Beiträge von chilipaprika

    Siehst du keinen Unterschied zwischen einer Streiterei auf dem Pausenhof und einer 6 wegen Unterschleif, die zur Nicht-Versetzung führt?
    Je nach Schulgröße: nenn es "Schulleitung" oder "Mittelstufenkoordination", aber wir sollten als Lehrkräfte auch akzeptieren, dass wir - trotz Erwachsenendasei - in einem Team arbeiten und nicht alles selbst entscheiden.
    und jemand ohne fertige Ausbildung sollte weder eine 6 mit Nicht-Versetzung ohne stichhaltiges Verfahren (Anscheinsbeweis gehört für mich 100% dazu!) verhängen, noch einer Schülerin, die ebenfalls nachweislich betrogen hat (der Helfenden), mit einer guten Note davon kommen lassen (nach dem Motto, ich tue so, als wäre alles nicht passiert, dann habe ich keinen Stress).

    Diese Frage stellt sich in meinen Augen überhaupt nicht.

    Auch bei einer unfreiwilligen Abordnung, die den Weg deutlich verlängert?
    Bei einer Teilabordnung bzw. in anderen Berufsfeldern zählen auch Wege zu anderen Dienstorten zur Arbeitszeit (ich generalisiere nicht mit "in ALLEN anderen BF", sonder nur, dass es so abwegig nicht ist, weil es durchaus auch sein kann (außerhalb der Schule kenne ich es hauptsächlich so, kenne aber auch nicht alles.)

    ach so? komisch. Ich arbeite auf ziemlich vielen Fahrten.

    Ich habe ja nicht gesagt, es sei nie verlorene Zeit, sondern es kann je nach Fahrt (ich habe ja ein Beispiel gegeben, wann es für mich nicht geht) sinnvoll benutzt werden. Selbiges für das "früh ankommen", worum es anfänglich ging.
    Genauso gilt umgekehrt: woran willst du festmachen, dass ich die Zeit im Zug nicht zum Arbeiten nutzen kann? (was ja faktisch falsch ist).

    Geht auch.
    Ich verteufele nicht die Autofahrt. Sie kommt für MICH aus verschiedenen Gründen nicht in Frage und da muss ich mich mal arrangieren. Und die Aussage von einigen (generell Autofahrenden), dass es eine komplett verlorene Zeit sei, ist halt falsch.
    Als Autofahrende bin ich aber auch immer früh vor Ort gewesen, weil ich Staus vermeiden wollte.

    Wenn man aber einigermaßen schlau ist (ich weiß, schwierig), dann dreht man in der Stunde, in der man "zu früh" in der Schule ist, nicht Däumchen.
    Ich bin ja auch oft mit dem Zug gependelt, bzw. tue es jetzt aktuell täglich und es gibt Tätigkeiten, die man mit einer Zugfahrt oder eine "Wartezeit" im Lehrerzimmer kombinieren kann. Und darunter sind auch viele, die dem Lehrerberuf zuzuordnen sind.
    - Texte für die Unterrichtsvorbereitung lesen / suchen (auch: Podcasts hören)

    - kleinere Tests korrigieren (bei Klausuren bin selbst ich nicht so hart im Nehmen, Klassenarbeiten gehen aber auch)

    - Mails und Nachrichten vorbereiten (und bei Netz abschicken)

    - Notizen zum Tagesablauf, Sonstige-Mitarbeit-Noten

    - Elternkorrespondenz, usw..
    - Arbeitsblatt-Gestaltung

    - Kopieren (in der Schule)

    Aber schon alleine die Vor- und Nachbereitung kann quasi einen sehr großen Teil einnehmen. Klar, am Schreibtisch lese ich schneller als im ÖPNV, aber Däumchen drehen, damit ich danach am Abend am Schreibtisch lese? Dann ist es eben selbstgewähltes Schicksal.
    Wer anderthalb Stunden nur in Zügen mit Stehoption wie in der Sardinendose pendelt, sollte sich das anders überlegen.
    Auch zum Beispiel ein Grund, warum ich zum Teil früher zur Arbeit oder später nach Hause fahre: Ich will eine (stündliche) Verbindung lieber. In den 50 Minuten Fahrt kann ich ca. 45 Minuten mit Laptop sitzen (muss ich aber nicht, ich starre auch mal gerne aus dem Fenster mit Musik auf den Ohren), bei der anderen Verbindung (auch 50 Minuten aber mit Umstieg und Wartezeit am Gleis) ist nur der Podcast effizient.

    und alles ein weiterer Grund, warum ich lieber ÖPNV als Auto fahre (ist aber tatsächlich nur ein Grund unter den vielen)

    ... weil man eben das Puffer einbaut, um nicht zu spät anzukommen.
    ... weil man noch schnell kopiert, auch wenn es für den Nachmittag ist (man weiß nie, wie der Tag wird)

    ... weil 3 Minuten Wortgequatsche vielleicht in anderen Berufen auch zur Arbeitszeit zu Beginn des Tages gehört

    ... weil man Zeit zum Ankommen ("Ruhe" vor der Klasse) braucht.

    Diese Gründe waren für mich immer relevant (ich bin auch als Autopendlerin früher angekommen als als Fussläuferin. Trotzdem waren die letzten 2 Gründe immer wichtig, um die Pufferzone zu haben.
    Und genau diese zwei Gründe führen bei meinem aktuellen Job (Behörde) dazu, dass ich eben auch "besonders früh" (Schulstart) ankomme, also vor der Gleitzeit. Ich brauche Ruhe zum Ankommen, BEVOR das Wortgequatschte mit der Gleitzeit startet :D
    Allerdings ist der Unterschied: es ist für mich protokollierte Arbeitszeit.

    Das kann man tun, wenn man sich selbst vor einer Entscheidung scheut, muss dann aber damit leben, dass die getroffene Entscheidung nicht immer zum eigenen Bauchgefühl passt.

    Bei einer studentischen Hilfskraft ohne Referendariat, geschweige denn Erstes Staatsexamen /Studienabschluss würde ich aber definitiv zur Schulleitung gehen, bevor ich eine 6 gebe.

    (Unterschleif kann doch nur Bayern sein, oder?)

    Danke für die Diskussion. Ich wollte noch einen zu meinem Geburtstag ausgeben, fällt mir da ein. Erst wollte ich mich mit Kolleginnen zusammentun, dann kam ich nicht dazu, dann spielten engagierten sich die Eltern verrückt meiner Klasse weit über das zu erwartende Maß. Verknüpfe ich wahrscheinlich direkt mit dem kommenden Geburtstag. :rofl:

    vielleicht möchten die Eltern dir zum nächsten Geburtstag ganz engagiert eine Party schmeißen!

    Weiss das jemand?

    1) Behalte ich meine Erfahrungsstufen (also alle Jahre), wenn ich vom Beamtentum in den Angestelltenstatus wechsle?

    2) Die Erfahrungsstufen sind aber nur bezogen auf Schule? Wenn man dann zwischendurch auf TV-L 13 woanders arbeitet, dann startet man als Lehrkraft wieder von Null?

    Tarifverhandlungen vom Bund und Kommunen waren schon (Ergebnisse liegen vor und werden umgesetzt), Tarifverhandlungen der Länder stehen an.
    Um starke Ergebnisse zu haben, müssen wir auch Masse zeigen.

    Es ist definitiv eine low-level-Plakette.

    Aktionen, die man machen kann:
    - Menschenkette gegen Rassismus
    - Spendenaktion für XY (Kleiner Prinz, Erdbebenopfer, ..)
    - Aufklärungsworkshops / Informationsstunden (gegen Salafismus, gegen Rechtsextremismus, zur sexuellen Vielfalt/ Diversity)
    - interkulturelle Veranstaltungen (interreligiöses Gottesdienst, Fastenbrechen,

    Wir haben ein sehr ausführliches Programm (aber auch viele verschiedene Leitlinien), so dass ich nicht genau weiß, was wozu gehört..
    Wenn es am Ende nur eine Sache im Jahr mit den Unterschriften für die Plakette SoRSmC, dann ist es für die Katz. Es ist höchstens gut als Start für ein Umdenken und Leben, das muss man das ganze Jahr über mit Leben füllen.

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