Beiträge von chilipaprika

    Ich bin an meiner ehemaligen Schule. Genauso wie viele andere Kolleginnen und Kollegen auch. Ich sehe da kein Problem. Hatte nie das Gefühl, dass ich nicht ernst genommen wurde. Mittlerweile bin ich Abteilungsleiterin. Ich habe übrigens den Quereinstieg nur gemacht, weil ich so gute Erinnerungen an meine Schulzeit hatte.

    Dein Lebenslauf ist aber ein anderer und hatte auch einen kleinen Umweg. physik_ist_toll ist geschätzt noch nicht mal raus aus der Schule und spekuliert schon mit einer Rückkehr.

    90 Kids müssen doch eh auf drei Parallelklassen verteilt werden? Muß man da echt verfeindete Bevölkerungsgruppen in eine Klasse packen? Ich denke nicht!

    Vielleicht ist eine Aufteilung nach Sprachniveau und ggf. Alter zielführender als nach Ethnie.
    Oder teilst du auch im "normalen" Unterricht kurdischstämmige und türkischstämmige zb.?
    1) Kein Krieg im KLassenzimmer, danke laleona

    2) die Kids können alle gar nichts dafür. Mein Gott, von solchen Spiralen muss man SOFORT raus und die Fronten aufbrechen. Frieden kommt nur durch ein normales Miteinander.
    Sonst hat man wie in den frühen 90ern meinen Opa, der mir jahrelang vorgeworfen hat, Deutsch zu lernen.

    Mmm... ich befürchte, das Forum ist nicht die richtige Anlaufstelle für eine beratung für eine Transition. Dafür gibt es ja wirklich bessere Stellen.
    und ja, für die Transition wird vermutlich ein Arztzeugnis mit "Dysphoria" und damit eine "F-Diagnose" (Psychische Diagnosen) benötigt werden.
    Was ist die Alternative? Im falschen Körper weiterleben und erst mit 30 transitionieren, aber dann beim Psychiater angeben, dass man seit 20 Jahren weiß, ein Mann/eine Frau zu sein? es erscheint mir - neben dem vermutlichen, täglichen Leiden - nicht der richtige Weg.
    Aber spezialisierte Stellen werden da entsprechend beraten und informieren können.

    Eine queere Lehrerin habe ich sogar, eine erwachsene Transperson außer mir und einer Freundin habe ich aber noch nie gesehen, besonders keine Lehrkräfte.

    aber woher solltest du es wissen? Ich meine, wenn du die Transition nicht selbst erlebst, dann weißt du es nicht. Wenn mein Student mir nicht unbedingt alte Praktikumszeugnisse hätte geben wollen (Schulzeugnisse wurden ja umgeschrieben) und mir das also erzählt hat, hätte ich es nie erfarhen. Wie du es ja selbst weißt: nur weil jemand vorher im Körper einer Frau gelebt hat, sieht man es ihm jetzt nicht mehr an, und er hat das Anrecht, "nur noch" Martin zu sein. und kein "Transmann" zu sein, sondern ein "Mann". Punkt.

    und ehrlicherweise: als Beamt*in geben wir schon einige Rechte auf eine gewisse Art und Weise ab, da ist es gar nicht so abwägig zu glauben, dass der Beamtenstatus durch eine Transition erschwert werden kann.
    Aus meiner Erfahrung mit transitierten Lehramtsstudierenden (von denen ich es zufällig und im Vertrauen erfahren habe): ich würde es noch so tun, dass ich mit neuer Identität im Referendariat starte. Nicht jede*r hat Lust, die Bürde des Exempels zu tragen. Statistisch gesehen werde ich schon Transfrauen oder Transmänner getroffen haben, ohne zu wissen, in welchem Körper sie geboren wurden. Und es geht mich nichts an.
    Der Wechsel von Frau Müller zu Herrn Müller über die Osterferien ist sicher kein Trauma für die Schüler*innen (ich bin sicher, ich habe schon von einem solchen Fall gelesen), aber wenn es sich anders lösen lässt, ist es sicher einfacher (aber auch hier weiß ich: sowas kann man schwer vollständig steuern).

    Ich wundere mich über eine derartige Anfrage im Jahre 2023. Im Grunde traurig, mit Ironie doch etwas besser erträglich, finde ich.

    Herzlichen Glückwunsch! Du lebst in einer sehr schönen Bubble.
    Quer- und Transfeindlichkeit ist 2023 weiterhin Alltagsgeschäft. Es ist wichtig, alle Anliegen ernstzunehmen, so "veraltet" sie einm vorkommen können.

    Vielleicht kommt es aber auch dort einfach nur auf die beteiligten Individuen an und lässt sich pauschal nicht sagen.

    Sowieso!
    Leider kommt es aber auch auf andere Individuen an, auf die man keinen Einfluss hat. Ich hatte immer eine gute Beziehung zu meinen Lehrkräften, hätte aber kein Risiko nehmen wollen, wenn ich plötzlich in einem Fach bei jemandem vorne stehe, der mich für die kleine Schülerin hält, oder mich doof fand und nie sagte, oder der Parallellehrer, den ich gar nicht kannte, meine Eltern aber nervig fand, usw..
    Sowas hat man immer wieder, im Ref würde ich es vermeiden, wo ich kann (!).
    Danach kann es mir auch egal sein, ob jemand mich komisch ansieht.

    Du meinst, da wo das Land vorher keine Zuschüsse für die 200 Euro-Monatstickete ausgehandelt hatte, würde es jetzt beim 49 Euro-Ticket einsteigen? Weil es mit unseren Gehältern nicht zuzumuten wäre?
    (Ich wünsche mir, es hätte auch vorher Jobtickets auf Landesebene bzw. mit einheitlicher Regelung gegeben (ich glaube, einige STädte haben das?), aber jetzt frage ich mich, was noch mehr zum 49 Euro-Ticket kommen soll.)

    In einigen Bundesländern ist das Ref an der eigenen Schule nicht möglich (Ausnahme der beruflichen Fachrichtung, die es weit und breit nur einmal gibt, ausgenommen), für das Ref fände ich das persönlich je nach Zeitabstand auch durchaus problematisch. Du hast Einfluss auf deinen Rollenwechsel aber nicht darauf, wie alle KuK darüber denken ABER du kannst dich diesen KuK nicht unbedingt entziehen (Bewertungssitution).
    Ehemalige Schüler*innen als Kolleg*innen haben/hatten wir schon einige. Ist kein Ding.

    es war gestern trans-visibility-day. Lasst uns hoffen, dass es nur jemand ist, der dadurch den Mut bekommen hat, sich, mit seiner Zukunft auseinanderzusetzen.
    Es gibt Netzwerke, die weit über den "Selbsthilfegruppe-Effekt" hilfreich sind und Empowerment betreiben. Selbstverständlich schließen sich die zwei Eigenschaften trans und und Lehrkraft nicht aus. (Ich finde die Frage komisch gestellt und würde eher denken: "Darf ich als Transfrau/Transmann Lehrkraft werden?" "Lehrkraft" ist etwas, was ich noch steuern kann, meine Transidentität nicht.)
    Die Antwort bleibt dieselbe: selbstverständlich.

    Nein.

    Dass du dich nur bis zu einem bestimmten Grad beschweren darfst, dass du ohne begleitende Fortbildung bist.

    Freuen darfst du dich hingegen,

    - dass du immer noch einen Job hast

    - dass du amtsangemessen verwendet wirst

    - dass du in einer Schule und nicht Büro bist (vgl. Präsenzzeiten)

    - dass du in deiner studierten (!!!!) Schulform bist

    - dass du sogar Trennungsentschädigungsgeld bekommen kannst.

    vielleicht haben sie es selbst nicht auf dem Schirm (negatives Spirit, aber auch ganz okay, wenn sie selbst nicht den Urlaub im Kalender eingetragen hat), vielleicht ist das Verfahren so, dass sie dich nachmelden würden, wenn du am Freitag Nachmittag deine Noten schickst (sehr positives Spirit), vielleicht werden neuerdings Einladungen eh erst ein Tag vorher geschickt und die BR arbeitet am Dienstag und schickt es den Schulen am Mittwoch?
    Am Montag erfährst du sicher mehr von der Mitarbeiterin.

    Und jetzt die Frage aller Fragen: dein Lehramt wird vollständig in NRW anerkannt? Ist dein erstes Staatsexamen aus NRW?

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