Beiträge von chilipaprika

    Wie immer sind die Lehrerforen"kollegen" die gutmütigsten und heiligsten. Spendet doch gleich all das, was ihr vom Sold noch übrig habt nach Anschaffung privaten Unterrichtsmaterials.

    Bei aller berechtigter Kritik an privater Anschaffung von Materialien, bei aller berechtigter Kritik an Kirche, beide haben nichts miteinander zu tun (oder kennst du diesbezüglich Statistiken mit Korrelationen?
    Meine Oma hat sicher weit mehr als 10% ihres Einkommens an Kirche und andere Projekte gespendet (es gibt keine Kirchensteuer in Frankreich) und sie war keine Lehrerin, sondern "nur" Witwe.

    Ich bekomme mehr Zuschuss über die Beihilfe. Ich bin zu 35% in der PKV und 65% bezahlt das Land. Als Single wären es 50%.

    Quasi das gleiche und die Beihilfe steigt im Ruhestand auf 70% an.

    Angestellte, die in Rente gehen bekommen gar keinen Zuschuss mehr zur PKV.

    Das mag sein, ich sage nicht, dass "unser Deal" schlecht sei (auch wenn er mir nicht komplett gefällt).
    Aber
    1) Angestellte haben eine REALE Wahl (weil die Kosten eben bei 50%)
    2) Der Staat / das Land macht sich dadurch einen schlanken Fuss und nimmt NICHT am staatlichen, solidarischen System teil. Im Prinzip ist es ein Pokern, dass die gesunden Beamten weniger Kosten verursachen, als die entsprechenden Beiträge es gemach hätten (und ein Pokern darauf, dass die PKV immer "Beihilfeergänzungstarife" anbieten können, die das schlechte Angebot der Beihilfe ausmerzen können, nachdem damit gut beworben wird, dass man privat versichert ist.

    das gehört doch zu der Rekrutierungskampagne.. "Kommt in die Schulen junge Absolvent*innen! Wir wissen doch, wie teuer Immobilien sind und Fläche und Heizkosten für Arbeitszimmer sind doch unmöglich teuer! Aber bei uns ist garantiert: kein sinnloses Home-Office, immer frisches Leitungswasser* und ca. 30 cm Platz im Lehrerzimmer**"

    *nicht überall vorrätig

    ** bitte sprechen Sie sich mit Kolleg*innen ab, der Platz reicht für Arbeitszeiten von 6 bis 22 Uhr, eine Aufteilung der Präsenz-Zeiten ist aus Kostengründen erwünscht.

    ...und wir haben uns in der Englischfachschaft immer sehr gefreut, wenn die Deutschleute uns die Lektüren verbrannt und nichts von deutschen Autoren gefunden haben 🙄

    Inwiefern gerade dieses Buch aber ggf. weniger triggernd für zarte Seelen ist, als Das Parfum, sehe ich nicht ganz.

    Wenn man SuS wählen lässt / Vorschläge machen lässt, ist es halt so.
    Die Kollegin hat es im Schuljahr 2009/2010 gelesen. Irgendwie habe ich Zweifel, dass ganze Englisch-Fachschaften das Buch da auf dem Schirm hatten.
    Wenn Jugendbücher mit dem Ziel der Leseförderung gelesen werden, dann soll man sich an die Interessen der SuS orientieren und nicht an die zufällig im Regal stehenden deutschen Bücher.

    "zarte Seelen": ICH hätte das Buch nicht mit der Klasse gelesen. Ich habe weder das Buch gelesen, noch die Serie geschaut, ist für mich zuviel. Aber passte wohl damals in der Klasse (ICH möchte aber nicht mehr das Risiko nehmen, dass es eben nicht passt, aber keine*r was sagt. Ich habe im Päda-Unterricht Napola geguckt und das würde ich jetzt nicht mehr in der Form machen (sondern den Unterricht so aufbauen, dass der Film nicht mehr "notwendig" ist.

    Ich mag gerne das Werk in Abhängigkeit der Klasse, des Jahres, etc... wählen.
    Ich habe 2010 in einer 8. Klasse ein Buch aus Südafrika gelesen (Weltmeisterschaft Fussball 2010, da gab es viel zum Thema). Ich bin jemand, der selbst Abwechslung braucht und ausgerechnet in der Mittelstufe finde ich, dass man quasi jedes Buch lesen kann, und daraus was machen kann.
    Eine Kollegin von mir hat oft um Vorschläge von SuS gebeten und hat zum Beispiel noch laaaange vor der Serie "Tote Mädchen lügen nicht" gelesen, man kann auch SuS selbst suchen lassen.

    Naja, es gibt nicht nur "Smartphone-Kinder, die ungefilterten Zugriff auf alles haben".
    [Ich weiß, hinkender Vergleich]
    Ich schaue auch keine Pornos oder Squid Game im Unterricht, auch wenn viele zuhause dies tun.

    Es ist für mich ein gutes Werk der Weltliteratur, aber es wäre nicht auf meiner Liste. Aber ich bin eh sehr eingeschränkt, weil ständig auf Tschick und weitere Jugendbücher verwiesen wird.

    Klar, weil sie dann innerhalb von einer Stunde alle dazugehörigen Kompetenzen abdecken.

    Zur Schulstufe: Klar gibt es eine Niveauverschiebung, aber die Gründe von @WillG sind nicht von der Hand zu weisen UND ein Werk lesen ist nur ein Miniteil der Einheit. Eine Charakterisierung in einem Drama ist ein komplett anderes Niveau als eine komplexe Szenenanalyse, der Umgang mit Rezension oder die Analyse von pragmatischen Texten in Verbindung mit dem Inhalt des besagten Dramas.
    Es ist also nicht der Untergang des Abendlandes, Dürrenmatt in der 11 statt 9 zu lesen.

    Das macht aber Arbeit. Die Ausgabe der bereits fertig angekreuzten Bögen spart die Arbeit.
    Das Hauptproblem ist hier eben auch, dass der Kollege unzufrieden ist, weil seine als intern gedachten Notizen an die SuS gehen, ggf auch mit internen Kommentaren wie „oberflächliches Gerede“ oder dgl oder Rechtschreibfehlern, die in der Eile entstanden.

    Ernsthaft?! DAS wird herausgegeben? Ich hoffe, der Kollege hat damit einen Grund, bei dir nie wieder Zweitprüfer zu sein.
    Ich meine "oberflächlich" ist durchaus ein Kriterium, aber man muss doch selbst auf die Idee kommen, dass die Kommentare nicht rausgehen, nur die Kriterien in Form der Punktzahl.

    Der Prozess oder die Verwandlung war auch schon mal Thema in den letzten Jahren.
    Ich steige zwar erst jetzt ein bisschen in die Q-Phase in Deutsch, bin aber froh, dass es nicht jahrzehntelang das selbe Programm ist. Ernsthaft: Es wird doch total langweilig, immer dasselbe zu unterrichten (oder bin ich die Einzige, die das so sieht? Die Physiker mache ich erst zum 3. Mal mit 10 Jahren Abstand, beim nächsten Mal kämpfe ich für Galilei...)

    Die Beiträge verweisen auf NRW, das Bewertungsraster des Landes ist soooo peinlich, dass es mir schon peinlich ist, die bereinigte Fassung auszugeben.

    Aber abseits davon ist mir schleierhaft, wie man als Lehrkraft auf die Idee geben kann, ZWEI Bögen mit unterschiedlichen Bewertungen abzugeben. Das hat nichts mit Transparenz zu tun, sondern Ärger vorprogrammiert. Das sind ja Schüler*innen und keine Abiturient*innen, die Einsicht in ihre Prüfungen nehmen würden.

    und dann unterstützt die Behörde, dass sie eine Leitungsstelle bekommen?

    (Ja, ich merke selbst, wie naiv und gutgläubig ich bin. Ich bin ein Kind des meritokratischen Prinzips, die Leute haben das verdient, was sie haben. (Außer ich, ich hatte Glück).)


    (Ja, ich weiß, dass du Recht hast und es auch solche Fälle gibt und die Behörde sie sogar loswerden will, nach dem Motto "nach mir die Sintflut, mir egal, was sie an der Schule tun".)

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