Wäre nicht ausgerechnet die Tatsache, DASS du Germanist bist, ein Element, um zu wissen, dass die Sprache manchmal nicht alles abbildet, weil sie nur das abbildet, was sie abbilden muss (und will)?
Beiträge von chilipaprika
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kann man so oder so sehen.
Mit einem lädierten Knie ist man krank geschrieben, nicht bei der Schwangerschaft.
Auch wenn MrsPace "nur" zuhause war und sich in der Lage fühlte, online zu unterrichten, muss man sich dessen bewusst sein, dass dies auch den Druck auf jemanden erhöht, der zuhause mit gebrochenem Bein und starken Schmerzen sitzt, mit denen er/sie schwer arbeiten kann, und dann unterrichten muss. Ich verstehe total den Gedanken und das Bedürfnis, in der Regel aus der Verantwortung für die Lerngruppe heraus, vll auch aus Langeweile, aber man soll aufpassen, dass das Recht auf Krankschreibung nicht ausgehöllt wird und man demnächst Kartons mit Dokumenten nach Hause gebracht bekommt, die man grippig einlaminieren soll. -
Dann scheint das Studium heute wohl anspruchsvoller zu sein. Sitzscheine gab es nicht, für Leistungspunkte musste ich eine Leistung erbringen. Sitzen gehörte nicht dazu.
Das würde ich nicht unbedingt (automatisch) daraus schließen.
Wie geschrieben: ich hatte zwar keine Sitzscheine, aber eine Menge Vorlesungen, wo keine*r je geguckt hat, ob ich da war, aber am Ende des Studiums eine gesammelte Abschlussprüfung, die alles aus dem Studium abprüfte. Also nicht pro Veranstaltung am Ende des Semesters. Da tut es mir so weh, dass soviele Unis den Bologna-Prozess so missverstanden haben und mit diesen ständigen Prüfungen umgesetzt haben, wo die meisten Studis nur noch schnell lernen und wieder vergessen. -
Ach Platty, du bist zu alt

(Ich hatte zwar keine Sitzscheine, aber Anwesenheitspflicht in allen Kursen mit Prüfungsleistung, außer Vorlesungen mit Klausur, und bei allen anderen Vorlesungen oder Übungen war ich halt da, weil ich was lernen wollte)
Heute ist es je nach Uni ganz anders. Das Lehramtsstudium an meiner aktuellen Uni kommt für 80% der Fächer komplett ohne Anwesenheitspflicht mit der einzigen Ausnahme des Praxissemesters. Ein paar Fächer wie Sport haben Ausnahmen.
Man kann darüber sinnieren, es hat Vor- und Nachteile. -
Und die 30 Minuten schließen ein anderes Bundesland kategorisch aus? Bei mir hier ist die Landesgrenze keine 3km weit weg, nur mal so zur Info. Das schaffe ich sogar mit dem Fahrrad in unter 30 Minuten.
chilipaprika: Du kennst das passende Zitat von Dieter Nuhr?
Ich vertraute darauf, dass eine erwachsene Person es genannt hätte, wenn ihr Kreis an der Grenze war (und mit Kids eh so ne Sache, wie du weißt).
Ich hab selbst in NDS das Ref gemacht, eingekesselt zwischen NL (je nach Richtung 10km/25km) und NRW (auch 3km), das hat eben in beiden BL meinen Suchradius erheblich beeinträchtigt.
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Oh, es tut mir leid, ich kenne mich mit der Seite nicht aus.
Ich habe sowohl im Studium als Assistentin auf dem Persönlichen Budget gearbeitet oder kenne Menschen, die das anwenden, aber sie sind alle gesetzlich versichert. Ich hatte nicht daran gedacht, dass es einen Unterschied macht / machen könnte. Bedarf ist Bedarf. (aber ja, mir ist klar, dass es doch ganz anders sein kann.) -
und ist das "persönliche Budget" nicht das, was du suchst? Ist ja keine Betriebsform aber bei allen Infos dazu wird nur vom Arbeitgebermodell gesprochen, was ist dann bei deiner Situation anders? Dass du zusätzliches Geld einfließen lässt?
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Mich erinnert an das persönliche Budget, über das man ja Pflege, Unterstützung und Assistenz buchen kann, aber ich vermute, du meinst etwas, was eben (zumindest anteilig) mit eigenem Geld gemacht wird, um das auch steuerlich absetzen zu können?
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Liest du auch vorher den Thread?
Die TE macht sich Sorgen, in ihrem direkten Umkreis keine Stelle zu bekommen und dann weiter als 30 Minuten pendeln zu müssen, weil sie verwurzelt ist und Kinder hat. Dann wird sie wohl nicht das Bundesland wechseln. -
WENN ich in einer Auswahlkommission wäre und eine solche Frage wie die 4. oben stellen würde (würde ich nicht), würde ich haben wollen, dass die Person vielleicht Ideen hat, die sie aus ihrem bisherigen Leben mitbringt, sich aber folgender Punkte SEHR bewusst ist:
- Bevor man innoviert, sollte man das Handwerk gut können (es regt mich übrigens genauso bei den Bewertungskriterien von grundständigen Referendar*innen auf, hat also überhaupt nichts mit dem Quereinstieg zu tun)
- Auf die meisten tollsten Ideen sind sicher einige gekommen, aber es krankt an Mitteln und Strukturen.
Also: natürlich sollte man selbst IDeen haben, diesen verfolgen und versuchen, das System weiterzuentwickeln. Aber nicht vorwurfsvoll (ich weiß, das macht kaum eine*r im Vorstellungsgespräch) alles schlecht abtun, was noch nicht so läuft, wie man glaubt, dass es ideal sein kann.
Also: auf welche Stärken und Erfahrungen baust du, die die meisten Lehrkräfte nicht haben (und es sind durch deinen Werdegang genug!), aber wie wirst du dich als Lehrkraft (und nicht mehr Sozialpädagogin!) ins System "einfügen" bzw. deine Rolle finden. Siehst du da Chancen? ggf. Risiken? Was wirst du machen, um diesen Risiken zu begegnen? -
und vielleicht auch ganz tief ein- und ausatmen.
Du suchst was für November. Die Schulen sind jetzt damit beschäftigt, ihre Unterrichtsversorgung für August zu klären.
Und wenn sie im August jemanden für ein Jahr für deine Fächer bekommen, dann können sie nichts im November haben, aber vielleicht ist es ein anderes Fach, was dringend gebraucht wird und es wird in der Überbrückungszeit was gemacht, dann du..
Schulen sind nicht dafür bekannt, langfristig planen zu können (es liegt nicht mal am Wollen, es geht halt nicht wirklich anders) -
Ach stimmt, man muss nicht im WPII-Bereich Info belegt haben, um es fortzuführen. Noch besser: deine SuS beginnen bei 0.

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Total fachfremder Tipp, aber es hat mir in meinen Fächer geholfen: Guck dir an, was in der Sek 1 gemacht wurde / wird (Lehrpläne) (du weißt, woher die Kids kommen) und das, was sie in der Q-Phase können müssen. Dann weißt du, welche knifflige Punkte nicht ausgelassen werden dürfen und was die Ziele sind.
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Es gibt einen Z-Kurs für die Sek1. Wenn deine Schule dich direkt zum Sek2-Z-Kurs schickt, gehe ich davon aus, dass sie dir unterstellt, dass du ohne Z-Kurs schon die Sek1 unterrichten könntest. Sek 1 kann man immer (Ausnahmen Sport, Reli und die Laborfächer, wenn man keine Laborfähigkeit hat) fachfremd unterrichten.
Wirst du denn begleitend zum Kurs keine Info-Kurse (Sek1 oder EF?) haben? -
Landeshauptstadt?
man kann doch auch nach Frankfurt
*scnr* -
und für den zwar seltenen, aber durchaus möglichen Fall, dass man schwer erkrankt oder gar stirbt: kein Zugriff auf das Konto. Dann gehen wohl die eingezahlten Fahrtgelder an die Erben.
Sorry, ist makaber, aber die schwere Krankheit oder Tod wird ja immer "gerne" als Grund eingebracht, warum es okay ist, sich bei Krankmeldung nicht zu melden, schließlich gehe die Schule auch weiter ohne eine*n. -
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Warum, ist das ein Geheimnis? Meine Kinder kommen auch ab und an zu Sachen mit oder ähnliches, warum sollte ich also nicht sagen, dass ich Kinder habe, wie alt sie sind, wie sie heißen usw.
Das ist vermutlich Mrs Paces Antwort für "Ich brauche keine eigenen Kinder zuhause, ich habe euch den ganzen Tag hier".
War auch meine Antwort (und zum Glück führen meine Fächer und Schulform zu deutlich weniger Kids
Dreistellig war ich trotzdem immer
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Vielleicht liegt auch der Nachwuchsmangel an viel mehr als (nur) am Geld.
Ein ehemaliger SL (Mann, Mathe/NaWi) erklärte mir (seit ein paar Wochen Vertretungslehrerin), warum in den SL hauptsächlich NaWi-Leute. "Wissen Sie, Frau Chili, warum da mehr Männer in den SL sitzen?" (Hm... Männer, halt? (zu dem Zeitpunkt war mir nicht klar, dass es Nachwuchsprobleme gab, falls es den im Gymbereich real gab) ), "nein", "Das liegt daran, dass man ein gewisses Gefühl für Technik und Zahlen und so haben muss, und das sind in der Regel Männer" und er zeigte mir dann seine schöne Excel-Tabelle (die sich Jahre später nicht unbedingt als DIE perfekte Excel-Tabelle entpuppte)).
So, Spass beiseite, man braucht sicher kein NaWi- oder Mathe-Studium, um SL zu werden, aber man braucht eine gewisse Art des Denkens. Die Fähigkeit, eine Schule zu leiten, hat nicht unbedingt jede*r. Management, Kommunikation, Führungskompetenz, gewisse Visionen/Zielkonzepte haben und wissen, wie man sie umsetzt... Das ist schon eine Voraussetzung.
Eine andere Voraussetzung ist auch, dass man (glaubt) Spass an der anderen Tätigkeit haben wird. Zweite Voraussetzung.
und dritte Voraussetzung: dass man MEHR Spass daran hat, als zu unterrichten.
Immerhin bewirbt man sich nicht um einen Job, weil der jetzige ausläuft, sondern aus einem sicheren Job heraus.
Leider gibt es auch Menschen, die die erste Voraussetzung nicht erfüllen und sich trotzdem bewerben, aber, es ist überall so.
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