Ständig kommt "ich weiß ja nicht, wie du das machst" mit mehr oder minder vorwurfsvollem Unterton.
Zitat von NRW-LehrerinUnd genau wie bei CatelynStark muss ich mich eher rechtfertigen wieso ich bei 3 Kindern unter 12 eine volle Stelle habe. Da kommen nämlich auch die nett verpackten Vorwürfe..wie machst du das nur, also ich könnte das nicht,
Kann es nicht umgekehrt auch positiv gemeint sein?
Ich habe schon 1000 mal bei Kolleginnen / Kollegen gedacht "ich weiß nicht, wie er / sie das macht" (zugegeben, öfters bei Frauen, wenn ich auch mitbekommen haben, dass sie zumindest nach meiner Wahrnehmung einen höheren Anteil der Care-Arbeit übernhmen), ganz sicher das auch schon so gesagt, und meinte es ganz ganz sicher genauso: ich weiß NICHT, wie die Person es schafft, ich würde in der jeweiligen (oft unterschiedlichen) Konstellation untergehen.
(Ich habe eine Kollegin, VZ, Hauptverdienerin, die zwar meinen Respekt für das ganze Jonglieren hat, aber ihr würde ich nicht sagen "ich weiß nicht, wie du das schaffst", ich weiß es: Elternhaus im Nachbargarten UND im Schnitt 2-3 Tage pro Woche "früher nach Hause", "Kita hat zu, ich bleibe zu Hause", "Kind krank", "Home Office außer der Reihe", "muss zu U-Untersuchung". Und ich übertreibe die Zahlen nicht, wir haben eine sehr familien- bzw. kinderfreundliche Leitung, die für jedes Husten und Bauchschmerzen Verständnis hat, ich sehe die Kollegin zum Teil 3 Wochen nicht live (und ich habe nur einen HO-Tag die Woche, sie auch). Bei Menschen, die aber feste Zeiten und Örtlichkeiten haben, von denen ich die Last halb einschätzen kann, frage ich mich ehrlich undbewundernd, wie sie das schaffen.