Zum Beispiel hier: Die AfD-Wählenden im Südwesten sind bloß Verschwörungstheoretiker etc., auf jeden Fall Leute, die man nicht so ernst zu nehmen braucht. Im Gegensatz zu Sachsen, wo ja richtiger Rassismus herrscht.
Ich habe das Gefühl, du liest Sachen rein, die nicht so geschrieben wurden.
Die Erklärung, dass es Verschwörungstheoretiker oder Arbeitslosigkeitsängstliche, ist eine wissenschaftliche Erklärung. Trotzdem wählen die Leute Nazis und fördern sie.
Aus der Politikwissenschaft und aus der Presse (nicht die Bild und nicht "Instagram") kenne ich diese Erklärungsansätze GENAUSO für den Osten. Der Unterschied ist eher, es hat im Osten früher angefangen und mangels Reaktion haben sich viele dem Leitbild angeschlossen (und schießen sich in diesen Rechtsextremismus rein). Das droht jetzt in allen westlichen BL auch. Auf meinem Weg zum Bahnhof gibt es eine große AfD-Flagge in einem Garten und ein bisschen weiter in einem anderen Haus am Fenster auf der ganzen Scheibe. Das ist mir persönlich egal, ob die Person Angst vor Ausländern oder Jobverlust hat. Da ist die Identifikation so groß, das sind Nazis. Ja, auch im Westen eines westlichen BL.
Oder auch wenn es um Umzugsentscheidungen geht, war neulich schon mal Thema.
Wenn Menschen sachlich erklären, dass es ein Gegenargument für eine Entscheidung sein kann, finde ich nicht, dass es Stimmungsmache oder Diskriminierung wäre. Ich war Ende der 90er in Dresden und habe dort einige Menschen mit "negativem Verhalten Ausländer*innen gegenüber" kennengelernt / gesehen, tatsächlich hat es doch (in Kombi mit weiteren Infos) vier Jahre später gereicht, meine Zulassung für Leipzig, nicht anzunehmen. Mir machte es Angst. Vielleicht grundlos, ich habe durch die Hochschulpolitik ganz tolle Menschen in Chemnitz, Leipzig, Dresden, Potsdam kennengelernt. Und viele davon waren in der Antifa und viele davon wurden genauso viel / genauso wenig verkloppt wie in meiner schönen westlichen Unistadt.