wenn zumindest beim Keyboarder mir nicht klar ist, ob DU oder krank): Sorry, nach einem Kreuzbandriss am Keyboard spielen, ist okay.
Bei einem alltagsstörenden Reizdarm Spazieren gehen ist okay.
etc. -
Was genau meinst du mit "machen"?
Du kannst alles machen, außer einer Erwerbsarbeit nachzugehen ohne Genehmigung.
Ganz offensichtlich nicht, wenn die Teilnahme an einer Kochshow ausgeschlachtet wird (keine Erwerbsarbeit) oder das Musizieren an einem Abend sofort an den Pranger gestellt wird (künstlerische und wissenschaftliche Tätigkeiten sind nicht genehmigungspflichtig)
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Dazu kommt, dass Vollzeitkräfte gar keine "Zeit" haben noch irgendwas zu vertreten, denn bei 28 Stunden Unterrichtsverpflichtung pro Woche und nur 25 Stunden Unterricht (jeweils 1. Bis 5.Std, danach ist Mittagspause) müssen Vollzeitkräfte ja schon dreimal wöchentlich in die nachmittägliche Hausaufgabenzeit. Also wann sollten sie vertreten? Zum Vertreten haben nur Teilzeitkräfte "Zeit". Fair ist das nicht! Als Klassenleitung mit Teilzeit ist man also doppelt gekniffen.
Ich bleibe bei dir, dass das Ganze (schulformübergreifend) eine Schweinerei ist, möchte aber einwerfen: An anderen Schulformen gibt es noch sehr viel Potenzial für Vertretungsstunden.
Unser Stundenplanraster hat 11*4+8 (52 Stundenslots), davon sind 9*3+8+6 (41 Stunden) reine Sek 1, die auch vertreten wird. Und unsere Vertretungsbereitschaften liegen oft im Anschluss am Unterricht, auch zwei Stunden später, so dass ein kompakter Stundenplan keinen Einfluss hat. -
Sind das dann dieselben Eltern, die sich, so früh es nur irgendwie geht, um Ganztagsbetreuung ihrer Kinder kümmern, da sie beruflich doch so eingespannt seien?
Was ist der Zusammenhang oder deine gedankliche Verbindung?
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gibt es nicht.
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Die laufen auch zur Schule?
Glaubst du etwa, Kapa wird im Alter nicht mehr zur Schule laufen?

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auf die 35jährigen WBK-SuS?
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so ist.
Ich habe in kaum einen Raum einen Tisch zu viel (wenn keiner krank ist) und nein, leider würden die Blödeleien nicht unbedingt aufhören (aber weniger werden) und damit den anderen Unterricht stören (zumal man die Namen der SuS nicht unbedingt kennt und sie also nicht aufschreiben kann). Also der jeweils notwendige organisatorische Aufwand, kombiniert mit den räumlichen Gegebenheiten, zusätzlich zu der Tatsache, dass 5 Klassen aufteilen dann 20 weitere Klassen benötigt, das würde in meiner Schule nicht gehen. -
DIE Lösung haben wir nicht im Standardrepertoire (Sehr selten, insbesondere bei längerem Ausfall, wenn es eben Parallelgruppen gibt).
Mir ist zwar nicht klar, warum es so ist (Pubertät?), aber "selbstständiges Lernen" ist für viele in der Mittelstufe ein Fremdwort, dafür fliegen eher Stühle durch den Raum oder in einzelnen Klassen Gegenstände aus dem Fenster. Oder die SuS rennen auf den Fluren und stören andere Klassen durch Öffnen und Zuknallen von Türen, usw.. -
Ah sorry, stimmt, Maylin ist weiterhin nicht im allg. System. Kurz mein Hirn nicht eingeschaltet.
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chilipaprika :Es tut mir leid, dass ihr schon so oft das Problem mit einer scheinbar inkompetenten Bezirksregierung hattet. Ich vermute mal, die bei euch überversorgten Fächer sind solche, die auch überregional nicht gerade zu den Mangelfächern schlechthin zählen, oder?
die Bezirksregierung führt auch nur die Regeln aus. Die Statistik sagt XY, also YZ.
Jein. Sowohl als auch. Also Deutsch und Englisch sind gerade auch Mangelfächer bei uns (aber nicht die schlimmsten). Und wir haben halt kleine Fächer mit weniger Stunden als eine VZ-Stelle überhaupt mehrfach und mehrfach besetzt.Ich bin sehr froh, dass bei uns das Allermeiste über Mitbetreuung oder Stundenverlegung gelöst wird.
Wir haben kaum Klassen, die man alleine lassen kann. Eine Mitbetreuung (gibt es auch oft) bedeutet also, dass der eigene Unterricht auch nicht geht.
Eine richtige Vertretungsstunde in dem Sinne, dass man in eine fremde Klasse geht und da irgendwie beschäftigen soll, hatte ich im gesamten Halbjahr nicht ein einziges Mal.
Wie geht das denn bitte? Erkläre mir, wie ihr das macht!!
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in NRW spielt es eine Rolle, in NDS und RLP (wo ich schon mal unterrichtet habe) glaube ich auch und irgendwie hoffe ich sehr, dass es in BaWü auch eine Rolle spielt. Wenn ich eine Lerngruppe habe, die ich 5 Monate lang habe, wird es (bei uns) aufs Deputat angerechnet, und dann unterrichtet man 26 statt 24 Stunden (oder 28 statt 26). Da werden auch die Stunden der kleinen Ferien, des Feiertags, des Ausflugs bezahlt (auch wenn die des Ausflugs in dem Monat auch Minusstunden sind). Vertretungsstunden werden dann mit einem deutlich schlechteren Satz bezahlt und bedeuten zwar keine Vorbereitung, dafür aber viel mehr spontanen Stress, man kennt die Klasse nicht, hat keine reale pädagogische Handhabe, erst recht, wenn es zwei Klassen parallel sind.
Mit dem falschen Bein aufgestanden?
Sorry.
Tatsächlich ja. Wobei meine Empfindlichkeit da nicht mal mit dem Aufstehen anfing, sondern ständig. Bei ca. 20-25% Fehlquote pro Tag (geplant, nicht geplant, spontan oder ein Tag vorher gewusst) und Vertretung von der 1. bis zur 9. Stunde ist die Stimmung im Kollegium eine reine Katastrophe.
Heute kamen die neuen Stundenpläne, ich bin zufrieden, aber die meisten KuK kriegen mehr Stunden als im ersten Halbjahr, die Anzahl unserer Vertretungsbereitschaften steigt zum Abdecken der Fehlquote, und ich bin die Letzte, die sich beschweren darf, was mir schon durchaus einige KuK auch zu verstehen gegeben haben, auch wenn ich eben nur bemängele, dass es so nicht weiter geht und wir dadurch alle implodieren.
Und dann wird uns gesagt, es gibt ja andere Schulen, da sei es noch schlimmer (also die Lücken im Stundenplan oder spontane Vertretung 5 Stunden nach Unterrichtsschluss.
Da haben die KuK im nächsten Herbst, wenn die Auszahlung der Überstunden nichts davon, dass sie jetzt am Kriechen sind. -
Wenn die Welt perfekt wäre (nein: Wenn es auch nur NORMAL wäre), würde die Versorgung nicht mit statistischen Werten abgebildet werden, die in der Praxis nichts bedeuten.
Was bringt uns die angebliche fast 110% Versorgung, wenn wir in 3 Fächern den Mangel der Hölle haben, die Bezirksregierung eine Person zu uns versetzt mit zwei Fächern, die (BEIDE) schon überversorgt sind. und das nicht zum ersten Mal. und immer wieder. -
Ich hatte im letzten Schuljahr ja auch 5 Monate lang 4 Stunden pro Woche Dauervertretung. Aktuell komme ich gerade auf 4 pro Monat und dank Abitur...
Ja, und die armen Kinder in Afrika haben Hunger....
1. Ich spreche eben explizit NICHT von Dauervertretung im Stundenplan, dass viele seit Jahren dauerhaft über ihrem Soll arbeiten und nie abbauen können werden, ist gesetzt, sondern von ständigem Einspringen mit einer (selten) oder zwei spontanen Vertretungen wegen Krankheitswellen. Aber ich werde meinen KuK (ich bin gerade aus Gründen nicht betroffen sondern produziere die Dauererhöhung bei einigen KuK) Bescheid sagen, sie sollen sich nicht so anstellen, es ist woanders nicht besser. -
In anderen Bundesländern wird monatlich abgerechnet, nicht schuljährlich.
NDS kombiniert tatsächlich die Mist-Punkte: jährliche Abrechnung UND Minusstunden.
NRW rechnet monatlich ab, wobei zur Zeit nicht wenige KuK um die 10-15 Stunden im Monat haben. Alleine durch Vertretung, also keine dauerhafte Mehrarbeit. -
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Was ja kein Problem ist, da das Ref eine Vollzeittätigkeit ist. Da sind 4 Stunden in der Woche kein Ding.
(Oder sind es 4 Stunden Unterricht/Lehre? Selbst das wäre vermutlich noch unter der Grenze) -
Die Sprache im Beitrag deutet auf NRW ("5 Jahre", "Personalrat", ..) und alte Beiträge deuten darauf, dass der TE gerade in Siegen ist und nach Köln will.
Du bekommst wohl bald bestätigt, DASS du die Freigabe hast (Es wäre eine Glaskugel aus dem Internet und was bringt es dir, wenn selbst der Dezernent und PR gesagt haben, dass sie nicht gegen die SL arbeiten?). Da du definitiv keinen Versetzungsantrag im Ref gestellt hast, ist es höchstens dein 3. Antrag. Da du scheinbar "wenig Ahnung" hast: Es ist vermutlich dein erster Antrag, du hast wohl keine Mangelfächer in einem total unversorgten System, sonst würde deine SL nicht beim ersten Mal das Risiko eingehen, dich zu verlieren. Also ist es sehr wahrscheinlich, dass kein Dezernent ein Veto einlegt.
OB du dann am Ende versetzt wirst, hängt aber vom aufnehmenden System ab. Das kannst du dann ab der offiziellen Freigabe (jetzt?) beeinflussen, indem du vor Ort eben Schulen kennenlernst, die dich dann "anfordern". Vor Ostern wird es aber keine offizielle Information geben.
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