Bei uns (Hessen) hat das Praxissemester einen Umfang von 150 Stunden in 10 Wochen mit mindestens drei Präsenztagen. Die 15 Stunden pro Woche Präsenz kann man aber mit der Schule flexibel verteilen. Das ist weit entfernt von Vollzeit.
Dass das logistisch kompliziert, unter Umständen wegen Pflichtveranstaltungen im Praxissemester gar nicht machbar und unrealistisch ist, ist aber natürlich richtig.
Goethe-Universität — Informationen (uni-frankfurt.de)
21 ECTS-Punkte für das Praxissemester inklusive der Begleitveranstaltungen (die man nun mal im selben Semester machen muss (oder?) und nicht strecken kann, sind schon eine Aussage, wenn tatsächlich nicht Vollzeit (in NRW bzw. an meiner Uni sind es 25 ECTS-Punkte, es gibt aber daneben gar keine anderen weiteren Punkte, verstehe, wer wolle.).
Ich hab mein Studium gestreckt, ich hätte es vielleicht auch im Bachelor-Master gemacht. Sprich: ich habe kein Problem damit, die ECTS-Punkte auf die doppelte Regelstudienzeit zu strecken, wenn ich daneben coole andere Sachen mache.
Aber das Praxissemester ist echt der Knaller in allen mir bekannten Formen, weil nie mit anderen (größeren) Sachen streckbar.
Und: "in Absprache mit der Schule" hängt natürlich auch von den Fächern ab. Wir hatten auch mal eine PS-Studentin, die an einem bestimmten Tag da sein wollte, dafür andere Tage nicht, aber an dem Tag gab es keinen Unterricht im Fach (TZ-Kollegin in allen Kursen, es war ihr freier Tag). Da kannst du dich auf dem Kopf stellen, die Bänder der ganzen Mittelstufe werden nicht geändert.
Mein Hinweis war wirklich auch aus der Erfahrung, dass es für einige Studierende das erste Mal im Studium ist, wo sie mit einer durchgehenden Anwesenheitspflicht konfrontiert werden und das Nacharbeiten von Kursen sich nicht mehr einfach so aufs Wochenende verschieben lässt. Da sollte man sich nicht selbst in die Misere stürzen.