Beiträge von chilipaprika

    das ist bei BK auch insofern anders, als dass die OBAS-Leute auch seminargrenzüberschreitend sein müssen (weil eben nur 1 Standort für ganz NRW offen hat, obwohl trotzdem woanders ein Lehrer mit Maschinentechnik beginnt...) und die Fachleiter*innen eh Strecken fahren, die nicht mehr lustig sind. Da ist die grundständig ausgebildete Kiggie eher die Ausnahme :D
    Der Deutschfachleiter fährt nicht außerhalb seines Bezirks (Auf einer Fachleiter*innen-Überlegung-Fortbildung waren viele Leute aus allen Lehrämtern beteiligt, die eben überlegen, FL zu werden und die Unterschiede in der Haltung / Erwartung waren eklatant "Wie? Ich hab kein Auto, ich will nur die Schulen innerstädtisch" bis "ich fahre zur Zeit kommissarisch eh schon 80 Kilometer, ist bei uns normal"

    Hm, ja ich gebe zu bei Gemüse ist der Unterschied meist nicht so eklatant.

    Wie bewertet ihr eigentlich Hofladen, der nicht Bio ist (aber eigener Anbau) verglichen zu Bio aus Supermärkten? 😉

    ganz klar Hofladen und Markt.

    Schon alleine für die Gemüsesorten, die man nur schwer im Supermarkt findet bzw. seltener. Am Wochenende will ich sogar zum Selbstpflückfeld. Als ob ich jemals bei Lidl Buschbohnen kaufen würde. Aber das Pflückerlebenis wird mich zum Verzerren motivieren :D

    Und bei "Bio" hängt es davon ab, WARUM man BIO kauft, mir ist der Siegel nicht so wichtig, sondern vielleicht eher das Gefühl / das Wissen, dass "sauber" gearbeitet wird. (und nein, ich weiß nicht, wie bei jedem Bauer um die Ecke gedüngt wird)

    Ich würde sogar die Behauptung wagen, dass die meisten "Bioläden-Kunden" nicht unbedingt wegen "Bio" dahin gehen (wir zb nicht), sondern weil es ein lokaler Händler ist, und er den besten Käse hat. Regional und örtliche Angebote haben für MICH Priorität auf Bio und sogar fair (außer bei Kaffee, Tee und Kakao, was echt schwer ist, das schaffe ich bei weitem nicht :( ).
    Aber sonst überwiegt für mich der lokale Mehrwert.. Ich will ja in 30 Jahren nicht in einer Geisterstadt leben (was sich eh schon abzeichnet :( aber für die Lebensmittel sollte es noch machbar sein)

    Um auf die chilenischen Äpfel zurückzukommen:

    --> https://www.br.de/radio/bayern1/…eeland-100.html

    Und das mit dem PKW des Kunden findest du im letzten Absatz.

    irgendwann lese ich den Artikel komplett, aber nur diesen Absatz: so eine lächerliche Rechnung würde nur funktionieren, wenn du sagst, dass der Bioladenkäufer nur einen Kilo-Apfel kauft und mit dem Auto fährt, während die Edeka-Käufer alle zu Fuss den Monatseinkauf machen.
    Also: wenn ich im Bioladen oder im Hofladen bin, kauf ich nicht mal einen Kilo Apfel (gut, bei den Kartoffeln schon), weil: ich muss es tragen. UND: ich laufe gerne dahin.

    Nein, Bio ist nicht per se klimaschonender. Hat vermutlich auch nie jemand behauptet. Es stehen andere Aspekte dahin. DEINE Behauptung / Statement, man könne es gleich lassen, weil die anderen eh mit dem SUV fahren, ist aber lächerlich.
    Jeder kleine Schritt kann helfen, und ja einige Punkte widersprechen sich: saisonal / regional ist nett, aber Kaffee? Bio und fair ist wichtig, passt nicht immer zusammen, usw..
    Anders gefragt: was sind DEINE Ansätze, etwas zu machen? Also ich frage nicht, dass du rechtfertigst, was du nicht machst, weil es nichts bringe, sondern: beschäftigst du dich an einigen Punkten damit, was du machen kannst?

    Ja, DAS ist natürlich der Grund, warum du das nicht machen würdest.
    Ich glaube, das Dilemma Bio / regional / saisonal ist halt ein schwieriger Spagat.

    [Achtung, Zynismus] Wenn es dir um die gesamte Weltbevölkerung geht: nein, die Menschen einiger Südseeinsel können sich vermutlich kein Bio (vom Anbau her) leisten. Aber eyh: ist eh egal, deren Inseln sind eh abgesoffen, sie können weder etwas anbauen, noch dort (über)leben.

    klar, die Mehrheit der Bioladekäufer*innen sind SUV-Fahrer*innen... Hast du dafür einen Beleg oder selbst eine anekdotische Evidenz deiner Beobachtung beim wöchentlichen Einkauf?

    (Vorm Laden sind immer 1-2 Fahrräder von ca. 2-3 Kunden drin. Ich selbst gehe nur zu Fuss zum Bioladen, mein SUV ist zu groß, es passt nicht im Parkplatz in der Innenstadt... Deswegen nehme ich ihn nur, wenn ich zum Bauer um die Ecke gehe (oder natürlich, um meine Kinder zur Kita zu bringen))

    Tja, kann sich auch nicht jeder eine Kinokarte kaufen.
    Sorry, wir driften ab, aber die Schulträger*innen sind nicht für die Sozialpolitik zuständig. Dafür gibt es Regierungen.
    Internet/Telefon sind ein Teil des Regelsatzes bei Transfertleistungen, Prioritäten setzen zwischen: Anschluss zuhause mit WLand oder Handys für jeden sind natürlich eine Sache (und ja, ich bin durchaus für eine Anhebung der Sätze und eine Entkriminalisierung von ALG2-Bezieher*innen. Aber ich bin auch gegen diese ständige Vermischung von Ansätzen. Individuelle Gewinne privatisieren, Anreize setzen, damit jede*r eigenen Reichtummaximierung hat, aber Probleme vergesellschaften und alle Verluste bzw. Kosten durch den Allgemeintopf bezahlen lassen, geht nicht.)
    Bildung ist nicht Freizeit.
    Freizeit wird durch Bildung- und Teilhabepaket abgedeckt.

    Mein Schulträger soll mir und den SuS vernünftige Arbeitsbedingungen ermöglichen.
    und aus dem Freizeittopf das Freibad aufpeppeln (zu welchem man in meiner Stadt zum sagenhaften Preis von 10 Euro für die ganzen Sommerferien als Schüler*in gehen kann). Für BuT-Kinder ist es frei.

    Anders gefragt: wenn die Eltern es auch nicht wollen (die Entscheidung getroffen haben, keinen Internetanschluss oder kein internetfähiges Gerät zu organisieren) oder auch nicht können, ist es Aufgabe der Schule / des Schulträgers, dies zu ermöglichen? (Durch Bereitstellung des Geräts UND des Datenvolums / Bildungsflatrate)
    Ich bin vielleicht eine Spaßbremse, aber es gibt auch eine gewisse Grenze bei den "staatlichen Aufgaben".
    Und ehrlich gesagt denke ich eher an die Gruppe der "bewusst nicht wollen" als an die "können nicht".

    Fallen Angel Nee, ich persönlich finde es okay.
    Also: ich finde es nicht unbedingt okay, DASS es ein unterschiedliches Deputat gibt, aber WENN, dann finde ich nicht, dass man für eine Arbeit, für die man gar nicht ausgebildet ist (Studien- und Refabschluss) in dem Umfang (Stunde anteilig des Deputats, Lohneinstufung) bezahlt wird, wie jemand, der eben voll qualifiziert ist.
    Ich hatte als Vertretungslehrerin vorm Ref E13. Da ich fest davon überzeugt war, nicht verbeamtet zu werden, hatte ich also, trotz Sek1-Unterricht und kein vollständiges Staatsexamen dasselbe Geld wie einige KuK an der Schule (okay, vielleicht ohne Z? sowas habe ich mir nicht gemerkt). Das geht gar nicht.

    ich weiß nicht, wer "ihr" ist und ob ich drunter falle, aber von meiner Seite kann ich behaupten, was ich seit Jahren denke und auch sage: ich finde es eine Unverschämtheit, dass in NRW Gym/Ges-Lehrer*innen sich für 3-6 Jahre an eine Grundschule / Sekundarschule verpflichten können, während der Zeit A12 / A13 ehrlich gesagt, es ändert sich immer wieder und es ist mir fast egal, bekommen und dann ANSPRUCH (!!) auf eine Sek2-Stelle in einem Umkreis um die angenommene Stelle haben.
    und ich glaube wirklich, dass es mal eine solche Maßnahme mit A13 gab.

    Ich finde es unverschämt, dass es ohne Begleitung an die Sekundarschule und jetzt Grundschule gehen kann.

    Ich finde es unverschämt, dass es nur für einen "kurzen" Zeitraum ist.

    -> kein Anreiz / Druck, sich fortzubilden / nachzuqualifizieren, man kann es quasi absitzen (auch wenn es dann furchtbar unangehmehn sein sollte, stelle ich mir vor

    -> auf Durchreise, nach mir die Sintflut kann das Motto sein

    -> nur eine Verschiebung des Mangels. Bis dahin werden nicht plötzlich Hunderte Sek1- oder GS-Lehrkräfte auf dem Markt sein, und woher sollen plötzlich die Hunderten von Stellen von Deutsch/Geschichte-Sek2-KuK kommen? Also dann zum Nachteil der Schulen, denen sie plötzlich zugeordnet werden.
    -> und währenddessen haben die grundständigen GS-/Sek1-KuK die Arbeit an der Backe, Leute zu begleiten, zu unterstützen, usw..

    und ja: es gibt auch die super motivierten KuK, die trotzdem das Beste aus sich geben. Aber ernsthaft: nach 18 Monaten Ref-Gezitter, UBs in der Mittel- und Oberstufe, Entwicklung von Oberstufenreihen (immerhin 3 von 5 UBs pro Fach in der Oberstufe) soll man plötzlich Anfangsunterricht in der 3. Klasse machen? Der Berufsanfang ist EH Horror und dann ungelernt? Wer denkt an die Kinder?! aber schön locken mit Planstelle, Beibehaltung der Besoldungsstufe, usw..

    Es ist aber mitnichten so, dass 1) alle Sekundarschulen eine Oberstufe haben (die meisten haben keine), 2) alle Sek2-Kolleg*innen in der Oberstufe unterrichten (genauso wie es am Gym Leute gibt, die seit 10 Jahren keinen Oberstufenkurs hatten...). Dafür darf aber auch ein*e Sek1-Kolleg*in auch mal eine EF oder den "Gym-Kurs" (alle Sek1-KuK verzeihen mir den Ausdruck, je nach Gesamtschule, den erweiterten differenzierten Kurs) unterrichten, während der Sek2-Kollege den Grundkurs in der 8. Klasse hat.
    Also gleiche Arbeit, unterschiedliche Besoldung.
    Ein Schlüssel nach Hamburger Modell, oder wie in Hessen (hing an der Wand der Gesamtschule, wo ich vor ca. 20 Jahren U+ war), wo die Unterrichtsverpflichtung je nach Stunden in der Oberstufe variiert (ist es noch so?) wäre meiner Meinung nach wünschenswert. Nur dass ich nicht naiv bin, so ein System wird nicht zur ENTlastung derjenigen gewählt, die im jetzigen System belastet sind (Deutsch-Englisch-Kollege mit 6 Oberstufenkursen), sondern zur BElastung der Anderen (und plötzlich unterrichtet der Deutsch/Sport-Lehrer mit nur 1 Oberstufe 28 Stunden)

    Exakt die gleiche Arbeit? Gleiche Stundenanzahl? Dann finde ich es (als angehende GymGe-Lehrkraft) sehr ungerecht. Dann sollten alle GMS-Lehrer A13 bekommen und nicht nur die, die Gym-LA studiert haben.

    das ist doch an der Gesamt- und Sekundarschule in NRW genauso: Sek2-Stellen werden mit A13Z besoldet, 25,5 Stunden, Sek1-Stellen (egal wer sie besetzt) mit A12 (oder E11, je nach "Deal"), 25,5 Stunden. (Sek1-Lehrer an der Realschule: 28 Stunden)

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