Beiträge von chilipaprika

    Also, das Gefühl habe ich im (BBS-)Alltag nicht. Die Stundenpläne wechseln allenfalls zum Halbjahr. Was den Kita-Bedarf angeht, so haben z. B. die in meinem vorherigen Beitrag genannten Kolleginnen ihre Kinder für 32 Stunden (wie gesagt: Bei Vollzeitstelle!) in der Kita bzw. im KiGa angemeldet, da unsere Stundenplaner*innen - und so weiß ich es auch von anderen BBSn, an denen Bekannte von mir arbeiten - es irgendwie immer hinbekommen, dass Kolleg*innen mit kleinen Kindern, die ihre Kids am frühen Nachmittag von der Betreuung abholen müssen, spätestens nach der 6. Stunde Unterrichtsschluss haben. Bzgl. der Zahl der Konferenzen und anderer Nachmittagstermine: Diese sind an mehreren mir bekannten BBSn in den letzten Jahren immer weniger geworden und z. T. auf Online-Meetings umgestellt worden, was natürlich denjenigen, die nachmittags ihre Kinder betreuen müssen, besonders zupass kommt.

    Ja, herzlichen Glückwunsch an das Kollegium, es funktioniert bei allem nicht überall so und ich hatte es auch in meinem vollen Beitrag genauso gekennzeichnet.

    40 Stunden für eine halbe Stelle, da stimmt ja schon was nicht. Ich muss sagen, dass ich sehr häufig mittags zu Hause bin, wenn die Kinder von der Schule kommen. Das hat man nur in wenigen Jobs.

    1. Du bist also wohl nicht im Ganztag.
    2. Du hast vermutlich an deiner Schulform weniger wechselnde Stundenpläne (im Sinne von regelmäßiger Anpassung, ihr habt ja zum Teil die Bindung an einzelnen Tagen). Auch weniger Vertretungsbereitschaften?
    3. Ein Großteil deiner Arbeitskraft ist in der Behörde und frei legbar, ohne Freistunde und mit möglichem frühem Anfang?

    Dies alles trifft an meiner Schule nicht zu, viele Elternteile brauchen den Vollzeitplatz, um ihre Teilzeitstelle abzudecken (Fahrten inklusive). Und er reicht oft nicht immer aus.

    es hängt sicher von der Schulform und Ganztag/Nicht-Ganztag ab, sowie vom Verständnis "Familienfreundlichkeit". Klar, die Ferien sind sicher unbezahlbar. Aber im Alltag habe ich echt nicht das Gefühl, dass es sehr familienfreundlich ist. Ständig wechselnde Stundenpläne, Kitabedarf von 40 Stunden für eine halbe Stelle, regelmäßig Konferenzen, die die Kita-Öffnungszeiten sprengen, ...
    Klar, einen Teil der Arbeit kann ich flexibel verlegen. Aber wenn ich erst um 16uhr zuhause bin, ist es zwar womöglich früher als bei anderen Menschen aber diese anderen Menschen haben vielleicht die Möglichkeit vom Home Office, bei Kindkrank die Stunden zu verlegen, usw..
    (und ja, es gibt auch die Bandarbeiter und die Busfahrerinnen, aber die Wahrheit ist, dass der nette, familienfreundliche Lehrerjob mit Halbtagsbindung und restlicher freier Zeiteinteilung ist schon lange vorbei.)

    Doch. Ich hätte mein Kind begründen müssen, also das ich ein Kind habe und nur deshalb TZ arbeiten kann und das hätte ich belegen müssen. Man sagte mir wortwörtlich, dass man TZ nur noch aus Krankheitsgründen oder wie in meinem Fall Kindern unter 12 zulässt.

    Was wäre mit Leuten, die dann einfach nicht mehr können?`Die fallen ja komplett hinten runter. Und ich meine gehört zu haben, dass das in vielen Bundesländern so ist.

    Dann sag einfach "ich habe ein Kind". Es ehrt dich, dass du an die anderen denkst, aber gerade geht es um dich, jede*r ist sich selbst am Nächsten. Hol dir das, was DU brauchst.
    Und wenn es aufstocken bedeutet: Ja, stock auf, dafür hast du mehr Zeit für dein Kind, es ermöglicht dir viel Puffer, du brauchst weniger Sicherheitsnetz und die Zeit ist kurz (auch mit Verlängerung), ermöglicht dir aber das Ende deiner Ausbildung und ein sicheres Einkommen für den Rest deines Lebens.
    Es lohnt sich (falls es noch geht. Sonst als Hinweis hier für Alle Lesenden.)

    Zum Beispiel hier: Die AfD-Wählenden im Südwesten sind bloß Verschwörungstheoretiker etc., auf jeden Fall Leute, die man nicht so ernst zu nehmen braucht. Im Gegensatz zu Sachsen, wo ja richtiger Rassismus herrscht.

    Ich habe das Gefühl, du liest Sachen rein, die nicht so geschrieben wurden.
    Die Erklärung, dass es Verschwörungstheoretiker oder Arbeitslosigkeitsängstliche, ist eine wissenschaftliche Erklärung. Trotzdem wählen die Leute Nazis und fördern sie.
    Aus der Politikwissenschaft und aus der Presse (nicht die Bild und nicht "Instagram") kenne ich diese Erklärungsansätze GENAUSO für den Osten. Der Unterschied ist eher, es hat im Osten früher angefangen und mangels Reaktion haben sich viele dem Leitbild angeschlossen (und schießen sich in diesen Rechtsextremismus rein). Das droht jetzt in allen westlichen BL auch. Auf meinem Weg zum Bahnhof gibt es eine große AfD-Flagge in einem Garten und ein bisschen weiter in einem anderen Haus am Fenster auf der ganzen Scheibe. Das ist mir persönlich egal, ob die Person Angst vor Ausländern oder Jobverlust hat. Da ist die Identifikation so groß, das sind Nazis. Ja, auch im Westen eines westlichen BL.

    Oder auch wenn es um Umzugsentscheidungen geht, war neulich schon mal Thema.

    Wenn Menschen sachlich erklären, dass es ein Gegenargument für eine Entscheidung sein kann, finde ich nicht, dass es Stimmungsmache oder Diskriminierung wäre. Ich war Ende der 90er in Dresden und habe dort einige Menschen mit "negativem Verhalten Ausländer*innen gegenüber" kennengelernt / gesehen, tatsächlich hat es doch (in Kombi mit weiteren Infos) vier Jahre später gereicht, meine Zulassung für Leipzig, nicht anzunehmen. Mir machte es Angst. Vielleicht grundlos, ich habe durch die Hochschulpolitik ganz tolle Menschen in Chemnitz, Leipzig, Dresden, Potsdam kennengelernt. Und viele davon waren in der Antifa und viele davon wurden genauso viel / genauso wenig verkloppt wie in meiner schönen westlichen Unistadt.

    Aber WO ist denn diese Mär, dass Deutschland kein Problem mit Rechtsextremismus hat, nur Ostedeutschland?
    Also in meiner Bubble, in meinem Kreis UND in meinem Unterricht wird sowas nicht kolportiert...

    Die größte Wählergruppe der AfD dürfte ja diejenige der Abgehängten sein und sie sind in Thüringen und Sachsen aus historischen und wirtschaftlichen Gründen leider höher als in BaWü. Anti-Extremismus-Prävention muss Demokratie-Arbeit sein, aber ernsthaft: Wenn ich nichts zu essen habe (oder _glaube_, dass es bald der Fall ist), dann setzt mein Gehirn bei Demokratieüberlegungen vielleicht aus.

    Ich beende im kommenden Semester mein Studium und möchte mich für den Einstellungstermin am 01.02.2027 bewerben (Bewerbungsfrist: 15. September 2026). Bewerben werde ich mich in Schleswig-Holstein.

    Mein Traum wäre es, Anfang November bis kurz vor Weihnachten zu verreisen. Habt ihr Erfahrungen damit, ob man das guten Gewissens machen kann?

    Ich mache mir ehrlich gesagt über vieles schnell Sorgen. Vor allem u.a. wegen der fünftägigen Rückmeldefrist habe ich etwas Angst, weil ich nicht weiß, wie schnell Schleswig-Holstein die Bescheide verschickt (per Post oder per E-Mail). Außerdem frage ich mich, ob in dieser Zeit eventuell noch irgendwelche bürokratischen Dinge erledigt werden müssen.

    Hat jemand damit Erfahrungen oder weiß, wie das normalerweise abläuft?

    Wenn du jemanden hast, der deine Post täglich (!) liest und eine Vollmacht hat (!), um für dich zu antworten, ist doch alles kein Problem.
    Erkundige dich genauer, wie die Reaktionszeit und die Reaktionsform sind (in NRW war zu meiner Zeit eine Reaktion nur beim Ablehnen notwendig, es ist natürlich total albern und ich hoffe, nirgendwo anders Usus..).

    Schöne Reise und genieß es!

    Warum? Erkunden ist natürlich klar. Aber bei uns in Niedersachsen kann/konnte das Ref bisher abgebrochen werden und das zählte dann ggf. als erster Fehlversuch. Dann hatte man noch ganz normal eine Chance.

    Abbruch in NDS und Wiedereinstieg ist NUR in den ersten 9 Monaten möglich. Wer nach mehr als 9 Monaten und einen Tag abbricht, kann nicht wieder einsteigen.

    Ich werde eh eingeladen, denn wie ich gerade erfahren habe muss die Zeit nicht am Stück erfolgen sondern beläuft sich auf das gesamte Schuljahr und da komme ich laut meiner Kalendereintragungen sogar auf über 5 Wochen.

    aber nur eigene Krankheit.
    Von deinen Fehlzeiten werden alle Kind-Krank-Tage abgezogen und erst bei 30 eigenen Fehltagen greift die Regelung. Aber klar, sie müssen nicht zusammenhängen und es ist ein schneller Schutzmechanismus (also für dich), aber nur bei deinem eigenen Fehlen. Deswegen mutmaßte ich, dass es länger dauert als nur noch 5 Tage weiteres Fehlen.

    Nein, kannst du nicht.
    Aber das wird dir die Frau von der GEW oder Personalrat oder wer auch immer dich zum BEM berät.

    Gegen Mobbing musst du ein anderes Verfahren angehen (auch mit Gewerkschaft und/oder Personalrat). Ich werde übrigens immer sehr gut vom Personalrat beraten, ohne dass sie wissen, ob ich in einer Gewerkschaft bin, ich würde also immer alle Stellen anfragen.

    wie ich schnellstmöglich von dieser Schule wegkomme und an wen ich mich wenden kann, wenn das Seminar und die Schulleitung nicht unterstützend wirken. Daher habe ich hier mein Problem eingestellt.

    Du wirst auf keinen Fall wegen Infekte von der Schule wegkommen und in einem so kurzem Zeitraum (Danke Palim fürs Recherchieren) wäre es auch wirklich nicht möglich, gar sinnvoll.
    Ein Abbruch und Wiederbeginnen (falls überhaupt möglich) ist sicher die einzige Lösung.

    WENN es Mobbing ist (ich betone das "wenn", unterstelle aber nicht, dass es das nicht ist), dann würde ich an deiner Stelle nicht in der unmittelbaren Gegend bleiben wollen. Bei Schulwechsel informiert sich doch die Schulleitung und bekommt die Akte der vorherigen Schule. Ein Anrufe später hat sie alles gehört.
    (Bei einer normalen Schule würde man sachlich alles darlegen oder auf die Akte verweisen, bei einer mobbenden Schule ist alles gefärbt)

    Inofiziell ist mein Immunsystem im Eimer, weil das Mobbing und der Stress meinen Cortisolspiegel auf Dauerbetrieb fährt. Und nun?

    Oh wie unfreundlich, liebe um sich beißende Dame. Ich erzähle dir nicht mein Leben sondern antworte auf deine Frage, ob es nicht logisch ist, dass der Körper auf Stress reagiert. Doch, ist es. Und das weiß quasi jede*r.

    WENN du allerdings OFFIZIELL aus anderen Gründen fehlst, dann kannst du eben NICHT die Karte im BEM-Gespräch ziehen. Das meine ich ja. Es muss stringent sein.

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