Beiträge von chilipaprika

    (Hochschul-)vorlesungen sind in der Tat eine völlig andere Situation...

    naja...
    Ich bin vermutlich sehr old school, bin aber eindeutig kein Fan von hybrid, weder als Lernende noch als Lehrende. Ich kann mich sehr mit Videovorlesungen / Vlodcasts und so weiter anfreunden (sowohl als Lernende als auch als Lehrende) aber diese Forderungen von Studierenden, dass post-Pandemie das Hybrid-Format weiterhin besteht, um schön währenddessen im Ausland weilen* zu können, sehe ich aus allen möglichen Perspektiven sehr kritisch.

    *das ist das, womit ich konfrontiert werde, aber meinetwegen ersetzen durch: Vollzeitpraktikum woanders in Deutschland.

    tja, steht sogar im Namen ;)

    Ernsthaft: bei allem Ärger zur persönlichen Personalsituation (die ich vermutlich auch nicht hinnehmen würde, aber das weiß ich gerade nicht), finde ich wichtig, Themen und Probleme wie Schulangst und weitere psychische Diagnosen ernstzunehmen (und ich hätte tatsächlich gedacht, es sei eine bekannte Diagnose (im Bezug auf "man erlebt immer was Neues". Also ich hatte nie den Fall aber es ist mir bekannt).

    Dies gesagt: mich irritiert die Maßnahme, es ist definitiv nicht die Art Maßnahme, die ich Laie erwartet hätte.

    In Hessen kenne ich persönlich auch nur kostenpflichtige Schulen.

    wie meinst du das?
    Für den sonderpädagogischen Bereich? Ich hab da ein Praktikum an einer Förderschule gemacht, sie war ohne Schulgeld. (Ich würde gerne sagen "100%", aber wer weiß. Auf der Seite steht da was von LWV als Träger. Es irritiert mich durchaus, kenne mich aber in dem Bereich nicht gut aus.

    Sonst: die bischöflichen Schulen / Schulen in kirchlicher Trägerschaft sind auch in Hessen schulgeldfrei.

    egal wie lange man Lehrer ist, man erlebt doch immer wieder was neues. In meiner kommenden Klasse ist (oder eben nicht) eine Schülerin mit Schulangst. Die Eltern haben sich das ärztlich attestieren lassen

    Andere Formulierung: Ein Arzt hat bei deiner Schülerin eine Schulangst diagnostiziert und einen entsprechenden Attest ausgestellt.

    Denn es kann mir niemand garantieren, dass nicht die Eltern die ganze Zeit zusehen und es Mitschnitte gibt.

    Gut, man kann nie ausschließen, dass jemand mit einer separaten Kamera oder speziellem Programm aufnimmt, aber wenn man zum Beispiel Zoom / Teams selbst startet, hat man ja die Kontrolle, ob ein Teilnehmer aufnimmt oder nicht (nur derjenige, der die Rechte der Session kann das und man weiß es auch als Teilnehmer*in)

    Zitat von Quittengelee

    Achso, also man kann sich nicht für eine nicht anerkannte Ersatzschule beurlauben lassen? Für welche Tätigkeiten darf man das sonst, zum Studieren/ Oma pflegen/Weltreise machen?

    Im Moment gehen aufgrund des Lehrermangels Beurlaubungen natürlich nur noch aus familienpolitischen Gründen, früher ging da mehr, was aber m.W. nie ging, war beurlaubt werden um woanders zu arbeiten.

    und zwar nachweislich und in einem bestimmten Rahmen.
    Also: ich darf nicht meiner Nachbarin unter die Arme greifen und reduzieren, um nachmittags die Kinder zu beaufsichtigen.

    Weltreise wäre okay (so wie der Rest auch), aber nicht bei einer Beurlaubung, sondern durch das Teilzeitmodell in Blockform (Sabattjahr)

    Die Schulen mit staatlicher Anerkennung legen vielleicht Wert auf vollständig ausgebildete Lehrkräfte, bezahlen trotzdem nicht immer A13-Äquivalent.
    Das Wort "elterngetragen" ist ein Platzhalter, aber wichtig.

    Und: Trotz Lehrermangel finden sie trotzdem auch ihre Leute, die für E11-E13 arbeiten, also warum sollten sie A13 refinanzieren?
    Aber wie Miss Othmar sagt: das gibt es in NRW nicht (und vom Forum kenne ich es nur von BaWü und Bayern?), deswegen frage ich ja.

    Okay, dann wird aber wohl keine Waldorf- oder Montessori-elterngetragene Schule (Ich kenne selbstverständlich den Unterschied!!!) sich ein A13 leisten können.

    E9 war übertrieben, um die Skala abzubilden, ich glaube aber, bei E11 müsste es ca. sein, das kriegt eine Bekannte von mir an einer Waldorfschule und bereitet sogar gelegentlich aufs Abitur vor.

    Nein. Das Kriterium lautet "staatliche Anerkennung". Wenn das erfüllt ist, darf es auch die Monressorischule sein (Waldorf sowieso, die werden in BW ja behandelt wie normale Schulen).

    Wobei man sich hier keine Illusionen machen sollte - wer momentan beurlaubt wird, den will ich wahrscheinlich als Privatschule auch nicht haben.

    und wer bezahlt den Lohn bzw. was kriegt man denn so?

    Lasse ich mich von meinem A13 beurlauben, arbeite beim kirchlichen Träger für A13 mit Pensionsanrechnung, für ein aufgestocktes E13 und erwerbe Rentenpunkte? (Gut, BaWü hat Altersgeld, also als Vorbereitung zum Ausstieg?) oder kriege ich mein E9 bei der Waldorfschule?

    Falls A: Haben die Schulen ein gewisses Kontingent an Stellen, die der Staat übernimmt? (quasi wie eine Abordnungsstelle in die Behörde/Universität?)

    Und: a) Warum macht "man" (Lehrkraft) das?
    b) Warum macht das Land das?
    c) was ist der Vorteil für die Privatschule?

    Sorry, ich finde dieses System total spannend, was ich so im Forum glaub(t)e verstanden zu haben.

    Ich meine nur so generell, mich wundert, dass man nicht arbeiten dürfen sollte, wenn man sich vom Beamtendienst beurlauben lässt.

    Das wundert dich?
    Mich wundert es eher, dass es (im Süden nur?) diese komische Regelung gibt, dass man sich kurz beurlauben lässt und dafür (wahrscheinlich mit den selben Bezügen...) an Privatschulen arbeitet.
    Es sind aber ziemlich sicher nur die Ersatzschulen in kirchlicher Trägerschaft und nicht die Montessori-Schule in Elternvereinhand.

    Ich hätte auch sehr gerne die Möglichkeit, das Dienstverhältnis pausieren zu können, und dafür was Anderes zu machen, egal was und wo, aber wir sind eben in einem Beamtensystem und bei den Vorteilen (und dem Mangel!), ist es schwer einsehbar, dass jemand sich kurz woanders ausprobieren darf, während die Stelle warm gehalten wird.

    chilipaprika THC hat praktisch kein nachweisbares physisches Suchtpotential, die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit ist moderat.

    hat auch das Lehrerforum nicht (nachweisbares physisches Suchtpotential), und trotzdem ;)

    Ich glaube nicht, dass man von einem Mal süchtig wird, ich muss es aber nicht probieren, wenn ich dafür erstmal keinen Bedarf haben.

    Hattest du jemals im Spital das Vergnügen mit Opiaten? Du merkst nach nur 2 Tagen schon ganz deutliche, physische Entzugserscheinungen. Gerade chronische Schmerzen könnten oft mit THC therapiert werden, es ist absurd, dass man es nicht macht.

    Nein, zum Glück noch nicht (zum Glück, weil ich davon ausgehe, dass man dafür sehr starke Schmerzen hätte.
    Ich würde es auch nicht ablehnen, würde aber sehr stark abwägen, was wirklich notwendig und ertragbar ist, ich verfalle sehr schnell in Abhängigkeitsmuster. Aber es ist ja MEINE Entscheidung, ich kann trotzdem eben rational sagen: ich sehe kein erhöhtes Risiko an einer Legalisierung.

    Ich war ja gerade 3 Wochen in Ecuador im Urlaub und habe gelernt, ich darf keinen Kokatee in die Schweiz importieren.

    Das fand ich auch sehr schade (also aus Peru nach Deutschland auch nicht.
    Kokatee ist tatsächlich der allererste Tee, den ich in meinem Leben "gerne" oder überhaupt getrunken habe. Ich hab den nur wegen der Höhe zuerst getrunken und dann gemocht.

    ich sag's mal so: mir war nicht mal meine eigene Entlastung bekannt, die habe ich quasi in der letzten Woche in der Schule erfahren (also dass ich für eine Aufgabe eine Entlastung bekommen habe. Und es ist nicht aus nur einem einzigen Grund schade. Ich hätte das ganz sicher anders gemacht... (nicht, weil ich mir einen schönen Lenz gemacht habe, aber eine Entlastung zeigt auch die Einschätzung und Erwartung an die zu leistende Arbeit. und ich hätte dann verstanden, dass ich doch mehr machen durfte.

    und auch ohne diese ganzen Aufgaben/Entlastungstatsbeständen...
    Ich habe ein Deputat von 25,5 Stunden. Abgesehen davon, dass diese Zahl eh nie erreicht werden kann: an 25 oder 26 Stunden kann keine*r ablesen, dass ich keine Entlastung habe, sondern, dass das dieses Jahr gerade gebraucht wird. Vielleicht baue ich Überhang auf, dasselbe bei 24 Stunden. Es könnte Teilzeit sein, oder Abbau von Überstunden.

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